Digitale Landesbibliothek Berlin Logo

Fachbrief Deutsch (Rights reserved) Ausgabe 19.2011 (Rights reserved)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

No licence for use has been granted - all rights reserved.

Bibliographic data

fullscreen: Fachbrief Deutsch (Rights reserved) Ausgabe 19.2011 (Rights reserved)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

No licence for use has been granted - all rights reserved.

Periodical

Creator:
Charlottenburg
Title:
Vorlagen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Charlottenburg / Charlottenburg
Edition:
[Vollständige Ausgabe: öffentliche und nichtöffentliche Sitzungen]
Publication:
Charlottenburg 1919
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Dates of Publication:
1906-1919 ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
2916757-7 ZDB
Previous Title:
Tages-Ordnungen sowie Vorlagen und Mittheilungen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Charlottenburg für das Kalenderjahr ...
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1912
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-13501586
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Periodical part

Title:
1912/12/04

Periodical part

Title:
No. 21 (314-338) (335,336), 04. Dezember 1912

Contents

Table of contents

  • Fachbrief Deutsch (Rights reserved)
  • Ausgabe 40.2024 (CC BY-ND)
  • Ausgabe 39.2023 (Rights reserved)
  • Ausgabe 38.2023 (Rights reserved)
  • Ausgabe 37.2022 (Rights reserved)
  • Ausgabe 36.2021 (Rights reserved)
  • Ausgabe 35.2020 (Rights reserved)
  • Ausgabe 34.2020 (Rights reserved)
  • Ausgabe 33.2019 (Rights reserved)
  • Ausgabe 32.2018 (Rights reserved)
  • Ausgabe 31.2018 (Rights reserved)
  • Ausgabe 30.2018 (Rights reserved)
  • Ausgabe 29.2017 (Rights reserved)
  • Ausgabe 28.2017 (Rights reserved)
  • Ausgabe 27.2017 (Rights reserved)
  • Ausgabe 26.2017 (Rights reserved)
  • Ausgabe 25.2016 (Rights reserved)
  • Ausgabe 24.2015 (Rights reserved)
  • Ausgabe 23.2013 (Rights reserved)
  • Ausgabe 22.2013 (Rights reserved)
  • Ausgabe 21.2012 (Rights reserved)
  • Ausgabe 20.2012 (Rights reserved)
  • Ausgabe 19.2011 (Rights reserved)
  • Ausgabe 18.2011 (Rights reserved)
  • Ausgabe 17.2010 (Rights reserved)
  • Ausgabe 16.2009 (Rights reserved)
  • Ausgabe 15.2009 (Rights reserved)
  • Ausgabe 14.2009 (Rights reserved)
  • Ausgabe 13.2008 (Rights reserved)
  • Ausgabe 12.2008 (Rights reserved)
  • Ausgabe 11.2007 (Rights reserved)
  • Ausgabe 10.2007 (Rights reserved)
  • Ausgabe 09.2007 (Rights reserved)
  • Ausgabe 11.2006 Spezialausgabe für die Grundschule (Rights reserved)
  • Ausgabe 08.2006 (Rights reserved)
  • Ausgabe 07.2006 (Rights reserved)
  • Ausgabe 06.2006 (Rights reserved)
  • Ausgabe 05.2006 (Rights reserved)
  • Ausgabe 04.2005 (Rights reserved)
  • Ausgabe 03.2005 (Rights reserved)
  • Ausgabe 02.2005 (Rights reserved)
  • Ausgabe 01.2004 (Rights reserved)

