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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1910, XIX. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1910, XIX. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Charlottenburg
Title:
Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Charlottenburg : für das Verwaltungsjahr ... / bearbeitet im Statistischen Amt
Other titles:
Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten für das Etatsjahr ...
Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten des Stadtkreises Charlottenburg
Publication:
Charlottenburg 1922
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1879/80-1915/1920
ZDB-ID:
2900353-2 ZDB
Berlin:
B 770 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1908
Language:
German
Berlin:
B 770 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15378494
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Contents

Title:
Inhalts-Verzeichnis

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1910, XIX. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1, 2. Januar 1910
  • Nr. 2, 9. Januar 1910
  • Nr. 3, 16. Januar 1910
  • Nr. 4, 23. Januar 1910
  • Nr. 5, 30. Januar 1910
  • Nr. 6, 6. Februar 1910
  • Nr. 7, 13. Februar 1910
  • Nr. 8, 20. Februar 1910
  • Nr. 9, 27. Februar 1910
  • Nr. 10, 6. März 1910
  • Nr. 11, 13. März 1910
  • Nr. 12, 20. März 1910
  • Nr. 13, 27. März 1910
  • Nr. 14, 1. April 1910
  • Nr. 15, 10. April 1910
  • Nr. 16, 17. April 1910
  • Nr. 17, 24. April 1910
  • Nr. 18, 1. Mai 1910
  • Nr. 19, 8. Mai 1910
  • Nr. 20, 15. Mai 1910
  • Nr. 21, 22. Mai 1910
  • Nr. 22, 29. Mai 1910
  • Nr. 23, 5. Juni 1910
  • Nr. 24, 12. Juni 1910
  • Nr. 25, 19. Juni 1910
  • Nr. 26, 26. Juni 1910
  • Nr. 27, 3. Juli 1910
  • Nr. 28, 10. Juli 1910
  • Nr. 29, 17. Juli 1910
  • Nr. 30, 24. Juli 1910
  • Nr. 31, 31. Juli 1910
  • Nr. 32, 7. August 1910
  • Nr. 33, 14. August 1910
  • Nr. 34, 21. August 1910
  • Nr. 35, 28. August 1910
  • Nr. 36, 4. September 1910
  • Nr. 37, 11. September 1910
  • Nr. 38, 18. September 1910
  • Nr. 39, 25. September 1910
  • Nr. 40, 2. Oktober 1910
  • Nr. 41, 9. Oktober 1910
  • Nr. 42, 16. Oktober 1910
  • Nr. 43, 23. Oktober 1910
  • Nr. 44, 30. Oktober 1910
  • Nr. 45, 6. November 1910
  • Nr. 46, 13. November 1910
  • Nr. 47, 20. November 1910
  • Nr. 48, 27. November 1910
  • Nr. 49, 4. Dezember 1910
  • Nr. 50, 11. Dezember 1910
  • Nr. 51, 18. Dezember 1910
  • Nr. 52, 25. Dezember 1910
  • ColorChart

