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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 12.1886 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

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Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Titel:
Der Bär : illustrierte Wochenschrift für vaterländische Geschichte
Erschienen:
Berlin: Zillesen 1900
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Erscheinungsverlauf:
1875-1900 ; mehr nicht digitalisiert
Fußnote:
Titelzusatz Band 1-4: Berlinische Blätter für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 5: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 6-14: illustrierte Berliner Wochenschrift, eine Chronik für's Haus
ZDB-ID:
2924408-0 ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Geschichte, Kulturgeschichte
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1886
Sprache:
Deutsch
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-13081344
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 1/18:1885/86
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Geschichte, Kulturgeschichte

Ausgabe

Titel:
Nr. 21, 20.02.1886

Schnellzugriff

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  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 12.1886 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nr. 1, 03.10.1885
  • Nr. 2, 10.10.1885
  • Nr. 3, 17.10.1885
  • Nr. 4, 24.10.1885
  • Nr. 5, 31.10.1885
  • Nr. 6, 07.11.1885
  • Nr. 7, 14.11.1885
  • Nr. 8, 21.11.1885
  • Nr. 9, 28.11.1885
  • Nr. 10, 05.12.1885
  • Nr. 11, 12.12.1885
  • Nr. 12, 19.12.1885
  • Nr. 13, 26.12.1885
  • Nr. 14, 02.01.1886
  • Nr. 15, 09.01.1886
  • Nr. 16, 16.01.1886
  • Nr. 17, 23.01.1886
  • Nr. 18, 30.01.1886
  • Nr. 19, 06.02.1886
  • Nr. 20, 13.02.1886
  • Nr. 21, 20.02.1886
  • Nr. 22, 27.02.1886
  • Nr. 23, 06.03.1886
  • Nr. 24, 13.03.1886
  • Nr. 25, 20.03.1886
  • Nr. 26, 27.03.1886
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  • Nr. 28, 10.04.1886
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  • Nr. 30, 24.04.1886
  • Nr. 31, 01.05.1886
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  • Nr. 33, 15.05.1886
  • Nr. 34, 22.05.1886
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  • Nr. 36, 05.06.1886
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  • Nr. 38, 19.06.1886
  • Nr. 39, 26.06.1886
  • Nr. 40, 03.07.1886
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  • Nr. 43, 24.07.1886
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  • Nr. 46, 14.08.1886
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  • Nr. 49, 04.09.1886
  • Nr. 50, 11.09.1886
  • Nr. 51, 18.09.1886
  • Nr. 52, 25.09.1886