Full text

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft 20.12.2011 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Medienforums Berlin Inhalt des Fachbriefs: I MSA 2012 - gemeinsam mit Brandenburg Was ist neu in diesem Schuljahr? Hinweise zur Korrektur und Bewertung II Wie kann ich meine Schülerinnen und Schüler gezielt in bestimmten Kompetenzbereichen fördern und ihre Leistungen überprüfen? Aufgaben zum „Schreiben“ Der Umgang mit der Sprachrichtigkeit III In VERA veritas? VERA 8 im Schuljahr 2011/12 IV Hinweise und Veranstaltungen FAUST I - Schattenfigurentheater Angebote des Theaters an der Parkaue Lehrerclub der Stiftung Lesen Medienforum Welttag des Buches der Stiftung Lesen 2012 Poetry Slam - ein interkulturelles Projekt 2 3 6 9 Diesen Fachbrief finden Sie auch unter: www.bwfinfo.de Ihre Ansprechpartnerin in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft: Birgit Kölle (birgit.koelle@senbwf.berlin.de) Ihre Ansprechpartnerin im LISUM: Dr. Anett Pilz (anett.pilz@lisum.berlin.brandenburg-brandenburg.de) Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 I MSA 2012 - gemeinsam mit Brandenburg Was ist neu in diesem Schuljahr? Im Schuljahr 2011/2012 werden die Bundesländer Berlin und Brandenburg im Fach Deutsch erstmals gemeinsame Prüfungen in der Jahrgangsstufe 10 durchführen. Die Konzeption der gemeinsamen Prüfung orientiert sich weitestgehend an den bisher bekannten Aufgabenformaten. Für die Brandenburger Lehrkräfte ist hierzu ein konkretes Hinweismaterial erschienen: http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/unterricht/pruefungen/ abitur_bb/Ober_und_Gesamtschulen_BB/Hinweise_Ober-_und_Gesamtschulen_BB.pdf Die Prüfung setzt sich nach wie vor aus sechs Aufgabenmodulen zusammen, in denen es keine Wahloptionen gibt, d. h. alle Aufgaben müssen bearbeitet werden. 1. Aufgaben zur Überprüfung der Lesekompetenz sowie der Kompetenzen zum Sprachwissen und Sprachbewusstsein anhand eines pragmatischen (nicht fiktionalen/Sach-) Textes 2. Aufgaben zur Überprüfung der Lesekompetenz sowie der Kompetenzen zum Sprachwissen und Sprachbewusstsein anhand eines literarischen (fiktionalen) Textes 3. Aufgaben zur Überprüfung der Lesekompetenz anhand nicht linearer Texte (z. B. Schaubilder, Diagramme, Tabellen o. Ä.) 4. Aufgaben zur Überprüfung der Schreibkompetenz - Texte überarbeiten 5. Aufgaben zur Überprüfung der Schreibkompetenz - Texte planen 6. Aufgaben zur Überprüfung der Schreibkompetenz - Texte verfassen Die Schreibaufgaben (Module 4 – 6) sind weiterhin nicht an einen Text gebunden. Modul 4 ist unabhängig von den Modulen 5 und 6. In den Modulen 5 und 6 können informierende, appellierende oder argumentierende Schreibformen Gegenstand der Aufgabenstellung sein. Bei der Überarbeitung des Textes werden folgende Fehlermarkierungen verwendet, um die Schülerinnen und Schüler auf die Art des zu korrigierenden Fehlers aufmerksam zu machen: R Rechtschreibfehler Z Zeichensetzungsfehler G Grammatikfehler mit folgenden Spezifizierungen: G (Kasus) G (Tempus) G (Präposition) G (Numerus) G (Konjunktion) G (Satzbau) G (Lexik) A Ausdrucksfehler Die Gesamtpunktzahl der Prüfungsarbeit beträgt zukünftig 120 Punkte, die sich wie folgt auf die einzelnen Module verteilen: • Module 1/2: 65 P. (40 P. Lesekompetenz / 25 P. Sprachkompetenz) • Modul 3: 10 P. • Modul 4: 10 P. • Modul 5: 15 P. • Modul 6: 20 P. Innerhalb der Aufgabenmodule werden den Schülerinnen und Schülern mehrere Aufgaben gestellt, die aus drei unterschiedlichen Aufgabenformaten ausgewählt sind: 1. Geschlossene Aufgabenformate: a) Multiple-Choice-Aufgaben b) Richtig-Falsch-Aufgaben c) Zuordnungsaufgaben 2. Halboffene Aufgabenformate 3. Offene Aufgabenformate Seite 2 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 Hinweise zur Korrektur und Bewertung Nach wie vor wird im MSA die Note 4 erteilt, wenn die Prüflinge 60% der Gesamtpunktzahl erreicht haben. Die Note 4 schon bei 50% zu vergeben, verbietet sich, da bei überwiegend geschlossenen Aufgabenformaten immer auch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss, durch Raten zu einem richtigen Ergebnis zu kommen. Bei der Bewertung gelten nach wie vor folgende Grundsätze: • Es gibt keine halben Punkte. • Wird eine Aufgabe mit zwei Punkten bewertet, ohne dass Hinweise auf die Verteilung von Einzelpunkten gegeben werden, so ist aus testtheoretischen Gründen auch nur die Vergabe von 2 oder 0 Punkten möglich. Die Vergabe von einem Punkt für Teillösungen ist nur möglich, wenn dies ausgewiesen ist. Da im Lösungsteil bei den Beispiellösungen nicht alle Varianten, die denkbar sind, aufgenommen werden können, ist es bei der Angabe „u. Ä.