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Grundzüge der Verhaltensökonomie / Dittrich, Winand H. (Rights reserved)

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Monograph

Author:
Dittrich, Winand H.
Libelt, Eduard
Title:
Grundzüge der Verhaltensökonomie / Winand Dittrich, Eduard Libelt
Publication:
Berlin/München/Boston: De Gruyter Oldenbourg, 2025
Language:
German
Note:
Restricted access
Archivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet
ISBN:
978-3-11-072230-7
VÖBB-Katalog:
35449185
Series:
De Gruyter Studium
Keywords:
Verhaltensökonomie ; Wirtschaftspsychologie ; Entscheidung; Heuristik; Behavioral Economics; Nudging; Prospect-Theorie ; Behavioral economics; management; decision theory; Industrial and organizational psychology ; Verhaltensökonomie ; Managementlehre ; Behavioral Economics ; Entscheidungstheorie ; Wirtschaftspsychologie ; TB: Textbook ; Lehrbuch
Classification:
Wirtschaft
URN:
urn:nbn:de:101:1-2506181201545.737224266651
Collection:
Wirtschaft
Copyright:
Rights reserved
Accessibility:
Eingeschränkter Zugang mit Nutzungsbeschränkungen

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1913, XXII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1, 5. Januar 1913
  • Nr. 2, 12. Januar 1913
  • Nr. 3, 19. Januar 1913
  • Nr. 4, 26. Januar 1913
  • Nr. 5, 2. Februar 1913
  • Nr. 6, 9. Februar 1913
  • Nr. 7, 16. Februar 1913
  • Nr. 8, 23. Februar 1913
  • Nr. 9, 2. März 1913
  • Nr. 10, 9. März 1913
  • Nr. 11, 16. März 1913
  • Nr. 12, 23. März 1913
  • Nr. 13, 30. März 1913
  • Nr. 14, 6. April 1913
  • Nr. 15, 13. April 1913
  • Nr. 16, 20. April 1913
  • Nr. 17, 27. April 1913
  • Nr. 18, 4. Mai 1913
  • Nr. 19, 11. Mai 1913
  • Nr. 20, 18. Mai 1913
  • Nr. 21, 25. Mai 1913
  • Nr. 22, 1. Juni 1913
  • Nr. 23, 8. Juni 1913
  • Nr. 24, 15. Juni 1913
  • Nr. 25, 22. Juni 1913
  • Nr. 26, 29. Juni 1913
  • Nr. 27, 6. Juli 1913
  • Nr. 28, 13. Juli 1913
  • Nr. 29, 20. Juli 1913
  • Nr. 30, 27. Juli 1913
  • Nr. 31, 3. August 1913
  • Nr. 32, 10. August 1913
  • Nr. 33, 17. August 1913
  • Nr. 34, 24. August 1913
  • Nr. 35, 31. August 1913
  • Nr. 36, 7. September 1913
  • Nr. 37, 14. September 1913
  • Nr. 38, 21. September 1913
  • Nr. 39, 28. September 1913
  • Nr. 40, 5. Oktober 1913
  • Nr. 41, 12. Oktober 1913
  • Nr. 42, 19. Oktober 1913
  • Nr. 43, 26. Oktober 1913
  • Nr. 44, 2. November 1913
  • Nr. 45, 9. November 1913
  • Nr. 46, 16. November 1913
  • Nr. 47, 23. November 1913
  • Nr. 48, 30. November 1913
  • Nr. 49, 7. Dezember 1913
  • Nr. 50, 14. Dezember 1913
  • Nr. 51, 21. Dezember 1913
  • Nr. 52, 28. Dezember 1913
  • ColorChart

