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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 78.1928 (Public Domain)

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fullscreen: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 78.1928 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Gemeindeblatt der Stadt Berlin : Organ für die gesammte Gemeinde-Verwaltung und Gemeinde-Interessen / herausgegeben vom Magistrat
Other titles:
gesamte
Publication:
Berlin: Loewenthal 1927
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Dates of Publication:
29.1888-45.1904; 47.1906-68.1927
Note:
Zahlreiche gezählte und ungezählte Beilagen
ZDB-ID:
2900120-1 ZDB
Previous Title:
Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin
Succeeding Title:
Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1914
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Note:
Beilagen fehlen
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15392953
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 750/2:1913
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
No. 40, 5. Oktober 1913
Publication:
, 1913-10-05

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe 78.1928 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • H. 1/2
  • H. 3
  • H. 4
  • H. 5
  • H. 6
  • H. 7
  • H. 8
  • H. 9/10
  • H. 11
  • H. 12

Full text

dieser Lage ist sie wenigstens einseitig endgültig erbaut 
worden. Das Verdienst Boffrands (oder auch de Gottes, 
wie Neumann in dem zitierten Briefe andeutet) liegt 
also in der Dis 
position der 
Treppe mit einem 
inneren Umgänge. 
Gestützt wird dieser 
durch Säulen; erst Neu- 
mann legt die Treppe 
im Inneren ganz frei in 
eine gewaltige Halle; er 
verbessert wie so oft 
also auch hier den Bau 
plan nach der konstruk 
tiven Seite. Bekanntlich 
hat auch hier Lukas von 
Hildebrandt vergeblich 
versucht, dem kühnen 
Meister in die Hand zu 
fallen. Die Wölbung in . 
besonders hergestellten 
Leichtsteinen mit Ver 
ankerung im Dachwerk 
ist bei 18 m Spannweite 
und 30 m Länge in Form 
eines 5 m hohen Spiegel 
gewölbes auch heute noch eine überaus kühne technische 
Leistung. 
Im Zusammenhänge mit der Treppe disponiert Boff- 
rand die Kapelle als ungewöhnlich großen 
Kirchenbau durch die ganze Länge des Zwischen 
baues der nördlichen Höfe, den ovalen Saal der Nord 
seite als ihren Chor mit Galerieumgang und gestaltet die 
Südseite als Versammlungsraum mit seitlichem Zugänge 
vom -nördlichen Treppenhause (21). Die Schlofikapelle 
von Versailles ersteht hier wieder in Frührokokofassung 
mit ovalem Chor! Ganz im Gegensätze zur strengen 
klassischen Säulenarchitektur des Vorbildes arbeitet Boff- 
rand mit in Front gestellten Doppelsäulen rein dekorativ. 
Auch den feierlichen Vorraum für den Kirchgang des Ver 
sailler Vorbildes ahmt Boffrand in einer quergelegten 
Vorhalle mit freien Doppelsäulensiellungen nach. Mochte 
das alles monumental sein, im Sinne des deutschen Re- 
präseniationslebens war es nicht, das nie — auch nicht in 
der katholischen Kirche — den Kirchgang des Bischofs zu 
einem Hofschaustück machte, wie es das Hof zeremoniell 
Ludwigs XIV. verlangte. Boffrand rechnete eben nicht mit 
der behaglichen Bischofswohnung, die in allen Planungen 
Neumanns immer wieder zum Vorschein kommt (22), 
Das 1730 entstandene Blatt 297 kommt diesem Ideal 
schon näher. Die Kapellenanlage in dem Boffrandschen 
Umfange wird verworfen, das Stiegenhaus beibehalten, 
statt der Pilaster und freien Säulen wendet Neumann zu 
nächst freie Pfeiler an, um dann in späteren Fassungen 
zum Freiraum zu kommen (23). 
Mit dem Jahre 1724 bricht die Bautätigkeit zunächst 
jäh ab; das Interesse konzentriert sich unter Christoph 
Franz Frhr. von Hutten (1724—1729) auf den Ausbau des 
Nordtraktes. 1726 ist man am Querflügel tätig. 
1729 besteigt der Reichsvizekanzler Fürstbischof 
Friedrich Karl den Bischofsthron. Nun beginnt mit dem 
Wiedereingreifen der Schönborne ein neuer Abschnitt hoch 
gespanntester Bautätigkeit. Von 1705—1731 hatte dieser 
verdiente Mann am kaiserlichen Hofe in Wien in hervor 
