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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 68.1918 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Preußen. Polizei-Präsidium
Title:
Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin / Preußen, Polizei-Präsidium
Publication:
Berlin 1945
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1918-1945 ; mehr nicht digitalisiert
Note:
Haupttitel 1918: Amtliche Nachrichten des Königlichen Polizei-Präsidiums zu Berlin
Haupttitel 1918-1929: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums zu Berlin
ZDB-ID:
2900537-1 ZDB
Succeeding Title:
Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin
Berlin:
B 813 Recht. Justiz: Polizei
DDC Group:
340 Recht
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1935
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 813 Recht. Justiz: Polizei
DDC Group:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15405987
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 88, 29. November 1935
Publication:
, 1935-11-29

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe 68.1918 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • H. 1-3
  • H. 4-6
  • H. 7-9
  • H. 10-12

Full text

37 
und seine Herleitung aus der germanischen Holz- und Flechtbaukunst. 
38 
Umflechtung aufhört. Ähnlich kann man fast bei jedem ein 
fachen Korbe, z. B, einem Papierkorbe, beobachten, daß bei 
jedem von unten heraufkommenden Staken, wie es in der 
Korbraacherarbeit heißt, in dem umflechtenden oberen Rande 
immer eine Rute dieses Randes aufhört. Bei einfachen Körben 
ist diese aufhörende' Rute auf der unteren Seite des Rand 
geflechtes meistens einfach abgeschnitten. Auf unserer Zeich 
nung ist dagegen im Schaubilde eine Aufrollung der freien 
Enden dieser auf hörenden Ruten angenommen, damit sie dem 
Geflecht zum Schmuck gereichen. Mit dieser Aufrollung ist 
zunächst aber nur der Anfang gemacht, um die Stockköpfe 
nicht zu verdecken. 
Würde man die Enden nun einfach zu Schnecken auf- 
rollen, so würde dies in der Wirklichkeit kein befriedigen 
des Aussehen ergeben. Die eine Schnecke würde etwas 
mehr, die andere weniger tief, die eine mehr rechts, die 
andere mehr links herabhängen. Hier ist wieder die schon 
oben bei den Flechtkonsolen erwähnte Knickung am Platze, 
damit alle Schnecken genau in der gleichen Höhe be 
ginnen. Daß eine derartige Knickung auch bei den Ruten 
des Grabmalfrieses angenommen ist, ersieht man aus 
Abb. 13. Den aufgerollten Schnecken mußte nun noch ein 
sicherer Befestigungspunkt gegeben werden, damit sie sich 
nicht nach rechts oder links, oben oder unten verschieben 
konnten. Daher sind sie offenbar an den Köpfen der unteren 
Dachstockreihe befestigt gedacht, und diese sind darum nicht 
zu sehen. Während wir nun auf unserer Abbildung die 
Durchflechtung nur mit einer stärkeren Rute angenommen 
haben, ist diese beim Grabmal durch drei dünne Ruten oder 
durch einen Rutenstrang, von dem man nur drei in der Vorder 
ansicht sieht, ganz folgerichtig ausgeführt gedacht, denn dünne 
Ruten geben ein zierlicheres Aussehen und lassen sich besser 
als dicke biegen, knicken und aufrollen ohne zu brechen. 
Wenn in unserer Zeichnung ferner schaubildlich hinter den 
vorderen Schlingen des Geflechts mehrere dahinter gelegene 
zu sehen sind, so hat der Künstler beim Grabmal diese auch 
in zwei weiteren Linien, die neben der Vorderansicht in den 
Lücken auftauchen, angedeutet. Die Köpfe der oberen Dach 
