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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 23.1896 (Public Domain)

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fullscreen: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 23.1896 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Preußen. Polizei-Präsidium
Title:
Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin / Preußen, Polizei-Präsidium
Publication:
Berlin 1945
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1918-1945 ; mehr nicht digitalisiert
Note:
Haupttitel 1918: Amtliche Nachrichten des Königlichen Polizei-Präsidiums zu Berlin
Haupttitel 1918-1929: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums zu Berlin
ZDB-ID:
2900537-1 ZDB
Succeeding Title:
Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin
Berlin:
B 813 Recht. Justiz: Polizei
DDC Group:
340 Recht
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1935
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 813 Recht. Justiz: Polizei
DDC Group:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15405987
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 87, 26. November 1935
Publication:
, 1935-11-26

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 23.1896 (Public Domain)
  • Title page
  • Alphabetisches Inhalts-Verzeichniß
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordneten-Versammlung für das Jahr 1896
  • No. 1, 02.01.1896
  • No. 2, 09.01.1896
  • No. 3, 16.01.1896
  • No. 4, 30.01.1896
  • No. 5, 06.02.1896
  • No. 6, 13.02.1896
  • No. 7, 20.02.1896
  • No. 8, 27.02.1896
  • No. 9, 05.03.1896
  • No. 10, 12.03.1896
  • No. 11, 19.03.1896
  • No. 12, 26.03.1896
  • No. 13, 30.03.1896
  • No. 14, 09.04.1896
  • No. 15, 23.04.1896
  • No. 16, 07.05.1896
  • No. 17, 21.05.1896
  • No. 18, 04.06.1896
  • No. 19, 11.06.1896
  • No. 20, 18.06.1896
  • No. 21, 25.06.1896
  • No. 22, 03.09.1896
  • No. 23, 10.09.1896
  • No. 24, 24.09.1896
  • No. 25, 01.10.1896
  • No. 26, 08.10.1896
  • No. 27, 22.10.1896
  • No. 28, 29.10.1896
  • No. 29, 05.11.1896
  • No. 30, 12.11.1896
  • No. 31, 19.11.1896
  • No. 32, 03.12.1896
  • No. 33, 10.12.1896
  • No. 34, 17.12.1896
  • No. 35, 30.12.1896