ragender Stelle gelebt, und nun schafft er zwei Dinge: eine 
f ürstliche Wohnung für s i c h im S ü d f 1 ü ge I 
und einen Repräsentationsbau in der Garten- 
frontundimMittelbau für diekaiserlichen 
Besuche, dessen spätere Dekoration ja auch ganz im 
Sinne der kaiserlichen Glanzzeit der Hohenstaufen und 
ihrer Beziehungen zu Würzburg als einer Parallele zur 
Habsburger Zeit des Bauherrn gedacht war. 
Balthasar Neumann beginnt mit dem nördlichen Trakt 
des Südfltigels 1730; bis 1732 ist die Fassade nach der 
Stadt fertiggestellt; im gleichen Jahre der Zwischen 
flügel. Ende 1733 wird der östliche Eckpavilion voll 
endet; dann schreitet der Bau, der Süd- und Ostseite des 
Ostflügels entlang, weiter 
bis 1737 zum Mittel 
pavillon auf der Ost 
seite, Sommer 1758 ist 
die „Facciata“ des Kai 
sersaales fertig. 1744 
meldet Neumann die 
Vollendung des gesam 
ten Aufienbaues (24). 
Ueber diese umfas 
sende zweite große 
Bauperiode unter 
richten eine Anzahl wei 
terer Blätter, die im 
Gegensätze zu den frü 
heren auch mit den 
Namen ihrer Urheber ge 
zeichnet sind; die wich 
tigsten sind die beiden 
Blätter 294 (25) und 297 
(26) (Abb. 8) der Edcert- 
schen Sammlung, am 
25. September 1750 von 
Neumann selbst unter 
schrieben. Sie stellen Erdgeschoß und Hauptgeschoß 
grundriß dar und sind bei der Konferenz in Wien 
als Unterlage benutzt worden. Beischriften in Blei (27), 
dazu die flüchtig eingeschriebene endgültige Benutzungs- 
art der Räume zeigen, daß es sich um eine Beratung der 
Einrichtung der geplanten neuen Wohnung des Fürst 
bischofs im Südflügel handelt, deren Räume in Tusche 
eingetragen sind. In diesem Blatte legt Neumanu die Ka 
pelle zum ersten Male in die südwestliche Ecke (Abb, 8). 
Ihr Grundriß zeigt eine einfache Saalkirche mit zwei 
aus dem Kreis entwickelten Kuppeln, getrennt durch 
Gurtbogen, mit halbrunder Altarnische (Abb. 12 b). 
Diese Fassung wurde nicht ausgeführt, erst 13 Jahre 
später, 1743, wurde der jetzige Bau geweiht, dessen kon 
struktives Gerüst Vierzehnheiligen verwandt ist und auf 
den wir noch zurückkommen. Die östliche Gartenfront 
zeigt durch eine punktierte Linie besonders betont die 
Türen der einzelnen Säle und Zimmer der Garten 
front in einer Flucht, die sog. „grande enfilade“ 
französischer Schlofibauten. Auch das gewaltige ein 
seitig angelegte Treppenhaus zeichnet hier Neumann in 
ausgereifterer Form; mit kräftigen Pfeilern und vorge 
lagerten Säulen unterfängt er die starken Querwände des 
Obergeschosses; mit vorgeschobenen Säulen verkleinert er 
in genialer Weise die freie Spannweite der flachbogigen 
Decke des Gartensaales (salla terrena), den er oval im 
Grundriß gestaltet (Abb. 11). 
Diesen sicher Neumann zuzuschreibenden Original 
plänen wurden in der Ausstellung nun zwei sehr inter 
essante Blätter des großen WienerArchitektenLu- 
kas von Hildebrandt gegenübergesiellt: 
Blatt 302 und 503, beide gez. „Joh. Luc. de Hildebrandt 
inven, et del. Apr. 1731“ (Abb, 10). Der geringe Zeitabstand 
in der Datierung beider Urheber weist darauf hin, daß 
Friedrich Karl von Schönborn sich bei der Wichtigkeit 
der Sache de« Rates des ihm von seinem Wiener Aufent 
halte her gut bekannten Fachmannes bediente (28). 
Jedenfalls hatte Hildebrandt die Neumannschen 
Pläne in Händen, denn es steht die nachfolgende Notiz oben 
auf Blatt 302: „GrandRifi der halb Hochfürsti. Residenz in 
Würtzburg zu Ebner Erden, weil man anitzo bauen wird 
diese Seithe, welche der andern schon gebauten auswändig 
gleich ist, hat man hier nicht vill zu erwiedern und bleiben 
die Gelegenheit den anderen abrissen schier uniform, Undt 
wan ein Profil von dem alten Gebäu Vorhemden wäre 
gewest, hätte man auch zu diesem einen anderen gemacht, 
wie letzlich begehrt ist worden, indessen aber können 
sie die fundamenta vndt auch aufl der Erden fahren, bey 
tphdfJ 
120 
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10 
12C 
Abb. 7. Treppe mit Zmisdienpodest nach Abb. 6. 
(Sammlung E.291, Erdgeschoß.) 
I31
	        

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