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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1899, VIII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Bibliographic data

Calendar: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1899, VIII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Charlottenburg
Title:
Vorlagen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Charlottenburg / Charlottenburg
Edition:
[Vollständige Ausgabe: öffentliche und nichtöffentliche Sitzungen]
Publication:
Charlottenburg 1919
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Dates of Publication:
1906-1919 ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
2916757-7 ZDB
Previous Title:
Tages-Ordnungen sowie Vorlagen und Mittheilungen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Charlottenburg für das Kalenderjahr ...
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1908
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-13489765
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Periodical part

Title:
1908/02/26

Periodical part

Title:
Tages-Ordnung. No. 5 (98-122), 26. Februar 1908

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1899, VIII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1, 1. Januar 1899
  • Nr. 2, 8. Januar 1899
  • Nr. 3, 15. Januar 1899
  • Nr. 4, 22. Januar 1899
  • Nr. 5, 29. Januar 1899
  • Nr. 6, 5. Februar 1899
  • Nr. 7, 12. Februar 1899
  • Nr. 8, 19. Februar 1899
  • Nr. 9, 26. Februar 1899
  • Nr. 10, 5. März 1899
  • Nr. 11, 12. März 1899
  • Nr. 12, 19. März 1899
  • Nr. 13, 26. März 1899
  • Nr. 14, 2. April 1899
  • Nr. 15, 9. April 1899
  • Nr. 16, 16. April 1899
  • Nr. 17, 23. April 1899
  • Nr. 18, 30. April 1899
  • Nr. 19, 7. Mai 1899
  • Nr. 20, 14. Mai 1899
  • Nr. 21, 21. Mai 1899
  • Nr. 22, 28. Mai 1899
  • Nr. 23, 4. Juni 1899
  • Nr. 24, 11. Juni 1899
  • Nr. 25, 18. Juni 1899
  • Nr. 26, 25. Juni 1899
  • Nr. 27, 2. Juli 1899
  • Nr. 28, 9. Juli 1899
  • Nr. 29, 16. Juli 1899
  • Nr. 30, 23. Juli 1899
  • Nr. 31, 30. Juli 1899
  • Nr. 32, 6. August 1899
  • Nr. 33, 13. August 1899
  • Nr. 34, 20. August 1899
  • Nr. 35, 27. August 1899
  • Nr. 36, 3. September 1899
  • Nr. 37, 10. September 1899
  • Nr. 38, 17. September 1899
  • Nr. 39, 24. September 1899
  • Nr. 40, 1. Oktober 1899
  • Nr. 41, 8. Oktober 1899
  • Nr. 42, 15. Oktober 1899
  • Nr. 43, 22. Oktober 1899
  • Nr. 44, 29. Oktober 1899
  • Nr. 45, 5. November 1899
  • Nr. 46, 12. November 1899
  • Nr. 47, 19. November 1899
  • Nr. 48, 26. November 1899
  • Nr. 49, 3. Dezember 1899
  • Nr. 50, 10. Dezember 1899
  • Nr. 51, 17. Dezember 1899
  • Nr. 52, 24. Dezember 1899
  • Nr. 53, 31. Dezember 1899
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Full text

