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Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1.1881 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1.1881 (Public Domain)

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin / Berlin
Weitere Titel:
Vorlagen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Berlin
Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadtgemeinde Berlin
Erschienen:
Berlin 1933
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Erscheinungsverlauf:
1877-1933
Fußnote:
Enthält teilweise: Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am ...
ZDB-ID:
2906240-8 ZDB
Spätere Titel:
Vorlagen für die Ratsherren der Reichshauptstadt Berlin
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1909
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-11580613
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
No. 44 (801-823), 25. September 1909

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  • Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain)
  • Ausgabe 1.1881 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhalts-Verzeichniß des I. Jahrgangs.
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  • No. 33
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  • No. 35
  • No. 36
  • No. 37
  • No. 38
  • No. 39
  • No. 40

Volltext

174 
Centralblatt der Banverwaltung. 
Verlag von Ernst b Korn in Berlin. 
Ftlt die Äedaction des nichtamtlichen Theües verantwortlich; Otto Sarrazin. 
Drnch von Kerskes & Holtmann in Berlin. 
abgesehen — mit immer größerer Klarheit snuher, daß der tiefer 
liegende Grund zu der entsetzlichen Katastrophe in der überaus nach 
lässigen behördlichen Controle bezüglich der vorgeschriebenen Sicher- 
heitsmafsregeln und des Zustandes der Bühneneinrichtungen gesucht 
werden muß. 
Geleiskarren znm Transport von Oberbanmaterial. lieber den 
in No. 32, Seite 280 d. BI. mitgetheilten Geleiskarren äußern sich 
mehrere an uns gerichtete Zuschriften übereinstimmend in nicht gün 
stigem Sinne. Bei der Bergisch-Märkisehen, der Berlin-Anhalter, der 
Westfalischen und anderen Bahnen hat sieb der Karren bei längerem 
Gebrauch nicht bewährt. Der Doppelflansch der Räder ist beim 
Durchfahren der Weichen an allen Stellen, wo eine Spurrinne für 
den äußeren Flansch fehlt, also an den Mutterschienen, den Knie 
schienen der Herzstücke und in den Herzstücken selbst nicht nur 
sehr hinderlich, sondern bewirkt dort erfahrungsmäßig auch ein 
leichtes und häufiges Entgleisen. Dasselbe gilt bei vorhandenen 
Winkellaschen und bei Wegeübergängen mit fest an die Schienen 
anschließendem Pflaster. Außerdem brechen die äußeren Spurkränze 
infolge der beim Befahren dieser Stellen eintretenden Stöfse leicht 
ab, wodurch späterhin die Entgleisungen noch befördert werden. 
Ferner wird auf die Gefahren liingewiesen, welche den Arbeitern, die 
ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auf das Balanciren des Karrens 
und auf ihren Weg richten müssen, bei einem Fehltritt aus dem Um 
fallen des Karrens durch die herabfallenden Schienen n, s. w. er 
wachsen und bemerkt, daß die Verwendung nur in ganz vereinzelten 
Ausnahmefällen auf kürzeren Strecken, die keine Weichen- und 
Wegeübergänge enthalten, von einigem Nutzen sein könne. Seitens 
der genannten Bahnverwaltimgen werden deshalb den uns vorliegen 
den Berichten zufolge Neubeschaffungen des Geleiskarrens nicht mehr 
gemacht. 
Winterbebuschung von Deichen. Zum Schutze steiler Deiche 
gegen Strömung und Wellenschlag werden in unteren Flufsgegenden 
die betreffenden Böschungen mit einer dichlschLiefsenden Buschlage 
bedeckt. Diese Buschlage wird in der Regel durch Würste, aus 
Weiden geflochtene Bänder, oder Weiden-Taue (letztere an der Unter 
weser „Schlenker“ genannt), welche quer über den Busch gelegt und 
mittels Pfählen festgenagelt werden, in ihrer Lage erhalten. Statt 
