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Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 27.1924 (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 27.1924 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin. Senat
Title:
Dienstblatt des Senats von Berlin
Subseries:
Teil 4, Arbeit, Soziales, Frauen, Familie, Jugend, Sport und Gesundheit
Other titles:
Dienstblatt des Senats von Berlin / Arbeit, Soziales, Frauen, Familie, Jugend, Sport und Gesundheit
Publication:
Berlin: Kulturbuch-Verlag 2005
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Dates of Publication:
1990,4-2005; damit Erscheinen eingestellt
ZDB-ID:
3062901-9 ZDB
Previous Title:
Dienstblatt des Senats von Berlin. Teil 4, Arbeit, Soziales, Familie, Jugend und Gesundheit
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1994
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15432310
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 6, 22. November 1994
Publication:
, 1994-11-22

Contents

Table of contents

  • Berliner Leben (Public Domain)
  • Ausgabe 27.1924 (Public Domain)
  • Band 1
  • Cover
  • H. 1
  • H. 2
  • H. 3
  • H. 4
  • H. 5
  • H. 6
  • H. 7
  • H. 8
  • H. 9
  • H. 10
  • H. 11
  • H. 12
  • H. 13
  • H. 14
  • H. 15
  • H. 16
  • H. 17
  • H. 18
  • H. 19
  • Cover back
  • Band 2