Full text

Nr. 483 
XII. 
Wenn doch die Herbstsonne Kraft hätte. .. So 
og es durch Minna Belows Gemüt, als sie in ihrem 
Lehnstuhl saß, am Fenster, den abgemagerten Körper 
röstelnd in ein dickes Wolltuch gehüllt. Die Hand— 
arbeit lag ihr immer wieder im Schoß — sie drückte 
ich davon, wie sie es als kleines Mädchen getan hatte. 
Aber Schokolade naschen — das gab es nicht mehr. 
Die Himmelswölbung über dem Schloß war tief 
»urchglüht. Man konnte, wenn der Blick nur oben 
lieb, die ganze, fürchterliche Riesenstadt vergessen, 
zie es kaum noch gewahr wurde, daß auch sie unter 
»inem Himmel erwachsen war. Man durfte weit in 
zie Ferne träumen, zu silbernen Havelseen, zu 
chwärzen Wäldern, und auf der Glienicker Brücke 
tand Minna wieder wie in jungen Jahren und 
zrüßte die Türme Potsdams. Ja, die Gedanken 
rugen sie hinaus, aber der Körper verließ seinen 
hafen nicht mehr. 
Mit dem Alleinsein war es freilich vorbei. 
Martha war da und nahm ihr alle Wirtschaftssorgen 
ib. Hermann und Anna kamen täglich. Sie brachten 
der Mutter den Frieden, der Martha fremd gewor— 
den war. Martha war keine Krankenpflegerin. Von 
en Gespenstern der Vergangenheit gepeinigt, blieb 
ie zerrissen und ziellos. Die Liebe zu Rudolf, die 
inst ihr Leben bedeutet hatte, kam immer wieder zum 
urchbruch. Sie wußte den Mann, der ihr Ver— 
jängnis geworden war, in Gefahr und haäßte nur die 
Menschen, die ihn gefährdeten. Sie grämte sich, ohne 
in Wort davon laut werden zu lassen, daß er in der 
drisis nicht zu ihr kam. So im Innersten schwärme— 
isch blieb diese Frau, während sie doch mit harter 
Miene sich vor der Welt verschloß. 
Ihre weichen Regungen dem Vater gegenüber 
rloschen. Sie behandelte ihn immer schlechter. Aber 
Bünschel ließ sich nicht einschüchtern. Er kam nun 
rst recht zu den Belows, denn er fühlte die Stunde 
serannahen, da der Dieb seines Kindes an sich selbst 
erschellte. Bei diesem großen Zusammenbruch mußte 
r zugegen sein — 
Ja, wenn die Herbstsonne Kraft hätte. .. So 
chön hatte Minna sie nie gesehen, wie an diesem 
Dttobernachmittag. Sie fühlte hinter dem ver— 
Berliner JIustrirte Zeitung. 
hlossenen Doppelfenster nichts von der rauhen 
rische draußen. Sie sah nur das tanzende Farben— 
diel der Sonnenflecken an den Wänden, an ihrem 
lten, eingemummten Körper. Plötlich klopfte es. 
zie erschrak. Es war ein dürrer etwas harter Laut, 
hie von einem Knochenfinger. Leise und ängstlich 
agte Minna: „Herein!“ Als sie sich mühsam umsah, 
and Gottlieb Pinkert vor ihr. Sie hatte ihn jahre— 
ang nicht gesehen. NNun kam er plötzlich, wie ein 
luferstandener aus vergangener Zeit. 
„Jott, Pinkert — Sie! ... Was hab' ich doch 
ir'n Schreck jekriegt! Darauf bin ich nich jefaßt 
e»wesen! Warum hat denn das Schaf, die Bertha, 
zie nich anjemeldet?“ 
Pinkert drehte den Hut in den Händen und sah 
ine alte Madame mit demütiger Verlegenheit an. 
Hab' ick ihr ooch jesagt ... Aber die weeß ja nich, 
vat sich jehört ...“ 
„Na Sie, Pinkert! Sie kommen doch aus'n vor— 
iehmen Leben! Sie sind ja Kellner in der U. B.!“ 
„Jewesen, Frau Below, jewesen.“ 
„Was sagen Sie da? ... Kommen Se doch mal 
äher ... Ich hör' nich mehr jut.“ 
Pinkert näherte sich. Wie seltsam er in seinem 
Zivil“ aussah. Es war ein Anzug mit „Pfropfen⸗ 
ieherhosen“, den Minna seit vielen Jahren kannte. 
der Hut war noch älter. Er wirkte wie ein gut er— 
altenes Museumsstück. Am besten sah das Vor— 