dieser Würste u. s. w. wird jetzt, wenn auch erst vereinzelt, ver 
zinkter Eisendrabt in Anwendung gebracht, der dieselben vollständig 
ersetzt und sich zu bewähren scheint. Die Befestigung des 2,5—3 mm 
starken Drahtes geschieht zweckmäfsig so, dafs derselbe in je 10 m 
Entfernung in mehreren Windungen um einen Pfahl geschlungen und 
durch das Eintreibcn des Pfahles zum Aufliegen auf die ausgebreitete 
Buschlage gebracht wird. Durch weitere Pfähle wird dann der Draht 
innerhalb der 10 m fest auf die Buschlage geprefst. Die Entfernung 
der Zwiscbenpfälile von einander darf 0,60 m nicht übersteigen. Jeder 
Zwischenpfahl erhält 15 bis 20 cm vom Kopfe einen schräg nach unten 
eingeschlagenen kräftigen Drahtstift, hinter welchen der zum Halten 
des Busches dienende;I)raht greift, der sich dann beim Niederschlagen 
des Pfahles fest zwischen Drahtkopf und Pfahl preßt. Nach unten 
stehende gesunde Aeste können die Drahtstifte ersetzen. Ein 
Durchbohren der Pfähle und Durchfuhren des Drahtes durch 
dieselben hat sich nicht bewährt, weü die Pfähle beim Einschlagen 
aufgespaltet wurden. 
Die auf diese Weise hergestellten Bebuschungen, bei denen die 
Drähte parallel zur Deicbkante in Entfernungen von nicht über 1,0 m 
angeordnet sind, zeichnen sich dadurch aus, dafs der Busch ungemein 
fest auf den Böschungen liegt, was den Nutzen der Buschlagen wesent 
lich erhöhen wird. Mit den sonst üblichen Befestigungsmitteln können 
die Buschlagen nicht so fest angepreßt weiden. Ferner tritt bei An 
wendung von Draht eine Ermäfsigung der Herstellungskosten um 
etwa 10 bis 15pCt. ein. 
Es wäre interessant zu wissen, ob an anderen Orten bei ähnlichen 
Arbeiten die Anwendung von verzinktem Eisendraht versucht worden 
ist und mit welchem Erfolge. — g. 
Die Gehßrsstörungeu des Loeomotivpersonals und deren Einfluß 
auf die Betriebssicherheit der Eisenbahnen. In der Zeitschrift für 
Ohrenheilkunde von Knapp und Moos sind über diese Frage einige 
Vorträge und Aufsätze von allgemeinerem Interesse veröffentlicht, 
welche jetzt in einer im Verlage von J. F. Bergmann in Wiesbaden 
erschienenen Broschüre zusammengesteUt worden sind. 
Professor Dr. Moos in Heidelberg führt an, dafs nach Beobach 
tungen des Dr. Lent in Köln über Erkrankungen von Beamten aller 
Kategorien der Rheinischen, Bergisch-Märkisehen, Saarbrücker und 
Rhein-Nabebahn in den Jahren 1873 bis 1878 die Locomotävführer 
imd Heizer durch ihren Dienst auf der Maschine am meisten ge 
fährdet werden und daß unter 100 Erkrankungsfallen aller Beamten 
25 pCt. Krankheiten der Athmungsorgane, 2V* pCt. Augen- und nur 
i/jpCt Ohrenkrankheiten vorgekommen sind. Er theilt ferner mit, 
daß Ludwig Hirt in Breslau, welcher wiederholt längere Fahrten auf 
der Locomotive mitgemacht hat, sich dahin ausspricht, daß ein 
Locomotivführer, welcher täglich (den Rangirdienst mitgerechnet) 
durchschnittlich nicht mehr als 112 km fahrt (jährlich 40000km), im 
allgemeinen nach 20jähriger Dienstzeit völlig gesund und rüstig sein 
kann. Wenn hiernach die Frage auch noch nicht hinreichend geklärt 
erscheint, so ist dieselbe docli wichtig genug, um dauernd im Auge 
behalten zu werden und im Interesse der Sicherheit des Eisenbahn 
betriebes schlägt Dr. Moos vor, alle Locomotivführer und Heizer vor 
ihrer festen Anstellung und demnächst mindestens alle 2 Jahre in 
Bezug auf ihr Gehörvermögen eingehend durch einen Gehörarzt zu 
untersuchen. 
Infolge dieser Anregung sind im Anfang des Jahres 1881 alle 
bei der Betriebs -Werkmeisterei der Niederschlesisch ■ Märkischen 
Eisenbahn in Berlin im Locomotivdienst beschäftigten Beamten und 
Arbeiter (im ganzen 160) auf ihre Hörfähigkeit untersucht worden, 
wobei 34 Personen, also etwa 21 pCt., mehr oder weniger schwer 
hörig befanden sind. Danach scheinen die Gehörsstörangeu bei 
Locomotivbeamten doch ziemlich häufig zu sein und sollen nach den 