Full text

14 
JaBrg. ZI 
Nr.i 
I2QUQ 
DIE ALTE 
Rede mit ihr wie mit einer erfahrenen Amme, die 
Weisheit von sich gibt, aber nicht mehr die Milch der 
frommen Denkungsart. 
* 
Sei zärtlich zu ihr, aber sage ihr dabei, du seist 
ohne alle Mittel. 
* 
Ihr die Leber, der neuen Freundin das HerzI 
* 
Konstruiere einen Treubruch. Macht sie hierauf 
Schluß, so danke deinem Schöpfer; aber sage deinem 
Schöpfer nicht, daß jeder Mann aus Schwäche wieder 
von neuem zu beginnen veranlagt ist. 
* 
Vertraue einer Geliebten nie Finanzamtliches an. 
Amors Amt ist die Schwatzsucht. 
* 
Hüte dich vor ihrer Unterwäsche . . . dem Binde 
glied zur Ewigkeit. 
* 
Willst du dich von ihr befreien, schaue auf ihre 
Runzeln, nicht aber auf die Lackschuhe. 
* 
Gib ihr eine Abstandssumme — aber ratenweise. 
Bis die letzten Raten kommen, hat sie längst einen 
Nachfolger, bei dem die Ehre es verbietet, daß ein 
anderer zahlt. 
» 
Sobald sie anfängt, mit dir zu fühlen und zu denken, 
wirst du sie kaum wieder los. Geldangelegenheiten 
ziehen die schönsten Scheidewände. 
♦ 
Schau mit Begeisterung auf sie als Eva, nicht aber 
mythologisch auf Minerva. 
DIE NE UE 
Sie sei dir ein Buch mit sieben Siegeln. Brich die 
bösen Sieben nicht zu früh auf. 
* 
Die einem andern geraubte Freundin kannst du am 
schnellsten wieder los werden. 
♦ 
Laß ihr das Paradies der Vergangenheit und genieße 
du das Eden der Gegenwart. 
* 
Man soll sich so lange am Feuer einer neuen Geliebten 
wärmen, bis sie den Stempel der alten Freundin dir zeigt. 
* 
Eine immer wiederkehrende Liebes-Novität erhält 
Sinne und Energie aufrecht. Die „ewige Braut“ be 
schleunigt die Arterienverkalkung. 
* 
Solange du glaubst, daß ihr Schlafgemach (mit Ein 
schluß der Mansarde) nach Blumen duftet, behalte die 
neue Freundin. . . Dann Abschied ohne Blumen. 
* 
Alles was Freude bringen soll, geht folgerichtig. . . 
Beginne harmlos mit der Liebesbeteuerung auf den Mund! 
* 
In den ersten zehn Minuten ist jede Frau interessant. 
Gib dir Mühe, diese zehn Minuten über vierzehn Tage 
auszudehnen. Dann nimm dir die neue Geliebte. 
* 
Sag ihr, du seist Baron und sie wird dir erzählen, 
daß sie Fürstin ist. 
* 
Nimm dir zwei zu gleicher Zeit. Um so rascher 
wirst du ein Philosoph werden. st. 
Der Naturfreund 
Paulrichard Mensel 
Es war erdrückend heiß im Tauzsaal. Viele Paare saßen draußen 
in dem Restaurationsgarten, der, von hohen Kiefern umrahmt, an 
dem Ufer des langgestreckten Sees lag. Durch die Bäume schimmerten 
die Lichter des nahen Bahnhofes. 
Fritz dachte bei einem Blick auf die Uhr an allerlei unangenehme 
Dinge, überfüllte Eisenbahnwagen, dumpfe Straßen, laute Cafes, — 
und daß es hier im Dunkeln doch viel hübscher sei bei dem aller« 
liebsten Mädel, das heule fast den ganzen Abend seine Tanz« 
Partnerin gewesen war. 
Lachend gingen einige Paare vorbei. Lo griff nach ihrer Hand« 
tasche. „Du, Fritz, ich muß nach Hause!" 
„Warum denn? Es ist noch lange nicht der letzte Zug," 
«J a / i a / aber wir können doch lieber in der Stadt noch irgend* 
wohin gehen, da ist keine Gefahr, daß wir den Zug versäumen . . ." 
Fritz sah nur auf die mit brauner Seide umhüllten Beine und auf 
die violetten Strumpfbänder, die durch das leichte Voileröckchen 
durchschimmerten. 
„Der Abend ist viel zu schön", sagte er, „um nach Hause zu 
fahren." 
Lo lächelte träumerisch. „Man braucht ja auch nicht gleich nach 
Hause zu gehen." Sie hatte die Arme hinter dem Kopf verschränkt 
und bot in den zurückgefallenen Ärmeln interessante Perspektiven. 
„Und ich möchte gern noch recht lange mit dir zusammen sein," 
sagte Fritz, dessen Augen auch im Dunkeln zu sehen wußten. 
„Hier sind doch so viele Menschen. Ich weiß eine kleine, hübsche 
Konditorei . ." wendete sie ein. Aber Fritz führte sie langsam aus 
dem Garten. ß 
„Du kommst viel zu selten hinaus, Lo, um würdigen zu können, 
wie schön so ein Sommerabend ist. Sieh einmal, hier ist jeder 
Mensch für sich allein, denn hier sind nur Bäume und der Mond . . 
und der ist blind und stumm. In der Stadt können wir immer sein, 
aber nach dem Tanz ist es so gut, eine kleine Stunde noch diese 
köstliche Luft atmen zu können. Komm!" Sie gingen an dem 
Waldrand längs der Bahn. „Der Wald gehört jedem. Hier ist 
jeder zu Hause." 
Los Fuß stockte. Nicht weit von ihnen saßen am Boden zwei 
Menschen. 
„Da ist jemand . . ." 
„Laß sie", sagte Fritz leise. „Vielleicht auch ein paar müde 
Tänzer. Aber damit wir niemand stören, wollen wir uns doch auch 
lieber setzen. Bitte ... es ist gar nicht feucht ..." er breitete 
seinen Mantel aus . . . „komm, kleine Lo, komm • • •" 
Lo war wirklich müde vom Tanzen, und es war wirklich ganz 
dunkel. Noch einmal versuchte sie: 
„Wir können doch auch in die Stadt fahren. Ich weiß ein . . ." 
Aber da konnte sie nicht mehr weiter sprechen — — — 
Mit Mühe erreichten sie den letzten Zug. Als Fritz das Mädel 
nach Hause begleitet hatte, atmete er erleichtert auf: 
„Gott sei Dank! Zu anderen Ausgaben hätte es nicht mehr gereicht!"
	        

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