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Bauhandwerker (Public Domain) Ausgabe 11.1895 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin : für die Rechnungsjahre ... / Berlin
Publication:
Berlin 1921
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1854/1855-1859/1860; 1862/1863-1872; 1874-1883/1884; 1885/1886-1887/1888; 1898/1899-1913; 1915-1918/1920
Note:
Jahrgang 1859/60-1886/1887 erschienen als Beilage zu: Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin
Jahrgang 1887/1888 erschienen als Beilage zu: Gemeindeblatt der Stadt Berlin
ZDB-ID:
2899586-7 ZDB
Berlin:
B 765 Staat. Politik. Verwaltung: Verwaltungsberichte. Haushaltspläne
Urban Studies:
Kws 770 Verwaltung. Verwaltungswissenschaften: Verwaltungspolitik
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1878
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 765 Staat. Politik. Verwaltung: Verwaltungsberichte. Haushaltspläne
Urban Studies:
Kws 770 Verwaltung. Verwaltungswissenschaften: Verwaltungspolitik
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-12814025
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law

Contents

Table of contents

  • Bauhandwerker (Public Domain)
  • Ausgabe 11.1895 (Public Domain)
  • 5. Januar 1895, Nr. 1
  • 12. Januar 1895, Nr. 2
  • 19. Januar 1895, Nr. 3
  • 26. Januar 1895, Nr. 4
  • 2. Februar 1895, Nr. 5
  • 9. Februar 1895, Nr. 6
  • 16. Februar 1895, Nr. 7
  • 23. Februar 1895, Nr. 8
  • 2. März 1895, Nr. 9
  • 9. März 1895, Nr. 10
  • 16. März 1895, Nr. 11
  • 23. März 1895, Nr. 12
  • 30. März 1895, Nr. 13
  • 6. April 1895, Nr. 14
  • 13. April 1895, Nr. 15
  • 20. April 1895, Nr. 16
  • 27. April 1895, Nr. 17
  • 4. Mai 1895, Nr. 18
  • 11. Mai 1895, Nr. 19
  • 18. Mai 1895, Nr. 20
  • 25. Mai 1895, Nr. 21
  • 1. Juni 1895, Nr. 22
  • 8. Juni 1895, Nr. 23
  • 15. Juni 1895, Nr. 24
  • 22. Juni 1895, Nr. 25
  • 29. Juni 1895, Nr. 26
  • 6. Juli 1895, Nr. 27
  • 13. Juli 1895, Nr. 28
  • 20. Juli 1895, Nr. 29
  • 27. Juli 1895, Nr. 30
  • 3. August 1895, Nr. 31
  • 10. August 1895, Nr. 32
  • 17. August 1895, Nr. 33
  • 24. August 1895, Nr. 34
  • 31. August 1895, Nr. 35
  • 7. September 1895, Nr. 36
  • 14. September 1895, Nr. 37
  • 21. September 1895, Nr. 38
  • 28. September 1895, Nr. 39
  • 5. Oktober 1895, Nr. 40
  • 12. Oktober 1895, Nr. 41
  • 19. Oktober 1895, Nr. 42
  • 26. Oktober 1895, Nr. 43
  • 2. November 1895, Nr. 44
  • 9. November 1895, Nr. 45
  • 16. November 1895, Nr. 46
  • 23. November 1895, Nr. 47
  • 30. November 1895, Nr. 48
  • 7. Dezember 1895, Nr. 49
  • 21. Dezember 1895, Nr. 51
  • 28. Dezember 1895, Nr. 52
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Full text

aAnn ihn maht haben, die Entwickelung aufzuyalten, 
ondern nur die möglichst besten Arbeitsbedingungen 
zu verschaffen, die die heutige Ordnung erlaubt. Das 
ist freilich wenig, aber doch sehr wichtig. Man darf 
nicht mehr verlangen, muß aber das Erreichbare mit 
Fnergie anstreben. 
Köln a. Rh. Am Sonntag, den 20. d. Mts., 
fand im Lokale des Herrn Pütz, Elstergasse 23 eine 
zffentliche Versammlung der in der Steinindustrie be— 
ichäftigten Arbeiter Kölns und Umgegend statt, welche 
qut besucht war. Kollege Kuhn sprach über die Ent— 
rehung des Steinmetz Gwerbes, über seine Organi— 
ation im Mittelalter und über das alte Zunftwesen. 