gemachten Erfahrungen mit der Zahl der Dienstjahre auch an Hart 
näckigkeit und Häufigkeit zunehmen. Trotzdem wird die Frage, ob die 
Gehörsstörungen des Loeomotivpersonals Gefahren für die Sicherheit 
dos Betriebes in sich bergen, auf Grund praktischer Untersuchungen 
in Bezug auf die in der Signalordnung für die Eisenbahnen Deutsch 
lands vorgeschriebenen akustischen Signale in der Broschüre dahin 
beantwortet, dafs, da an das Gehörsvermögen der Locomotivführer 
und Heizer keine hohen Anforderungen gestellt zu werden brauchen, 
selbst durch bedeutende Herabsetzung der Hörfähigkeit dieser Beamten 
die Betriebssicherheit der Eisenbahnen nicht gefährdet werde und dafs 
Locomotivführer und Heizer vollkommen ausreichend hören, so lange 
sie einer Unterhaltung in gewöhnlicher Sprechweise folgen können. 
Leitungen ftfr elektrische Beleuchtung und für Dampfheizung 
ln New-Tork. Augenblicklich sind dem Scientific American zufolge 
in New-York 2 Leitungsnetze im Bau begriffen, deren baldige Voll 
endung auf das Leben dieser Großstadt von bedeutendem Einfluß 
sein und eine Rückwirkung auf die europäischen Großtädte zweifels 
ohne in wenigen Jahren äußern wird. Im östlichen New-Tork wird 
durch Edisons Gesellschaft für elektrische Beleuchtung eine ausge 
dehnte Kabelleitung verlegt, deren bereits fertiggestellte Länge etwa 
23 Kilometer beträgt, — und im westlichen New-York wird von der 
New-Yorker Dampf-Gesellschaft ein Rohrleitungsnctz hergestellt, wel 
ches von einer Centralstelle aus den für Heizungs- und Arbeitszwecke 
dienenden Dampf an die Verwendungsorte führen soll. Im Zusammen 
hänge mit der letzteren Anlage steht ein zweites paralleles, aus 
engeren Röhren bestehendes Netz, um das condensirte Wasser zur 
Centralstelle zurückzuleiten. Beide Rohrleitungen sind mit einer 
dicken Lage Schlackenwolle und einem starken Scbutzmantei aus 
Holz gegen Wärraeverluste gesichert. 
Die elektrischen Kabel liegen in gufseisemen Röhren, gegen deren 
Wandungen sie durch eine elastische Harzcementmasse isolirt sind. 
Innerhalb eines jeden Systems sind die Kabel von gleicher Stärke. 
Vorläufig ist eine Maschinenanlage mit 400 Pferdekräften zum Betrieb 
von etwa 16 000 elektrischen Lampen ausgefiihrt worden. Man be 
absichtigt, bei der weiteren Ausdehnung die Elektricätät auch zum 
Betrieb von Arbeitsmaschinen auszunuteen und hat eine Maschinen- 
anlage von 2000 Pferdekräften in Aussicht genommen. 
Die New-Yorker Dampf-Gesellschaft baut gegenwärtig ein Kessel 
haus für 64 Kessel, welche 15 000 Pferdekräfte zu erzeugen vermögen. 
Der von Wasserpartikelcben gereinigte Dampf wird durch 5 Haupt 
röhren von 25 bis 60 cm Durchmesser auf die 10 Districte vertheält, 
innerhalb deren Abonnements bereits abgeschlossen sind. Die- 
Abonnements lauten auf Heizungs-, Koch- und Kraftausnutzungs- 
Zwecke. 
Tunnel unter der Heerenge von Heselns. Wie der Mon. Sir, 
ferr. mittlieiit, hat die „Venetianische Gesellschaft für öffentliche- 
Bauten“ — eine große Bauunternehmer-Firma — bei dem italieni 
schen Minister der öffentlichen Arbeiten die Genehmigung zu Vor 
arbeiten für eine Eisenbahnverbindung zwischen Reggio in Calabrien 
und Messina nacligesucht. Zur Herstellung der directen Schienen 
verbindung zwischen beiden Orten wird die üntertunnelung der Meer 
enge von Messina beabsichtigt. 
Deutsches Archäologisches Institut in Athen. Die archäologische 
Centraldirection in Berlin hat es für erforderlich erachtet, dem 
deutschen archäologischen Institut in Athen zur Förderung seiner 
wissenschaftlichen Arbeiten einen Architekten heizugeben, und den. 
Bauführer Wilhelm Dörpfeld aus Barmen, welcher während. 
4 Jahre thätigen Anthcil an den Ausgrabungen in Olympia und der 
Bearbeitung der dabei gewonnenen Materialien genommen bat, mit 
dieser Stellung betraut.
	        

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