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Berliner Wespen / Stettenheim, Julius (Public Domain) Ausgabe 17.1884 (Public Domain)

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Bibliographic data

Metadata: Berliner Wespen / Stettenheim, Julius (Public Domain) Ausgabe 17.1884 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin / Berlin
Other titles:
Vorlagen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Berlin
Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadtgemeinde Berlin
Publication:
Berlin 1933
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1877-1933
Note:
Enthält teilweise: Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am ...
ZDB-ID:
2906240-8 ZDB
Succeeding Title:
Vorlagen für die Ratsherren der Reichshauptstadt Berlin
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1909
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-11580613
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
No. 54 (1138), 18. Dezember 1909

Contents

Table of contents

  • Berliner Wespen / Stettenheim, Julius (Public Domain)
  • Ausgabe 17.1884 (Public Domain)
  • Nr. 1, 04.01.1884
  • Nr. 2, 11.01.1884
  • Nr. 3, 18.01.1884
  • Nr. 4, 25.01.1884
  • Nr. 5, 01.02.1884
  • Nr. 6, 08.02.1884
  • Nr. 7, 15.02.1884
  • Nr. 8, 22.02.1884
  • Nr. 9, 29. Februar
  • Nr. 10, 07.03.1884
  • Nr. 11, 14.03.1884
  • Nr. 12, 21.03.1884
  • Nr. 13, 28.03.1884
  • Nr. 14, 04.04.1884
  • Nr. 15, 11.04.1884
  • Nr. 16, 18.04.1884
  • Nr. 17, 25.04.1884
  • Nr. 18, 02.05.1884
  • Nr. 19, 09.05.1884
  • Nr. 20, 16.05.1884
  • Nr. 21, 13.05.1884
  • Nr. 22, 30.05.1884
  • Nr. 23, 06.06.1884
  • Nr. 24, 13.06.1884
  • Nr. 25, 20.06.1884
  • Nr. 26, 27.06.1884
  • Nr. 27, 04.07.1884
  • Nr. 28, 11.07.1884
  • Nr. 29, 18.07.1884
  • Nr. 30, 25.07.1884
  • Nr. 31, 01.08.1884
  • Nr. 32, 08.08.1884
  • Nr. 33, 15.08.1884
  • Nr. 34, 22.08.1884
  • Nr. 35, 29.08.1884
  • Nr. 36, 05.09.1884
  • Nr. 37, 12.09.1884
  • Nr. 38, 19.09.1884
  • Nr. 39, 26.09.1884
  • Nr. 40, 03.10.1884
  • Nr. 41, 10.10.1884
  • Nr. 42, 17.10.1884
  • Nr. 43, 24.10.1884
  • Nr. 44, 31.10.1884
  • Nr. 45, 07.11.1884
  • Nr. 46, 14.11.1884
  • Nr. 47, 21.11.1884
  • Nr. 48, 28.11.1884
  • Nr. 49, 05.12.1884
  • Nr. 50, 12.12.1884
  • Nr. 51, 19.12.1884
  • Nr. 52, 26.12.1884

