Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • enterFullscreen
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 28.1925 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 28.1925 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Urheber:
Charlottenburg
Titel:
Vorlagen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Charlottenburg / Charlottenburg
Ausgabe:
[Vollständige Ausgabe: öffentliche und nichtöffentliche Sitzungen]
Erschienen:
Charlottenburg 1919
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Erscheinungsverlauf:
1906-1919 ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
2916757-7 ZDB
Frühere Titel:
Tages-Ordnungen sowie Vorlagen und Mittheilungen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Charlottenburg für das Kalenderjahr ...
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1914
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Zeitschriftenteil

Titel:
1914/05/20

Zeitschriftenteil

Titel:
No. 11. (127-143) (131,132.), 20. Mai 1914

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Berliner Leben (Public Domain)
  • Ausgabe 28.1925 (Public Domain)
  • Band 1
  • Band 2
  • Einband
  • H. 19
  • H. 20
  • H. 21
  • H. 22
  • H. 23
  • H. 24
  • H. 25
  • H. 26
  • H. 27
  • H. 28
  • H. 29
  • H. 30
  • H. 31
  • H. 32
  • H. 33
  • H. 34
  • H. 35
  • H. 36
  • Rückdeckel

Volltext

Jahrg. 28 
Nr. 25 
30 
Herren in Frack und weißen Handschuhen, eine 
farbige Bandrosette am Aufschlag, patrouillierten in 
leichter Nervosität umher. Schöne Damen in ver 
schiedenen Kostümen bewachten Tombola und Blumen 
stand. Die Sektbuden, eine Zigeunerhöhle, ein orien 
talisches Zelt und das Kabinett der Kuriositäten er 
innerten an alle großen Maskenbälle der .kultivierten“ 
Welt. Nur daß hier eine gewisse Intimität herrschte. 
Daß der aufgewandte Luxus der einer üppigen Privat 
veranstaltung war. Daß die blühenden Kamelienbäume, 
die wehenden Palmen, die sich in grünen Winkeln 
schaukelnden Papageien und die zur Bedienung aufge 
botenen Neger, Inder und Chinesen den Wünschen 
einer anspruchsvollsten Versammlung entsprachen. 
Dem Komitee waren große Gelder zur Ausführung 
des Festes zugeflossen, meistens anonym. Manche sonst 
enge Hand tat sich heimlich auf, um den Traum einer 
Nacht mitzugestalten. Ein ungenannter, fürstlicher 
Geber bestritt allein eine Überraschung, die der Kur 
kommissär andeutend ,ein königliches Vergnügen“ 
nannte. — 
Nur allmählich rollten die Wagen herbei. 
Der Park, durchduftet von einem Meer von Blüten, 
die im Schimmer vieler Lichter blaß aus kühlem Grün 
hervorschauten, lag ganz menschenleer. Hie und da 
leuchtete schon eine Kette bunter Lampions, um den 
Orchestertempel im Freien zogen sich Schnüre farbiger 
Glühbirnchen. Auch der kleine Ruderteich war von 
Lichtchen und Lämpchen in Blumenformen umsäumt 
und spiegelte alles wieder wie ein Haufe glitzernden 
Weihnachtsspielzeugs. In der Halbdämmerung sah 
alles nach kindischem Tand, nach greller Geschmack 
losigkeit aus. Sobald es aber dunkelte, begann alles an 
zu glühen und zu blühen. Bengalische Feuer tauchten 
dort einen Winkel, hier eine Allee in Märchenstim 
mung. 
Die Wogen des Festes fingen schon an zu branden, 
als zwei hohe schwarze Gestalten erschienen, die man 
bisher nicht gesehen hatte. Sie trugen vollkommen 
gleiche, schwarzseidene Dominos mit Kapuzen über 
dem Kopf. Schwarzer Bart und schwarze Halbmasken 
bedeckten die Gesichter bis zur völligen Unkenntlich 
keit. In der weißbehandschuhten Rechten trugen sie 
nur kleine glitzernde Fächer. Hinter den beiden schwar 
zen Gestalten hielt sich unauffällig eine scharlachrote 
•.. fcwei hohe schwarte Gestalten erschienen» die man bisher nicht 
gesehen hatte. 
kleine Gestalt in Trikot und Wams, ein Barett mit 
steiler Feder auf schwarzem Lockenwust. Dieses 
Kostüm eines venezianischen Patriziersohnes hatte sich 
Marion, der italienische Diener des Fürsten, gewählt. 
Denn der Fürst hatte Marions Begleitung gewünscht 
für den Fall, daß Henn doch hin und wieder von seiner 
Seite gehe. In diesem Falle sollte Marion in seiner Nähe 
sein. Fast noch in letzter Stunde hatte der Fürst bei 
nah den Mut verloren, das Fest zu besuchen. Seine 
Menschenscheu ließ ihn Gespenster sehen. 
„Und wenn die Fürstin dort ist?“ fragte er mit einer 
solchen rührenden Ängstlichkeit, daß Henn beinah Er 
barmen gehabt und entschieden hätte; „Wir gehen nicht 
hin, Durchlaucht!“ 
Henn wußte, der Fürst wartete auf dieses erlösende 
Wort. So sehr er sich in manchen Momenten auf dieses 
Fest gefreut hatte, das ihm endlich einmal Gelegenheit 
gab, unbemerkt Genüssen nahezukommen, auf die er 
seit Jahren verzichtet hatte, so verzagte er gleich 
wieder und hatte das Gefühl, Gefahren und Leiden 
entgegenzugehen. Henn beschwichtigte ihn. Er sagte: 
„Wenigstens wollen wir uns doch Ihr Ballett ansehen, 
Durchlaucht! Wünschen Durchlaucht dann die Heim 
kehr, so werde ich nicht zum weiteren Bleiben veran 
lassen!“ 
„Geh allein!“ versuchte der Fürst noch ein Letztes. 
„Das würde Ihren getreuen Henn um die Hälfte 
seines Vergnügens bringen!“ schmeichelte Henn zwei 
deutig. „Ich werde immer an Durchlauchts Seite 
bleiben!“ 
„Nein, du sollst dein Teil haben!“ Er lächelte. „Zeig 
mir aber von ferne deine Schöne, ja? . . . Darf ich ihr 
ein Geschenk schicken?“ 
„Erst die Schöne haben!“ ging Henn pochenden Her 
zens auf den liebenswürdigen Scherz ein. „Wir werden 
Schiedsrichter sein, Durchlaucht. Marion macht sich 
auch auf große Abenteuer gefaßt. Er sagte zu mir, 
unter einer Gräfin und einer großen Kokotte täte er’s 
nicht. Er will die dreihundert Mark, die Durchlaucht 
ihm für seine Galanterien gab, dabei nicht anrühren, 
sondern seiner Frau nach Venedig schicken! Ein prak 
tischer Viveur!“ 
' Und sie waren gegangen, sogar zu Fuß. 
Ais der Schwall des Lichts, der Musik, der Gerüche 
und Dünste, der brausende, sausende Lärm des Tan- 
zens Lachens und Plauderns ihnen aus den Sälen ent 
gegenschlug, faßte Henn den Fürsten am Arm — er 
hatte sein Zurückweichen bemerkt. Aber jetzt hieß es 
bleiben! . . . Nach kurzem Rundgang war die ge 
sicherte Lage erreicht. Der Korb mit Rosen und Kon 
fekt für heitere Wurfschlacht stand bereit. Aber nur 
mit großer Sorge sah Henn den Champagner in des 
Fürsten Glas perlen. Marion zuckte die Achseln. Der 
Fürst hatte aufgepaßt. Man hatte ihn nicht mit Soda 
wasser betrügen können. Ganz verlechzt schlürfte der 
Fürst die Schale aus und warf sie schweigend hinter 
sich. Das Klirren der feinen Scherben mischte sich wie 
ein Tambourklingen in die Töne der Geigen, die da 
verführerisch sangen von Leben und Lieben im Mai... 
Henn aber stand an der Brüstung und schaute nur 
nach einer aus. Heute sah er Tissa, das wußte er. Es 
mochte schwer sein, sie zu finden, aber er würde nicht 
vergebens suchen. 
Welches Gedränge. Kopte, Schultern, Busen, ein end 
loses Wogenbranden. Der Fürst schaukelte eine gelbe 
Rose in der Hand, unschlüssig, auf welchen der vielen 
blendend entblößten Nacken er sie zielen sollte. Seine 
blassen Lippen im schwarzen Bart verzogen sich zu 
einem fast schmerzlich leeren Lächeln. Plötzlich warf 
er seine Rose in den Sektkühler und sagte zu Henn: 
„Widerlich — was“ 
Henn hatte im nämlichen Augenblick dasselbe ge 
dacht und empfunden. Die glühenden, luftatmenden, 
übermütigen Menschenmassen schienen ein Knäuel 
Wollust und Wahnsinn. Die grotesken Bewegungen des 
endlosen Tanzens schaukelten die Leiber rhythmisch
	        

