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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 9.1883 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 9.1883 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin / hrsg. vom Magistrat
Weitere Titel:
Amtsblatt der Stadt Berlin
Erschienen:
Berlin: W. & S. Loewenthal 1945
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Erscheinungsverlauf:
69.1928-86.1945 ; damit Erscheinen eingestellt
ZDB-ID:
2900198-5 ZDB
Frühere Titel:
Gemeindeblatt der Stadt Berlin
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1936
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Fußnote:
Fehlende Seiten: 891-910
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15394766
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 750/2:1936
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
Nr. 39, 27. September 1936
Erschienen:
, 1936-09-27

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 9.1883 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1. Oktober 1882, Nr. 1
  • 7. Oktober 1882, Nr. 2
  • 14. Oktober 1882, Nr. 3
  • 21. Oktober 1882, Nr. 4
  • 28. Oktober 1882, Nr. 5
  • 4. November 1882, Nr. 6
  • 11. November 1882, Nr. 7
  • 18. November 1882, Nr. 8
  • 25. November 1882, Nr. 9
  • 2. Dezember 1882, Nr. 10
  • 9. Dezember 1882, Nr. 11
  • 16. Dezember 1882, Nr. 12
  • 23. Dezember 1882, Nr. 13
  • 1. Januar 1883, Nr. 14
  • 6. Januar 1883, Nr. 15
  • 13. Januar 1883, Nr. 16
  • 20. Januar 1883, Nr. 17
  • 27. Januar 1883, Nr. 18
  • 3. Februar 1883, Nr. 19
  • 10. Februar 1883, Nr. 20
  • 17. Februar 1883, Nr. 21
  • 24. Februar 1883, Nr. 22
  • 3. März 1883, Nr. 23
  • 10. März 1883, Nr. 24
  • 17. März 1883, Nr. 25
  • 24. März 1883, Nr. 26
  • 1. April 1883, Nr. 27
  • 7. April 1883, Nr. 28
  • 14. April 1883, Nr. 29
  • 21. April 1883, Nr. 30
  • 28. April 1883, Nr. 31
  • 5. Mai 1883, Nr. 32
  • 12. Mai 1883, Nr. 33
  • 19. Mai 1883, Nr. 34
  • 26. Mai 1883, Nr. 35
  • 2. Juni1883, Nr. 36
  • 9. Juni1883, Nr. 37
  • 16. Juni1883, Nr. 38
  • 23. Juni1883, Nr. 39
  • 1. Juli 1883, Nr. 40
  • 7. Juli 1883, Nr. 41
  • 14. Juli 1883, Nr. 42
  • 21. Juli 1883, Nr. 43
  • 28. Juli 1883, Nr. 44
  • 4. August 1883, Nr. 45
  • 11. August 1883, Nr. 46
  • 18. August 1883, Nr. 47
  • 25. August 1883, Nr. 48
  • 1. September 1883, Nr. 49
  • 8. September 1883, Nr. 50
  • 15. September 1883, Nr. 51
  • 22. September 1883, Nr. 52