Verliner Illustrirte Zeitung. 
Nr. 11. 
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e nüchste Frage lautete: I 
21. Welches Greignis 
vwar in diesen hundert 
dahren für Berlin das 
wichtigste? 
Hier vereinigen sich 2300 
Stimmen, die in der 
rhebung Berlins zur 
Reichshauptstadt 
„Mein Mann“ beantwortete“Bielleicht wird sie 
urch die überwiegende Ansicht der Einsender belehrt, 
zaß sie sich vielleicht doch geirrt haben dürfte? 
24. Mas war das größte wirtschaftliche 
Freignis dieses Jahrhunderts? 
Hier gehen die Ansichten sehr weit auseinander und 
ersplittern sich demgemäß die Antworten. Die meisten 
Stimmen erklären die 
Einführung der Eisenbahnen 
ils das wirtschaftlich wichtigste Ereignis. Aber nicht 
ziel weniger erklären den Durchstich des Suezkanals, 
den Weltpostverein, den Zollverein, die Kolonial- und 
ie Freihandelspolitik als solches. 
25. Welches Ereignis in der Geschichte 
Jeutschlands war das bedeutendste? 
Auf diese Frage halten sich die Beantwortungen 
ast sämtlich innerhalb eines bestimmten Kreises: 
Der Krieg von 1870/71 mit seinen 
mittelbaren und unmittelbaren Folgen. 
Wie: die Einigung der deutschen Stämme, die 
Schlacht bei Sedan, die Kaiserproklamation in Ver— 
ailles, die Wiederaufrichtung des Reiches, Einführung 
ꝛes allgemeinen Wahlrechtes, Eröffnung des deutschen 
Keichstages. 
Nur sehr wenige Einsender wagen eine Exrkursion 
entfernter liegende Zeiten und nennen die Befreiungs— 
riege, die Niederlage Napoleons, oder die 1848er Re— 
olution. Auch Bismarcks Abgang wird als das Er— 
gnis des Jahrhunderts einigemale erwähnt. 
26. Welches Ereignis in der Geschichte 
Jeutschlands ist das betrübendste? 
Die Mehrheit der Einsender ist mit 2300 Stimmen 
er Ansicht, daß 
die Schlachten von Jena und Auerstaädt 
mit ihren Folgen 
as traurigste Ereignis in der Geschichte Deutschlands 
n diesem Jahrhundert bilden. Nicht wenige halten die 
zildung des Rheinbundes als dieses Ereignis, und 
vieder andre das Sozialistengesetz, den Bruderkrieg von 
866, das Jahr 1848, den Tod und die Entlassung des 
fürsten Bismarck dafür. Auch die Attentatsperiode von 
878, und von einer Seite auch die Abschaffung des 
Sozialistengesetzes wird als das betrübendste Jahr⸗ 
undertereignis bezeichnet. 
27. Was erhoffen Sie vom kommenden 
dahrhnndert? 
Bekanntlich erhoffen die Menschen sehr viel und 
ielerlei. Dies hat sich bei der Beantwortung dieser 
zrage hier am besten wieder gezeigt. Wie bei keiner 
udern der hier gestellten Fragen zersplittern sich ber 
ieser die Beantwortung, und je nach Temperament 
ind Stimmung, auch nach den besonderen geifstigen und 
ozialen Veranlagungen, erhofft jeder etwas anderes 
om kommenden Jahrhundert. Die meisten Antworten 
reffen sich noch auf dem Gebiete des 
Weltfriedens. 
Auch die Abrüstung, der Sieg des Sozialis— 
ius oder blos die Lösung der sozialen Frage und ein 
⸗enkbures Luftschiff wird mehrfach erhofft. Im übriger 
erlangt man die Abkehr von der Goldwährung, das 
lufhören des Alkoholismus, fortschreitende Aufklärung, 
ine neue Menschheit im spiritistischen Sinne, Preß— 
ind Zollfreiheit, Weltwirtschaft, internationale Schieds— 
erichte, die Gleichstellung der Frauen, Verstaatlichung 
»er Aerzte, den Sieg der Arbeit, richtige Würdigung 