Full text

Stadtrath Borchardt: Meine Herren, das Grundstück jetzt 
abzureißen, würde wirklich Schaden bringen. Es haben sich 
Reflektanten dafür gefunden, die aber nach der Ansicht der Grund 
eigenthumsdeputation noch nicht genug geboten haben. Das Grund 
stück aber ist besser, als es früher war, durch die Kolonnaden ge 
worden. Darin bin ich anderer Ansicht als Herr Kollege Sachs. 
Was riskiren Sie nun, wenn Sie das Grundstück noch ein Jahr so 
stehen lassen? Die Miethen, die wir herausbekommen werden während 
der Zeit, werden 35 000 M ausmachen. Schaffen Sie keine neue 
Ruine dortl Der Mann, der das Grundstück kaufen will, wird sich 
sonst sagen: das Grundstück nehme ich noch lange nicht; da wird die 
Stadt mir kommen müssen! 
(Sehr richtig!) 
Aus allen diesen Gründen bitte ich Sie, unsere Vorlage anzunehmen. 
(Bravo!) 
Stadtverordneter Kyllmann: Meine Herren, ich möchte Sie 
auch bitten, die Vorlage des Magistrats anzunehmen, und zwar aus 
einem einfachen praktischen Gesichtspunkt. Ich frage mich: weis thue 
ich als guter Hausvater, wenn ich Besitzer des Hauses wäre? Wenn 
mir ein Halls gehört, und cs bringt noch eine gute Miethe, baun 
suche ich dasselbe in diesem Zustande 511 verkaufen, damit der Käufer 
in der Lage ist, seine Vorbereitungen in Ruhe treffeil zu können. 
Gerade an dieser Stelle, wo es besonders schwer ist, einen Bauplan 
aufzustellen, der die Genehmigung der Behörde erhält, muß das alles 
in Ruhe vorbereitet werden, und wenn ich ein solches Projekt vor 
habe, so lasse ich das Halls daraufhin noch ein Jahr stehen. Ich 
erachte es nicht als ein Unrecht, weiln wir einen Beschluß aufheben, 
nachdem uns praktisch gezeigt ist, daß gewichtige Bedenken gegen seine 
Aufrechterhaltung bestehen. Ich bitte Sie, lassen Sie ruhig das Haus 
noch ein Jahr stehen, vielleicht zeigt sich dann ein Käufer. 
(Bravo!) 
Stadtverordneter Hugo Sachs (II): Einen neuen Gesichts 
punkt habe ich von Herrn Kollegen Kyllmann nicht gehört. Er stellt 
sich als guter Hausvater dar, der er doch vor einem Jahre auch ge 
wesen ist. Damals haben die guten Hausväter beschlossen, daß, wenn 
ein Verkauf bis zum 1. April 1897 nicht zu Stande kommt, das 
Grundstück niedergerissen werden soll. Sie stehen also jetzt nicht da 
vor, als guter Hausvater zu überlegen, ob Sie verkaufen sollen, 
sondern ob Sie einen Gemeindebeschluß, den Sie in voller Voraus 
sicht gefaßt haben, über den Haufen werfen sollen. Ich will eine 
solche Verantwortlichkeit nicht übernehmen. 
Stadtverordneter Friederici: Ich möchte auch bitten, dem 
Magistratsantrag Ihre Zustimmung zu geben. Herr Stadtrath 
Borchardt und Herr Kollege Kyllmann haben ja die Gründe bereits 
angegeben. Der einzige Grund gegen den Antrag, den Herr Kollege 
Sachs anführt, ist der, daß wir einen alten Beschluß umstoßen müssen. 
Nun haben wir den alten Beschluß doch nicht einstimmig gefaßt; cs 
war eine sehr starke Minorität, die nicht damit einverstanden lvar, 
und ich glaube, die Herreil, die für ben Beschluß gestimmt haben, 
haben auch andere Voraussetzungen gehabt. Die Voraussetzungen, 
die die Herren gehabt haben, sind nicht eingetroffen. Nun wäre es 
doch sehr unpraktisch, wenn wir heute ein Grundstück, das sich leidlich 
vermiethet, abreißen und eine Ruine schaffen sollten. Glauben Sie 
denn, daß löte nachher, wenn die Ruine da ist, das Grundstück besser 
verkaufen? 
(Rufe: Nein!) 
Im Gegentheil, lvir werden es viel besser verkaufen, wenn wir 
es so stehen lassen. Es können nur Leute kaufen, die vollständig 
potent sind und die auch die Verhältnisse beurtheilen können. Die 
wissen ganz genau, was sie thun sollen; sie haben auch vollständig 
Zeit, das Haus niederzureißen, ehe sie die Genehmigung zum Neu 
bau bekommen. Wenn also das Haus stehen bleibt, so werden wir 
schließlich einen viel besseren Preis erzielen; es ist deshalb praktisch 
richtiger, das Haus so lange stehen zu lassen, bis lvir es gut ver 
kaufen können. 
(Bravo!) 
Stadtverordneter Kyllmann: Das Neue besteht einfach darin, 
daß wir seit einem Jahr unsere persönlichen Erfahrungen gemacht und 
gesehen haben: es geht mit dem Provisorium recht gut, es sieht sogar 
verhältnißmäßig anständig aus. Das ist das Neue an der Sache, und 
darum, weil dieses Neue eingetreten ist, beschließen wir heute anders. 
(Bravo!) 
Stadtverordneter Ladewig: Meine Herren, ich war seiner 
Zeit einer der eifrigsten Gegner der Verbreiterung der 5snngstraße. 
