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An Analysis of the IMF’s International Carbon Price Floor / He, Xiaobei (Rights reserved)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Drucksache (Public Domain) Ausgabe 1965, IV. Wahlperiode, Nr. 778-1284 (Public Domain)

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Zeitschrift

Titel:
Der Bär : illustrierte Wochenschrift für vaterländische Geschichte
Erschienen:
Berlin: Zillesen 1900
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Erscheinungsverlauf:
1875-1900 ; mehr nicht digitalisiert
Fußnote:
Titelzusatz Band 1-4: Berlinische Blätter für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 5: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 6-14: illustrierte Berliner Wochenschrift, eine Chronik für's Haus
ZDB-ID:
2924408-0 ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Geschichte, Kulturgeschichte
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1890
Sprache:
Deutsch
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-13043050
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 1/18 a:1889/90
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Geschichte, Kulturgeschichte

Ausgabe

Titel:
Nr. 9, 30.11.1889

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  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1909, XVIII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nr. 1, 3. Januar 1909
  • Nr. 2, 10. Januar 1909
  • Nr. 3, 17. Januar 1909
  • Nr. 4, 24. Januar 1909
  • Nr. 5, 31. Januar 1909
  • Nr. 6, 7. Februar 1909
  • Nr. 7, 14. Februar 1909
  • Nr. 8, 21. Februar 1909
  • Nr. 9, 28. Februar 1909
  • Nr. 10, 7. März 1909
  • Nr. 11, 14. März 1909
  • Nr. 12, 21. März 1909
  • Nr. 13, 28. März 1909
  • Nr. 14, 1. April 1909
  • Nr. 15, 11. April 1909
  • Nr. 16, 18. April 1909
  • Nr. 17, 25. April 1909
  • Nr. 18, 2. Mai 1909
  • Nr. 19, 9. Mai 1909
  • Nr. 20, 16. Mai 1909
  • Nr. 21, 23. Mai 1909
  • Nr. 22, 30. Mai 1909
  • Nr. 23, 6. Juni 1909
  • Nr. 24, 13. Juni 1909
  • Nr. 25, 20. Juni 1909
  • Nr. 26, 27. Juni 1909
  • Nr. 27, 4. Juli 1909
  • Nr. 28, 11. Juli 1909
  • Nr. 29, 18. Juli 1909
  • Nr. 30, 25. Juli 1909
  • Nr. 31, 1. August 1909
  • Nr. 32, 8. August 1909
  • Nr. 33, 15. August 1909
  • Nr. 34, 22. August 1909
  • Nr. 35, 29. August 1909
  • Nr. 36, 5. September 1909
  • Nr. 37, 12. September 1909
  • Nr. 38, 19. September 1909
  • Nr. 39, 26. September 1909
  • Nr. 40, 3. Oktober 1909
  • Nr. 41, 10. Oktober 1909
  • Nr. 42, 17. Oktober 1909
  • Nr. 43, 24. Oktober 1909
  • Nr. 44, 31. Oktober 1909
  • Nr. 45, 7. November 1909
  • Nr. 46, 14. November 1909
  • Nr. 47, 21. November 1909
  • Nr. 48, 28. November 1909
  • Nr. 49, 5. November 1909
  • Nr. 50, 12. Dezember 1909
  • Nr. 51, 19. Dezember 1909
  • Nr. 52, 26. Dezember 1909
  • Farbkarte