“ der jeweiligen Lehrerin/dem jeweiligen Lehrer überlassen, die Qualität der Schülerantwort entsprechend den Lösungsvorgaben einzuschätzen und zu bewerten. Bei den Aufgaben zur Überprüfung der Schreibkompetenz werden z. T. Kriterien für die Erfüllung der Aufgaben angegeben. Darüber hinaus erfolgt die Bewertung der sprachlichen Richtigkeit des oder der produzierten Texte(s), deren zentrales Kriterium die Verständlichkeit ist, kriterienorientiert und nicht auf der Basis eines Fehlerquotienten. II Wie kann ich meine Schülerinnen und Schüler gezielt in bestimmten Kompetenzbereichen fördern und ihre Leistungen überprüfen? Aufgaben zum „Schreiben“ Aufgaben zur Überprüfung der Schreibkompetenz sollten von den Schülerinnen und Schülern grundsätzlich nicht erst dann bearbeitet werden können, wenn eine genügend ausgeprägte Lesekompetenz vorliegt. Um zu einem tragfähigen Ergebnis in der Kompetenzüberprüfung im Bereich des „Schreibens“ zu kommen, muss diejenige Kompetenz geprüft werden, die diese Aussagen auch erlaubt. Basiert aber die geforderte Schreibleistung auf einem sachgerechten Verständnis eines zuvor zu lesenden Textes, so vermischt eine solche Aufgabe zwei Kompetenzüberprüfungen (Lesen und Schreiben) miteinander, deren Ergebnis nicht eindeutig einer Fertigkeit zuzuordnen ist1. Überdies werden u.U. psychologische Hürden für Schülerinnen und Schüler errichtet, da die Aufgabenbewältigung sehr komplex gerät und möglicherweise der (z.B. emotional sehr involvierende) Inhalt des Textes die Bearbeitung des Schreibauftrags in einer Weise überlagert und beeinflusst, die der Reliabilität2 und Validität3 der Kompetenzüberprüfung abträglich ist. Grundsätzlich ist es sinnvoll, den Schülerinnen und Schülern im Unterricht Checklisten zur Verfügung zu stellen, die ihnen dabei helfen, die sprachliche und inhaltliche Qualität ihrer Texte selbst zu beurteilen und Problemstellen der eigenen Textproduktion auszumachen, um gezielt daran arbeiten zu können. Einigt man sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auf ein Kriterienraster, das auch bei Leistungsüberprüfungen Grundlage der Bewertung ist, wird die Beurteilung durch die Lehrkraft transparenter und 1 2 3 Vgl. hierzu: D. Granzer / K. Böhme / O. Köller: Kompetenzmodelle und Aufgabenentwicklung für die standardisierte Leistungsmessung im Fach Deutsch. In: A. Bremerich-Vos / D. Granzer / O.Köller (Hrsg.): Lernstandsbestimmung im Fach Deutsch. Gute Aufgaben für den Deutschunterricht. Weinheim und Basel 2008, S.18 Die Reliabilität ist die Zuverlässigkeit einer Messung, d. h. die Angabe, ob ein Messergebnis bei einem erneuten Versuch bzw. einer erneuten Befragung unter den gleichen Umständen stabil ist.(http://www.bb-sbl.de/tutorial/stichproben/reliabilitaetvaliditaetobjektivitaet.html) Die Validität gibt die Eignung eines Messverfahrens oder einer Frage bezüglich ihrer Zielsetzung an. Eine Messung oder Befragung ist valide, wenn die erhobenen Werte geeignete Kennzahlen für die zu untersuchende Fragestellung liefern.(a.a.O.) Seite 3 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 ist als Hilfestellung leichter anzunehmen. Ein Beispiel für eine solche Checkliste ist das Zürcher Textanalyseraster, das auch heute noch an Aktualität nichts verloren hat4: 5 Der Umgang mit der Sprachrichtigkeit Wenn Schülerinnen und Schüler Klassenarbeiten mit vielen Randkorrekturen zur Sprachrichtigkeit zurückbekommen, haben sie oft das Gefühl, gar nicht mehr zu wissen, wie sie das viele Rot in Zukunft vermeiden können. Dieses Gefühl blockiert schnell ihre Bereitschaft, sich mit den angestrichenen Fehlern auseinanderzusetzen und sie als Hilfe zur gezielten Übung zu nutzen. Auch in diesem Problemfeld ist die Arbeit mit einer 4 5 M. Nussbaumer; P. Sieber: Texte analysieren mit dem Zürcher Textanalyseraster. In: P. Sieber (Hrsg.): Sprachfähigkeiten – Besser als ihr Ruf und nötiger denn je! Verlag Sauerländer, Aarau 1994 Das vorliegende Raster ist entnommen aus: C.Nodari: Beurteilung von Sprachleistungen. In: Barriere Sprachkompetenz. Dokumentation zur Impulstagung vom 2.11.2011 im Volkshaus Zürich, SIBP Schriftenreihe Nr. 18, S. 15-23 Seite 4 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 Checkliste, die v.a. auch die aktuellen Schwerpunkte der Unterrichtsarbeit abbilden sollte, hilfreich. Überdies sollten individuelle Übungsschwerpunkte verabredet werden, damit die Lernenden eine Chance haben - und auch wahrnehmen -, gezielt an den wichtigsten Schwächen zu arbeiten. So könnte die Lehrkraft z.B. nach der Korrektur einer Arbeit bestimmen, welcher Fehlerschwerpunkt von dem einzelnen Schüler jeweils berichtigt werden soll. Durch die Fokussierung auf Schwerpunkte wird der Lerneffekt erhöht. Oft hilft bei orthografischen Problemen das gezielte Üben mit einer Rechtschreibkartei. Es mag für heutige Jugendliche eine motivationale