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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1975, 7. Wahlperiode, Band I, 1.-19. Sitzung (Public Domain)

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fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1975, 7. Wahlperiode, Band I, 1.-19. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin (West). Abgeordnetenhaus
Title:
Plenarprotokoll / Abgeordnetenhaus von Berlin
Other titles:
Plenarprotokolle des Abgeordnetenhauses von Berlin
Publication:
Berlin: Abgeordnetenhaus 1990
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Dates of Publication:
6. Wahlperiode, 1 (19. April 1971)-11. Wahlperiode, 42 (27. September 1990)
ZDB-ID:
2848210-4 ZDB
Previous Title:
Stenographischer Bericht
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 740 Kommunalverwaltung. Kommunalpolitik: Kommunalpolitik
DDC Group:
320 Politik
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1975
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2007
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Urban Studies:
Kws 740 Kommunalverwaltung. Kommunalpolitik: Kommunalpolitik
DDC Group:
320 Politik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9419431
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 7, 12.06.75

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1975, 7. Wahlperiode, Band I, 1.-19. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprachregister
  • Nr. 1, 24.04.75
  • Nr. 2, 24.04.75
  • Nr. 3, 25.04.75
  • Nr. 4, 07.05.75
  • Nr. 5, 15.05.75
  • Nr. 6, 21.05.75
  • Nr. 7, 12.06.75
  • Nr. 8, 26.06.75
  • Nr. 9, 15.07.75
  • Nr. 10, 11.09.75
  • Nr. 11, 25.09.75
  • Nr. 12, 09.10.75
  • Nr. 13, 23.10.75
  • Nr. 14, 06.11.75
  • Nr. 15, 27.11.75
  • Nr. 16, 10.12.75
  • Nr. 17, 11.12.75
  • Nr. 18, 12.12.75
  • Nr. 19, 19.12.75