Volltext

dazu bin ich zu gut, daß ich für 'nen fremden Mann 
toche und Wirtschaft führe soll!“ 
Sie brachte vor dem Spiegel Anzug und Frisur 
in Ordnung und knöpfte sich entschlossen die Hand⸗ 
schuhe zu. Aus den zehn Minuten wurde bei Jean 
Baptiste Dörsam eine halbe Stunde. Er trat nie 
aAnders als in tadellos gediegener, etwas zu jugend— 
licher Eleganz in die Welt. Aber endlich war er 
tertig und sie fuhren zusammen nach der Meineke⸗ 
traße. 
Gerade heute hatte Georg Gisbert sich Gäste zu 
Tisch mitgebracht — zwei frühere Kameraden von 
der ostafrikanischen Schutztruppe. Mit denen unter— 
hielt er sich während des Essens. Die Anwesenheit 
feines Schwiegervaters fiel ihm nicht auf. Es kam 
sehr oft vor, daß Jean Baptiste Dörsam in Ge— 
schäften nach Berlin reiste. Sein Schwiegersohn be— 
zegnete ihm dann stets so höflich und ein wenig 
förmlich wie jetzt. Diese Zurückhaltung lag in seiner 
Art. Es war immer, als geniere er sich im Stillen, 
das viele Geld von jenem anzunehmen. Herr Dör— 
am fand den Gatten Ottis wirklich verändert. 
Müder, bleicher. Und der Blick irrte zuweilen un— 
ruhig ab und verlor sich in der Ferne und gleich 
darauf setzte sich Georg Gisbert wieder straff auf 
dem Stuhl zurecht und redete mit den Kameraden 
weiter — lauter Namen von Schutztrupplern, 
Stämme und Orte auf -ehe und -oro, von denen 
Jean Baptiste Dörsam nie etwas gehört hatte und 
die ihn nicht im geringsten interessierten. Am 
meisten verdroß es ihn, daß die beiden Herren 
Abstinenzler waren. Sie tranken nur gemeines 
Berliner Leitungswasser, während vor ihnen die 
edelsten Schloßabzüge der Firma Dörsam, Fröhlich 
und Kompagnie prangten, und der eine von ihnen, 
ein kleiner, schroffer, glattrasierter Leutnant, der 
keine Ahnung hatte, daß der Schwiegervater des 
Hauses Weinhändler war, sagte: „Nee — nee — 
mit dem verfluchten Alkohol schnappt's doch bei 
unseren guten Landsleuten allmählich allgemein!“ 
And das gab Jean Baptiste Dörsam einen Stich ins 
Herz. Er würde es ja nicht mehr erleben — ihn 
würde der Niedergang geschäftlich nicht mehr treffen 
— aber was sollte denn aus der Loreley am Rhein wer— 
den und den sagenumwobenen Klippen des deutschen 
Stroms und den kühlen Kellern mit goldenem Naß, 
wenn alle Welt zum Pumpenschwengel schwor oder 
in den Kuhstall an den Milchkübel lief? Er seufzte 
innerlich und schwieg und benutzte nur einmal die 
Gelegenheit, als sein Schwiegersohn wieder einen 
Augenblick düster und traumverloren dasaß, um ihn 
äh, ganz überraschend zu fragen: 
„Georg — woran denkst du eben?“ 
Und jener antwortete völlig ruhig, ohne Blick 
und Kopfhaltung zu ändern: 
„An meine Karlal ... Das arme Ding ist 
vieder ganz herunter! Ich hab' heute früh recht 
trübe Nachrichten von Mamal“ 
Als die zwei Offiziere aufbrachen, wollte der 
Hausherr sie eine Strecke weit begleiten. Den 
Schwiegervater überließ er Otti und den Kindern. 
So glatt sie auch miteinander auskamen, so hatten 
doch die beiden, der preußische Hauptmann und der 
Weinhändler aus Rheinhessen, einander unendlich 
wenig zu sagen. Sie versuchten es sonst auch gar 
nicht. Aber diesmal versetzte Jean Baptiste Dörsam 
mit einer ungewöhnlichen Bestimmtheit: 
„Bitte, bleib' hier, ich habe mit dir zu sprechen!“ 
Und an dem kurzen Blick, der zwischen ihnen hin 
and her flog, erkannte der andere, daß es Ernst war. 
Nun saßen sie einander in Georg Gisberts Ar— 
beitssimmer gegenüber. Die Zigarren qualmten und 
Jean Baptiste Dörsam streifte die Asche der seinen ab, 
schaute flüchtig nach einem Antilopengehörn, das 
gerade über ihm an der Wand hing, und sagte: 
„Georg . .. ein offenes Wort! Es tut mir leid 
... ich dräng' mich ungern in so Geschichten ... 
aber es muß sein ... Was hast du mit deiner ersten 
Frau?“ 
„Nichts!“ 
Das klang schneidend kurgz. Der andere war 
eine Sekunde verdutzt. Dann hub er an: 
„Verzeih'! Es war nur eine bescheidene An— 
frage. Die darfst du mir, als dem Vater deiner 
jetzigen Frau, nicht übel nehmen! Im allgemeinen 