Full text

Berliner Wespen, 
wichtiger ist als die für jagdbare Thiere: die Schonung des Kleingrund- 
besttzers gegenüber den Verheerungen des Hochwildes. 
Abg. Grimm meint, der geehrte Vorredner übertreibe den Appetit des 
Hochwildes, und er habe das Schwarzwild etwas sehr schwarz gemalt. 
Abg. Freiherr v. Eekardstei« ist außer sich, daß das Schwarzwild 
so verleumdet werde, es sei nicht so schlimm als das Rothwild. Das Wild 
schwein, meine Herren, ist ein Waldgärtner im Vergleich mit dem Hirsch, 
kein Engel ist so rein. Ueber die Verwüstung der Felder sprechen wir wohl 
bei Gelegenheit. 
Abg. v. Rauchhaupt. Meine Herren es ist ja richtig, daß das 
Schwarzwild weniger schädlich als das Rothwild, aber schädlicher als Beide 
zusammen ist das liberale Rothwild. (Heiterkeit) Dies möchte ich ein- 
gattern, daß cs sich nicht rühren kann. (Gelächter.) 
Der Minister für Landwirthschaft Lucius glaubt, diese Frage 
dadurch lösen zu können, daß er in jetzt so beliebter Weise über die Presse 
herfällt, welche Klagen über Wildschaden veröffentlicht habe, Klagen, die ihm 
in überwältigender Menge gar nicht zugegangen seien. Eine halbe 
Stunde später wird der Antrag Conrad auf Eingatterung der schwarz-, 
roth- und damwildgesegneten Reviere angenommen. 
Nächste Sitzung: Nr. 15 der Berliner Wespen. 
Der Feldzug im Ostsudan. M 
(O r i g i n a l b e r i ch t.) 
Herrn Wippchen in Bernau. 
Wie Sie uns in Ihrem jüngsten Brief mittheilen, haben Sie die Ab 
sicht, Berlin einen Besuch abzustatten. Sie können sich denken, daß und wie 
wir »ns freuen werden, Sie wiederzusehen. Da Sie uns aber ausdrücklich 
auffordern, Sie am Bahnhof zu empfangen und Ihnen mit einigen passen 
den Worten Brod und Salz zu überreichen, können wir doch nicht umhin, 
Sie zu bitten, auf die Gewährung dieser seltsamen Bitte zu verzichten, da 
es uns selbstverständlich nicht einfällt, auf Ihre Marotte einzugehen. Augen 
scheinlich haben Sie von dem Empfang Spielhagen's in St. Petersburg ge 
lesen und wollen sich nun einen ähnlichen in Berlin bereiten lassen. Dazu 
fehlt Ihnen aber leider die ruhmreiche Stellung Spielhagen's in der Lite 
ratur, ganz abgesehen davon, daß die den Gast begrüßende Ueberreichung 
von Brod und Salz speciell eine russische Sitte ist, die wir in Deutschland 
noch nicht eingeführt haben, am allerwenigsten auf den Bahnhöfen. Keinen- 
falls aber dürfen Sie beanspruchen, daß, wenn sie eingeführt würde, bei 
Ihnen der Anfang gemacht werden solle. Kommen Sie also, wann es Ihnen 
beliebt, hierher, fahren Sie vom Bahnhof ins Hotel und dann ohne Auf 
enthalt zu uns, wir werden uns, wie gesagt, sehr freuen, Sie zu sehen. 
Wir laden Sie schon jetzt zum Frühstück, bei welchem Sie Brod und Salz 
in hinreichender Menge finden werden. 
Mehr noch würden wir uns allerdings freuen, wenn Sie uns einen 
beliebigen Kriegsbericht mitbrächten, den wir zum Abdruck bringen könnten. 
Es ist durchaus nöthig, daß wir dem Publikum wieder eine Nachricht von 
irgend einem Kriegsschauplatz bieten. 
Ergebenst 
Die Redaction. 
9 
Bernau, den 3. April 1884. 
Marotte! Hinter diesem Wort ver 
bergen Sie den Zuruf: Schuster, bleib' 
bei Deinen Leistungen, Du hast nichts 
zu sein als der urkomische Appendix 
unserer Zeitung!" und damit nehmen Sie 
mir Salz und Brod vom Munde weg. 
Marotte! Will ich denn als ein 
Spielhagen gelten, wenn ich mir auf 
dem Bahnhof in Berlin anstatt der 
Droschkenmarke die genannten Lebens 
mittel überreichen lassen wollte? O nein, 
aber wie jeder Schriftsteller sehne ich 
mich nach Zeichen der Anerkennung, die 
mir sagen, daß ich nicht etwa das vierte Rad am Bclociped bin. 
Marotte! Ich habe ja nicht verlangt, daß Sie mir Diamanten und 
Perlen in's Geld laufen lassen sollen, — der Tanz um das goldene Vließ 
ist mir stets verhaßt gewesen, — oder daß Sic mir Austern mit Trüffeln 
oder eine ähnliche kostspielige Lucullation veranstalten. Ich ersuchte Sic nur, 
mich mit Brod und Salz zu empfangen, sobald ich wie Antäus den Perron 
berührte. Dabei sollten Sie mich mit einer kurzen Ansprache begrüßen und 
mir ein Vivat auf die Stirne donnern, in welches die Umstehenden mit 
weithinschallendcm Hüteschwcnkcn eingestimmt hätten. Dann wollte ich, 
sichtlich gerührt und überrascht, einige Worte ergreifen und mich hierruf, 
von meinen Segenswünschen begleitet, stracks wie eine Schnur in das 
Ccntralhütel begeben. Sie wollen nicht, und ich — verzeihen Sie das harte 
Wort! — verzichte. 
