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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1931 (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1931 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Personalnachweisung der Berliner Gemeindeverwaltung und der mit ihr in Verbindung stehenden Verwaltungen und Anstalten / amtlich herausgegeben vom Magistrat der Stadt Berlin
Other titles:
Personalnachweisung der Berliner Gemeindeverwaltung und der mit derselben in Verbindung stehenden Anstalten, Verwaltungen und Aemter
Publisher:
Königlich Preußisches Statistisches Bureau
Statistisches Amt der Stadt Berlin
Publication:
Berlin 1920
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1879; 1885; 1890; 1892; 1894; 1896-1915; 1918; 1920
Note:
Herausgeber früher: Statistisches Bureau; zeitweise: Statistisches Amt
ZDB-ID:
2900833-5 ZDB
Berlin:
B 766 Staat. Politik. Verwaltung: Gesamtdarstellungen
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1897
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 766 Staat. Politik. Verwaltung: Gesamtdarstellungen
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-10790763
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1931 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Rednerliste
  • Sitzung 1, 8. Januar 1931
  • Sitzung 2, 15. Januar 1931
  • Sitzung 3, 22. Januar 1931
  • Sitzung 4, 29. Januar 1931
  • Sitzung 5, 5. Februar 1931
  • Sitzung 6, 10. Februar 1931
  • Sitzung 7, 12. Februar 1931
  • Sitzung 8, 19. Februar 1931
  • Sitzung 9, 26. Februar 1931
  • Sitzung 10, 5. März 1931
  • Sitzung 11, 17. März 1931
  • Sitzung 12, 19. März 1931
  • Sitzung 13, 24. März 1931
  • Sitzung 14, 26. März 1931
  • Sitzung 15, 9. April 1931
  • Sitzung 16, 14. April 1931
  • Sitzung 17, 21. April 1931
  • Sitzung 18, 7. Mai 1931
  • Sitzung 19, 8. Mai 1931
  • Sitzung 20, 21. Mai 1931
  • Sitzung 21, 3. Juni 1931
  • Sitzung 22, 5. Juni 1931
  • Sitzung 23, 18. Juni 1931
  • Sitzung 24, 2. Juli 1931
  • Sitzung 25, 3. Juli 1931
  • Sitzung 26, 6. Juli 1931
  • Sitzung 27, 7. Juli 1931
  • Sitzung 28, 8. Juli 1931
  • Sitzung 29, 9. Juli 1931
  • In dieser Woche findet keine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung statt. Berlin, den 25. September 1931. Ausschußsitzungen der nächsten Woche
  • Sitzung 30, 10. September 1931
  • Sitzung 31, 17. September 1931
  • Sitzung 32, 24. September 1931
  • Sitzung 33, 15. Oktober 1931
  • Sitzung 34, 22. Oktober 1931
  • Sitzung 35, 29. Oktober 1931
  • Sitzung 36, 5. November 1931
  • Sitzung 37, 12. November 1931
  • Sitzung 38, 19. November 1931
  • Sitzung 39, 26. November 1931
  • Sitzung 40, 3. Dezember 1931
  • Sitzung 41, 17. Dezember 1931

