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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin / Berlin
Other titles:
Vorlagen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Berlin
Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadtgemeinde Berlin
Publication:
Berlin 1933
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1877-1933
Note:
Enthält teilweise: Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am ...
ZDB-ID:
2906240-8 ZDB
Succeeding Title:
Vorlagen für die Ratsherren der Reichshauptstadt Berlin
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1932
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Note:
Vorlagen für den Stadtgemeindeausschuß der Stadt Berlin, Heft Nr. 4 (Seite 49-50) fehlt im Original
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-11787057
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Periodical part

Title:
Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin

Issue

Title:
Nr. 26 (466-481), 1932/12/09

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1, 11. Juni 1981
  • Nr. 2, 25. Juni 1981
  • Nr. 3, 2. Juli 1981
  • Nr. 4, 16. Juli 1981
  • Nr. 5, 10. September 1981
  • Nr. 6, 24. September 1981
  • Nr. 7, 28. September 1981
  • Nr. 8, 8. Oktober 1981
  • Nr. 9, 22. Oktober 1981
  • Nr. 10, 12. November 1981
  • Nr. 11, 26. November 1981
  • Nr. 12, 10. Dezember 1981
  • Nr. 13, 19. Dezember 1981
  • Nr. 14, 22. Januar 1982
  • Nr. 15, 28. Januar 1982
  • Nr. 16, 11. Februar 1982
  • Nr. 17, 25. Februar 1982
  • Nr. 18, 11. März 1982