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 7. Wahlperiode 
7. Sitzung vom 12. Juni 1975 
133 
Ich rufe auf die 
lfd. Nr. 6, Drucksache 7/78: 
Große Anfrage der Fraktion der CDU über Vor 
gänge bei der Bestellung eines Geschäftsführers 
bei der Staatlichen Porzellan-Manufaktur. 
1. Welche Gründe rechtfertigen nach Meinung des 
Senats die Bestellung eines zweiten Geschäftsfüh 
rers, nachdem der Betrieb im Verlauf der ver 
gangenen Jahre eine verbesserte Geschäftsent 
wicklung aufweisen konnte ? 
2. Welche Gründe haben den Senat veranlaßt, die 
Bestellung dieses zweiten Geschäftsführers bei 
der KPM entgegen dem in der Stellenausschrei 
bung gesetzten Termin um Monate früher vor 
zunehmen ? 
3. Über welche „langjährigen Erfahrungen“ speziel 
ler Art verfügt der „hochqualifizierte Herr“, um 
dieses Unternehmen „personell und kaufmännisch 
zu leiten“ ? 
4. Warum haben die Vertreter des Senats im Ver 
waltungsrat der KPM nicht verhindert, daß unter 
Umgehung des § 4 Abs. 4 des Eigenbetriebsge 
setzes von Berlin dem seinerzeitigen alleinigen 
Geschäftsführer keine Gelegenheit der Äußerung 
zu diesem Vorgang gegeben wurde ? 
5. Warum hat das zuständige Senatsmitglied dar 
auf verzichtet, gemäß § 8 Abs. 1 des Eigenbe 
triebsgesetzes von Berlin diese Beschlüsse zu 
beanstanden ? 
6. Hält der Senat nach dieser Erfahrung das Eigen 
betriebsgesetz in diesem Punkt für novellierungs 
bedürftig, da offensichtlich das Beanstandungs 
recht gemäß § 8 Abs. 1 EigG in Fällen fehler 
hafter Beschlüsse auf Grund des Interessenkon 
fliktes nicht ausgeübt wird, in dem sich der In 
haber des Beanstandungsrechts in seiner Eigen 
schaft als stimmberechtigter Verwaltungsvor- 
sitzender befindet ? 
Wird das Wort zur Begründung gewünscht? — Herr 
Abgeordneter Wronski! 
Wronski (CDU): Herr Präsident! Meine Damen und 
Herren! Bereits in der Aussprache zur Regierungserklä 
rung am 15. Mai hat der Vorgang, den wir heute hier noch 
zu behandeln wünschen, eine kurze Würdigung gefunden; 
aber, wie gesagt, im Rahmen dieser Aussprache nur eine 
sehr kurze. In der Zwischenzeit ist der Vorgang nicht 
weniger aktuell geworden, insbesondere deswegen nicht, 
weil ja ganz offenbar ein materieller Zusammenhang be 
steht zwischen dem, was sich hier abgespielt hat — ich 
denke an 64 000 DM pro anno —-, und dem, was der Senat 
sich anschickt, den Verbrauchern dieser Stadt in den 
nächsten Wochen und Monaten anzubieten; sprich: Ge 
bührenerhöhungen, Tarifanhebungen und so weiter. Das 
alles muß — jedenfalls aus unserer Sicht — in einem 
Zusammenhang mit dem Komplex „Wirtschaft der öffent 
lichen Hand“ gesehen werden. 
Es ist für die, die sich mit der Materie seit Jahren 
befassen, aber auch für die, die als Außenstehende gele 
gentlich etwas von der Porzellanmanufaktur gehört 
haben, sicher unbestritten, daß dieses Unternehmen im 
Rahmen der noch übrigen neun Eigenbetriebe eine Sonder 
stellung einnimmt, nämlich deswegen, weil er als einziger 
Betrieb — im Gegensatz zu allen anderen, die hier als 
Eigenbetriebe firmiert werden — dem harten Wettbewerb 
am Mark ausgesetzt ist. Jeder der das weiß, hat sich 
schon eh und je seine Gedanken darüber gemacht, ob es 
richtig ist, beispielsweise diesen Betrieb mit Belastungen 
zu bedenken, die — das kann man wohl sagen — betriebs 
fremder Natur sind. Man kann es angängig sein lassen, die 
Sonderregelungen für Bedienstete im öffentlichen Dienst, 
die besonderen Versorgungsregelungen, die über das ge 
setzliche Maß hinausgehen, in die Haushalte der öffent 
lichen Betriebe einzusetzen. Hier in diesem Betrieb aber 
schlägt diese zusätzliche Belastung optisch in der Bilanz 
seit Jahren negativ zu Buche. Um das zu verdeutlichen, 
zitiere ich den letzten vorliegenden Geschäftsbericht aus 
dem Jahr 1973, in dem bei einem Jahresverlust von rund 
533 000 DM Aufwendungen für Altersversorgungen und 
Unterstützungen — die betriebsfremden, wie ich sie zu 
benennen pflege — von rund 844 000 DM ausgewiesen sind. 
Aus diesen Zahlen ersieht jeder, der das lesen kann, daß 
dieser Betrieb im Grunde positiv abgeschnitten hat. Ich 
glaube, über diese Aussage ist Einigkeit zu erzielen; des 
gleichen über den Umstand — das ist sicher unbestrit 
ten —, daß die KPM für Berlin seit Jahrhunderten eine 
Visitenkarte allererster Adresse darstellt; so gut, daß 
sich namhafte Konkurrenzunternehmen bemühen, den 
Titel „Manufaktur“ im Rechtsstreit gegenüber dieser An 
stalt in Berlin in Anspruch zu nehmen. Wie wir inzwischen 
wissen, wurde dieser Anspruch — gottlob, meine ich — im 
Sinne unseres Unternehmens abgewehrt, das auf diese 
Weise diesen besonderen Titel als einziges weiter im Fir 
menschild führen kann. 
Wenn wir nun übereinstimmen in der Tatsache, daß ein 
solcher Betrieb, der — wie gesagt — als einziger unter 
den übrigen Eigenbetrieben die harte, rauhe Luft des 
Wettbewerbs am Markt täglich zu spüren bekommt, und 
wenn wir diesen Betrieb daraufhin vergleichen mit dem, 
was ihm aufgebürdet wird, und vor allen Dingen verglei 
chen mit dem Zwang, dem insbesondere dieser Betrieb 
ausgesetzt ist, rentabel, ökonomisch und in jeder Hinsicht 
betriebswirtschaftlich vernünftig zu arbeiten, dann ver 
wundert es in der Tat — und nicht nur uns —, daß sich 
dieser Betrieb auf Weisung des Senats den Luxus eines zu 
sätzlichen Geschäftsführers leisten muß. 
(Beifall bei der CDU) 
Zur — rein bilanzierend betrachteten — Vorgeschichte ge 
hört auch das Wissen, daß dieser Betrieb seit mehreren 
Jahren mit einem Geschäftsführer ausgekommen ist und, 
wie aus den Darstellungen ersichtlich und abzulesen ist, 
sogar gut dabei gefahren ist — bilanzmäßig gut, meine 
ich. Die Tatsache, daß der seit 1972 dort wirkende alleinige 
Geschäftsführer es immerhin in dieser Zeit verstanden hat, 
den Gesamtumsatz pro Beschäftigten um 57 % zu stei 
gern — gegenüber einer Steigerung von 32 % der ver 
gleichbaren Branche —, spricht für die Geschäftsführung. 
Als der bislang alleinige Geschäftsführer den Betrieb 
übernahm, hat er im Vergleich zu der Gesamtbranche 
einen Gesamtumsatz — ich sage es einmal in Zahlen — 
von 23 000 DM pro Kopf vorgefunden; die Branche hatte 
zu dem Zeitpunkt 23 800 DM. In der Zwischenzeit liegt der 
Betrieb im Branchenvergleich mit seinem Pro-Kopf-Um- 
satz erheblich über dem üblichen Branchenumsatz, nämlich 
36 500 DM Pro-Kopf-Umsatz gegenüber dem Branchen 
durchschnitt von 31500 DM. Ich sage hier diese Pro 
portionen deswegen, um den Argumenten zu begegnen 
— die vielleicht kommen könnten —, dieser Betrieb er 
fordere wegen seiner Besonderheit einerseits, aber insbe 
sondere wegen seiner schwierigen, wirtschaftlich unbe 
friedigenden oder sonstwie zu begründeten Situation ande 
rerseits einen zusätzlichen Geschäftsführer. Das Gegenteil 
ist der Fall, meine Damen und Herren! Die Tatsache, daß 
dieser Betrieb über Jahre hinaus mit einem hauptamt 
lich bestellten Geschäftsführer gut gewirtschaftet hat, 
besser gewirtschaftet hat als die übrige vergleichbare 
Branche, spricht dafür, diese Praxis beizubehalten. 
(Abg. Schmitz: Sehr wahr! 
— Abg. Thomas meldet sich zu einer Zwischenfrage) 
Stellv. Präsident Baetge: Herr Abgeordneter, gestatten 
Sie eine Zwischenfrage ? 
Wronski (CDU): Ich bitte, verehrter Herr Kollege Tho 
mas, daß Sie erst einmal das Abspulen meines Fadens wie 
immer in Geduld hinnehmen, und daß wir dann in der an
	        

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