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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 12.1885 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin
Publication:
Berlin 1933
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
1874-1933
Note:
1921,Nov. - 1924,1.Sept. nicht ersch.; später ohne Zählung
ZDB-ID:
2859774-6 ZDB
Succeeding Title:
Stenographische Berichte über die Sitzungen des Stadtgemeindeausschusses und der ständigen, endgültig beschließenden Ausschüsse der Stadt Berlin
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1885
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Note:
In No. 30 ist die Seite 324 nicht digitalisiert.
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 579 Soziale Infrastruktur: Sonstiges
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9044086
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 758 StVV 7:12.1885 (und Parl 53-12)
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
No. 5, 12. Februar 1885

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 12.1885 (Public Domain)
  • Title page
  • Alphabetisches Inhalts-Verziechnis
  • No. 1, 8. Januar 1885
  • No. 2, 15. Januar 1885
  • No. 3, 22. Januar 1885
  • No. 4, 5. Februar 1885
  • No. 5, 12. Februar 1885
  • No. 6, 19. Februar 1885
  • No. 7, 26. Februar 1885
  • No. 8, 5. März 1885
  • No. 9, 12. März 1885
  • No. 10, 17. März 1885
  • No. 11, 19. März 1885
  • No. 12, 26. März 1885
  • No. 13, 1. April 1885
  • No. 14, 9. April 1885
  • No. 15, 16. April 1885
  • No. 16, 23. April 1885
  • No. 17, 30. April 1885
  • No. 18, 7. Mai 1885
  • No. 19, 13. Mai 1885
  • No. 20, 21. Mai 1885
  • No. 21, 28. Mai 1885
  • No. 22, 4. Juni 1885
  • No. 23, 11. Juni 1885
  • No. 24, 18. Juni 1885
  • No. 25, 25. Juni 1885
  • No. 26, 4. August 1885
  • No. 27, 6. August 1885
  • No. 28, 3. Sptember 1885
  • No. 29, 17. September 1885
  • No. 30, 24. September 1885
  • No. 31, 1. Oktober 1885
  • No. 32, 8. Oktober 1885
  • No. 33, 22. Oktober 1885
  • No. 34, 6. November 1885
  • No. 35, 12. November 1885
  • No. 36, 19. November 1885
  • No. 37, 26. November 1885
  • No. 38, 8. Dezember 1885
  • No. 39, 10. Dezember 1885
  • No. 40, 17. Dezember 1885
  • No. 41, 30. Dezember 1885

Full text

eingehend mit allen einzelnen Etatstiteln zu beschäftigen. Andererseits 
muß ich aber auch sagen, daß ich gewünscht hätte, daß die Balancirung 
des Etats in einer etwas weniger die Anleihen begünstigenden Weise 
geschehen wäre, denn ich fürchte, daß, wenn wir mit unseren städtischen 
Anleihen in der Rapidität fortschreiten, wie es in den letzten Jahren 
der Fall gewesen ist, wir in nicht zu langer Zeit vor einem sehr un 
günstigen Etat stehen werden, und die Auffassung, welche sich in der 
städtischen Verwaltung seit Jahren Bahn gebrochen hat, daß eine große 
Anzahl von Baulichkeiten, in der Annahme, daß sie der Zukunft dienen, 
durch Anleihen hergestellt werden müssen, kann ich nicht als richtig 
anerkennen, weil ich behaupte, daß die Vermehrung der Schul- und 
sonstigen Bauten genau in der Weise nothwendig werden wird, wie 
sich die Bevölkerung überhaupt vermehrt und daß die künftigen Jahre 
vor der Aufgabe stehen werden, trotz der jetzigen Vermehrung der 
Schulen und anderen für die Verwaltung nothwendigen Dinge zu 
jener Zeit ebenfalls nur städtische Gebäude herstellen zu müssen, daß 
wir daher nach meiner Ueberzeugung der Zukunft zu viel Lasten auf 
erlegen, wenn wir alle diese Dinge aus den Weg der Anleihe verweisen. 