Er zeizte, wie sich durch die Einführung der Maschinen 
zine andere Organisation nöthig gemacht hat und legte 
wen Kollegen klar, wie nützlich und nothwendig die 
Organisation für uns ist. Zum Schlusse des Vor— 
rages forderte Kollege Kuhn die Versammlung noch 
zur eifrigen Agitation und zum besseren Abonniren 
des Bauhandwerklers auf. Dann ertheilte Kollege 
tuhn im Namen des gewählten Festkomitees Bericht 
iber ein stattzufindendes Herbst-Vergnügen. Nachdem 
der Vorsitzende, Kollege Wolff, dem Agitations— 
omitee seine Pflichten ans Herz gçelegt hatte, wurden 
die Kollegen Dunkel, Wegner und Amohein gewählt, 
Auf Sammellisten für die streikenden Kollegen und 
Bildhauer waren bis jetzt 2685 Mk. eingegangen, 
non welchen laut Beschluß die Hälfte den Bildhauern 
und die andere Hälfte den Steinmetzen zu übersenden 
sst. Sodann wurden die Kollegen aufgefordert, sich 
desser an den statistischen Erhebungen zu betheiligen. 
Nachdem Kollege Kuhn nochmals zum besseren 
RAbonniren des Bauhandwerkers aufgefordert hatte, 
cbloß der Vorsitzende die Versammlung. 
Niesa. In der öffentlichen Steinarbeiter-Ver— 
ammlung am 23. d. M wurde betreffs der Plauen— 
ichen Kirchenarbeit beschlossen, sich mit den streikenden 
Steiumetzen in Plauen solidarisch zu erklären, um 
hnen zum Siege zu verhelfen. Es soll keine Arbeit 
um Kirchenbau hier angefertigt werden. Eine Kom— 
nission. bestehend aus den Kollegen Thierbach, 
Schloter und Fuh mann, wurde gewählt. Der „Bau— 
andwerker“ soll obligatorisch eingeführt werden. Ein— 
ummig wurde beschlossen, zum Unterstützungsfonds 
zis zum 1. Dezember weiter zu zahlen. Plauensche 
Arbeit wird hier ferner nicht mehr gemacht. Kollege 
Sturm wird aufgefordert, hier seine Logisschulden zu 
oezahlen. Es schickt sich nicht von Kollegen, arme 
Leute um ihr Geid zu betrügen, wie in diesem Falle. 
Die Adresse des Vertrauensmannes ist: Fritz Schurtz 
Steinmetz, Riesa, Schloßstraße 1. 
Plauen i. V. Am 22. Oktober fand im Restau— 
rant „Zur Tulpe“ eine öffentliche Steinmetzen-Ver— 
ammlung statt. An Stelle des kranken Kollegen 
Schneider verlas der Revisor R. Müller die Abrech— 
nung, welche von den Revisoren und der Versammlung 
sür richtig befunden wurde. Dem Kollegen Schneider 
wurde Decharge ertheilt. — Die Neuwahl des Ver— 
trauensmanns ergab einstimmig: Reinhard Müller, 
Dber-Haselbrunn bei Plauen i. V., Pausaer Straße 
2II. Kommissions-Mitglied Franke erstattete Bericht, 
»aß am 21. d. M. eine Lowry fertiger Arbeiten von 
Rüesa hier eingegangen sei, worauf an demselben Abend 
dollege Stritzke nach der Quelle abreiste, um es den 
ollegen zu unterbreiten. Statistiker Kollege Panitz 
'orderte die Kollegen aus, die Fragebogen wahrheits— 
zetreu auszusüllen und an ihn abzuliefern. — Die 
Versammlung beschloß, zum Sonntag, den 27. d. M., 
»ne Versammlung einzuberufen, in welcher Kollege 
Stritzle Aufklärung geben soll wegen der in Riesa ge— 
ertigten Arbeiten. Die Versammlung fand auch am 
27. d. Me. in der „Tulpe“ statt. Stritzke berichtete, 
daß sich die Kollegen von Riesa mit uns solidarisch 
ühlen und die betreffenden Arbeiten ferner nicht an— 
fertigen werden. Die Versammlung der Steinarbeiter 
von Plauen i. V. beschloß, den Streik aufrecht zu 
halten. Unser Siea Euer Siea! das bedeukft. Kollegen 
ler Orte 
Töoufer 
Berlin. Als der Verband als Keil in die 
diesie Töpferorganisation getrieben wurde, sagten seine 
Begründer, daß es die hiesigen Töpfer auf wirth⸗ 
chaftlichem Gebiete schon merken sollten, wenn die 
esige Verbandsfiliale erst zur Kraft gelangen würde. 