Volltext

251 
kaum ein passenderer Mann gefunden werden konnte, als - 
Spranger, und daß sich gegen etwaige ernste Absichten desselben ! 
äußerlich genommen kaum ein vernünftiger Grund würde geltend 
machen laßen. Aber ob er auch fähig wäre, sie glücklich zu 
machen? Bergow schalt sich, daß er als Freund diese 
Frage auswerfen konnte; das Gefühl jedoch, welches sich seiner 
bemächtigt hatte, war der Freundschaft, der tragenden, ent 
schuldigenden , verdeckenden Freundschaft, wenig günstig. 
Spranger war und blieb ein zwar gutmüthiger, aber leicht 
lebiger, vielleicht gar leichtsinniger Mann. Er konnte entzückt 
schwärmen, aber ob auch lieben? — gefallen, aber ob auch 
fesseln? — belustigen, aber ob auch beglücken? — 
Die Polonaise war zu Ende, die Plätze wurden einge 
nommen, Fächer und Taschentücher in flimmernde Bewegung 
gesetzt, Bier und Limonade herumgereicht. Das schone Mäd 
chen aber zeigte nichts von jener unangenehmen Erregung, 
welche übermäßige Anstrengung hervorzurufen pflegt. Natürlich, 
ihr war das Tanzen so wenig eine Arbeit, als dem schim 
mernden Schmetterlinge das Schweben über Blüthen im 
Sonnenschein. 
Was Bergow fühlte, als er nun selbst an ihrer Seite 
den Melodien der Musik folgte, und eine bis dahin unbekannte 
Kraft ihn wie ein elektrischer Strom vom Scheitel bis zur 
Sohle durchzuckte — wer rnöchte das mit dem kleinen, oft 
mißbrauchten Wort „Liebe" erschöpfend zu bezeichnen meinen? 
Es war ein Hinüberflammen seiner Seele in eine andere, ein 
Hinabtauchen in ein Meer von Glück und Wehmuth. Er 
hatte sich selbst verloren, uin sich vielleicht nie wieder 
zufinden. — Als er nach dein Tanze einsam in einer Ecke 
an die Wand gelehnt stand, bemüht, den Sturm seiner 
Gefühle zu besänftigen, legte sich plötzlich ein Arm in den 
seinigen, und Spranger's klangvolle Stimme rief: „Komm, 
Bruder, komm! Ein Glas Wein auf das Wohl des schönsten 
Mädchens!" 
Die besondere Auszeichnung, welche den beiden Damen 
von Seiten der beiden Freunde zu Theil wurde, war der Ge 
sellschaft nicht unbemerkt geblieben. Aber Fräulein Philippine 
von Norden dachte nicht daran, ihre Eroberung so leichten 
Kaufes aufzugeben. Sie that, als ob das alles auf ihre Ver 
anlassung geschähe, und bat die Künstler in der nächsten Pause 
um einen zweiten musikalischen Genuß, eine Bitte, welche diese 
nicht wohl unerfüllt lassen konnten. Als sie sich darauf mit 
Schadenfteude und Herablassung zu den beiden Damen setzte, 
bemerkte sie am Boden eine Brieftasche, welche einem der 
Freunde entfallen sein mußte. Bitt weiblichem Scharfblick er 
kannte sie sofort, welchen Vortheil ihr in der Folge dieser 
Fund gewähren konnte. Schnell lenkte sie die Aufmerksamkeit 
ihrer Nachbarinnen auf die Spieler und ließ das Buch un 
bemerkt in ihre Tasche gleiten. 
Die beseelte Stimmung der Freunde kain in ihrem Spiel 
zum Ausdruck. Daß es ihr gefallen möchte, war ihnen ein 
beseligender Gedanke. Umsomehr aber waren sie enttäuscht, 
als sie sich nach dem überreichen Applaus vergeblich nach dem 
Gegenstände ihrer Sehnsucht umsahen. Sie hatte während 
des Spiels mit der Mutter den Saal und die Gesellschaft 
verlassen. 
„Wer waren die Damen, die soeben fortgegangen sind?" 
ftagte Bergow den Wirth, da er, wie das meist geschieht, bei 
der Vorstellung den Namen kaum gehört hatte. 
„Das war die Frau Posthalterin Müller und ihre Tochter- 
Der Vater hat die Posthalterei am Markte und dabei einen 
Gasthof für das vornehme reisende Publikum. Keine üble 
Partie, meine Herren!" 
Im nächsten Augenblick waren die beiden lustigen Rei 
senden aus der Gesellschaft verschwunden. Dem Doktor fiel 
bei dieser Wahrnehmung ein Stein vom Herzen, und in dem 
Gefühle seiner wiederhergestellten souveränen Herrschaft inner 
halb der Ressource ahnte er nicht, daß die kühnen Eindring 
linge seiner Ruhe noch sehr gefährlich werden sollten. Auch 
Fräulein Philippine von Norden schien mit dem schnellen Ab 
schiede durchaus einverstanden; wenigstens ließ sie es dem 
Doktor gegenüber nicht an Andeutungen fehlen, wie sehr sie 
durch die aufdringlichen Huldigungen der Fremden belästigt, 
ja verletzt worden sei- 
Was er sinnt im ernsten Schweigen? 
Will des Feldherrn Adlerblick 
Ostwärts uns die Pfade zeigen 
Zu erneutem Kriegsgeschick? 
Horch, schon läßt ein Fink sich hören, 
Jauchzt beglückt dem nahen März, — 
Leise rauscht es durch die Föhren, 
Lauter pocht das Preutzenherz. 
Wie mich deine Blicke streifen, 
Holdes Weib, in trotziger Scham! 
Kannst du nicht den Ernst begreifen, 
Der mich plötzlich überkam? 
Bist du bänglich fast erschrocken 
Vor der Augen wilder Gluth? 
Ach, mit deinen Ambra-Locken 
Sänstigst du den jähen Muth! 
Lass' vereint uns weiter gleiten! 
Wie die Zeit so rasch entschwand! 
Strömen doch von allen Seiten 
Neue Schaaren an den Strand. 
Auf dem Eise welch' Gewimmel, 
Daß du zag dich an mich drängst! 
Stieg die Sonne doch am Himmel 
Ueber Mittagshöhe längst! 
Süßes Händchen, laß dich fassen, 
Last' dich halten liebewarm! 
Durch die schnell bewegten Massen 
Führt dich stolz mein starker Arm. 
Schlinge, Schönste aller Schönen, 
Kühn mit mir den frohen Reihn! 
Hörst Du nicht? Drommeten tönen 
Schon vom Ufer schmetternd drein. 
Wie ihr Schall die tausend Sohlen 
Neu beflügelt rhythmisch dreht, 
Wie in schnellem Athemholen 
Mich dein süßer Hauch umweht! 
Immer rastlos auf und nieder. 
Frisch vom eh'rnen Klang entfacht! 
Horch, schon tönt das Lied der Lieder: 
Ja, „fest steht und treu die Wacht!" 
Aber drüben welch' Gedränge? 
Jedes Haupt entblößt sich frei 
Sich', beim Gruß der Schlachtenklänge 
Fährt der Kaiser dort vorbei. 
Unter seines Helmes Dunkel 
Blinkt des Hauptes Silberglanz, 
Unsichtbar im Goldgefunkel 
Ueberstrahlt vom Siegerkranz. 
Schönen Tages schönste Wonne, 
Dieses Heldenhaupt zu feh'n! 
Kannst du, meine Huldmadonne, 
Deinen Dichter jetzt versteh'»? 
Schlüg' ich doch mit grimmem Hiebe 
Meine Leyer in den Sand, 
Priese sie nur Lust und Liebe, 
Nicht auch Fürst und Vaterland! <Aur„Frau-niob").
	        

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