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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1988, 10. Wahlperiode, Band V, 68.-81. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1988, 10. Wahlperiode, Band V, 68.-81. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Preußen. Polizei-Präsidium
Titel:
Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin / Preußen, Polizei-Präsidium
Erschienen:
Berlin 1945
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Erscheinungsverlauf:
1918-1945 ; mehr nicht digitalisiert
Fußnote:
Haupttitel 1918: Amtliche Nachrichten des Königlichen Polizei-Präsidiums zu Berlin
Haupttitel 1918-1929: Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums zu Berlin
ZDB-ID:
2900537-1 ZDB
Spätere Titel:
Amtliche Nachrichten des Polizeipräsidiums in Berlin
Berlin:
B 813 Recht. Justiz: Polizei
Dewey-Dezimalklassifikation:
340 Recht
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1925
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 813 Recht. Justiz: Polizei
Dewey-Dezimalklassifikation:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15412151
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 813/26:1925
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
Nr. 88, 6. November 1925
Erschienen:
, 1925-11-06

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1988, 10. Wahlperiode, Band V, 68.-81. Sitzung (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 68, 21. Januar 1988
  • Nr. 69, 11. Februar 1988
  • Nr. 70, 25. Februar 1988
  • Nr. 71, 10. März 1988
  • Nr. 72, 19. März 1988
  • Nr. 73, 21. April 1988
  • Nr. 74, 5. Mai 1988
  • Nr. 75, 19. Mai 1988
  • Nr. 76, 9. Juni 1988
  • Nr. 77, 16. Juni 1988
  • Nr. 78, 9. Juli 1988
  • Nr. 79, 10. Juli 1988
  • Nr. 80, 8. September 1988
  • Nr. 81, 22. September 1988