Im vorigen Jahre hat diese Filiale aber auch gezeigt, 
daß sie zwar, um etwas Gutes zu schaffen, zu un— 
dedeutend, aber um schädlich zu wirken, stark genug 
st. Sie warf den Töpfern in ihrem Bestreben, nur 
zei geschlossenen Fenstern vom 15. Oktober ab zu 
arbeiten, einen Knittel so wirlsam zwischen die Beine, 
daß sie darüber stolpern mußten. In diesem Jahre 
iam diese That erst zur vollen Wirkung. Es war 
um 21. d. Mts. eine Versammlung berufen, um fest⸗ 
zustellen, ob die Kollegen die alten Beschlüsse noch 
auufrecht erhalten. Sie war nur von 60 Kollegen 
besucht. Nur von 9 Bauten von den mehr als 
Hundert, auf welchen gegenwärtig in Berlin Töpfer 
arbeiten, waren Berxichte eingetröffen. Es ist aäalsfo 
erreicht, der Kampf in der Fensterfrage ist aufgegeben. 
Das ist das Ergebniß des „starken Zentral-Verbandes“ 
Arbeiterbewegung im In- und Auslande. 
— Solche Sachen kommen auch bei uns vor, wenn 
die Unternehmer durch die Behörden im Falle eines 
Streiks Fristverlängerung erhalten. Mr. Cole, Mit— 
lied der Union der Londoner Stuckateure, machte 
jeulich in einem Vortrage zu Neweastle eine inter— 
ssante Mittheilung. Er sagte, daß die Bauunter— 
iehmer, sobald sie sehen, daß sie die kontraktlichen 
Verpflichtungen nicht einhalten können, sich einen 
Free⸗-Labour-Mann (einen zur Gewerkschaft nicht ge— 
jörigen Mann) verschreiben und ihn einstellen. Die 
organisirten Tradesunionisten verlangen seine Ent— 
assung, der Meister weigert sich natürlich, worans 
die Gewerkschafter ihre Werkzeuge nehmen und fort— 
gehen. Der Unternehmer hat so seinen „Streik“, wie 
yn die Vertragsklausel vorsieht und braucht dann 
'ein Pönale zu zahlen, wenn die Bauten nicht zum 
ixirten Termin fertig sind. Es ist doch etwas 
„chönes um die „Freiheit der Arbeit“. 
— Das große Tingeltangel im Treptower Park, 
zjenaunt „Berliner Gewerbeausstellung“, soll Abends 
nicht beleuchtet werden. d. h. in den Ausstellungs 
zäumen nicht. Die Schaubuden, Bier und Wein— 
neipen, Spezialitätentheater, Kaffeehäuser mit Damen— 
»edienung werden natürlich selbst für Beleuchtung 
orgen. Für die Arbeitesr ist dadurch die Möglichkeit 
jsenommen, ohne Zeit- und Verdienstverlust die Aus— 
tellung anzusehen. Die „Kreuzztg.“ hofft zwar, daß 
die Betriebsunternehmer den Arbeitern dazu „freie 
Nachmittage“ geben werden, wir haben aber nach den 
Erfahrungen am heiligen Sedanstage dazu recht wenio 
Hertrauen 
— Die evangelische Gristlichkeit wird in zwanzig 
Jahren in ihrer Mehrheit sozialdemokratisch sein, schrieb 
oor nicht sehr langer Zeit ein Pastor aus einem 
»raunschweigischen Ort, und schon heute muß die 
Konservative Korrespondenz“ vor „jüngeren Pastoren“ 
warnen, „die den zersetzenden Agitationen der Sozial— 
demokraten weit entgegen kommen“. Freilich sind 
diese jüngeren Pastoren noch weit davon entfernt 
Sozialdemokraten im Sinne unseres Programms zu 
ein. Bei vielen fehlt aber sehr der Muth des offenen 
Bekenntnisses, so daß man schwer sagen kann, was 
eigentlich ihre Ueberzeugung ist und ob sie uns nicht 
diel näher steheu, als sie es laut auszusprechen wagen, 
iber ohne Zweifel sind viele evangelischen Pfarrer 
azicht mehr als ganz sichere Stützen der kapitalistischen 
„Religion“ zu betrachten. Man hat die jüngerer 
Beistlichen zum Nachdenken über soziale Fragen ver 
inlaßt, in der Absicht, sie als Kämpfer gegen die 
Zozialdemokraten besser zu schulen, und siehe, vielfach 
wurde aus dem Saulus ein Paulus, viele fanden ihr 
Damaskus. Gerade die besseren Köpfe und die 
wahreren und wärmeren Herzen müßten nothwendig 
bald mindesiens zur theilweisen Erkenntniß der Wahr— 
heit unserer Lehren kommen. Wir haben vorläufig 
gar keinen Grund, von diesen Geistlichen zu verlangen 
daß sie sich mehr und offener zu uns wend'n, als es 
bisher geschieht, sie würden uns dadurch wenig nützen, 
sich selbst aber schwer schädigen, da sie das Heer 
der gelehrten Proletarier, das unsere Partei schon 
—VD 
unbequemen Art vermehren würden, was uns garnich; 
wünschenswerth sein kann. Vorläufig ist ihre Stellunt 
desser für sie und far uns jenseits der Scheidelinie 
die uns von sämmtlichen Nichtsozialdemokraten trennt. 