Volltext

159 
Euren Spruch, sonst glaub' ich doch, daß mein Zweiglein nicht i 
gelogen hat. 
Euer Zweiglein hat nicht die Wahrheit gesagt, nehmet ! 
dies hier; und dabei pflückte sie ein anderes Zweiglein ab, j 
übersah schnell, daß es sieben Blätter hatte und reichte es ihm 
mit den Worten: dieses lügt nicht! 
Der junge Mann pflückte die Blätter wie vorhin mit den 
bekannten Worten ab und als er sah, daß das letzte Blatt 
auf „von Herzen" traf, zog er Margarethe au seine Brust und 
küßte sie herzhaft auf den Mund. 
In diesem Augenblicke kam Albrecht mit seinem Fische 
herbei und pries sein Glück; aber Wolfart führte ihm seine 
Schwester entgegen und sagte: Ihr habt Glück, Euer Fisch ist 
wcrthvoll, aber das Herzlcin Eurer Schwester, welches ich so- I 
eben gefangen, ist ein Glück für mich, welchem nichts auf dieser 
Welt gleichkommt. 
Albrecht reichte ihm die Hand, zog ihn an seine Brust 
und rief: Du sollst mir ein lieber Bruder sein, lo lange 
ich lebe. 
In einer unbeschreiblich glücklichen Stiinmung wurde die 
Reise bis nach Lübben fortgesetzt. Dadurch, daß der umsich- j 
tige Wolfart den Wasserweg durch den Sprecwald gewählt, ! 
waren die Fliehenden allen Nachstellungen des Wildensteiners 
entgangen und erreichten weit schneller ihr Ziel, die Stadt 
Lübben. Hier wartete der alte Kaufherr v. d. Hosen, der durch 
den Probst von Allem benachrichtigt war, bereits auf die An 
kommenden. Er hatte cs sich nicht nehmen lasten, seine Kinder 
selbst von Lübben abzuholen. 
Die Freude des Wiedersehens läßt sich kaum beschreiben. 
Albrecht wollte den jungen Wolfart seinem Vater vorstellen, 
aber der rief ihm entgegen: du brauchst nicht ein Wort zu 
sagen. Er ist einer der Wvlfarts, gleicht er doch ganz und 
gar meinem liebsten Jugendfreunde, dein Heinz Wvlfart, dem 
einzigen Sohne des alten Wolfart in Cöln. Er liegt zwar 
schon lange in kühler Gruft, denn ihn hatten die von Winning, 
als wir von dem Markte 511 Friedberg heimzogen, bei ihrer 
Beste Sternberg, von der aus sie uns überfielen, so schwer 
verwundet, daß er am anderen Tage in meinen Armen des 
Todes verblich. Doch ich hatte ihn gerächt, denn einer von 
den Winuigs bekam von inir einen Hieb über beide Auge», 
so daß er von der Welt nichts mehr sah bis au sein Ende- 
Hier sehe ich nun meinen lieben Heinz wieder aufgelebt vor 
mir stehen. Kommt, junger Mann, reicht mir die Hand und 
habet tausend Dank für die Kühnheit und den Muth, durch 
welche Ihr mir meine Kinder wieder hierher gebracht habt. 
Vater, Vater, rief Albrecht, er hat aber noch eine That 
ausgeführt, die von nicht geringerem Muthe zeugt und die ich 
Dir sogleich verkünden will. Während ich meinen Fisch im 
Walde spießte, hat er das Herz Deiner Tochter gefangen. 
Wer aber die Margarethe zum Gemahl haben will, das weißt 
Du, der muß ein ganzer Mann sein, denn sie zu fangen ist 
kein leicht Stücklein; ihm ist's gelungen. 
Lieber Vater, rief Margarethe, Du wirst ihm und mir 
Deinen Segen nicht verweigern. Er ist gar brav, so wie ich 
mir meinen künftigen Gemahl vorgestellt habe. Verzeih ihm, 
daß ich ohne Deinen Willen mich ihm versprochen. 
Dabei zog sie den Geliebten nochmals zu ihrem Vater hin. 
Dem Alten kam die Sache zwar sehr überraschend; doch 
als nuit auch der junge Mann ihn mit herzlichen Worten um 
seinen Segen bat, da erwägte er schnell, daß er ans einer 
chrenwerthen und wohlhabenden Familie stamme; dies und 
die große Aehnlichkeit mit seinem Jugenfreunde überwältigte 
ihn. Er legte beider Hände in einander und sagte: das, was 
Ihr mir und meinen Kindern erwiesen habt, giebt mir Zeug 
niß, daß Ihr meinem Herzblatt, meiner lieben Margarethe, 
ein treuer lieber Geniahl sein ivcrdet. Mein Segen komme 
über Euch in Zeit und Ewigkeit! 
Was den jungen Mann bewegte, sich so schnell und uner- 
wartel am Ziel seiner Wünsche zu sehen, das zu beschreiben, 
möge uns der freundliche Leser erlassen. Um den jungen 
Wolfart der Rache des Wildensteiners zu entziehen, wenn es 
offenbar werden sollte, daß er es gewesen, der dem Fräulein 
zur Flucht verholfen, wurde beschlossen, daß er eine Zeitlang 
in Cölir bleiben und die Stelle seines jüngeren Bruders, 
welcher im Geschäft des alten Wolfart daselbst stand, ein 
nehmen sollte. 
Nach kurzer Rast fuhr der Wagen des Kaufherrn v. d. 
Hosen aus Lübben in die Nacht hinein, begleitet von zwei 
Fackelträgern und vier Reitern, nach Wusterhausen, woselbst 
andere Pferde vorgcsvannt wurden, so daß die Reisenden am 
Morgen in Cöln eintrafen. Margarethe und Albrecht wurden 
von dem Probst lind den übrigen zahlreichen Freunden des 
Hauses bewillkominuet und beglückwünscht. Der junge Wol 
fart erntete viel Ehre und Lob und war im Hause des Herrn 
v. d. Hosen ein willkommener Gast. Das Verhältniß ztvischen 
Margarethe und Heinz Wolfart blieb vor der Hand ver 
schwiegen. Den alten Kaufherrn sah man häufig zu dem alten 
Wolfart wandern und mit ihm allerlei verhandeln. Eines 
Tags ließ Letzterer seinen Vetter vor sich kommen und that 
ihm den Vorschlag, daß er seine Handlung übernehmen und 
fortsetzen solle. Er selbst wolle seine letzten Lebenstage in 
Ruhe genießen. Der junge Wolfart nahm dies Anerbieten 
freudig an, da er seinen heißesten Wunsch, Margarethe sein 
Gemahl nennen zu können, nunmehr in Erfüllung bringen 
konnte. Am Weihnachtsfest fand die feierliche Verlobung statt. 
Im Frühjahr wurde die Hochzeit mit solcher Festlichkeit ge 
feiert, daß selbst der Kurfürst, die Kurfürstin und viele Herren 
und Damen vom Hofe, aber auch der Pfarrer von Groß- 
Dvbbern und die Frau Försterin aus der Stadthaide von 
Cottbus erschienen. Der Förster war nicht zu bewegen ge- 
wcsen, an dem Freudenfeste Theil zu nehmen. Margarethes 
braunes Pferd hatte der Vater des Bräutigams aus Cottbus 
für sie wieder mitgebracht. Der junge Herr Emmerich tröstete 
sich über den Verlust Margarethes bald und machte weite 
Reisen in das Ausland. 
VII. 
Es erübrigt noch zu berichten, daß die sechs geschädigten 
Cöluer Kaufherrn mit kräftiger Unterstützung des Kurfürsten 
den Herrn Hans v. Cottbus bei dem Kaiser Sigismund ver 
klagten. Dieser ließ ihn »ach Breslau kommen, wo er sich 
zur Zeit aufhielt. Es mußten jedoch wichtige mildernde 
Gründe oder gute Fürsprache vorhanden gewesen sein, denn 
Hans v. Cottbus wurde nicht bestraft, sondern nur verurtheilt, 
den Kaufleuten den Schaden mit 2400 Schock Groschen zu 
ersetzen und mußte feierlich versprechen, sich fernerhin aller 
Gewaltthätigkeiten zu enthalten. (Die Urkunde über diesen 
Vertrag befindet sich in Riedels Codex Diplomat. Branden-
	        

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