es Geistesadels. Aber es giebt auch bescheidener 
»as bedeutendste Berliner Ereignis der letzten hundert 
Jahre erblicken. Nicht weniger als 1600 Stimmen 
betrachten wieder die Märztage des Jahres 1848 als 
ieses Ereignis, während einige andre den Einzug der 
iiegreichen Truppen im Jahre 1871, die Erbffnung der 
Stadtbahn, die Einführung der Kanalisation und den 
Erlaß der Städteordnung als dieses Ereignis genannt 
wissen wollen. Die Errichtung des Reichsgerichts in 
Leipzig betrachtet einer als das für Berlin wichtigste 
Freignis der letzten hundert Jahre. 
22. Welches Buch hat in diesem Jahr— 
zundert den größten Einfluß gewonnen? 
Hier giebt sich unter den Einsendern eine seltene 
lebereinstimmung kund, die das 
Konversationslexikon 
ls jenes Buch erscheinen läßt. Gegen die 1700 Stimmen 
zie darauf gefallen, verschwinden die vereinzelten 
Stimmen, die zunächst die Bibel noch immer als das 
einflußreichste Buch erscheinen lassen, hierauf nicht mit 
Unrecht Darwins Entstehung der Arten, Marrx' 
dapital, Bebels Frau, Bismarcks Gedanken und 
Frinnerungen und Bertha v. Suttners belannten 
Roman „Die Waffen nieder!“ Einer unsrer 
Leser war so höflich, in dieser Rubrik „Die Berliner 
Illustrirte Zeitung“ zu nennen, denn „sie hat,“ so meint 
er, „in diesem Jahrhundert den größten Einfluß ge— 
vonnen.“ 
23. Wer war der größte issethüter des 
dahrhunderts? 
In der Beantwortung dieser Frage liegt so im 
vahren Sinne des Wortes das Weltgericht der Ge— 
chichte. Das Interessanteste an dem Ergebnis der 
zarauf eingegangenen Antworten ist die Thatsache, daß 
dieselbe Enquete nach diesem Ergebnis Napoleon J. als 
der begabteste Feldherr des Jahrhunderts genannt wird, 
hn auch als dessen größten Missethäter bezeichnet. 
Napoleon L1. 
sang um diese Palme mit Luccheni, dem Mörder der 
Kaiserin von Oesterreich. Während der Cäsar von 
2100 Stimmen auf dieses Piedestal gestellt wurde, er— 
reichte der Frauenmörder von Genf nur 1900 Stimmen. 
Auch zu diesen mag ihm wohl nur die allzugroße Nähe 
zes Ereignisses verholfen haben, das eben mit seinem 
zanzen Schrecken in der Erinnerung der Zeitgenossen 
noch nicht verwischt genug war. Um so auffallender 
rscheint es, daß der Massenmörder Thomas, dessen 
Schreckensthat ein Vierteljahrhundert hinter uns zurück— 
iegt, doch noch von ca. 1000 Einsendern als der größte 
Missethäter des Jahrhunderts bezeichnet wird. Der 
Abscheu vor dieser Schreckensthat in Bremerhaven muß 
)voch ein nachhaltiger gewesen sein. Nächst diesen 
Dreien erhielten auch Fürst Metternich, Nobiling 
and Hödel, und sogar Bismarck mehrere Stimmen. 
Daß sich unter den Säcular-Missethätern auch Marxi⸗ 
nilian Harden und Krupp in Essen befindet, 
nag der Kuriosität halber erwähnt werden; auch der 
Schmerzensschrei jener jungen Frau ist nicht ohne In— 
eresse, die anscheinend mit einem stillen Seufzer die 
frage 23 unsrer Enquéte schlicht mit den Worten 
— 
1141416 
— 
hoffnungen. Da wünscht einer vom neuen Jahrhunder 
zie Freigabe säutlicher Straßen Berlins für den Rad— 
ahrverkehr, ein anderer nur das tägliche Brot. Doch 
zuch böse Menschen giebt es, wie jener beweist, der die 
Einführung der Prügelstrafe vom neuen Jahrhunder! 
und der andere, der nichts weniger wünscht, als „die 