Ich hätte also für mich den Wunsch gehabt, daß der Etat in dieser 
Beziehung sich uns anders darstellte. 
Ich wende mich nun zu beit einzelnen Etats, und da komme ich 
zuerst zu den Mittheilungen des Magistrats, wo er sagt, daß schon 
durch die erhöhte Abgabe der Pferdeeisenbahn-Gesellschaft eine Ver 
mehrung der Einnahmen stattfindet. 
Ich kann nicht unterlassen, bei dieser Gelegenheit doch die Bitte 
anszusprechen, daß es dem Magistrat gefallen möge, uns endlich einmal 
Auskunft über die Anfrage zu geben, welche nun bereits seit längerer 
Zeit durch eine Anzahl Kollegen gestellt worden ist, was denn eigentlich 
aus dem bei der letzten Berathung der Verlängerung des Vertrages 
mit der Pferdeeisenbahn-Gesellschaft angenommenen Antrag wegen der 
Einstellung von Arbeiterwagen zu halben Preisen geschehen ist. Ich 
möchte bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen, daß die Majorität 
dieser geehrten Versammlung sich denn doch damals in einem Irrthum 
befunden hat, als sie auf den Antrag des Herrn Kollegen Dr. Virchow , 
unseren Antrag, welcher diese Einrichtungen als Bedingung für die 
Bewilligung des Vertrages hinstellte, ablehnte und die Sache in Form 
eines Wunsches dem Magistrat zur Kenntniß gab. In der Sache 
selbst schien ein Widerspruch zwischen unserer Auffassung und der 
Majorität nicht vorhanden zu sein. Wären Sie damals unserem 
Antrage gefolgt und hätten Sie ihn in der Form angenommen, den 
Magistrat zu bitten, bei der Verlängerung des Vertrages mit der 
Pferdeeisenbahn-Gesellschaft als Bedingung seinerseits die Einrichtung 
von Arbeiterwagen zu ermäßigten Preisen zu verlangen, daun wären 
wir wahrscheinlich nicht in der Lage gewesen, so lange auf die Antwort 
der Pferdeeisenbahn-Gesellschaft zu warten, denn das ist klar, wenn der 
Pferdeeisenbahn-Gesellschaft, was augenscheinlich der Fall gewesen 
ist, so sehr viel an der Verlängerung des Vertrages und namentlich 
an der Genehmigung neuer Linien gelegen hat, sie sich wahrscheinlich 
in dieser Beziehung dem Magistrat gefügt hätte, während jetzt, nachdem 
sie die Genehmigung bekommen hat, in der bequemen Lage ist, zu 
sägen: nun, es pressirt nicht, wir werden schon gelegentlich darauf 
kommen. Aber ich glaube, es ist doch für den Theil unserer Mitbürger, 
für welche der Beschluß damals gefaßt worden ist, von großem Interesse, 
daß nun endlich einmal nach dieser Richtung hin etwas geschieht, und 
ich werde mich aufrichtig freuen, wenn gelegentlich der Etatsberathung 
seitens des Magistrats uns mitgetheilt werden kann, ob und warnt 
überhaupt die Sache in Angriff genommen werden wird. 
Es war in der vorigen Sitzung und auch in dem Entwurf des 
Magistrats von der beabsichtigten Miethssteuerreform die Rede. Gerade 
eine Etatsberathung, wie die uusrige, giebt bei der Thatsache, daß 
ein sehr großer Theil der städtischen Einnahmen aus der Miethsfteuer 
bestritten wird, Veranlassung, über diese Frage einige Worte zu sagen. 
Ich verkenne nicht, daß in unserer städtischen Verwaltung die 
Reformirung einer Steuer, wie es die Miethsfteuer ist, ganz außer 
ordentliche Schwierigkeiten bereitet, ich muß aber doch bei dieser 
Gelegenheit sagen, daß ich es auf das allerlebhafteste bedauere, daß 
der schöne Anlauf, den die Sache in den ersten Monaten des vorigen 
Jahres genommen hat, wieder in das Gegentheil umgewandelt ist. 