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
11. Sitzung vom 26. November ig; bge 
564 
Dr. Heyden 
(A) 
halten und auch ihre Existenzberechtigung nächweisen zu 
können. — Ich danke Ihnen. 
[Beifall bei der CDU] 
Stellv. Präsident Longolius: Nächster Redner ist der Abge 
ordnete Dr. Sauberzweig. 
Dr. Sauberzweig (SPD): Herr Präsident! Meine Damen und 
Herren! Ich glaube, daß eine Diskussion um die Situation 
der Fachhochschulen im Lande Berlin — so das Thema der 
Großen Anfrage der F.D.P.-Fraktion - mehr ist als etwa ein 
Randproblem der Hochschulentwicklung und der Hochschul 
politik. Wer den Zwischenbericht zu diesem Thema, den Pro 
fessor Huhn vorgelegt hat, aufmerksam gelesen hat, der 
weiß, daß in den Fachhochschulen in Berlin schwerwiegende 
Probleme bestehen, und ich meine - das ist auch durch Ihre 
Beantwortung, Herr Senator Kewenig, mindestens im Ansatz 
deutlich geworden daß sich bei einer Verdrängung dieser Pro 
bleme relativ schnell eine Zuspitzung der Situation ergeben hätte 
und ergeben würde. 
Die SPD-Fraktion, deren grundsätzliche Position nach wie 
vor durch die zwölf Thesen zur Hochschulreform des früheren 
Wissenschaftssenators Peter Glotz beschrieben ist, würde 
eine Lösung der bestehenden Probleme über den Weg einer 
Gesamtfachhochschule für leichter halten als bei der gegen 
wärtig vom Senat offenbar angestrebten Lösung, nämlich von 
den einzelnen Fachhochschulen selbst das Problem anzu 
gehen. Ich möchte aber auch darauf hinweisen — hierbei 
stimme ich mit dem Kollegen Dittberner überein —, daß wir 
auch das Problem sehen, daß die hochschulpolitischen An 
kündigungen des Senats in der Regierungserklärung im 
Widerspruch stehen zu dem Gesetz über die Hochschulen im 
Lande Berlin, vor allem in dem von Ihnen zitierten §9, und 
auch zum Hochschulrahmengesetz des Bundes. Wir sind neu 
gierig, auf welche Weise der Senat glaubt, mit der Vorlage 
(B) seines Hochschulkonzepts an diesen beiden Problemen vor 
beizukommen. 
Ich möchte auch ausdrücklich betonen, daß wir daran fest- 
halten wollen — und insofern gibt es eine Übereinstimmung, 
wenngleich ich bei den Zugangsvoraussetzungen eine Diver 
genz sehe —, den Zugang auch für Interessenten mit beruf 
licher Erfahrung zu den entsprechenden Fachhochschulen zu 
befürworten. Ich vermute aber, daß dann die verschiedenen 
Standpunkte bei der Formulierung von Zugangsvorausset 
zungen in der Einzelberatung deutlich werden. 
Meine Damen und Herren, die Analyse von Professor Huhn 
hat gezeigt, daß für die Berliner Fachhochschulen ein Pro 
blem in den Studentenzahlen zu sehen ist. Hierüber ist be 
reits von mehreren Kollegen an dieser Stelle Richtiges ge 
sagt worden. Ich glaube, daß man die Trendwende bei den 
Fachhochschulen, die zurückgehende Studentenzahlen hatten 
und haben, noch nicht durch die gegenwärtig verbesserte 
Situation feststellen kann, sondern daß hier die demogra 
phische Entwicklung eine Rolle spielt und daß wir uns vor 
allem im Blick auf die späteren neunziger Jahre überlegen 
müssen, wie die Attraktivität und die Leistungsfähigkeit der 
Fachhochschulen erhalten werden kann. 
Im übrigen ist zu bedenken, daß es hier zwischen den Ber 
liner Fachhochschulen und den Berliner Universitäten zu 
einem Verdrängungswettbewerb kommen könnte, und das 
wird es den Fachhochschulen gegebenenfalls schwerer ma 
chen, inhaltlich unterschiedliche Studiengänge im Vergleich 
zu den Universitäten aufrechtzuerhalten und ihren eigenen 
Bildungsauftrag inhaltlich zu erfüllen. 
Angesichts dieser Situation ist es, und zwar unabhängig 
von dem Lösungsmodell Gesamtfachhochschule, das wir nach 
wie vor für richtig halten, dringend erforderlich, folgende 
Fragen zu klären und konstruktive Lösungen in der Hoch 
schulpolitik dafür anzubieten; 
1. das Verhältnis von Kurzstudiengängen und Langstudien 
gängen ist zu überprüfen, und dabei muß man sehen, daß die 
Kurzstudiengänge von einem nicht geringen Teil von Studenten 
als Zugang zu den Universitäten genutzt werden. Es ist schon von 
der „Durchlauferhitzerfunktion“ gesprochen worden. Es kann 
ich 
sicherlich nicht die Hauptaufgabe der Fachhochschule sein, z ( , n 
Universität zu führen, aber ich warne auch davor, Herr Koliec oc 
Heyden, ohne weiteres und undiskutiert den Weg über die Faci oße 
hochschule zur Universtität abzuschneiden. Ich meine, es my 
auch eine Möglichkeit des zweiten Bildungsweges bleiben, ay 