Aber einzusehen vermag ich nicht, weshalb nur der Romandichter mit 
Brod und Salz gekrönt werden soll. Auch ich habe mein Stcckenpegasuschen, 
und wenn ich auch, wie Goethe sagt, keine Fensterscheiben male, so zeugen 
doch meine Berichte von Phantasie. Sic brauchten also wahrlich weder 
Zeter, noch Mordio zu schreien und nicht mit Augen, welche wie Würmer 
glühten, meinen bescheidenen Wunsch anzustarren. Jeder Schriftsteller 
schreibt, wie ihm die Feder gewachsen ist. Der Eine kothurnt am Reck der 
Bühne, der Andere erquickt den Leser im Novellenbade, der Dritte, ein 
Lyriker, taucht seine Harfe in die Hippokcene, der Vierte mästet sich ein 
Ränzlein auf dem Rücken an und beschreibt fremde Länder und Völker, 
der Fünfte feuilletonistct sich in den Herzen der Freunde federleichter 
Lcclüre ein, der Sechste, zu dem meine Wenigkeit gehört, ist der Tages- 
Mommscn und berichtet über Alles, woraus sich Klio zusammensetzt, heute 
pöle, morgen weis. Und nur dem Romandichter sollen Brod und Salz 
blühen? Da scheint mir doch Ihr Irren bedenklich menschlich zu sein. 
Ich sende Ihnen einliegend etwas Feldzug im Ostsudan und zwar das 
Ende desselben, das mir auf den Nägeln brennt. Ostern naht, und ich 
sehne mich nach etwas Ruhe. Und damit mir dieselbe nicht durch einen 
Geldbriefträger gestört wird, bitte ich Sie schon jetzt um einen Vorschuß 
von — fast hätte ich 50 geschrieben — 60 Mark. Ich bin ein Freund 
runder Summen. 
? 
Suakin, den 1. April 1884. - 
W. Die Kriegsfurie neigt sich ihrem Ende entgegen. Glauben Sie 
nicht, daß ich Sie, weil heute der erste April beginnt, in diesen Monat 
schicken will, Sie würden mich mit Recht für ungeschickt halten. Wie dürfte 
ich auch eine derartige Pfeiferei zu schnurren wagen! Nein, die Engländer 
werden dies Land verlassen, in dem ja die Milch ohnehin nicht wie Honig 
fleußt, wo aber das längere Verweilen die englische Armee dem Erdboden 
gleichmachen würde. 
Denn die Hitze hat begonnen. Von dem Augenblicke an, wo Helios 
mit dem ersten Dämmern der Aurora merken läßt, daß er nicht mit dem 
linken Rad seines Viergespanns zuerst aus dem Bette des Meeres hervor 
gerollt ist, sondern am wolkenlosen Horizont lachend dahinstürmt, bis zu 
der Stunde, in welcher die Lunascheibe am Himniel e> scheint, herrscht eine 
Gluth, welche mit Graden kaum zu bezeichnen ist. Der Laubfrosch sitzt 
während des ganzen Tages auf der höchsten Sommersprosse seiner Leiter, 
und dem Quecksilber im Thermometer wird die Glasröhre zu niedrig. Nur 
der Schweißhund fühlt sich wohl, der Mensch aber, zumal der Europäer, 
vermag dieser bitteren Hitze nicht zu widerstehen. Die Soldaten gleichen 
im Umfallen den Fliegen. Angesichts dieser Gluth bekamen die Engländer, 
wie man im Spiel zu sagen pflegt, kalte Füße und entschlossen sich, dieses 
Land des Schreckens zu verlassen. Ich selbst leide furchtbar, obschon mir 
ein Sklave, welchen ich neulich in einer englischen Wohlthätigkeitslotteric 
gewonnen habe, fortwährend Kühlung zufächelt und ich, unter uns gesagt, 
fast nackend gekleidet bin. 
So sitze und schreibe ich wie Adam, bevor ihm Eva den Erisapfel 
gepflückt hatte. Rechnet man dazu die höchst mangelhafte Verpflegung, — 
es giebt nichts als Kameelspcise, zu der man eine Kokosnuß trinkt, — so 
kann man sich denken, wie sehr man die See herbeisehnt, um in dieselbe 
zu stechen. 
Gestern Abend kamen mehrere Sheikhs von feindlich gesinnten Stämmen 
hier an, unterwarfen sich und versprachen, Osman Digma gefangen zu 
nehmen, wenn sie seiner habhaft würden. General Graham (sprich: Graham) 
antwortete ihnen, er werde die Meldung, daß der Rebell in ihre Hände 
gefallen sei, mit Gold aufwiegen. Dann fragten sie den General, ob es 
ihm nicht angenehmer sei, wenn sie Osman Digma tödteten, worauf der 
Heerführer antwortete: .„Das überlasse ich Eurer besseren Einsicht, ich wäre 
schon befriedigt, wenn Ihr mir den beglaubigten Kopf bringt." Die Sheikhs 
warfen sich nun zur Erde, schwangen sich dann zwischen die beidxn Höcker 
ihrer Trampelthierc und jagten wüstwärts davon. 
Heute höre ich, daß General Gordon als König des Sudan ausgerufen 
werden soll, es fehlten nur noch die nöthigen Bewohner, welche das Aus 
rufen besorgen. Sobald solche indeß aufgetrieben werden: „Je nun — 
Sudan“, wie man hier zu sagen pflegt. 
Morgen verlaffe ich Suakin. Wohin werde ich meine Füße tragen?
	        

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