heißt doch eine Scheidung: Geh' du rechts und ich 
links! ... Daß diese Wege dann wieder irgendwie 
zusammenführen ...“ 
„Wo denn?“ 
Georg Gisbert legte seine Zigarre weg, stand 
auf und trat vor seinen Schwiegervater hin. 
„Nun bitte, heraus mit der Sprachel... Wo 
waren wir denn zusammen, Frau von Vogt und ich?“ 
* * —— 
Berliner ustrirte Zeitung 
„Rege dich nicht auf, Georgl ... Ich habe nur 
gehört ...“ 
„Du hast von Otti Dinge gehört, die nicht sind! 
das weiß ich, daß sie sich mit diesen Hirngespinsten 
lagt! Ich kann ihr nicht helfen! Wenn sie es nicht 
on selber versteht, reden kann ich über gewisse 
Sachen nicht! Mir ist nur bekannt, daß meine frühere 
xrau sich in Zehlendorf aufhält .“ 
„Woher denn?“ 
„Herrgott — sie muß doch meiner Mutter 
chreiben und Bescheid bekommen, wenn sie Karla be— 
uchen will — gerade, damit wir uns dort nicht ein— 
nal durch Zufall treffen ...“ 
„Ach so, ja ... verzeih' ...“ 
Der Hauptmann Gisbert setzte sich wieder. Es 
var, als bereute er seine kurze Aufwallung. Er fügte 
in ruhigem, fast gleichgültigem Tone hinzu: 
Sie sucht eine Stellung als Gesellschafterin — 
rus welchen Gründen, entzieht sich meiner Kenntnis. 
Ich hab' es nur aus einer Zeitungsanzeige ersehen. 
Ddie Nummer ging mir von irgendwoher anonym zu. 
VWeiter weiß ich von nichts!“ 
Der Weinhändler schwieg nachdenklich. Der 
indere fuhr fort: 
„Vor beinahe sieben Wochen, unmittelbar nach 
hrer Entlobung, hatten Frau von Vogt und ich 
insere letzte Unterredung. In der beschlossen wir, 
ins nie wiederzusehen. Wir waren darin einig, 
tuch den Schein zu meiden, als oh ... die Welt 
»reht ja einem aus dem Kleinsten einen Strick ... 
Atti bringt das sogar ohne jede Unterlage fertig...“ 
„Und dabei ist es geblieben?“ 
„Dabei ist es geblieben!“ 
„Du gibst mir dein Wort darauf?“ 
„Mein Wort als Offigier!“ 
„Dann habe ich dich zunächst um Entschuldigung 
zu bitten!“ sagte Jean Baptiste Dörsam. Georg 
Zisbert machte nur eine müde, ablehnende Bewegung 
nit der Hand. Beide blieben stumm. Der Wein— 
;roßhändler drehte sich langsam seinen dunklen, 
raufen, kaum merklich parfümierten Spitzbart. Der 
indere war ihm dankbar, daß er nicht weiter mit 
zragen in ihn drang. 
„Die eigene Fügung ist nur die,“ versetzte der 
zchwiegervater nach einer langen Pause, so, als 
ätten sie beide in der Zeit das Gleiche gedacht, 
... daß dein Kind aus erster Ehe immer noch eine 
Art Bindeglied zwischen dir und deiner einstigen 
Frau schafft. Das führt euch wider Willen, auch in 
her Entfernung, zusammen. Das öffnet sogar Miß-— 
erständnissen das Tor, wie wir das eben leider bei 
Albert 
Lortzing 
Das Februarheft 
der „Musik für Alle“ enthält Lortzing's 
TarundZzimmermann 
Aus der Ouvertüûre — Zimmermannuslied; 
Auf Gesellen, greift zur Axt — Ariette: 
Die Eifersucht ist eine Plage‘ — Arie; 
O Ssneta Justitia* — „O ich bin klug und 
vweise hor: „Lass ruhen die Arbeit“ 
Duett:, Er will nicht heraus mit dersprache“ 
Chor: „Lustig zum Tanze“ — Ensemble: 
Aii diese bangen zweifel — Chor: Hoch 
iebe die Freude“ — Arie: „Lebe wonl, 
mein flandrisch Madchen“ — Sextett: Zum 
Werk, das wir beginnen“ — Brautlied: 
Iieblich röten sich die Wangen“ — Arie 
und Chor: „Den hohen Herrscher würdig 
zu empfangeén, heil sei dem Tas, an welchem 
du erschienen“ — Lied: „Eiust spielt ich 
mit Szenter‘ — Chor: „Schmücket mit 
Rränzen uni Blumen“ — Holzschuhertauz 
Das Heft ist zu beziehen zum Preise von 
50 Pfennig durch jede Buch- und Musikalien- 
handlung sowie auch direkt vom Verlag 
Ullstein & Co. Berlin SV/68 
Nr. 5 
mir erlebt haben! ... Ohne das Kind wärst dud 
freier. Man könnte auch mehr von dir verlangen r 
Entschiedeneres in gewisser Hinsicht, als jetzt, * 
mmer auf den einen Punkt zurückkommst 
Er stockte. Georg schwieg und wartete: erh 
griff nicht, wo der andere hinaus wollte. Und 
schlug ihm Jean Baptiste Dörsam plötzlich mit d— 
Hand fest auf die Schulter und sagte laut und en 
schlossen: 
„Georg ... gib ihr das Kind ..“ 
Der Hauptmann Gisbert wandte sich jäh zr 