diese Weise zur Hochschule zu kommen. Da geht es dar: 
glaube ich, um die Klärung von Einzelheiten. 
[Beifall des Abg. Neumann (SPD)] 
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2. Den Fachhochschulen muß es durch eine weiterführerui 
Hochschulpolitik ermöglicht werden, ihren Bildungsauftrag; 
formulieren und zu realisieren. Ich sehe den Zielkonflikt, sic 
einerseits nur als Universitätsvorbereitungsschule zu sehe 
und einen großen Teil der Studenten nach dem Grundsfc 
dium zu verlieren und zugleich einen auf den Erwerb eine fehr 
berufsqualifizierenden Abschlusses ausgerichteten Studier 
gang mit dem Anspruch auf Qualität durchzuhalten. Und 
läßt sich, glaube ich, nicht nur, wie es der Wissenschaftsrs (ern 
gemeint hat, durch den „Anwendungsbezug“ der Fachhocf srlii 
schulen lösen. Ich bin mit Professor Huhn der Meinung, dajch fi 
das Gütezeichen „Anwendungsbezug“ allein das Proble: 
eher verschleiert als löst und daß Verbesserungen und At 
hilfen von den tatsächlich vorhandenen Einzelproblemen ht Sfon 
zu entwickeln sind. Der Praxisbezug, Herr Senator Keweni: |ldu 
den Sie in den Vordergrund gestellt haben: Nichts gege ese 
diesen Praxisbezug, aber ich bin sicher, daß, wenn wir in di r. 
Einzelheiten der Ausformung gehen, wir im Hinblick auf de jd c 
Theorie-Praxis-Begriff, der in dieser Position steckt, noc 
unterschiedliche Akzentuierungen feststellen. Bei Ihnen ii 
mir zuviel von der „gediegenen Ausbildung“ die Rede, di 
im Gegensatz zu anderen Angeboten, etwa im theoretische 
Bereich stehen könnte. Im übrigen gibt es hierzu sehr bedei 
kenswerte Vorschläge in dem Bericht von Herrn Huhn. Sie sin 
aufzugreifen, wobei wir der Einführung von integrierten Praxi: 
phasen und Praxissemestern - in diesem Falle gibt es waf 
scheinlich im Grundsatz eine Übereinstimmung - besonde: 
Bedeutung beimessen. 
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Der dritte Punkt: Die Forschung darf an den Fachhod 
schulen nicht eingeschränkt werden. Jeder Gegensatz vo 
Praxisbezug und Forschungsbezug ist falsch, beide Kompo .... 
nenten bedingen sich gegenseitig, und es ist für die Fad 
hochschulen unverzichtbar, daß sie sich selbst an der wisse" I® 
schaftlichen Diskussion beteiligen und eigene Forschung! 
;hul 
ergebnisse einbringen. Ich möchte vor allen Dingen anregei F rl ] 
jnk 
ich; 
den Austausch von Forschungsbedürfnissen und Forschung: 
ergebnissen unter den Berliner Hochschulen zu forciere: 
einen Gedanken- und Meinungsaustausch darüber herbe 
zuführen, um Forschungsschwerpunkte auch auf diese Weis^B°9 
zu fördern. 
Die vierte Möglichkeit, die wir sehen, ist, daß es aud 
SEs 
wenn Sie bei Ihrem Weg bleiben, nämlich die Fachhochsche fchaf 
len gesondert zu erhalten, notwendig und möglich ist, z 
einer stärkeren Zusammenarbeit unter den Fachhochschule l, 
-Ti« /rtinmon iim nii-in tor>M Inrin Anvonco imn 7ii »mrnmnorf i»! 
fen 
zu kommen, um eine fachliche Abkapselung zu verbinden 
Die Kooperationen zu den Universitäten sind ebenfalls z 
intensivieren, und ich finde es sehr bedenkens- und überle | r 
genswert, einige Vorschläge, die von Herrn Huhn in seine | an2 
Ausarbeitung gemacht worden sind, aufzugreifen, um ge 
meinsame Projekte und gemeinsame Probleme von de 
Fachhochschulen anzugehen. 
Mein Fazit ist: Die Aufgabe und die Arbeit der Berlins 
Fachhochschulen steht in einem engen Zusammenhang ro 
der gesellschaftlichen Entwicklung, und von daher rühre 
auch ein großer Teil ihrer Probleme. Die Fachhochschule 
arbeiten zu einem nicht geringen Teil, wie es Herr Huhn for 
muliert hat, am „Wundrand der Gesellschaft“. Und so spie 
geln sich die Probleme der Gesellschaft natürlich auch dtr 
wider. Sie werden deshalb ihre Schwierigkeiten, glaube id 
nur dann lösen, wenn wir auch dies mit in unsere Reforrt 
Überlegungen mit einbeziehen; das aber ist nur durch ein 
Vielzahl von Maßnahmen, die an konkreten Problemen an| 
setzen, möglich. Wer glaubt, daß man diese drängende 
Fragen unbeantwortet lassen kann, wird den Bestand de 
Fachhochschulen gefährden. Ich glaube, daß jetzt die kor: 
kreten Probleme ernst genommen werden müssen und d« 
Berliner Fachhochschulen die Chancen erhalten müssen, ft * 
Lehr- und Studienangebot inhaltlich zu verbessern, und da: p fü 
gilt insbesondere dann, wenn man sie als einen bestimmte" f n u
	        

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