emdchen aus und der kleine, schwarze Schlips, 
dellnerabzeichen, die er unter dem bürgerlichen An— 
ug trug. Pinkert war gealtert, schlicht und mager, 
leichsam nüchtern geworden. Er hatte etwas von 
inem pensipnierten Beamten. Die verdächtige Röte 
der Weinstube war fort. IF 
s Hexe Below zu Hause?“ fragte er behutsam. 
„Nee, der sitzt jetzt bei Kranzler. Und meine 
zchwiegertochter is nach Westend auf'n Kirchhof. Ich 
in janz alleine. Sie können mich ruhig abmurksen, 
zinkert. Aber Jeld is nich da.“ 
Pinkert lächelte. Jetzt sah sie erst, daß in seinen 
erschwommenen Augen trotz Nüchternheit etwas 
dlückliches, gleichsam ein Blick in die Ferne lag. 
Nee, nee, Frau Below. Janz im Jejenteil. 'n rechtet 
inget Leben soll'n Se haben.“ 
347 
„Um Jotteswillen, Pinkert! Ich danke! Mu hab' 
ch das Meinige jeleistet! Is nich mehr schön auf der 
Belt. Na und Sie? Sie finden's schön?“ 
„Jetzt endlich wieder.“ 
„Nanu? — Was is Ihnen denn? — Sie sagten 
doch vorher, Sie wollen weg?“ 
„Ick habe jekündigt, Frau Below.“ 
„Wahrhaftig? In dem ollen Sodom und Jo⸗ 
norra? Haben Se sich das jetraut? Setzen Se sich 
)och mal hin, Pinkert.“ 
„Danke sehr.“ Er saß ihr gegenüber. „Et fing 
chon damit an, wie ick den kleenen Schwarzen 'raus— 
ehauen habe, den Neger — davon haben Se wol 
ehört, Frau Below? Is übrijens sehr hibsch aus— 
ejangen, die Geschichte.“ Jetzt hat's der aeme kleene 
Affe jut. Frau Jeheimrat Meyer, wat die reichen 
dohlenmeyers sind, in de Bendlerstraße, die hat ihn 
n ihr Paläh jenommen, und da wird er Diener. Da 
at er 'ne jroße Zukunft, denn die Meyern is janz in 
hn verliebt.“ 
„Na sowas, Pinkert. Ja, nu lachen Se. Ach 
zott, wir wollen doch mal wieder lachen, Pinkert. 
)as hab' ich so lange nich jetan. Hat denn mein Sohn 
zhre Kündigung anjenommen?“ J 
„Natirlich, Frau Below. Der is ja froh, wenn 
r mir los is. Und Ihr Mann, wat der richtige Herr 
Zelow is, der is ja nu ooch. nich mehr da. Nee, nee. 
Nu bin ick endlich draußen. Lieber Schnee schippen, 
ils drüben unter de Linden sein.“ 
Minna rückte ihm etwas näher. „Is wol'n 
lender Misthaufen, die janze, jroßartige U. B.? Nich 
vahr? Stinkt wol zum Himmel — was? 'n an— 
tändijer Mensch hält's da nich aus?!“ “ 
„Nee, Frau Below. Wenn ick bloß an't Essen 
denke.“ 
„Aber das Essen soll doch jut sein?“ 
„Ihr's war besser, Frau Below.“ 
Nanu! Lieber Jottlieb, es kommt auf die Je— 
chmücker an! Die sollen ja Fische aus Rußland 
ommen lassen, Sterlets oder sowas, in Meerwasser 
epackt! Für jedes Vieh so'n Bottichl!“ 
„Ick schwör' ghnen, Frau Below — Ihr Aal in 
Bier war besser!“ 
— MB—A— MCM——ʒz]ìz—sz. esneccercred 
Der größte Erfolg 
auf dem Gebiete der Waschmittel- 
Fabrikation ist unbestritten die 
Sunlicht Seife 
deren Absatz in der ganzen Welt 
nehr als 1000 Millionen Stũcke jãhrlich 
aufweist. Dieser beispiellose Konsum 
ist in erster Linie auf Grund ihrer 
hervorragenden Güte und Reinheit 
ꝛrreicht worden. Reine Seife ist und 
oleibt das vorteilhafteste Wasche- 
deinigungsmittel, weil sie gröhßte 
Schonung der Stoff-Faser gewãhrleistet. 
Für Sunlicht Seife werden nur Boh- 
stosfe bester Qualitãt nach sorgfãltig- 
sten chemischen Analysen ausgewahit 
u. ihre Beschaffenheit bleibt Sich stets 
gleich, wo immer diese Seifenmarke 
auf dem Erdenrund angetroffen wird. 
Sunlight Seifenfabrik 
Rheinau-Mannheim
	        

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