Hilfe sein, dass es hierfür auf dem Markt der Smartphone-Möglichkeiten (auch kostenlose) „Apps“ gibt, die das Übungskartei-Prinzip auf elektronischem Weg abbilden.6 Jeder Fortschritt, den die Schülerinnen und Schüler dann machen, ist ein Erfolg - auch der „Aufstieg“ von sehr vielen Fehlern zu nur noch vielen Fehlern. Ein Schüler, der zuvor 50 Fehler machte, hat mit „nur noch“ 20 Fehlern enorm dazugelernt und seine Sprachrichtigkeit erheblich verbessert. Hierbei ist natürlich von Belang, welche Art von Fehlern jeweils gemacht wird. Zu fragen wäre, - ob Rechtschreibstrategien nicht beherrscht werden, - ob grammatisches Wissen fehlt, - ob Interpunktionswissen fehlt oder - ob bestimmte Wörter, deren Schreibung keiner offensichtlichen Regel folgt, nicht richtig geschrieben wurden. Je nachdem, wie die Antwort lautet, sollten Übungen verabredet werden, die das zu bewältigende Pensum überschaubar machen. Zugleich wäre es sinnvoll, sich in der Fachkonferenz in Bezug auf Übungsmaterial gegenseitig zu unterstützen und zu Verabredungen zu kommen, welches Gewicht die Sprachrichtigkeit in der Notengebung bei schriftlichen Arbeiten haben sollte. Immer noch weit verbreitet ist die Festlegung eines Fehlerquotienten. Dieser basiert darauf, dass die Anzahl der festgestellten Rechtschreibungs-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehler in eine lineare Relation zur ausgezählten Wortzahl gesetzt wird. Dadurch wird unterstellt, dass alle markierten Fehler ein identisches Gewicht für die Verständlichkeit eines Textes hätten. Dies ist didaktisch jedoch fragwürdig - und das erst recht, wenn hauptsächlich die Fehlerzahl und nicht die Fehlerqualität als Maßstab für die Notengebung herangezogen wird: - Schülerinnen und Schüler sollen in selbst zu schreibenden Texten - je nach Schreibanlass und geforderter Textsorte - verschiedene Sprachregister nutzen, um zu einem angemessenen Ergebnis zu kommen. Sie werden sich unterschiedlicher Lexik bedienen und auch syntaktisch unterschiedlich formulieren, wenn sie z.B. einen Bericht, ein Protokoll, einen Fachtext oder eine Analyse schreiben. Dadurch variiert jedoch der orthografische Schwierigkeitsgrad von Text zu Text, und auch die grammatikalische Komplexität unterscheidet sich u.U. erheblich. - Für die Verständlichkeit eines Textes haben bestimmte grammatische Fehler (z.B. falsche Bezugnahmen in Relativsätzen, fehlerhaft verwendete Konjunktionen) ein hohes Gewicht, das kaum mit anderen Fehlern (etwa etlichen Rechtschreibfehlern) vergleichbar ist. Eine Gleichgewichtung im Fehlerquotienten negiert diesen qualitativen Unterschied jedoch. Überdies hat sich gezeigt, dass geübte Leser Texte nicht aus einzelnen Buchstaben erfassen, sondern an der Form des Wortbildes das einzelne Wort erkennen. Es genügt oft schon, wenn die Anfangs- und Endbuchstaben sowie die ungefähre Buchstabenanzahl stimmen, um ein Wort zu erkennen – auch wenn im Wortinneren die Buchstaben einmal durcheinander geraten sind. Dies macht deutlich, dass viele Rechtschreibfehler nicht unbedingt der Textverständlichkeit abträglich sind.7 - Und schließlich ist der Fehlerquotient kaum aussagekräftig in Hinblick auf die Möglichkeit der Schülerinnen und Schüler, Schwerpunkte in ihrem Sprachrichtigkeitslernen zu setzen. Der Fehlerquotient sanktioniert „mit der Gießkanne“ und überlässt es den Schülerinnen und Schülern, Schlussfolgerungen aus den markierten Fehlerstel6 7 Zu finden in einer Suchmaschine z.B. mit den Stichwörtern „App Lernkarten“ Dass dies kein Plädoyer für eine nachlässige Orthografie ist, versteht sich von selbst. Seite 5 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 len für ihr eigenes Lernen zu ziehen; eine differenzierte Diagnose findet nicht statt und daher wird gezieltes Üben gerade für schwächere Schülerinnen und Schüler kaum gefördert. Demgegenüber fokussiert eine kriteriale Sprachbewertung die Textverständlichkeit als hauptsächliches Kriterium für die Gewichtung von Sprachrichtigkeitsfehlern. Sie versucht zugleich, Schülerinnen und Schülern mit Sprachrichtigkeitsproblemen durch eine differenzierte Diagnose Lernwege aufzuzeigen, die es ihnen ermöglichen, gezielt Fehlerschwerpunkte aufzudecken und perspektivisch zu beseitigen8. Es wäre sinnvoll, in der Fachkonferenz gemeinsame Überlegungen zu einer kriterialen Sprachbewertung anzustellen. III In VERA veritas? VERA 8 im Schuljahr 2011/12 Auch im Schuljahr 2011/12 nehmen die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe am 24.Februar 2012 an VERA 8 in Deutsch teil. In diesem Durchgang werden bundesweit die Kompetenzbereiche Lesen und Orthografie überprüft; in Berlin wird das Lesen verpflichtend getestet, und die Aufgaben zur Orthografie werden für Übungszwecke bereitgestellt. Das genaue