Full text

r. 46 
„Nicht nötig. Sobald wir gegessen haben, vers 
asse ich Dein Haus.“ 
„Du willst verreisen?“ 
„Ich will fort. Für immer.“ 
Wieder wurde es still. Neudecker war auf—⸗ 
zefahren, hatte, den Spitzbart streichend und 
Fabriele aus seinen blassen Augen einen finstern 
Blick zuwerfend, das Zimmer durchschritten und 
bvon neuem auf einem Stuhl am Fenster Platz 
zgenommen. Aus dem Tal ertönte die dumpfe 
Detonation eines Sprengschusses. Mechanisch 
wandte er das Gesicht zur Seite und suchte die 
zusammengeballte weiße Rauchwolke. 
„Was soll ich tun?“ überlegte er. „Sie ruhig 
reisen lassen oder ... eine furchtbare Szene machen?“ 
Vor seinem Geist klatschte und knallte es förmlich 
bon scharf gezielten Ohrfeigen und Faustschlägen. 
„Wenn ich sie windelweich schlüge, würde sie wohl 
Raison annehmen. Geschmacklos! ...“ dachte er und 
ttrich so scharf an seinem Bart herunter, daß es ihn 
schmerzte. 
„Daß einem der verdammte Prolet doch noch 
immer im Blut steckt! Haltung — Vornehmheit ist 
das einzige, was mich noch retten kann.“ 
Dabei drückte er sein Kreuz durch und zog das 
übergeschlagene Bein etwas in die Höhe. 
Es war so still, daß beide unwillkürlich dem 
Ticktack der alten Wanduhr lauschten. Für Neu— 
decker war es einfach ein nervenpeinigendes 
Geräusch, in Gabrieles Ohr aber ticktackte die Uhr: 
Für immer! — — Für immerl .. 
Seit gestern hatte sie sich mit dem Abschied 
bertraut gemacht. Jetzt aber in dieser letzten Stunde 
empfand sie von neuem die Furchtbarkeit des Risses. 
Für immer! ... Für immer! ... wiederholte un— 
unterbrochen die Uhr — dieselbe Uhr, deren Pendel— 
scchlag fie verfolgt hatte, als sie zu Großmutters 
Füßen dort am Fenster gesessen hatte, auf demselben 
Platz, den jetzt dieser Fremde einnahm. 
Aber während sie die großgeöffneten Augen 
langsam wandern ließ, als würde sie bald hier, bald 
dort gerufen, kam ihr schließlich der tröstliche Ge— 
danke: daß das, was allen diesen Dingen Sinn und 
Leben gab, ja unverlierbar ihr gehörte. Mochte von 
ihnen Besitz nehmen, wer wollte! Er erlanate doch 
Berliner Mustrirte Zeitung. 
iur die tote Hülle — die Seele nahm sie mit, und 
vo auch immer sie weilte, es bedurfte nur eines 
Augenblicks des stillen Sichversenkens, damit alles 
vieder ihres wurde. Nein, von der Suhlburg konnte 
tiemand sie vertreiben! Was sie hier erfahren und 
rlebt, war unvergeßlich. Und die guten Geister des 
dauses blieben auch in der Fremde ihre Weg— 
egleiter. 
Noch hingen beide ihren Gedanken nach, als der 
Diener die Rolltüren auseinanderschob und meldete, 
daß das Essen aufgetragen sei. 
Kaum hatten sie Platz genommen, als Neudecker 
agte, wie wenn es sich um die Fortsetzung des 
oeben unterbrochenen Reiseberichts handelte: 
„Von Frankfurt aus habe ich übrigens auch den 
Grafen Spee besucht und ihm die Pläne vorgelegt.“ 
„So?“ 
„Er war sehr liebenswürdig. Die Gräfin 
übrigens auch. Sie hat mir Grüße an Dich auf— 
zetragen. Er wünscht noch einige Aenderungen, sonst 
ist die Sache wohl perfekt.“ 
„So?“ 
Während der gangzen Zeit des Essens führte 
Neudecker auf diese Weise die Unterhaltung. Er 
prach von Bekannten, die er getroffen, von Theater— 
orstellungen, die er besucht hatte. Nur die fürchter— 
iche Blässe seines Gesichts und die nervösen Be— 
vegungen seiner Kinnladen ließen die Aufregung 
ihnen, in der er sich befand. 
Sobald sie dann in Gabrieles Zimmer zurück— 
zekehrt waren, sagte er: 
„Ich habe jetzt im Bureau zu kun. Wenn es 
Dir aber recht ist und Du nach sieben eine Stunde 
Zeit für mich hast, möchte ich doch noch mal auf 
die ganzge Sache zurückkommen.“ 
„Du hast mich vorhin wohl nicht richtig ver— 
tanden? Ich sagte, daß ich fort will. Und zwar 
vill ich den Vier-Uhr-Zug benutzen.“ 
„Aber das ist doch Unsinn!“ unterbrach er sie 
tervös. „Ich will mich hier von Angeficht zu 
Angesicht vor Dir rechtfertigen.“ 
Sie schüttelte den Kopf. 
„Wir sollten uns die Erörterungen schenken. Ich 
reise. Ich mache Dir keine Vorwürfe. Du hast Dich 
in mir getäuscht, so wie ich mich in Dir. Also laß 
uins in Ruhe auseinander gehen.“ 
„Wie kann ich, Gabriele? Wenn Du wüßtest, 
wie heiß ich Dich liebe!“ 
„Laß das doch! Ich kann diese Worte wirklich 
richt mehr vertragen. Du wirst Dich trösten, wie 
Du Dich ja wiederholt getröstet hast.“ 
„Was soll denn das heißen?“ 
„Ich wollte nur sagen, es wird sich schon ein 
Fräulein Franchi oder fonst jemand finden, bei der 
Du —“ 
„Gabriele, man hat mich unglaublich verleumdet! 
Franchi — wer ist das? Ich schwöre Dir, daß ich 
»iese Person überhaupt nicht kenne.“ 
Sie zuckte die Achseln. 
„Meinetwegen. Jedenfalls reise ich. — Da ist 
chon das Auto.“ 
Neudecker sah aus dem Fenster und hatte kaum 
das auf der Terrasse vorgefahrene Auio erblickt, 
als er in eine fürchterliche Wut geriet. 
„Gott verdamm mich!“ schrie er. „Du hast 
eꝛigenmächtig das Auto bestellt? Ich werde doch 
sehn, wer hier Herr im Hause ist. Duͤ bleibst, ver— 
tanden! Nun werde ich mal andere Saiten auf— 
ziehn.“ 
Damit rannte er zur Tür hinaus. Gabriele 
olgte ihm nach einem kleinen Augenblick. Während 
ie draußen die Reisemütze aufsetzte und sich von 
dem Mädchen in den Mantel helfen ließ, kam 
Neudecker zurück. 
„Du hast das Auto wohl fortgeschickt? Danke 
Dir schön. Es ist auch viel richtiger, daß ich zu 
Fuß gehe.“ 
Sie nickte ihm, der in Gegenwart des Mädchens 
nichts zu sagen wagte, leicht lächelnd mit dem Kopf 
zu und trat eilig aus der Tür. 
Als sie draußen vor dem strömenden Regen den 
Schirm aufspannen wollte, verfing die Spitze sich in 
dem herunterhängenden Efeu und riß einen 
Zweig ab. 
Sie nahm das als ein gutes Zeichen und hob 
die Ranke auf. Mochte der alte Efeu bei ihr nun 
weiter grünen! 
* 
5
	        

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