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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1893, II. Jahrgang, Nr. 1-53 (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1893, II. Jahrgang, Nr. 1-53 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Charlottenburg
Title:
Tages-Ordnungen sowie Vorlagen und Mittheilungen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Charlottenburg für das Kalenderjahr ... / Charlottenburg
Publication:
Charlottenburg 1905
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Dates of Publication:
1897-1901; 1902-1905 ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
2916751-6 ZDB
Succeeding Title:
Vorlagen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Charlottenburg
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1904
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-13297796
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Periodical part

Title:
1904/12/21

Periodical part

Title:
Tages-Ordnung, 21. Dezember 1904

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1893, II. Jahrgang, Nr. 1-53 (Public Domain)
  • Nummer 1, 2. Januar 1893
  • Nummer 2, 9. Januar 1893
  • Nummer 3, 16. Januar 1893
  • Nummer 4, 22. Januar 1893
  • Nummer 5, 29. Januar 1893
  • Nummer 6, 5. Februar 1893
  • Nummer 7, 12. Februar 1893
  • Nummer 8, 19. Februar 1893
  • Nummer 9, 26. Februar 1893
  • Nummer 10, 5. März 1893
  • Nummer 11, 12. März 1893
  • Nummer 12, 19. März 1893
  • Nummer 13, 26. März 1893
  • Nummer 14, 2. April 1893
  • Nummer 15, 9. April 1893
  • Nummer 16, 16. April 1893
  • Nummer 17, 23. April 1893
  • Nummer 18, 30. April 1893
  • Nummer 19, 7. Mai 1893
  • Nummer 20, 14. Mai 1893
  • Nummer 21, 21. Mai 1893
  • Nummer 22, 28. Mai 1893
  • Nummer 23, 4. Juni 1893
  • Nummer 24, 11. Juni 1893
  • Nummer 25, 18. Juni 1893
  • Nummer 26, 25. Juni 1893
  • Nummer 27, 2. Juli 1893
  • Nummer 28, 9. Juli 1893
  • Nummer 29, 16. Juli 1893
  • Nummer 30, 23. Juli 1893
  • Nummer 31, 30. Juli 1893
  • Nummer 32, 6. August 1893
  • Nummer 33, 13. August 1893
  • Nummer 34, 20. August 1893
  • Nummer 35, 27. August 1893
  • Nummer 36, 3. September 1893
  • Nummer 37, 10. September 1893
  • Nummer 38, 17. September 1893
  • Nummer 39, 24. September 1893
  • Nummer 40, 1. Oktober 1893
  • Nummer 41, 8. Oktober 1893
  • Nummer 42, 15. Oktober 1893
  • Nummer 43, 22. Oktober 1893
  • Nummer 44, 29. Oktober 1893
  • Nummer 45, 5. November 1893
  • Nummer 46, 12. November 1893
  • Nummer 47, 19. November 1893
  • Nummer 48, 26. November 1893
  • Nummer 49, 3. Dezember 1893
  • Nummer 50, 10. Dezember 1893
  • Nummer 51, 17. Dezember 1893
  • Nummer 52, 24. Dezember 1893
  • Nummer 53, 31. Dezember 1893
  • ColorChart