Verfahren wird noch gesondert mitgeteilt. VERA 8 ist ein Test, der in allen Bundesländern zu bearbeiten ist. Unter Federführung des IQB9 werden die Testaufgaben länderübergreifend von Lehrkräften erarbeitet, von Fachdidaktikern an Hochschulen überprüft und bewertet sowie von wissenschaftlichen Testspezialisten des IQB vor dem flächendeckenden Einsatz empirisch mit jeweils mehreren hundert Schülerinnen und Schülern auf Eignung und Schwierigkeit überprüft. Für den tatsächlichen Durchgang werden nur die Aufgaben eingesetzt, die sich in diesem Verfahren bewährt haben. Mit diesen didaktisch und statistisch abgesicherten Aufgaben stellt das IQB die finalen Testhefte zusammen. Es kann daher sein, dass aufgrund unterschiedlicher Rahmenlehrpläne Aufgaben aus Themengebieten vorkommen, die in den einzelnen Bundesländern zu unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung angesetzt sind. Sie geben nach dem Testdurchlauf die Ergebnisse Ihrer Lerngruppe online ein und erhalten vom ISQ10 eine aufgabenbezogene Rückmeldung. Diese soll Ihnen Auskunft darüber geben, welche Stärken und Schwächen Ihre Schülerinnen und Schüler in dem getesteten Kompetenzbereich haben und wie „fit“ sie im Vergleich zu Parallelklassen und Schülern anderer Schulen sind. Sie können bei der Analyse Ihrer Klasse natürlich den Aufgaben, die Ihre Lerngruppe noch nicht im Unterricht geübt hat, eine geringere oder gar keine Bedeutung beimessen. Das bedeutet nicht, dass Sie eine andere Punktvergabe als vorgesehen vornehmen, sondern dass Sie das diagnostische Gewicht geringer werten. Entsteht durch die Lehrplan-unspezifische Testung nicht eine ungerechte Beurteilung der Schülerleistung? Zweifellos wird es Lerngruppen geben, in denen die Testung Kompetenzen überprüft, die laut jeweiligem Lehrplan noch gar nicht so ausgeprägt sein können, wie es die Testung verlangt. In Deutsch wird dies allerdings kaum vorkommen, da es - zumal im Bereich „Lesen“ kaum um die Prüfung konkreter Wissensbestände geht. Selbst wenn dies jedoch der Fall sein sollte, so gilt dies für alle Schülerinnen und Schüler, die bundesweit an dem Test teilnehmen. Die Zuordnung der jeweiligen Leistung zu einer Kompetenzstufe11 berücksichtigt dies. 8 9 10 11 Vgl. hierzu auch: W. Menzel: Die Scheinobjektivität von „Fehlerquotienten“. In: Praxis Deutsch. Heft 117/1993, S. 4f. Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) unterstützt die Arbeiten der Länder in der Bundesrepublik Deutschland in der Sicherung und kontinuierlichen Weiterentwicklung von Bildungserträgen im Schulsystem. Das Institut für Schulqualität (ISQ) wurde 2006 von den Ländern Berlin und Brandenburg gegründet. Als wissenschaftlicher Dienstleister berät das Institut Schulen, Schulverwaltungen und die Bildungspolitik beider Länder mit dem Ziel, die Qualität der Bildung in der gemeinsamen Bildungsregion Berlin-Brandenburg weiterzuentwickeln. Genauere Informationen hierzu finden Sie in der didaktischen Handreichung. Seite 6 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 Ungerecht wäre es nur, wenn Ihre Rückmeldung den Schülerinnen und Schülern gegenüber nicht deutlich machen würde, dass die Testung keine Klassenarbeit ist. Das didaktische Begleitmaterial ist viel zu umfangreich, muss man das alles lesen? Nein. Die didaktischen Handreichungen sind nicht als Lektüre zu verstehen, die vollständig durchgearbeitet werden muss, sondern sie sind als Nachschlagewerk gedacht, das man für gezielte Fragen zu einzelnen Aufgaben oder für konkrete didaktische Überlegungen nutzen kann. Stimmt es, dass Schülerinnen und Schüler den Regelstandard (Stufe 3) erreichen, wenn sie 50% der Aufgaben richtig bearbeitet haben? Ja. Es gibt sehr leichte, leichte, aber auch schwere bis sehr anspruchsvolle Aufgaben. Es wird nicht erwartet, dass alle Schülerinnen und Schüler alle Aufgaben lösen können. Zufrieden mit ihrer Arbeit können alle Kolleginnen und Kollegen sein, deren Schülerschaft zum größten Teil den Regelstandard oder darüber hinaus erreicht hat und wenn sich nur wenige Jugendliche auf der Stufe 1 und 2 befinden. Bei diesen ist eine verstärkte Förderung nötig, um ihnen das Erreichen des Mittleren Schulabschlusses zu ermöglichen. Aufgrund der individuellen Rückmeldung kann die Lehrkraft die zu fördernden Schülerinnen bzw. Schüler unproblematisch erkennen. VERA 8 als Klassenarbeit? Vergleichsarbeiten prüfen etwas anderes als Klassenarbeiten. Bei Klassenarbeiten werden Inhalte und Kompetenzen überprüft, die zuvor mit den Schülerinnen und Schülern in einem bestimmten Zeitraum erarbeitet und geübt wurden. Vergleichsarbeiten - wie VERA 8 - überprüfen hingegen rahmenlehrplanübergeordnete und schulartenübergreifende Kompetenzen auf unterschiedlichen Niveaustufen. Es ist nicht möglich, Kompetenzstufen adäquat in eine Note umzuwandeln. Wie schon im Vorjahr erläutert12 können Sie aber auf eine Klassenarbeit verzichten, wenn genügend aussagekräftige schriftliche Leistungen, etwa in Gestalt von Kurzkontrollen, Hausaufgaben, Portfolios o.