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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1986, 10. Wahlperiode, Band II, 19.-35. Sitzung (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

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fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1986, 10. Wahlperiode, Band II, 19.-35. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Schöneberg
Title:
Personalnachweisung der Gemeinde-Verwaltung der Stadt Berlin-Schöneberg / herausgegeben vom Magistrat der Stadt Berlin-Schöneberg
Publication:
Berlin 1914
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1899-1914 ; mehr nicht digitalisiert
ZDB-ID:
2903719-0 ZDB
Berlin:
B 770 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1904
Language:
German
Digitization:
, 2017
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-10695616
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Chapter

Title:
V. Deputationen, Kommissionen, Ausschüsse und dergleichen

Chapter

Title:
A. Deputationen und Kommissionen für Gemeindeangelegenheiten

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1986, 10. Wahlperiode, Band II, 19.-35. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 19, 16. Januar 1986
  • Nr. 20, 30. Januar 1986
  • Nr. 21, 1. Februar 1986
  • Nr. 22, 13. Februar 1986
  • Nr. 23, 27. Februar 1986
  • Nr. 24, 13. März 1986
  • Nr. 25, 15. März 1986
  • Nr. 26, 9. April 1986
  • Nr. 27, 17. April 1986
  • Nr. 28, 24. April 1986
  • Nr. 29, 15. Mai 1986
  • Nr. 30, 29. Mai 1986
  • Nr. 31, 12. Juni 1986
  • Nr. 32, 26. Juni 1986
  • Nr. 33, 12. Juli 1986
    Nr. 33, 12. Juli 1986
  • Nr. 34, 11. September 1986
  • Nr. 35, 25. September 1986