Full text

Ar. 3. 
VBerliner Illustrirle Zeitung. 
Mitglied unseres Schauspielhauses, das schöne 
Fräulein Barkany gewonnen, und das Temperament 
dieser Künstlerin verhalf ihrem Spiel zu großer 
Wirkung Die Rolle des Gouverneurs hat Direktor 
Löwenfeld selbst übernommen und führte sie in 
Haase'scher Manier durch. Auch die übrigen Dar— 
teller verhalfen durch ihr Spiel dem Stück zu dem 
Erfolge, den es errungen. Das Ensemble ist 
adellos, die Ausstattung an Dekorationen von 
einstem Geschmack. 
GHerson von Pleichröder 
Su unserm Bilde auf Seite 2.) 
Die Wahl im Reichstagswahlkreise Liegnitz- 
Haynau⸗Goldberg: 
Rechtsanwalt Hertwig⸗Charlottenburg. 
orätentiöser, so daß wir nach wenigen Stunden 
wieder einmal „Berlin im Schnee“ sehen konnten. 
Wie oft das Stück eigentlich noch aufgeführt wird, 
ehe es endgültig vom Repertoir verschwindet? Wer 
kann das sagen! Auf unsere Frühlingsplauderer 
und die „Goldene 110“ und den „Bock“ ist eben 
kein Verlaß. Am ehesten noch auf die Droschken— 
utscher. Wenn erst der letzte derselben wieder den 
Kragenmantel abgelegt, die Holz⸗ und Filz— 
tiefel ausgezogen und die rothe Weste unter dem 
Rock hervorleuchten lassen wird, dann, aber auch 
aur dann erst, können wir uns der Ueberzeugung 
zingeben, daß der Frühling endlich da ist. 
— 
„Fosca“. 
Zu unserm Bilde auf 5. 1.) 
Net vielerlei Enttäuschungen ist dem „Neuen 
Theater“ endlich ein Kassenmagnet erstanden 
n dem Aactigen Schauspiel von Victorien Sardou 
„Tos ca“. 
Dieses Stück hat seine Vorgeschichte. Vor einigen 
Jahren wurde es im „Lessing-Theater“ vorbereitet, 
aber aus sittenpolizeilichen Ruͤcksichten von der Cen— 
sur verboten. Direktor Löwenfeld hatte das Stück 
nun für seine Bühne erworben und mancherlei 
Streichungen und Veränderungen daran vorge— 
nommen, um die Aufführungsmöglichkeit für Berlin 
zu erzielen; aber erst nach einer abermaligen „Reini— 
zung“ fand es endlich Gnade vor den Augen der 
gestrengen Herren Censoren. 
Daß das Stück, welches eigentlich nur der 
Sarah Bernhardt zu Liebe geschrieben worden 
ind überhaupt nicht zu den hervorragenderen 
Arbeiten des fruchtbaren Pariser Drama— 
ikers gehört, darnach nicht besser geworden 
ist, leüchtet ein; immerhin aber ist es auch 
in seiner jetzigen Gestalt noch sehr bühnen— 
wirksam; und wer ein Freund starker Effekte 
auf der Bühne ist, der findet bei „Tosca“ 
ehr wohl seine Rechnung. Wieviel auch 
die Kritik daran auszusetzen fand, das 
Ppublikum bekundet durch seinen an— 
dauernd regen Besuch eine andere Meinung. 
Der Inhalt ist in Kürze folgender: 
Dem wegen Verraths eingekerkerten Ce— 
are Angelotti gelingt es, mit Hilfe seiner 
Schwester, der Gräfin Attavanti, dem Ge— 
ängniß zu entfliehen. Die Gräfin verbirgt 
den Bruder in der Kirche St. Andrea in 
Rom, wo der Maler Mario Cavaradossa 
oeben ein Heiligenbild malt. In das Ge— 
seimniß gezogen, bietet der Maler dem 
Fglüchtling seine Hilfe an und gewährt ihm 
ine sichere Zuflucht auf seinem Landgut. 
Aber ein von der Gräfin Attavanti in der 
Kirche vergessener Fächer erregt die Eifersucht 
der Sängerin Tosca, der Geliebten Cavara— 
dossa's, die nun dem Gouverneur der Engels— 
burg, Scarpia, den Aufenthalt Angelotti's 
»erräth. Dieser, sich verloren sehend, vergiftet 
ich. Der Maler aber wird zum Tode ver— 
urtheilt. Scarpin verspricht, ihn zu begnadigen, 
venn Tosca ihm (dem Gouverneur) ihre Ehre 
»pfern wolle. Da ergreift sie ein Messer 
ind stößt es ihm in die Brust. (Diesen 
MNoment veeanschaulicht unser Titelbild.) 
Für die Darstellung der Titelrolle hat 
Director Löwenfeld das bekannte ehemalige 
— —— 
Naghem wir bereits an anderer Stelle eine kurze 
Charakteristik des verstorbenen Seniors der 
Berliner haute finance gegeben, können wir uns an 
ieser Stelle darauf beschränken, die hauptsächlich 
nteressirenden biographischen Daten aus dem Leben 
es Verstorbenen mitzutheilen. 
Gerson von Bleichröder wurde am 22. Jan. 1822 
u Berlin geboren, als der Sohn Samuel Bleich— 
öders, der im Jahre 1808 hier ein einfaches Wechsel- 
geschäft, verbunden mit einer königlichen Lotterie— 
rollekte, gegründet hatte. Durch die Umsicht und 
chatkraft des Inhabers entwickelte sich das Geschäft 
aehr und mehr, so daß, als ein Vierteljahrhundert 
zäter Anselm Rothschild in Frankfurt a. M. einen 
zerliner Correspondenten für seine Häuser suchte, 
ine Wahl auf Samuel Bleichröder gelenkt wurde. 
ẽs entwickelten sich immer engere Beziehungen 
wischen der Berliner Firma und den Rothschilds 
ind erst jetzt konnte die erstere beginnen, sich mit 
en eigentlichen Finanzgeschäften zu befassen. 
Mit 16 Jahren trat der junge Gerson in das 