Ä.m., vorliegen, so dass Sie ein fundiertes Urteil über die schriftlichen Leistungen Ihrer Schülerinnen und Schüler abgeben können. Dies bedeutet, dass Sie auch die Mindestanzahl vorgeschriebener Klassenarbeiten damit unterschreiten dürfen. Wie erhalte ich die Rückmeldungen? Gehen Sie auf die Startseite des ISQ (www.isqbb.de) und melden Sie sich im Portal mit Ihrer Schulnummer und dem 6-stelligen Passwort, das Sie von der Schulleitung erhalten, an. 12 Vgl. Fachbrief 18 Seite 7 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 Welche Arten von Rückmeldungen gibt es? Es gibt eine … • Sofortrückmeldung (klassenbezogen), die Sie nach Eingabe der Ergebnisse sofort darüber informiert, welche Aufgaben von den Schülerinnen und Schülern Ihrer Klasse wie oft gelöst wurden. • Individualrückmeldung, die ausweist, welche Kompetenzstufe jeder Schüler/ jede Schülerin erreicht hat (für die Hand der Schüler und Eltern). • Klassenrückmeldung, die das fachbezogene Ergebnis Ihrer Klasse darstellt. • Schulrückmeldung, die Ergebnisse aller teilnehmenden Klassen bzw. Kurse Ihrer Schule gegenüberstellt. Das Erscheinen der unterschiedlichen Rückmeldungen hängt auch davon ab, wie schnell alle teilnehmenden Schulen (in ganz Berlin) ihre Ergebnisse in das ISQ-Portal eingegeben haben. Wie gehe ich mit den Ergebnissen um? Die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten bleiben bei Ihnen in der Schule und sollen Sie in Ihrer Arbeit bei der Unterrichts- und Schulentwicklung unterstützen. • Betrachten Sie zuerst die positiven Daten Ihrer Schulrückmeldungen und thematisieren Sie diese, z. B. in den Fachkonferenzen. Welche Materialien und Methoden wurden in dieser Lerngruppe eingesetzt, sodass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler über Kenntnisse entsprechend den Regelstandards und darüber hinaus verfügt? • Gibt es auch Hinweise auf Werte, die auf einen erhöhten Förderbedarf einzelner Schülerinnen und Schüler hindeuten? • Sind andere Aspekte, wie z. B. Lustlosigkeit und ein „Nichternstnehmen“ der Vergleichsarbeit, die Ursache für das schlechte Abschneiden einzelner Lerngruppen? • Besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrer Klasse und erläutern Sie die Bedeutung der einzelnen Kompetenzstufen und den unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad der einzelnen Aufgaben. Die Jugendlichen können dadurch ihre Leistungen selbst besser einschätzen und konkret erkennen, in welchen Bereichen sie den Regelstandard bereits erreicht haben, welche schwierigen Aufgaben sie lösen konnten und wo noch Förderbedarf besteht. Sollten Sie noch weitergehenden Informationsbedarf im Vorfeld zu VERA 8 haben, werde ich Ihre Anfragen gerne an das ISQ, welches VERA 8 in Berlin betreut und auswertet, weiterleiten. Vorschlag für Leitfragen für die Arbeit mit den Rückmeldungen in der Fachkonferenz Deutsch: 1. Gibt es besonders auffällige Unterschiede zwischen den einzelnen Lerngruppen der Schule und im Vergleich zu Lerngruppen der gleichen Schulform bzw. des gleichen Kursniveaus in Berlin? → Suche nach Erklärungsansätzen. 2. Welche Aufgaben sind von besonders vielen Schülerinnen und Schülern der gesamten Jahrgangsstufe richtig bzw. falsch gelöst worden? 3. Welche Gründe könnte es für die Häufigkeit der einzelnen falsch oder nicht gelösten Items13 geben? → Abgleich mit den Beschreibungen der Aufgabe in den didaktischen Handreichungen. Die geforderte (Teil-)Kompetenz wurde im Unterricht noch nicht genügend entwickelt. Die Anforderungen der Aufgaben gehen über den für die Jahrgangsstufe 8 erwarteten Standard hinaus. Die Aufgabe ist missverständlich konstruiert. Das Aufgabenformat ist den Schülerinnen und Schülern nicht bekannt. Weitere Gründe ... 4. Welche Gründe könnte es für besonders häufig richtig gelöste Aufgaben geben? 13 Unter „Items“ wird in standardisierten Tests eine (Teil-)Aufgabe verstanden. Seite 8 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 → Abgleich mit den Beschreibungen der Aufgabe in den didaktischen Handreichungen) Die Anforderungen der Aufgaben liegen unter dem für die Jahrgangsstufe 8 erwarteten Standard. Aufgaben zur Entwicklung dieser (Teil-)Kompetenz wurden im Unterricht häufig bearbeitet. Weitere Gründe ... 5. Gibt es Auffälligkeiten bei diesen „Ausreißern“ in Bezug auf einzelne Lerngruppen/ einzelne Schülerpopulationen? 