stockreihe wird man sich stark eingekerbt zu denken haben, 
damit die letzte Rutenschlinge vorne nicht 
abrutscht. Außerdem sind diese Köpfe 
vorne auch noch durch ein aufgedrehtes 
Profil geschmückt. Ist doch die Dreh- 
oder Drechslerarbeit bei den Germanen 
eine schon von alters her bekannte und 
beliebte Kunst. Auf diese Weise erklären 
sich die Scheiben. In das vertiefte Feld 
zwischen den Dachstockköpfen ragen dann 
von oben her noch kleine Halbkreise hinein. 
Diese haben aber nur schmückenden Zweck 
und sollen die lange gerade Linie aus 
den oben schon gegebenen Gründen unter 
brechen. Ein derartiges Hineinragen des 
Randes in das vertieft gearbeitete Schmuck 
feld ist später in der deutschen Renaissance in allen mög 
lichen Lappenformen ein sehr beliebtes Motiv geworden, das 
hier wohl zum ersten Male und in ganz bescheidener Weise 
in der Steinbaukunst auftritt. Die gesamte geschilderte Aus 
führung ist beim Grabmal in ganz flachem Relief wieder 
gegeben, wie es gerade für die Kunst der Germanen sowohl 
bei Arbeiten in Stein wie in Holz kennzeichnend ist. Wir 
lernten einen derartigen Flachschmuck schon bei den Pfeilern 
aus Theoderichs Gerichtshalle in der Darstellung der Erd 
kugel mit dem Kreuz darüber kennen 19 ) und Haupt gibt unter 
vielen anderen schöne Beispiele hierfür aus der Kunst der 
Westgoten in Spanien und der Longobarden in Italien, 20 ) 
Schmuckforraen nordischer Windbretter. 
Von künstlerischem Standpunkt ist hier dies Flachwerk auch 
das einzig Richtige, denn es sollte an dieser Stelle keine 
Nachahmung eines geflochtenen Dachüberstandes gegeben 
werden, sondern dieser sollte nur die passenden Motive für 
die Ausschmückung der Fläche, bei einem steinernen Dach 
überstande herleihen. Löcher, die neben den Ruten weit in 
die Tiefe des Steines hineingehen, sind daher ebenso richtig 
vermieden worden, wie ein weites Vorstehen der Köpfe der 
Dachstöcke vor der Fläche. Die Übertragung in ein ganz 
flaches Relief war also durchaus am Platze. 
Es handelt sich bei diesem künstlerisch' ausgezeichneten 
Hauptgesimse demnach nicht um ein Zangen Ornament mit der 
Schmuckform des sogenannten laufenden Hundes darunter, 
wie mau bisher annahra, sondern die Formen sind der Flecht 
baukunst entnommen 21 ), und schon durch die Erläuterung 
19) Jahrg. 1916 d. Z., S. 333 und 336. 
20) z. B. die Portalpfeiler von S. Miguel de Lino und den 
Pcmmo-Altar in Cividale, vgl. Haupt, Die älteste Kunst, ins 
besondere die Baukunst der Germanen. Leipzig 1909. Abb. 30 u. 10A 
Beim Pemmoaltar tritt wieder ein offenbar aus Fasern hergestellt 
gedachter Perlstab an der Stelle einer ursprünglichen Fugendich 
tung auf. Haupt gibt ferner auf S. 87 aus der Karolingerzeit ein 
Kämpfergesiras mit Fries aus Germigny- des-Pros. Der Fries besteht 
VA' 
f.' f^J°/° i •}s>/ij■*f’' 
am mm mm mm mm mm mm mm 
I U 
Terrakottagesims 
in Selinunt. 
vom ältesten Burgtempel Terrakottagesims vom Schatzhause 
(Anfang des 6. Jahrh.) Abb. 15. der Geloer iu Olympia. 
aus einem dreirutigen Flechtband derselben Linienführung wie beim 
Theoderichgrab, mir ist es iu fortlaufendem Zuge ohne die aufge 
rollten freien Endigungen dargestellt. Eine derartige Linienführung 
von Flachbändern kommt überhaupt mehrfach vor. 
21) Ähnliche Formen wie am Friese des Hauptgesimses werden 
sich auch überall da ergeben, wo ein Geflecht oder ein Gewebe 
3*
	        

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