Full text

Sitzung am 15. Oktober 1931. 
873 
Unterschiede: was bei denen Jahrzehnte gedauert 
hat, wird bei Ihnen vielleicht bloß Monate dauern. 
Die SPD.-Leute haben manchmal auf 40 Jahre gute 
Tradition hinweisen können aus der Vorkriegszeit, 
die konnten sich noch hinstellen und sagen: 
„Sehen Sie meine weißan Haare, mein ehrwürdiges 
Gesicht, Ihr wißt doch, wie ich früher, vor 
20 Jahren, in den Lokalen usw. gekämpft habe usw. 
Wir haben eine Tradition.“ — Und was haben Sie 
(zu den Nationalsozialisten) ? Sie haben einen 
Dreck. Was haben Sie? Nichts haben Sie! 
(Händeklatschen bei den Kommunisten.) 
Hier hat es Jahrzehnte bedurft, um erst diesen 
tönernen Koloß SPD. zu erschüttern und ins 
Wanken zu bringen, was wir in diesen Tagen in 
den ersten Anfängen erleben. 
(Zurufe zwischen den Kommunisten und 
Nationalsozialisten, insbesondere der Stadtv. 
Dröll und Behaghel.) 
(Zum Stadtv. Behaghel:) Ich möchte Ihnen das 
eine sagen: Sie sehen so aus, als wenn sich die 
Stämme Israels zusammengetan hätten, um für 
den Fall, daß sie aussterben, ein Museumsstück 
zu hinterlassen. 
(Heiterkeit.) 
(Zuruf des Stadtv. Behaghel.) 
(Vorst. Haß: Ich bitte, diese persönlichen 
Bemerkungen zu unterlassen.) 
Dazu gehört schon eine Chutzpe, sich mit diesem 
Gesicht Nationalsozialist zu nennen. Beneidens 
wert! 
(Zuruf des Stadtv. Behaghel.) 
Wir können Sie doch da vor dem Vorhang nicht 
gebrauchen, er fällt Ihnen immer auf die Nase. 
(Zurufe zwischen den Nationalsozialisten 
und Kommunisten.) 
(Zuruf bei den Deutschnationalen.) 
— Nein, ich warte nur auf vernünftige Zwischen 
rufe, aber ich bekomme keine. — 
(Große Heiterkeit.) 
(Zuruf bei den Nationalsozialisten.) 
— Du hast da hinten überhaupt nichts zu sagen — 
(Zuruf rechts: Ihnen ist wohl nicht wohl?) 
— Uns war noch nie so wohl wie in diesen Tagen, 
Sie können versichert sein, und uns wird an jedem 
Tag wohler und wohler. Wenn uns nämlich einmal 
erst zu wohl sein wird, dann wird Ihnen unwohl 
sein! — 
(Stadtv. Springfeld: Dann gehen Sie auf 
das Eis!) 
Nun, wenn wir auch diese Subvention be 
willigen, die der Magistrat der Volksbühne zu 
gesprochen hat, so tun wir das nicht, ohne auch 
hier die Gelegenheit zu benutzen, um unsere For 
derungen an diese Volksbühne zu erheben. 
(Zuruf rechts: Tippfehler!) 
— Sie sehen überhaupt aus wie ein Tippfehler! — 
(Zuruf rechts: Sie machen heute aber billige 
Witze!) 
— Ja, wissen Sie, meine Witze richten sich immer 
nach dem Publikum. — 
(Vorst. Haß: Aber, Herr Kollege Lange!) 
Nun unsere Forderungen, die wir an den Ma 
gistrat richten, die ihre Berechtigung haben und 
über die ich nicht mehr groß reden will, weil wir 
das hier schon des öfteren getan haben: 
Wir fordern, 
1. daß der Vorstand der Volksbühne durch U r - 
wählen der Mitglieder zusammengesetzt 
wird und nicht auf eine Art Gummiknüppel 
garde sich aufbaut, auf diese „Ordner“ in 
der Volksbühne, 
2. Wiederaufnahme der Ausge 
schlossenen. Die Ausgeschlossenen sind 
gerade der beste Teil der Mitglieder der 
Volksbühne gewesen. 
3. Rückgängigmachung des 12 p r o - 
zentigen Lohnabbaues der Büh 
nenarbeiter sowie des Gehalts 
abbaues der Schauspieler. 
4. Rückgängigmachung aller Maß 
regelungengegen dieMitglieder 
der R G 0. Es dürfte kein Zufall sein, daß 
gerade die Schauspieler an der Volksbühne 
sich als erste der Revolutionären Gewerk 
schaftsorganisation an den Berliner Theatern 
angeschlossen haben. 
5. Einsetzung einer Kommission 
von Schauspielern und Mitglie 
dern zur Aufstellung eines 
Spielplanes auf proletarischer 
Grundlage. Die Kommission wird durch 
Urwahlen gewählt. 
Diese Forderungen sind um so mehr berech 
tigt, als die Subventionen, die die Volksbühne be 
kommt, in ihrer Mehrheit aufgebracht werden von 
der klassenbewußten werktätigen Bevölkerung in 
Berlin. 
(Bei den Kommunisten: Sehr wahr!) 
Diese Summen werden nicht aufgebracht von den 
Besitzenden, die ihr Geld nach der Schweiz zu 
verschieben wissen, sondern diese Summen werden 
aufgebracht von den kleinen Leuten in Berlin. 
Und Berlin ist rot, immer noch rot und wird 
von Tag zu Tag roter, trotz Ihres Gebrülls. 
(Zuruf.) 
Jawohl, Rotfront hat Ihnen schon manchmal heim 
geleuchtet und wird Ihnen noch ganz anders heim 
leuchten. 
Wir fordern vor allem aber, daß die revo 
lutionäre Theaterorganisation in Berlin, d i e 
Junge Volksbühne, die sich hauptsächlich 
zusammensetzt aus den von der Volksbühne Aus 
geschlossenen, aus Mitteln der Stadt unterstützt 
wird, und halten unsern Antrag Drucks. 488 auf 
recht, der eine Subvention in Höhe von 50 000 UM 
fordert. Diese Forderung ist nicht zu hoch, diese 
Forderung ist eher als zu bescheiden anzusehen, 
wenn man bedenkt, welche ungeheuren Mittel des 
Reiches, Staates und der Gemeinde den bürger 
lichen und sozialdemokratischen Kultureinrich 
tungen in der Vergangenheit zugeflossen sind. Wir 
sind allerdings der Meinung und haben das bereits 
auch im Ausschuß erfahren, daß sich in diesem 
Hause eine geschlossene Front von den Nazis 
biszudenSozis bildet, die jede Forderung ab 
lehnt, die von uns aufgestellt worden ist. Wir werden 
aber später einmal auf unsere Anträge zurück 
kommen. Sie können versichert sein: w e n n w i r 
auf unsere Anträge zurückkommen 
werden, werden sie etwas unbescheidener sein, 
und dann werden wir es nicht mehr hier bei den 
Anträgen belassen, sondern auch d i e Einrich 
tungen zu schaffen wissen, die solche Anträge und 
Forderungen der klassenbewußten Arbeiterschaft 
auch durchzufechten und durchzusetzen 
vermögen. 
(Beifall bei den Kommunisten. — Hände 
klatschen.)
	        

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