äterliche Geschäft ein, welches einen immer höheren 
lufschwung nahm, wurde im Laufe der Jahre 
ßrocurist üund dann Theilhaber und nach dem Tode 
eines Vaters, 1855, alleiniger Inhaber der Firma. 
Mit großer Thatkraft und Energie verstand er 
s, derselben im Laufe der Zeiten ihre Großstellung 
nicht nur in der Berliner und deutschen, sondern 
iuch der europäischen Finanzwelt, zu geben. Das 
neiste zu dieser Großstellung trug das Verhältniß 
Zzleichröders zum Fürsten Bismarck bei, welches 
ereits in den ersten Jahren der Ministerpräsident- 
chaft Bismarcks seinen Anfang nahm und bis zur 
demission des Kanzlers fortdauerte. Man kann 
oohl sagen, daß Bleichröder gewissermaßen die 
driege von 1866 und 1870/71 ,financirte'. Im 
rrühjahr 1871 wurde Bleichröder in das königliche 
auptquartier nach Versailles berufen, um bei der 
degulirung der damals Frankreich aufzuerlegenden 
driegsentschädigung und der Pariser Contribution 
aitzuwirken. 
Von da ab datirt das Ansehen der Firma 
5. Bleichröder, welches auch bis heut unerschüttert 
eblieben ist. Die Leitung des Hauses werden nach 
em Tode Gerson von Bleichröders der älteste Sohn, 
Ir. jur. Georg von Bleichroͤder und der langjährige 
rhheder⸗ Geh. Kommerzienrath Schwabach, über— 
rehmen 
—ñ—n 
Godefroy Capaignac, 
Nitglied der französischen Deputirtenkammer. 
Die Wahl im Reichstagswahlkreise Ciegnitz— 
Hhaynau⸗Goldberg: 
Stadtrath Jung fer-Liegnitz. 
Die Veichskagsersatzwahl im 
Wahlkreise Fiegnitz- Haynau— 
Goloͤberg. 
*— dem überraschenden Wahlsiege des Rektor 
RRX Ahlwardt im Wahlkreise Friedeberg-Arns- 
valde, erhob der Antisemitismus höher als je das 
daupt. Man brannte in jenen Kreisen nach der 
ßelegenheit zu einer neuen Kraftprobe und diese 
and sich denn auch alsbald im schlesischen Reichs— 
agswahlkreise Liegnitz- Haynau-Goldberg, wo durch 
en Tod des freisinnigen Vertreters, Stadtrath 
Lange, das Mandat erledigt war. Alsbald warf 
ich der Antisemitismus mit ganzer Kraft auf diesen 
Lahlkreis, für den er auch in der Person des durch 
en Prozeß Ahlwardt zu einer gewissen Berühmt— 
eit gelangten Rechtsanwalt Hertwig-Charlottenburg 
inen geeigneten Kandidaten gefunden hatte. Eine 
vilde Agitation wurde entfaltet, so daß der frei— 
innige Kandidat bald darauf, davon „angewidert“, 
vie er sagte, zurücktrat. Offenbar zum Nutzen der 
reisinnigen Sache. Denn der Freisinn fand nun 
inen neuen Kandidaten, den Stadtrath Jungfer— 
Liegnitz, einen Mann, der im ganzen Wahlkreis 
roße Sympathien genießt. Außerdem kandidirten 
toch für die Sozialdemokraten Schreinermeister 
dühn-Langenbielau und für die Konservativen Graf 
stothkirch, nachdem ursprünglich von dem konser— 
zativen Wahlverein von vornherein ein Zusammen— 
gjehen mit den Antisemiten beschlossen war, welchem 
Beschlusse sich aber eine kleine Minorität nicht fügen 
vollte und den letztgenannten als eigenen Kandi— 
vaten aufstellte. 
In der Haupisache aber spitzte sich der 
Wahlkampf zu einem Duell zwischen Freisinn 
und Antisemitismus zu. Auf beiden Seiten 
wurde in der Agilation das Menschen— 
möglichste geleistet. Die Antisemiten hofften 
nichts geringeres, als gleich im ersten Wahl⸗ 
gange ihren Kandidalen durchbringen zu 
cönnen; was in Friedeberg- Arnswalde 
möglich war, warum sollte das nicht auch 
in Liegnitz-Haynau-Goldberg möglich sein? 
Alle Hebel wurden, wie schon gesagt, 
in Bewegung gesetzt, der freifinnigen Partei 
den Wahlkreis, der so lange ihre Domäne 
zewesen, zu entreißen. Die antisemitischen 
Abgeordneten waren im Reichstag nur noch 
selten zu sehen, da sie ihre Rednertalente in 
den Dienst des Wahlkampfes stellten. Die frei— 
ännige Partei dagegen ist grade in jenem 
Wahlkreise besonders gut organisirt und ver— 
ügt über eine weitverbreitete Lokalpresse. 
Das Resultat der am 20. d. M. stattge— 
undenen Wahl liegt nun vor. Es erhiellen 
Stadtrath, Jungfer 10365, Hertwig 6999, 
Kühn 4931 und Graf Rothkirch 1808 Stim— 
men. GBei der Nachwahl 1800 erhielt der 
reifinnige Kandidat Lange 10546 gegen 5588 
'onservative, 4522 soziäldemokratische, 151 
antisemitische und 883 zersplitterte Stimmen. 
Der große Zuwachs der antisemitischen Stim— 
nen erklärt sich daraus, daß die konservativen 
Wähler diesmal eben meist ihre Stimmen 
ür den Antisemiten abgegeben haben.) 
Eine Stichwahl zwischen Jungfer und 
dertwig ist somit nöthig. Der Ausgang 
derselben kann aber bei dem großen Vor— 
prung Jungfer's, da nicht anzunehmen ist, 
»aß die Sozialdemokraten für Hertwig stim— 
nen werden, kaum ein zweifelhafter sein.
	        

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