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 10. Wahlperiode 
27. Sitzung vom 17. April 1986 
1480 
Sen Dr. Kewenig 
(A) Wir werden nicht dulden, daß unsere amerikanischen 
Freunde und Alliierten aus unserem Land herausge 
bombt werden. 
[Beifall bei der CDU und der F.D.P.] 
Ich glaube, der Erklärung des Bundeskanzlers haben wir aus 
Berliner Sicht nicht hinzuzufügen. Lassen Sie mich trotzdem 
zu drei Stichworten noch ausdrücklich Stellung nehmen. 
Erstes Stichwort: polizeiliche Sonderkontroilen. Der verbre 
cherische Sprengstoffanschlag auf die Diskothek „La Belle“ in 
Friedenau hat weltweit Trauer und Empörung ausgelöst. Das 
Ausmaß der möglichen politischen und sonstigen Folgen ist 
auch heute noch nicht abzusehen. Fest steht aber, daß das 
Empfinden für die Notwendigkeit internationaler Maßnahmen 
zur Bekämpfung des Terrorismus und die Bereitschaft zu 
einem konkreten Handeln zunimmt. Ungeachtet der Fort 
schritte bei der Entwicklung der notwendigen länderübergrei- 
fenden Konzeptionen und Strategien hat unsere Polizei unter 
dem Dach der drei Schutzmächte die öffentliche Sicherheit 
und Ordnung zu gewährleisten. Dazu gehört auch der zivile 
Schutz für die Angehörigen der Alliierten, denen wir uns 
politisch und menschlich in hohem Maße verpflichtet fühlen. 
Jeder Anschlag auf Angehörige und Einrichtungen unserer 
Schutzmächte ist zugleich ein Anschlag auf Berlin und auf die 
Freiheit der Berliner. Auch deshalb haben wir die Anweisun 
gen der Schutzmächte zu besonderen Kontroll- und Fahn 
dungsmaßnahmen begrüßt. Ich möchte von hier aus noch 
einmal für das Verständnis danken, daß unsere Polizeibeam 
ten bei den intensiven Kontrollen an den Sektorenübergän 
gen, den Transitwegen, am Flughafen Tegel, auf den Fern 
bahnhöfen sowie im U- und S-Bahnbereich entgegengebracht 
wird. 
Die Berliner Bevölkerung hat verstanden: Diese Kontrollen 
^ dienen nicht der Überwachung und Einschüchterung der 
rechtschaffenen Menschen in unserer Stadt, sondern der 
Verhinderung von Unheil und Schrecken sowie der Ermittlung 
jener Elemente, die sich die Freizügigkeit, die Durchlässigkeit 
der Grenzen und die freiwillige innere Verfassung unseres 
Staatswesens für ihre verbrecherischen Ziele zunutze ma 
chen wollen. 
[Beifall bei der CDU und der F.D.P.] 
Mein zweites Stichwort ist: öffentliche Sicherheit und Ord 
nung in Berlin. Ich darf noch einmal sagen: Berlin ist sicher. 
Darüber sollten uns die gegenwärtig erhöhten Aktivitäten 
unserer Polizei im Stadtbild nicht hinwegtäuschen. Absolute 
Sicherheit wird es jedoch niemals geben. Was für die Sicher 
heit getan werden muß und kann, wird auch weiterhin 
geschehen. Dazu gehört eine modern ausgerüstete, optimaf 
ausgebildele und motivierte Polizei. Dazu bedarf es auch 
künftig der wirkungsvolle^ Abstimmung und Zusammenarbeit 
mit den Schutzmächten. Vor allem aber- ich betone: vor allem 
aber - bedarf es dazu des Vertrauens der Berliner Bevölke 
rung, um das ich hier ausdrücklich bitte. Ich darf an die Worte 
des Regierenden Bürgermeisters in diesem Zusammenhang 
aus seiner Erklärung von 9.April 1986 in diesem Hause 
erinnern. Ich zitiere: 
Berlin hat zwar offene Grenzen, weil diese auch zum 
Wesen unseres Verständnisses unserer Stadt gehören. 
Aber offene Grenzen sind nicht mit unkontrollierten oder 
gar unkontrollierbaren Grenzen zu verwechseln. Wir 
werden an dem freiheitlichen Wesen unserer Stadt keine 
Abstriche machen. Wir werden nicht zulassen, daß die 
Terroristen das schaffen, was weder Blockade noch 
Chruschtschow-Ultimatum noch Mauer geschafft haben. 
Sie werden es nicht schaffen, die Freiheit dieser Stadt und 
die Verbundenheit der Berliner mit ihren Schutzmächten 
zu erschüttern. 
[Beifall bei der CDU und der F.D.P.] 
Lassen Sie mich zum Schluß noch zu einem dritten Stich- (C 
wort Stellung nehmen: Demonstrationskrawalle von 15. April, 
also von vorgestern, und mögliche Krawalle in der Zukunft. Ich 
möchte auch an diesem Ort, wie schon mein Amtsvorgänger 
Heinrich Lummer in einer Presseerklärung von 16.April, 
deutlich machen, daß der Senat und mit ihm die überwältigen 
de Mehrheit der Berliner Bevölkerung gewalttätige Aus 
schreitungen und Krawalle, wie sie sich während und nach 
der Demonstration am 15, April ereignet haben, auf das 
schärfste verurteilen. 
[Beifall bei der CDU und der F.D.P.] 
Ich betone: Kein Veranstalter von Demonstrationen kann sich 
gänzlich von der Verantwortung für derartige Ereignisse 
freisprechen, wenn zu einer Versammlung aufgerufen wird, 
bei der von vornherein damit zu rechnen ist, daß damit das 
vorhandene Gewaltpotential in der Stadt mobilisiert wird. 
Wenn Veranstalter in einer bestimmten Situation damit rech 
nen müssen, daß nicht nur die angemeldete Demonstration 
geordnet und friedlich ablaufen wird, sondern auch die 
Zusammenballung von gewaltbereiten Teilnehmern in einer 
aufgeheizten Situation auch im Anschluß daran es zu Aus 
schreitungen kommen wird, so muß sich dieser Veranstalter 
zumindest den Vorwurf gefallen lassen, daß er eine solche 
Entwicklung in Kauf genommen hat. 
[Beifall bei der CDU und der F.D.P.] 
Ich sage außerdem, die Wiedergesundung Berlins ist uns 
allen gemeinsam - allen bösartigen und maßlosen Anwürfen 
zum Trotz-weitgehend gelungen. Einen wesentlichen Beitrag 
hierzu hat die Wiedergewinnung der inneren Sicherheit und 
Ordnung in unserer Stadt durch die Beendigung des Hausbe 
setzerspuks und der Befriedung des Demonstrationsgesche 
hens geleistet. In den vergangenen Jahren hat es so gut wie (D 
keine gewalttätige Demonstration und vergleichbare Aus 
schreitungen mehr gegeben. Der Senat von Berlin ist fest 
entschlossen, mit Konsequenz und notfalls auch mit Härte 
jede Entwicklung zu verhindern, die die wiedergewonnene 
innere Sicherheit und Ordnung in unserer Stadt erneut in 
Frage stellen will. 
[Beifall bei der CDU und der F.D.P. - Frau Künast 
(AL): Das ist keine Sicherheit, sondern Unsicher 
heit und Sumpf!] 
Ich darf diesem Hause versichern, daß die Polizei bei weiteren 
Demonstrationen in Zusammenhang mit der militärischen 
Aktion der USA gegen Libyen, aber auch bei anderen Aufzü 
gen, welcher Thematik auch immer, durch geeignete Maßnah 
men vor und während der Demonstration deren friedlichen 
Verlauf sicherstellen und Ausschreitungen verhindern wird. 
[Beifall bei der CDU und der F.D.P.] 
Vorsorglich wird sie Maßnahmen vorbereiten, die zur Ergrei 
fung von Straftätern erforderlich sind, die dennoch den 
Versuch unternehmen, Chaotentum an die Stelle von friedli 
cher Meinungsäußerung zu setzen. Und lassen Sie mich 
hinzufügen, daß das, was ich gesagt habe, auch für die 
Durchsetzung des ebenfalls in Berlin geltenden Vermum 
mungsverbotes gilt. 
[Beifall bei der CDU und der F.D.P.] 
Wir sind es unserer Stadt und ihren Bürgern schuldig, alles 
zu unternehmen, was erforderlich ist, um allen jenen ihre 
Grenzen aufzuzeigen, die freie Meinungsäußerung mit Chao 
tentum verwechseln und unsere Stadt auf das Schwerste 
schädigen wollen. 
[Beifall bei der CDU]
	        

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