Die vereinigten Junker und Pfaffen machen schor 
jegen diese Geistlichen in aller entschiedeuster Ar 
Front. Sie drohen: „sie auf das Aeußerste und mit 
ablen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu bekämpfen.“ 
Zittliche und gesetzliche Schranken haben diese Leute 
nie besonders beachtet. Hammerstein und Stöcker sind 
die Stichproben ihrer moralischen Eigenschaften. Man 
fann sich daraus einen Begriff machen, mit welchen 
Mitteln man den jungen Geistlichen entgegentreten 
wird. die nicht als Kapitalsknechte die vorgeschriebene 
erbaulich-patriotische Geistesnahrung den Arbeitern und 
Bauern vorkauen wollen, um ihnen die demüthige 
Unterordnung unter die Vormundschaft der „Herren“ 
als sittliche Pflicht zu predigen. Die Sache ist un— 
gemein wichtiag für uns und wird uns manche Weage 
hHnen. 
— Wie die Betriebsunternehmer die steigende 
Besserung des Verlehrs ausnutzen, zeigt Folgendes: 
Fine stark besuchte Versammlung der Vereinigten 
deutschen Emaillirwerke konstatirte in ihrer am 15. 
ind 16. d. M. zu Berlin stattgehabten Sitzung. daß 
nn Folge wesentlicher Erhöhung der Nachfrage auf 
allen Werken reichliche Beschäftigung vorhanden ist. 
Begenüber der anziehenden Tendenz, welche die Preise 
ür Rohstoffe verfolgen, beschloß die Versammlung. in 
velcher auch die füddeutschen Werke zahlreich vertreten 
varen, eine allgemeine Preiserhöhung um 5 pCt. vom 
—VDVV 
Ddezember zur weiteren Berathung der Vreisfrage in 
Berlin wiederum zusammenzutreten. Die bürgerliche 
Presse findet das natürlich ganz in der Ordnung, 
wie würde sie aber schreien, wenn die Arbeiter nun 
auch 5 pCt. Lohnerhöhung verlangen würden. 
— Die schwarzen Listen sind kein „grober Unfug“, 
wenigstens haben wir nicht gehört, daß der Amts— 
anwalt in Leipzig gegen die Leipziger Steinsetzer— 
meister Anklage erhoben hat, weil sie 40 von den 
Arbeitern, die an dem Leipziger Steinsetzerstreik theil— 
genommen haben, dauernd aus der Arbeit in Leipzig 
Jussperrten. Das nennt man eben im Deutischen 
Reiche den Arbeitern das Gefühl beibringen, daß sie 
gleichberechtgte Staatsbürger seien 
— Ein merkwürdiges Submissionsergebniß hat 
die Ausschreibung der Malerarbeiten für das Haupt— 
gebäude der Berliner Gewerbeausstellung von 1896 
zehabt. Die Arbeiten müssen bei einer Konventional— 
trafe von 100 Mk. für jeden Tag über den Termin 
zinaus in 6 Wochen hergestellt werden. Auch sonst 
ind die Bedingungen sehr scharf, es gelten z. B. weder 
chlechtes Wetter noch Ausstände als sogenannte höhere 
Bewalten, die von der Einhaltung der Frist entbänden. 