6. Welche Schlussfolgerungen ziehen die Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs aus diesen Ergebnissen? z. B.: Verabredungen in Bezug auf die Weiterarbeit: o Vorgehen bei der Förderung der starken und schwachen Schüler, o Weiterentwicklung einzelner (Teil-)Kompetenzen. Verabredungen in Bezug auf die Kommunikation mit Eltern sowie Schülerinnen und Schülern. IV Hinweise und Veranstaltungen FAUST I - Schattenfigurentheater Bühnenstück mit Puppen nach Johann W. v. Goethe, in der Inszenierung und Bearbeitung von Thomas Mierau. Faust trachtet nach übersinnlichem Beherrschen der Welt, dabei lässt er sich auf einen Pakt mit Mephistopheles ein. Auf ihrer Weltenreise begegnet er Margarete. Trotz des Einflusses von Mephistopheles verliebt er sich in sie. Dabei gerät er immer mehr in Verstrickungen und in die Abhängigkeit zu Mephistopheles. - „Stürzen wir uns in das Rauschen der Zeit, / Ins Rollen der Begebenheit!“ (Faust) - „Am Ende hängen wir doch ab/ von Kreaturen, die wir machten“ (Mephisto) Anlässlich unseres 20jährigen Jubiläums inszenierte unser Theater den "Faust" von Goethe. Dazu laden wir herzlich ein. Mi 01.02. 18 Uhr Faust I - Schattenfigurentheater * Do 02.02. 10:30 Faust I - Schattenfigurentheater * Do 02.02. 20 Uhr Faust I - Schattenfigurentheater Fr 03.02. 10:30 Faust I - Schattenfigurentheater * Alle Termine mit einem Sternchen(*) sind für Schulen ab Kl. 10 und nur auf Vorbestellung. Termine im Zeitraum März - Mai sowie im August finden Sie auf der Website http://www.mirakulum.de/spiel_f.html Individuelle Terminabsprachen für Schülergruppen sind möglich. Eintritt für Schülerinnen und Schüler: 8,- € (mit anschließender Führung und Blick hinter die Kulissen) Umfangreiche Infos zur Konzeption und Dokumentation erhalten Sie über http://www.mirakulum.de/spiel_f.html (Stücktitel anklicken) oder auf der Seite „Repertoire“ http://www.mirakulum.de/repert_f.html. Anmeldungen sind erforderlich. Tickets über 4490820 oder http://www.mirakulum.de/spiel_f.html. Angebote des Theaters an der Parkaue Fachtag: Gotthold Ephraim Lessing : 10. Januar, 10 – 15 Uhr Leidenschaftlicher Affekt versus listige Vernunft. Dieses Spannungsverhältnis beherrscht das Spiel der Figuren bei Lessing. Worum geht es in diesem Spiel genau, wer ist Gewinner und wer Verlierer und mit welchem Einsatz wird gespielt? Mit Blick auf das Lessing-Spektakel TUGEND, EHRE – SOLL & HABEN und die Inszenierungen EMILIA GALOTTI und MINNA VON BARNHELM sucht der Lessing-Fachtag in Vorträgen und Workshops spannende Zugänge zu Lessings Trauer- und Lustspiel sowie zu seiner Dramaturgie der Aufklärung. Teilnehmerbeitrag: 25 €. Anmeldung beim Besucherservice. Seite 9 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 Tugend, Ehre - Soll & Haben - Emilia. Minna. Lessing. Ein Spektakel – Premiere am 8. März 2012 um 19 Uhr Die Tragödie EMILIA GALOTTI und das Lustspiel MINNA VON BARNHELM von Gotthold Ephraim Lessing bilden die Klammer für ein außergewöhnliches Spektakel-Ereignis für ein junges Publikum ab 15 Jahren. Anlässlich der Doppelpremiere beider Inszenierungen in der Regie von Sascha Bunge präsentiert das THEATER AN DER PARKAUE Theaterabende der besonderen Art. Preußischer Drill, die Verweigerung von Gehorsam, militärische Disziplinierung, der Umgang mit Fremdbestimmung und emotionaler Manipulation, überholte Ehr- und Moralvorstellungen und die Emanzipation von Gefühlen bilden die Folie für diesen Theater-Parcours. Vor, zwischen und nach den Vorstellungen wandern die Zuschauer durch das Gelände des Theaters und nehmen an einer Exerzierübung oder an einer musikalischen Liebesberatung teil, hören Musik, essen Kartoffelsuppe oder machen am besten alles gleichzeitig. Dazu gibt es Videos, Filme, Lesungen und einen direkten Bezug zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen. Die Beschäftigung mit Lessing – als einem der wichtigsten deutschen Dramatiker und Aufklärer – kann als ein spannendes Theaterereignis erlebt werden, mit jeder Menge Trubel, lustvoller Hektik und der Herausforderung aller Sinne. Offener Beginn ist jeweils eine halbe Stunde vor dem Start der Vorstellung. Das Spektakel findet insgesamt nur viermal statt: 8. März 2012, 19 Uhr 10. März 2012, 19 Uhr 14. März 2012, 18 Uhr 16. März 2012, 19 Uhr Die Stücke EMILIA GALOTTI und MINNA VON BARNHELM werden anschließend als Einzelvorstellungen ins Repertoire übernommen. Das Begleitmaterial mit Vorschlägen zur Vor- und Nachbereitung finden Sie ab der Premiere unter www.parkaue.de (Klicken Sie auf "Eltern und Lehrer", Menüpunkt "Begleitmaterial".) Ansprechpartner für Theaterpädagogik: Stephan Behrmann: 030 – 55 77 52 -45 oder stephan.behrmann@parkaue.de Reservierung und Buchung: Besucherservice: 030 – 55 77 52 -51 / -52 / -53 oder besucherservice@parkaue.de Die nächsten Premieren im Theater an der Parkaue sind: Leben des Galilei Bertolt Brecht Koproduktion des Volkstheaters