Downloads

Downloads

Der Text kann in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden.

Für dieses Werk ist zusätzliches Material unter dem Punkt weitere Dateien verfügbar.

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext
TOC

Diese Seite

ALTO TEI Volltext

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Weitere Dateien

  • BerlLeben_1925_01.pdf
  • BerlLeben_1925_02.pdf
  • BerlLeben_1925_03.pdf
  • BerlLeben_1925_04.pdf
  • BerlLeben_1925_05.pdf
  • BerlLeben_1925_06.pdf
  • BerlLeben_1925_07.pdf
  • BerlLeben_1925_08.pdf
  • BerlLeben_1925_09.pdf
  • BerlLeben_1925_10.pdf
  • BerlLeben_1925_11.pdf
  • BerlLeben_1925_12.pdf
  • BerlLeben_1925_13.pdf
  • BerlLeben_1925_14.pdf
  • BerlLeben_1925_15.pdf
  • BerlLeben_1925_16.pdf
  • BerlLeben_1925_17.pdf
  • BerlLeben_1925_18.pdf
  • BerlLeben_1925_19.pdf
  • BerlLeben_1925_20.pdf
  • BerlLeben_1925_21.pdf
  • BerlLeben_1925_22.pdf
  • BerlLeben_1925_23.pdf
  • BerlLeben_1925_24.pdf
  • BerlLeben_1925_25.pdf
  • BerlLeben_1925_26.pdf
  • BerlLeben_1925_27.pdf
  • BerlLeben_1925_28.pdf
  • BerlLeben_1925_29.pdf
  • BerlLeben_1925_30.pdf
  • BerlLeben_1925_31.pdf
  • BerlLeben_1925_32.pdf
  • BerlLeben_1925_33.pdf
  • BerlLeben_1925_34.pdf
  • BerlLeben_1925_35.pdf
  • BerlLeben_1925_36.pdf

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie lautet die vierte Ziffer in der Zahlenreihe 987654321?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.