Das niedrigste Gebot betrug 14207,04 Mk., das 
yöchste 54869 Mtk.; dazwischen sind Gebote von 
18000 bis 20 000 Mk. Der Aufibau eines allen 
Anfordernngen entsprechenden Malergerüstes kostet 
nach dem Urtheil von Fachmännern allein schon 
3000 Metf 
— Steuerfrei sind die Vollmachten zur Ver— 
tretung vor dem Gewerbegericht nur dann, wenn in 
der Urkunde selbst angegeben ist, daß das Oöbjekt des 
Prozesses 150 Mk. nicht erreicht. Wenn außerhalb 
des Textes der Vollmacht, etwa oben über der Ueber— 
schrift „Vollmacht“ angegeben ist: „Obiekt unter 
150 Mk.“, das genügt nicht 
— die Auswanderung über Hamburg nach 
überseeischen Plätzen hat im September dieses Jahres 
gegen voriges Jahr wiederum erbeblich zugenommen. 
Es wurden 7143 Auswanderer befördert, gegen 4668 
m selben Monat des Vorjahres, davon waren 1661 
1593) Deutsche. Der weitaus größte Theil der Aus— 
vanderer wählte die Vereinigten Staaten zum Reise⸗ 
ziel, nämlich 6370 Personen, 300 gingen nach Bra— 
ilien, 103 nach Afrika. In den ersten drei Viertel— 
ahren 1895 hat die Zahl der Auswanderer über 
damburg' diejenige während des gleichen Zeitraums 
894 überflügelt und zwar stellen sich die Zahlen 
140 557 gegen 30 424, doch ist das Jahr 1893 mit 
61444 Auswanderern noch nicht wieder erreicht. Die 
bedeutendsten Auswanderungsjahre des letzten Jahr— 
zehnts waren die Jahre 1891 und 1892, die mit 
115 052, bezw. 103 093 Auswanderern verzeichne⸗ 
steben 
— Aus New-York wird gemeldet, daß der 
Baumwollen-Ring in New-Orleans zusammengebrochen 
ist. Die Baumwollen-Preise sind in Folge dessen 
furchtbar gefallen. Das ist ein schwerer Schlag für 
die Textil-Industrie, da alle Spinnereibesitzer, die 
erhebliche Baumwollenlager haben, dadurch große Ver— 
luste erleiden, für die sie sich an den Arbeitslöhnen 
möglichst Erholung suchen werden. 
— Die Arheitsgelegenheit an der Einrichtung 
der Berliner Induftrieausstellung wird, wie wir 
aus persönlicher Erfahrung berichten können, außer— 
salb Berlins seht überschätzt und beginnt, Arbeiter 
zierher zu ziehen. Wir machen deshalb darauf auif— 
nerksam, daß durch die Anwendung des unheilvollen 
Zubmissionswesens — und etwas Anderes kann man 
von dem manchesterlichen „Freisinn“ in der Berliner 
städtischen Verwaltung nicht erwarten, und von den 
Beranstaltern dieser großen Kirmes nicht verlangen 
— die Preise der Bauausführungen so herabgedrückt 
sind, daß die Unternehmer nur schwer anständige 
Löhne zahlen können. Die Arbeitsgelegenheit kommt 
also Berliner Arbeitern nur sehr wenig zu gute und 
ist durch die Ausstellungsarbeiten eine Verbesserung 
in den Lebens- und Arbeitsvperhältnissen der Berliner 
Arbeiter nicht bemerklich. Dazu sind noch die Arbeiten, 
wenn auch viell icht groß genug, um in einer Mittel— 
stadt Eindruck zu machen, gegenüber den Berliner 
Verhältnissen nur unbedeutend. Den Nutzen der Aus— 
stellung werden in Berlin eine Anzahl Hausbesitzer 
der östlichen Stadt, einige Gastwirthe und Hotelbesitzer, 
die Verkehrsgesellschaften, vielleicht einige Droschken— 
ührer und Lohnkellner haben. Den Arbeitern bringt 
ie vielleicit außer Erhöhung der Miethen in einegen 
Stadtge enden Vertheuerung der Nahrungsmittel 
Heranziehen einer, die Konkurrenz vermehrenden 
zrößeren Anzahl von Arbeitern, welche Umstände alle 
nicht bessernd wirken, keine merklichen Aenderungen 
hter Lage und ganz gewiß keine Besserung. Die 
hier und da eintretende größere Leichtigkeit. Lohn— 
verbesserungen zu erlangen, hängt mit der Ausstellung 
nicht zusammen, sondern ist eine Folge der all— 
gemeinen Besserung der Lage, die sich auch anderswo 
geltend macht. Also ermahnen wir, nicht auf die 
Uussteslsunasarbheiten Hoffnungen zu setzen und deshbalb
	        

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