seinem Schwiegervater und sein braunes, scha 
zeschnittenes Gesicht drückte unverhohlenes Erstaue, 
aus. Er sagte nur langsam: 
„Was?“ 
Und der Weinhändler wiederholte entschlosen 
„Gib ihr das Kind! ... Ueberlass' es ihr eip 
für allemall“ 
„Mein Kind?“ 
„Es ist doch auch das ihre!“ 
„Aber mir zugesprochen ...“ 
„Ja — nach Paragraph so und so. Da mödhe 
die Juristen schon recht haben. Aber die Nleine ü 
richt bei dirl ... Und bei dem Vater oder bei de 
Mutter sollt' ein Kind doch sein — statt jetzt bei deime 
oderehrten Frau Mama in irgendeinem fernen pol 
nischen Krähwinkel. Und so ein heranwachsende— 
Mädelche — das braucht doch gerade die Mutterl.. 
Ueberleg' doch mal, was soll denn schließlich aus ih 
werden, wenn sie 'mal groß ist — in zehn Jahren? 
„Alles im Leben,“ sagte Georg Gisbert, sich m 
die Stirn greifend, „alles im Leben hätt' ich ehe 
erwartet, Schwiegerpapa, als von dir diesen Vorschle 
zu hören ...“ 
Herr Dörsam ließ sich nicht beirren. Er fuhr fort 
„Da steht das arme Dingerche mit seinen ach 
zehn Jahren und keinem Groschen im Sack mutter 
seelenallein auf der Welt. Weißt du, was sie tut 
Sie geht doch zur Mutter, sobald sie nach dem Gese 
wählen darf! Da halten Sie keine zehn Pferdel? 
lehr' du mich die Welt kennen ...!“ 
Georg Gisbert sah seinen Schwiegerbate 
schweigend an. Der ließ noch immer die Hand an 
seiner Schulter ruhen und sagte: J 
„Es wär' mir auch, ehrlich gestanden, lieber, ab 
daß die Karla in zehn Jahren plötzlich wieder beidi 
auftaucht und nachträglich wieder alle Welt dara 
erinnert, daß du meine Tochter erst zur Frau gt 
nommen hast, nachdem dir eine andere davongegange 
ist. Aber das nur nebenbei! Nein — denke gerad 
an diefe anderel Im Ehescheidungsprozeß Gisben 
gegen Gisbert ist sie für den schuldigen Teil erklä 
worden. Gut. Ich kenn' sie nicht. Aber was ich 
gehört hab' über sie und dich ... vielleicht denkt ma 
im stillen Kämmerlein bei sich doch über manche 
anders! Oder hältst du dich für gar nicht schuldie 
Georg?“ * 
Der Hauptmann Gisbert hob den Kopf un 
sagte: 
„Ich war viel, viel schuldiger als sie!“ 
„Nun alsol ... Die Frau ist unglücklich. E 
ganz gewöhnlicher Mensch kann sie nicht sein. Son 
hätte sie nicht die Verlobung mit dem reichen Ke 
wieder gelöst! ... Sie steht ganz einsam da. Si 
hat nichts auf der Welt. Sie weiß auch nichts m 
sich anzufangen. Warum wollte sie sonst jetzt ein 
armselige Gesellschafterin werden? Gib ihr einen 
Lebensinhalt! ... Gib ihr das Kind ... kauf die 
von dem Schicksal los, Georgl!“ 
Er hatte die letzten Worte mit erhobener Stimm 
gesprochen. Sein Schwiegersohn saß da, stützte de 
Kopf auf die Hand und murmelte nur: 
„Mein Gott — was ist das für 'ne Ideel“ 
„Ihr seid erst dann wirklich getrennt, Geort 
wenn die Karla nicht einen von euch an der rechter 
und den anderen an der linken Hand festhält, sonder: 
einem ausschließlich gehört! Dann ist alles zwischen 
euch zu Ende — und auf eine gute und anständie 
Weise — gerade von dir aus! Und weißt du, Geor 
— gang im Vertrauen als Geschäftsmann gesprochen 
Wenn ich schon weiß, daß mir etwas später doch wer 
kommt, dann schenk' ich es lieber gleich freiwillig hei 
Dann steh' ich doch wenigstens groß dal“ 
Georg Gisbert hatte sich erhoben und war an 
das Fenster getreten. Er antwortete nicht mebhr 
Es kämpfte heftig in ihm. Der andere blieb sitze 
und wiederholte sehr ernst: 
„Kauf' dich von dem Schicksal los, Georg! Esi 
hohe Zeit. Deine erste Frau hast du unglücklich ge 
macht — das gibst du selbst zu — deine zweite bi 
du auf dem Punkt, unglücklich zu mächen. Dein 
erste Frau geht mich nichts an, deine zweite sehr — 
denn es ist meine Tochter — und wegen der zweite, 
berlange ich: mach' ein Endel“
	        

E-Pflicht Kooperationsprojekt "NP Regional"

Diese Publikation wurde im Rahmen des Kooperationsprojekts "NP Regional" von der Deutschen Nationalbibliothek übernommen. Sie fällt unter die E-Pflicht (Elektronische Pflichtpublikationen in Berlin).

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