Rostock mit dem THEATER AN DER PARKAUE 15 + / ab 10. Klasse Regie: Kay Wuschek Premiere: 11. Januar, 19 Uhr Galileo Galilei, Mathematiker, Astronom und Physiker, stellt im 17. Jahrhundert das jahrhundertealte ptolemäische Weltbild auf den Kopf. Nach intensiven Beobachtungen des Sternenhimmels ist er sich sicher: Die Erde ist nicht das Zentrum des Universums. Die Erde dreht sich um die Sonne. Die Öffentlichkeit ist entsetzt, als ihre Weltanschauung ins Wanken gerät. Sowohl die Mächtigen in Politik und Kirche als auch die einfachen Menschen wollen den neuen Gedanken nicht wahrhaben. Galilei muss seine Ideen widerrufen und seine Werke werden von der Inquisition auf den Index gesetzt. Brecht zeigt Galilei als großen Denker und widersprüchlichen Charakter – zerrissen zwischen der Faszination für seine Studien, der moralischen Verantwortung wissenschaftlichen Forschens und seiner Rolle als Familienvater. Nichts. Was im Leben wichtig ist von Janne Teller 14 + / ab 9. Klasse Regie: Roscha A. Säidow Premiere: 17. Februar, 19 Uhr Pierre Anthon macht nicht mehr mit. Seit er entschieden hat, dass nichts etwas bedeutet, sitzt er auf einem Pflaumenbaum und verhöhnt seine Klassenkameraden. Die sind verunsichert, dass jemand ihren Glauben an das Leben, das sie führen, infrage stellt. Um ihm zu beweisen, dass er Unrecht hat, beginnen sie damit, einen Berg aus Bedeutung anzuhäufen: Jeder Schüler muss etSeite 10 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 was abgeben, das ihm wichtig ist. Ein anderer Schüler darf darüber bestimmen. Was harmlos beginnt, überschreitet schließlich Schmerz- und Körpergrenzen. Die Erwachsenen bekommen Wind von der Sache, die Polizei schreitet ein und ein Museum erklärt den Berg aus Bedeutung zu einem Kunstwerk im Wert von einer Million Dollar. Kann man etwas verkaufen, das einem persönlich etwas bedeutet? Janne Tellers Bestseller stellt unangenehme Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Nicht Chicago. Nicht hier. Uraufführung von Kirsten Boie 11 + Premiere: 12. Juni 2012 Karl ist neu in der Klasse. Mit kaltem Blick und unbewegtem Gesicht begegnet er seinen Mitmenschen, antwortet nur in knappen Worten. Ausgerechnet mit ihm muss Niklas eine Projektarbeit abliefern. Nachdem Karl bei Niklas zu Hause war, fehlt eine CD. Am nächsten Tag nimmt Karl ohne Niklas' Einspruch das CD-ROM-Laufwerk des Vaters mit. Geborgt, nur bis morgen. Wieder und wieder fordert Niklas ihn zur Rückgabe auf. Ohne Erfolg. Stattdessen sprüht Karl ihm Reizgas in die Augen, wirft ihm einen Stock zwischen die Fahrradspeichen, dass er stürzt, und bedroht ihn mit einem Messer. Aber Niklas schweigt zu lange. Weder die Eltern und die Schwester noch die Lehrerin Frau Römer glauben ihm, als er endlich von Karls Übergriffen spricht. Denn der beteuert, Niklas würde ihn grundlos verdächtigen und beschuldigen. Wie in einem Psychodrama ziehen sich die Fäden um Niklas immer enger zusammen und nehmen ihm die Luft. Was den Erwachsenen nicht ins Weltbild passt und sie deshalb nicht wahrhaben wollen, ist Niklas' tägliche Realität: Karl ist das personifizierte Böse. Das Böse braucht keine Erklärung, keine Antwort auf ein Warum. Es verhält sich asozial, laut, unmenschlich und benutzt jedwede Art von Grausamkeit. Hier und jetzt. Lehrerclub der Stiftung Lesen Die Stiftung Lesen bietet allen interessierten Lehrkräften die kostenlose Mitgliedschaft im „Lehrerclub“ an: http://www.derlehrerclub.de/index.php Als Mitglied profitieren Sie vom ebenfalls kostenlosen Service für Unterrichtsmaterialien, methodisch-didaktische Anleitungen sowie Informationen zu Leseförderungskampagnen der Stiftung Lesen. Medienforum Das Medienforum ist vom 23. bis 30. Dezember 2011 geschlossen. Medienrückgabe (Medienrückgabekasten) möglich vom 27. bis 30. Dezember (8:00 bis 15.00 Uhr). Ferienöffnungszeiten: 2. und 3. Januar 2012 : 10:00 bis 15:00 Uhr Ab dem 4. Januar 2012 wieder reguläre Öffnungszeiten: Montag 13:00 - 18:00 Uhr Dienstag 09:00 - 15.00 Uhr Mittwoch 13:00 - 18:00 Uhr Donnerstag 13:00 - 19:00 Uhr Freitag geschlossen (interne Veranstaltungen) Sie finden das Medienforum in der Levetzowstr. 1-2, 10555 Berlin, Bus 101, 106, 245 U-Bhf. Turmstr./Hansaplatz (Linie 9), S-Bahn Bellevue/Tiergarten (Linie S3, S5, S7, S75) Weitere Informationen untter: http://www.berlin.de/sen/bildung/medienforum/ Seite 11 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 Welttag des Buches der Stiftung Lesen 2012 Seite 12 von 13 Fachbrief Nr. 19 Deutsch Dezember 2011 Poetry Slam - ein interkulturelles Projekt Seite 13 von 13

Downloads

Downloads

The text can be downloaded in various formats.

Full record

ALTO TEI Full text
TOC

This page

ALTO TEI Full text

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.