Wenn ich jetzt boshaft sein und zeigen wollte, wie Recht wir damals 
hatten, die wir die Vorlage abgelehnt haben, und wie Unrecht Herr 
Kollege Sachs und seine Freunde hatten, die so eifrig für die Vorlage 
eintraten, dann würde ich ihm heute zustimmen und die Magistrats 
vorlage ablehnen. Dann lvürde sich eben zeigen, wie sehr wir damals 
im Recht waren, die wir wegen der großen Geldopfer die Vorlage 
abgelehnt haben. Wenn ich aber so handelte, so würde ich nicht 
anders handeln als jener Junge, der sagte: „Das schadet meinem 
Vater garnichts, daß mir die Hände erfrieren, warum kauft er mir 
keine Handschuhe?" 
(Heiterkeit.) 
Wenn ich aber als guter Hausvater handeln lvill, so muß ich 
dem zustimmen, was Herr Kollege Kyllmann gesagt hat, und ich bitte 
Sie deshalb aus den praktischen Gründen, die angeführt sind. die 
Magistratsvorlage anzunehmen. 
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage des Magistrats, 
wie folgt: 
Die Versammlung willigt darin, daß das betreffs des Grund 
stücks Königstraße 1/6 auf Grund ihres Beschlusses vom 
16. Januar 1896 — Protokoll Nr. 9 — geschaffene Provisorium 
auf ein ferneres Jahr vom 1. April 1897 ab, also bis zum 
1. April 1898, bestehen bleibe und die Räume dieses Grund 
stücks bis zum letzteren Zeitpunkte weiter vermiethet werden.) 
Vorsteher I»r. Langerhans: Dreizehnter Gegenstand der 
Tagesordnung: 
Vorlage — zur Beschlustfassung —, betreffend die Er 
weiterung des Börsengebäudes auf dem Vieh- und Schlacht 
hofe. — Vorlage 962. 
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage des Magistrats, 
wie folgt: 
Die Versammlung erklärt sich mit der Vergrößerung des 
Börsengebäudes am städtischen Vieh- und Schlachthof nach Maß 
gabe des vom Magistrat vorgelegten Bauprojektes einverstanden 
und bewilligt die hierzu erforderlichen Mittel in Höhe von 
51000 M aus dem Reservefonds des Viehmarkts.) 
Vierzehnter Gegenstand der Tagesordnung: 
Vorlage — zur Bcschlustfassung —, betreffend die Erwerbung 
des in der Warschauerstraste belegenen eisenbahnfiskalischen 
Entwässerungskanals. — Vorlage 963. 
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage des Magistrats 
wie folgt: 
Die Versammlung erklärt sich mit dem Ankaufe des dem 
Königlichen Eisenbahnfiskus gehörigen, neben der Warschauerstraße 
Hierselbst gelegenen, von dem Königlichen Eisenbahnfiskus erbauten 
und in dessen Eigenthume befindlichen Entwässerungskanals in 
dem Zustande, in welchem sich derselbe zur Zeit des Vertrags 
abschlusses befindet, unter Zugrundelegung der aus dem in Ab 
schrift vorliegenden Vertragsentwürfe ersichtlichen Bedingungen 
gegen Zahlung von 69 450 M, sowie damit einverstanden, 
daß die im § 3 des Vertragsentwurfes gedachte Entschädigungs- 
rentc durch Kapitalzahluug abgelöst werde, und genehmigt, daß 
die der Stadtgemeinde gehörige, in der Grundsteuermutterrolle 
unter Artikel Nr. 4 255 aufgeführte Parzelle Kartenblatt 38 
Flächenabschnitt Nr. ™, an der Warschauerstraße belegen, von 
21,40 a Größe und zu 8,38 Thlr. Reinertrag unentgeltlich an 
den Königlichen Eisenbahnfiskus abgetreten und aufgelassen werde.) 
Fünfzehnter Gegenstand der Tagesordnung: 
Vorlage — zur Beschlustfassung —, betreffend die Wieder 
herstellung des Daches des städtischen Gasthauses in 
Treptow. — Vorlage 965. 
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage des Magistrats, 
wie folgt: 
Die Versammlung ist mit der Wiederherstellung des Daches des 
städtischen Gasthauses in Treptow einverstanden und bewilligt 
die Kosten mit 2 200 M aus dem Extraordinarium 1 des 
Spezialetats 45.) 
Ich habe noch mitzutheilen, daß der Magistrat uns anzeigt, daß 
auf den Fonds für unvorhergesehene Ausgaben bisher angewiesen 
sind 397 599,69 M) 
Sechzehnter und siebzehnter Gegenstand der Tagesordnung: 
Rechnung der Spezialverwaltung 15 — Gemeindeschulen — 
für 1. April 1893/94. — Vorlage 966. 
Rechnung, betreffend das Reichenheimsche Vermächtnist für 
1. April 1894/95. — Vorlage 697. 
Ich beantrage die Ueberweisung an den Rechnungsausschuß. 
Das Protokoll der heutigen Sitzung werden unterzeichnen am 
Sonnabend Vormittag 10V 2 Uhr die Herren Kollegen Hauer, Dr. Gins 
berg, Weiß. 
Für die folgenden Gegenstände der Tagesordnung beantrage ich 
die Verhandlung unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. 
Die öffentliche Sitzung ist geschlossen. 
(Schluß der Sitzung 6 1 / 2 Uhr.) 
Druck von W. & S. Loewenthal, Berlin.
	        

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