Volltext

Abgeordnetenhaus von Berlin - 10. Wahlperiode 
81. Sitzung vom 22. September 1988 
Stellv. Präsident Longolius eröffnet die Sitzung um 13.03 Uhr. 
Stellv. Präsident Longolius: Meine sehr verehrten Damen 
und Herrenl Ich eröffne die 81. Sitzung des Abgeordneten 
hauses von Berlin und bekunde unseren unbeugsamen 
Willen, daß die Mauer fallen und daß Deutschland mit 
seiner Hauptstadt Berlin in Frieden und Freiheit wieder 
vereinigt werden muß. 
Vor Eintritt in die Tagesordnung darf ich Ihnen von einem 
Fehler berichten, der nicht nur gemacht, sondern auch bemerkt 
wurde und den wir heute heilen wollen. 
[Zurufe; Ohl] 
Wir haben hier am 29. Oktober 1987 das Gesetz zum Staats 
vertrag zur Neuordnung des Rundfunkwesens beschlossen und 
haben uns dabei natürlich über alle wesentlichen Punkte unter 
halten, dabei aber übersehen, daß im Text des Staatsvertrages, 
der als Anlage zu dem Gesetz mit ausgefertigt worden ist, ein 
Wort vergessen wurde. 
Der Ältestenrat hat daher folgende Anregung, nämlich heute 
den Beschluß zu fassen - und ich darf das vorlesen: 
Das Abgeordnetenhaus nimmt davon Kenntnis, daß der 
Text des Staatsvertrages zur Neuordnung des Rundfunk 
wesens, der als Anlage zu dem in der 61. Sitzung des Abge 
ordnetenhauses am 29.10.1987 beschlossen und im 
GVBI. Seite 2613 verkündeten Gesetz zu dem Rundfunk 
staatsvertrag vom 1./3. April 1987 beigefügt ist, wie folgt 
zu ergänzen ist: 
„In Artikel 7 Absatz 5 wird hinter dem Wort ,sich‘ das 
Wort ,auch‘ eingefügt.“ 
Ich darf versichern, daß sich hierdurch keine grundsätzlichen 
Veränderungen dieses Gesetzes ergeben, 
[Wieland (AL): Das weiß man nie!] 
und frage, ob sich hiergegen Widerspruch erhebt. - Das ist nicht 
der Fall. Dann ist so beschlossen. 
Wir kommen jetzt zum Problem der Aktuellen Stunde. Sie wis 
sen, daß zum gleichen Zeitpunkt drei verschiedene Anträge beim 
Präsidenten eingegangen sind, nämlich: 
1. Antrag der Fraktion der CDU und der Fraktion der F.D.P. 
zum Thema „Die Fortschritte im deutsch-deutschen Verhält 
nis“, 
2. Antrag der Fraktion der SPD zum Thema „Neue Wohnungs 
not in Berlin“, 
3. Antrag der Fraktion der AL zum Thema „Berlin im Jahre 
E 88 - Rollstuhlfahrer/innen werden ausgeschlossen“. 
Die Fraktion der SPD hat im Ältestenrat ihren Antrag in der Er 
wartung zurückgezogen, daß in der nächsten Plenarsitzung die 
Wohnungsproblematik in Berlin behandelt wird. Dennoch konn 
ten wir keine Einigung herbeiführen, so daß das jetzt hier gleich 
anschließend geschehen muß. 
Ich vermute, daß die Fraktion der CDU oder die Fraktion der 
F.D.P. die Aktualität begründen will. Der Kollege Buwitt hat das 
Wort - zur Aktualität des Themas, sage ich vorsichtshalber dazu. 
Buwitt (CDU): Herr Präsident! Meine Damen und Herren I Die 
deutsch-deutsche Politik ist in Bewegung. Es gibt sehr positive 
Entwicklungen, aber es gibt selbstverständlich auch Gefahren 
darin. Alle diese Fragen drehen sich um die Lebensfähigkeit 
dieser Stadt und um ihre Aufgabenstellung in der Zukunft. Es 
sind gerade Abkommen abgeschlossen worden, und es gibt 
Themen, die jetzt aktuell verhandelt werden. Darüber sollte das 
Abgeordnetenhaus sich unterhalten. Ich glaube, die Aktualität ist 
bei dieser Fragestellung gegeben. 
[Beifall bei der CDU und der F.D.P.] 
Stellv. Präsident Longolius: Und zur Begründung der Ak 
tualität des Antrages der AL hat der Kollege Eggert das Wort. 
Eggert (AL): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die (C) 
Behindertenszene in Berlin ist in Bewegung. Es geht um die 
Lebensfähigkeit dieser Bevölkerungsgruppe. Deshalb ist es ein 
aktueller Anlaß, darauf zu reagieren, wie die - verzeihen Sie den 
Ausdruck - böswillige und provinzielle Charlottenburger Bauauf 
sicht inzwischen mit Behinderten umgeht. 
Schon vor mehreren Jahren war es so, daß wir als Behinderte 
ständig im Clinch mit der Charlottenburger Bauaufsicht waren. 
Plötzlich wurden uns verschiedene Einrichtungen wie die Wald 
bühne, das ICC und die Deutschlandhalle mit dem Hinweis ge 
sperrt, sie wären im Gefahrenfall nicht stufenlos zu verlassen. In 
zwischen ist aber die Situation eingetreten, daß diese Bauauf 
sicht sich erlaubt, Vorschriften so zu interpretieren, daß Roll 
stuhlfahrer und -fahrerinnen - die Bauaufsicht sagt natürlich 
Rollstühle - sich nicht in einer Kinoveranstaltung im Saal 
aufhalten dürfen. Das hat eine neue Oualität, meine Damen und 
Herren! Wohlbemerkt, obwohl dieses betreffende Kino zum Bei 
spiel Behinderten und Rollstuhlfahrer und -fahrerinnen zugäng 
lich war, ist es seit neuestem bei Zwangsgeldandrohung ver 
boten, daß Rollstuhlfahrer und -fahrerinnen sich ihren Platz dort 
selber suchen, sogar überhaupt hineinkönnen. 
Wenn dieses Sicherheitsdenken um sich greift - mit Verlaub: 
Wie sagt der Berliner? -, dann könnten wir uns das schöne Pro 
gramm „Behindertenfreundliches Berlin“ - keine Angst - an den 
Hut stecken. 
Wenn jetzt angefangen wird, darüber öffentlich nachzudenken 
- was alles passieren könnte, wenn etwas passiert -, dann wird 
es noch dazu kommen, daß wir demnächst nicht mehr in ein 
Warenhaus dürfen, daß wir nicht - selbst, wenn U-Bahnhöfe mit 
Aufzügen ausgestattet sind - dort fahren dürfen. Und womöglich 
kommt noch einer auf die Idee, daß wir uns im Straßenverkehr 
auf dem Bürgersteig oder sonstwo nicht mehr ohne Begleitper 
son bewegen dürfen. 
Dieses Sicherheitsdenken wird eingebleut. Wir haben es fest 
gestellt. Einem Kino ist es nur angedroht worden, im Wieder- (D) 
holungsfall 1 000 DM zahlen zu müssen, wenn der Betreiber des 
Kinos Rollstuhlfahrer und -fahrerinnen hineinläßt. Aber inzwi 
schen ist es so, daß bei allen Ku'dammkinos die Betreiber aus 
Furcht vor einer Zwangsgeldandrohung ihre Türsteher anweisen, 
Behinderte abzuweisen. Einzelne Türsteher sehen das natürlich 
nicht ein und lassen uns nach Wahl herein. Das bedeutet doch 
aber nur, daß wir auf das Wohl und Wehe der Leute angewiesen 
sind. 
Das ist nicht hinnehmbar, da muß schnellstens eingegriffen 
werden. Ich habe eigentlich gehofft, daß wir diesen schon sehr 
lange gehenden Ausrutscher der Charlottenburger Bauaufsicht 
einvernehmlich diskutieren und gemeinsam darüber nachden- 
ken, wie wir diesen neueren Sicherheitsphantastereien einen 
Riegel vorschieben können. Sie sind nach wie vor dazu aufgefor 
dert, dies zu tun. Die Behinderten haben bereits Aktionen vorge 
nommen - erst gestern wurde eine Ku’damm-Kino-Blockade 
durchgeführt nach dem Motto: „Entweder alle oder keiner!“, weil 
es eine Diskriminierung ist, wenn man Leuten vorschreibt, wo sie 
sich noch zu bewegen haben, nur weil sie behindert sind oder 
ein besonderes Aussehen haben. 
Ich denke, es ist an der Zeit, daß Sie darüber nachdenken und 
initiativ werden. Ich lade hiermit den Regierenden Bürgermeister, 
Eberhard Diepgen, Herrn Senator Fink, - ich lasse der Einfach 
heit halber die Titel beiseite - Herrn Wittwer und Herrn 
Hassemer ein, morgen mit mir gemeinsam ein Ku'damm-Kino 
aufzusuchen, wo wir dann eine Vorstellung gemeinsam be 
suchen. Ich hoffe, Sie werden da nicht einfach weitergehen, 
während ich abgewiesen werde. 
[Beifall bei der AL] 
Stellv. Präsident Longolius: Meine Damen und Herren! 
Beide Anträge sind begründet worden; ich stelle nunmehr den 
Antrag der Fraktion der CDU und der Fraktion der F.D.P. mit dem 
Thema „Die Fortschritte im deutsch-deutschen Verhältnis“ zur 
Abstimmung. Wer dieses Thema in der Aktuellen Stunde behan 
delt sehen möchte, möge dies bitte durch Handzeichen anzei- 
4767
	        

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