Es war in dem weit überwiegenden Theile der Bürgerschaft darüber 
nur eine Meinung, daß eine Reform der Miethsfteuer unumstößlich, 
unumgänglich nothwendig sei; diese Meinung hat sich auch weit in 
die Kreise dieser Versammlung verbreitet und wir haben gelegentlich 
der Berathung der gemischten Deputation die Genugthuung gehabt, 
daß auch in den Reihen der Magistratsmitglieder darüber vollständiges 
Einverständnis} geherrscht hat, daß man versuchen müsse, eine Reform 
der Miethsfteuer herbeizuführen. M. H.! Den Beschluß, den die 
gemischte Deputation gefaßt hat, erst den Oberpräsidcuten zu fragen, 
wie er eigentlich zu der beabsichtigten Reform der Miethsfteuer stände, 
habe ich damals für einen außerordentlich unheilvollen gehalten, und 
ich bin heute in der Lage, dieses Urtheil nur bestätigen zu müssen, 
weil in der That durch diesen Beschluß die Sache wieder auf die lange 
Bank geschoben wird, da es nun selbstverständlich nicht möglich ist, die 
Steuerreform für den vorliegenden Etat zu fruktifiziren. Ich meine, 
m. H., wir sollten wenigstens die eine Lehre ans dem Vorgang ziehen, 
daß das, was die städtische Verwaltung einmal auszuführen für.nöthig 
hält, auch hintereinander gemacht wird und wir nicht durch dergleichen 
Dinge in die Lage kommen, eine an sich nützliche Sache so lange zu 
verschieben, bis die verschiedenen Instanzen, die hier in Frage kommen, 
ihren Beschluß gefaßt haben. Jedenfalls, m. H., glaube ich, das Eine 
heute schon aussprechen zu können, daß im künftigen Jahre jedenfalls 
die Frage zur Entscheidung gebracht werden muß, denn ich glaube 
doch, daß die Bürgerschaft ein Recht hat, die Erledigung einer so 
wichtigen Sache zu fordern. 
Was den Etat in Bezug auf die Schulverhältnisse anbelangt, so muß 
ich sagen, daß ich mich da mit demselben in freudiger Uebereinstimmung 
befinde. Ich habe auch durchaus keine Einwendungen dagegen zu 
machen, daß der Magistrat vorschlägt, das Schulgeld bei den höheren 
Lehranstalten um eine kleine Summe zu erhöhen. Ich kann umso 
weniger darin eine Unzuträglichkeit finden, als der Schüler einer 
höheren Lehranstalt immer noch einen bedeutend größeren Zuschuß er 
fordert, als der Schüler einer Gemeindeschule kostet, und ich meine, 
daß diejenigen unserer Mitbürger, welche ihre Kinder der Wohlthat 
einer höheren Bildung theilhaftig werden lassen, weit über Gebühr 
bedacht sind schon bei der geringeren Rormirung des Schulgeldes und 
daß es dort auf eine kleine Erhöhung absolut nicht ankommen kann. 
Es drängt sich hier die Frage auf, ob es nicht bei dieser Gelegenheit 
rathsam ist, den Versuch zu machen, diejenigen Kinder, welche eine 
höhere Lehranstalt besuchen und deren Eltern auswärts wohnen, mit 
einem höheren Schulgelde zu belegen, denn ich sehe nicht recht den 
Grund ein, weswegen die Stadt Berlin, die weit über ihre gesetzliche 
Verpflichtung hinaus dem höheren Lehrwesen, welches ja überhaupt 
eigentlich Sache des Staates ist, ihre Fürsorge zuwendet, nun noch 
dazu kommen soll, auswärtige Kinder zu denselben Bedingungen in 
ihre Schulen aufzunehmen. Ich beschränke mich auf diese Anregung 
und werde heute bei dieser Gelegenheit keine Anträge stellen, es wäre 
aber doch gut, wenn der Etatsausschuß einmal diese Frage in Er 
wägung zöge und wenn festgestellt werden möchte, um welche finanziellen 
Resultate es sich da handelt. Jedenfalls, m. H., können wir dem 
Magistrat nur helfen in dem Bestreben, den Ausbau der Gemeinde 
schulen weiter zu fördern. Bei dieser Gelegenheit will ich bemerken, 
daß der Beschluß, die Stellvertretungskesten der Kommunallehrer wieder 
auf den Etat zu nehmen, nur gebilligt werden kann, weil er ein schwer 
empfundenes Unrecht wieder gut macht. 