Froberung der Vereinigten Staaten von Nordamerita“ 
Beide werden in ihren Wünschen nur noch übertroffen 
don einem Bramarbas und Eisenfressers, dessen Wünsche 
für das kummende Jahre noch weitergehen. Dieser hofft 
uuf nichts weniger als: die Niederwerfung Englands 
ind Frankreichs, auch Oesterreichs und Rußlands, Ver— 
zinderung einer größeren Ausdehnung Amerikas und 
dann die Aufrichtung der Weltherrschaft Deutschlands 
nebenbei noch schnell die Vernichtung der Sozialdemo 
kratie. Wahrlich genng für ein Jahrhundert! Allt 
diese Wünsche und Hoffnungen treten aber zurück gegen 
»en Herzenswunsch einer jungen Dame aus Duisburg 
die allen Ernstes, nachdem sie alle Fragen höchst ver— 
nünftig und gebildet beantwortet hat, von dem kom— 
nenden Jahrhundert nichts weiter als „einen 
schönen, jungen, reichen Mann“ erhofft. Wir 
vünschen ihr, daß sie mit der Erfüllung dieser Hoffnung 
zar nicht nötig haben möge, bis auf das neue Jahr-— 
hundert zu warten; vielleicht bringt ihr das altte 
Säculum noch die Erfüllung. A. H. F 
Indem wir nun das Ergebnis der 27 neugierigen 
Fragen, die wir gestellt hatten, hiermit zum Abdruck 
bhrachten, werden wir, unsrer Ankündigung entsprechend, 
ans vorbehalten, im Laufe dieses letzten Jahrhundert— 
ahres auf die einzelnen Punkte in Wort und Bild 
zurückzukommen. 
Allen jenen, die da aber meinen, daß wir noch 
nicht im letzten Jahre des Jahrhunderts leben, die uns 
auch vielsach belehren wollten, daß erst am 1. Januar 
1901 dieser neue Zeitabschnitt beginnt, wollen wir in 
dürze unsere Ansicht darüber mitteilen: 
Mathematisch berechnet beginnt das neue Jahr— 
jundert thatsächlich am 1. Januar 1901. Aber nach 
nathematischen Berechnungen geht es hier nicht. Die 
kinteilung der Zeit nach Jahren und Jahrhunderten 
st ein freies Spiel der schöpferischen Phantasie, denn 
n Wirklichkeit giebt es überhaupt keine Jahre. Die 
zeiteinteilungen sind Gedächtnisbrücken, die sich die 
Menschen selbst gezimmert haben. Bei diesem freien, 
chöpferischen Wirken spielt die Phantasie natürlich eine 
zroße Rolle. Das neue Jahrhundert können wir uns 
»urch mathematische Regeln gar nicht vorstellen, sondern 
aur durch Zuhilfenahme unserer Phantasie, Dabei 
virkt aber das Aeußere der Zahl in der Hauptsache 
nit. Wir begrüßen ja eigentlich gar nicht den neuen, 
nathematisch genauen Zeitabschnitt, sondern nur die 
ieue Zahlenreihe, die sich alle hundert Jahre ändert. 
Wir werden den Anfang der neuen Zeit dann beginnen, 
venn wir in den Hundertreihen der vierstelligen Jahres— 
ahl statt der 8 zum erstenmal eine 9 schreiben 
verden, und dies wird der Fall sein am Morgen des 
i. Januar 1900. 
Wenn wir am Sonnabend aus der Arbeit, aus 
»em Geschäft, aus dem Bureau, aus der Schule oder 
Studierstube nach Hause kommen, so sfagen wir uns 
ruch: nun ist eine Woche zu Ende; wenn auch in 
Wirklichkeit die Woche erst am Sonntag Abend 
u Ende geht. Aehnlich diesem Vorkommnis ist das 
Forkommnis mit dem Jahrhundertwechsel. Wenn wir 
ufhören, 18 zu schreiben, fangen wir an, uns die neue 
zeit, das neue Jahrhundert als angekom men vor— 
ustellen. Und dementsprechend leben wir jetzt im 
etzten Jahre der Zahlenreihe 18, im letzten Jahre des 
19. Juhrhunderts.
	        

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