Ich muß gestehen, daß ich die Mittheilung des Magistrats, von 
nun an die Etats der Straßenerleuchtung und Straßenreinignng zu 
trennen, insofern als gutes Omen aufgefaßt habe, als vielleicht einem 
Titel dieser Etats größere Aufmerksamkeit und eine bessere Verwaltung 
zugewendet werden kann. Es ist, m. H., in dem weitesten Kreise der 
Bürgerschaft und, wie ich glaube, mit Recht, laut darüber geklagt 
worden, daß unsere Straßenreinigung nicht in dem Zustande ist, wie 
cs der Großstadt Berlin würdig ist. 
(Oho! Unruhe.) 
Ich gebe ja gern zu, daß bei einem unerwartet eintretenden Schnee 
fall es sehr schwer ist, sofort Alles wieder in Ordnung zu bringen und 
die Straßen und Plätze in passirbaren Zustand zu versetzen, aber nt. H., 
so hilflos sollte Berlin solchen Umständen gegenüber doch nicht dastehen, 
wie es in der Stadt in den letzten Monaten des verflossenen Jahres 
zum Theil gewesen ist; es waren hier Zustände in Berlin, die Einem 
vergessen gemacht und den Zweifel erweckt haben, ob matt sich wirklich 
in einer Großstadt befände. 
(Oho!) 
Ja, nt. H., Sie können es uns nicht übel nehmen, es ist eben der 
Grund, den ich vorhin angeführt habe, daß Sie uns keine Gelegenheit 
und Möglichkeit geben, unsere speziellen Wünsche an derjenigen Stelle 
vorzutragen, wo sie genügend besprochen werden können und vielleicht 
ein größeres Interesse als hier erregen, und deshalb ist es ein Werk 
der Selbstvertheidigung, wenn wir unsere Wünsche hier in der Plcnar- 
Versammlung vortragen. 
Ich meine also in Bezug auf die Sache, daß es in der That gar 
nicht selten vorgekommen ist, daß an einem Morgen, nachdem es 
Nachts vorher stark geschneit hatte und Tauwetter eingetreten war, es 
den Kindern unmöglich war, die Schule zu besuchen, 
(Lebhafter Widerspruch.) 
daß sie zum Theil über die Straße getragen werden mußten oder 
an ihrer Gesundheit durch die Nässe u. s. w. Schaden genommen haben. 
Wenn Sie sich einmal bei den Rektoren der Gemeindeschnlen draußen 
an der Peripherie erkundigen würden, würde wahrscheinlich die Richtigkeit 
dieser meiner Mittheilung bestätigt werden, denn dieselbe rührt aus 
diesen Kreisen her. M. H.! Ich behaupte nicht zu viel, daß die 
Straßen von Berlin tagelang fast unpassirbar waren. 
(Lebhafter Widerspruch.) 
Also ich sage, bei aller Anerkennung der Bemühungen unserer 
Verwaltung, glaube ich doch, daß in dieser Verwaltung etwas nicht 
ganz in Ordnung ist; 
(Oho!) 
ich kann mir nicht denken, daß nicht Vorkehrungen getroffen werden 
könnten, durch bessere Vertheilung der Mannschaften, durch andere
	        

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