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Erlebnisse aus einem Vierteljahrhundert im Untersuchungsgefängnis von Berlin / Diestel, Ernst (Public Domain)

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Bibliographic data

fullscreen: Erlebnisse aus einem Vierteljahrhundert im Untersuchungsgefängnis von Berlin / Diestel, Ernst (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin : für die Rechnungsjahre ... / Berlin
Publication:
Berlin 1921
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1854/1855-1859/1860; 1862/1863-1872; 1874-1883/1884; 1885/1886-1887/1888; 1898/1899-1913; 1915-1918/1920
Note:
Jahrgang 1859/60-1886/1887 erschienen als Beilage zu: Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin
Jahrgang 1887/1888 erschienen als Beilage zu: Gemeindeblatt der Stadt Berlin
ZDB-ID:
2899586-7 ZDB
Berlin:
B 765 Staat. Politik. Verwaltung: Verwaltungsberichte. Haushaltspläne
Urban Studies:
Kws 770 Verwaltung. Verwaltungswissenschaften: Verwaltungspolitik
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1877
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 765 Staat. Politik. Verwaltung: Verwaltungsberichte. Haushaltspläne
Urban Studies:
Kws 770 Verwaltung. Verwaltungswissenschaften: Verwaltungspolitik
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-12808149
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
Verw 111:1876
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law

Chapter

Title:
No. I. Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin pro 1876 (Haupt-Verwaltungsbericht)

Contents

Table of contents

  • Erlebnisse aus einem Vierteljahrhundert im Untersuchungsgefängnis von Berlin / Diestel, Ernst (Public Domain)
  • Title page
  • Preface
  • Contents
  • Die Pfarrerstochter
  • Mein Mündel Hans
  • Noch ein Mündel Hans
  • Die ewige Gräfin und ihre Spukgeschichte
  • Die schöne Meckblenburgerin
  • Untreu um der Liebe willen
  • Meine Schiffsjungen
  • Wie ein ordentlicher Mann durch den Spielteufel zum Mörder wurde
  • Das dankbare Ehepaar
  • Die jugendliche Mörderin
  • Jugendliche Selbstmörder
  • Jugendliche Mörder
  • Die Dirnen
  • Die Gefängnisschule
  • Meine fünf Hinrichtungen
  • Die schöne Kindesmörderin
  • Kindesmörderin aus Angst vor dem Gatten
  • Die Flüchtlingsgemeinde
  • Die Schutzhäftlinge
  • Die Kommunisten
  • Jung Spartakus
  • Großindustrielle im Gefängnis
  • Der königliche Prinz
  • Der Dreschgraf
  • Propheten im Gefängnis
  • Heuchelei
  • Eingreifen des Geistlichen in den Gang der Untersuchung
  • Gefangene Juristen
  • Gefangene Ärzte
  • Gefangene Bankherren
  • Der Pfarrerssohn
  • Der Schauspieler
  • Berühmte Einbrecher
  • Eine geniale Schwindlerin
  • Ein genialer Verbrecher
  • Zwei Mörderinnen
  • Muhme und Neffe als Mörderpaar
  • Noch eine Gattenmörderin
  • Der Vatermörder
  • Eine Vatermörderin
  • Blind ist die Liebe
  • Der falsche Student
  • Für die Gattin ins Gefängnis
  • Die Kellertrude
  • Der ungetreue Bankbeamte
  • Der ungetreue Gefängniskassenbeamte
  • Die Heiratsschwindlerin
  • Die Dame aus Offizierskreisen
  • Ein wirklicher Künstler
  • Das Blumenmedium Frau R.
  • Die Dichterin
  • Die Kommunistin, die mich belehrt
  • Mutter und Tochter als Mörderinnen
  • Der Wüstling und seine gute Frau
  • Mein Freund X., der Landwirt
  • Die Südafrikanerin
  • Am 9. November 1918
  • Meine jüdische Seelsorge
  • Damen und Dirnen
  • Pharisaismus vieler Angehörigen
  • Die Beamtenfamilie
  • Mein Gottesdienst
  • Kleinigkeiten
  • Die griechischen Jungen ; Der chinesische Junge
  • Der Italiener mit dem Affen
  • Der Türke
  • § 51
  • Ein Roman aus unterster Schicht
  • Ein Roman aus oberer Schicht
  • Die Braut des "Lebenslänglichen"
  • Russische Aristokraten
  • Die Gefahren der Beamtenschaft
  • Der argwöhnische Untersuchungsrichter
  • Eine rührende Geschichte
  • Wie eine "Verlobung" im Untersuchungsgefängnis zustande kommt
  • Wie ich eine Lehre empfing
  • Überraschungen
  • Nietzsche im Gefängnis
  • Eine unter vielen
  • "Ist Ihre Arbeit schwer?"
  • Anhang
  • Anhang 1. Poesien von Gefangenen
  • Anhang 2. Zum Seelenleben der Gefangenen
  • Anhang 3. Der Krebsschaden
  • ColorChart

Full text

Meine fuͤnf Hinrichtungen. 
Sie gehören zu meinen schauervollsten Erlebnissen. Der 
Pfarrer sitzt mit dem Verurteilten von abends bis morgens 
um 6 Ahr, wo die Schritte des Inspektors nahen und mit den 
Worten „In Gottes Namen“ die Zellentür geöffnet wird. Die 
wachehabenden Beamten stehen meistens an der angelehnten 
Zellentür, um die letzten Gespräche zwischen dem Geistlichen 
und dem Verurteilten nicht zu stören. Am Abend darf der Ver—⸗ 
urteilte sich noch etwas Abendessen bestellen, was meistens ab⸗ 
gelehnt wird, auch erfolgt in der NRegel der Besuch des Scharf⸗ 
richters, der unter irgendeinem Vorwand sich den Hals des 
Hinzurichtenden ansieht. Dann kommt die lange Nacht, die 
kein Ende nehmen will. Mein erster Mörder war gänzlich un— 
empfänglich; er hatte einen Radfahrer auf einsamem Feldwege 
erschossen, den Halbtoten im Felde verscharrt und war davon— 
geradelt. Aber der Sterbende hatte noch eine Hand aus dem 
Acker herausgewühlt; sie wurde zur Rächerin, der Mörder 
schnell gefaßt. In sein Herz konnte ich keinen Eingang ge— 
winnen, er starb wie ein Stock. Mein zweiter Mörder hatte 
seine Frau erwürgt; wie das Gericht annahm, um sie los zu 
werden, wie er selber behauptete, im Jähzorn, weil sie das Kind 
im Bett erdrückt hätte. Er wollte hingerichtet werden, weil er 
mit dieser Tat auf seinem Gewissen doch nicht leben könne. Er 
starb mit Hoffnung auf ein Wiedersehen mit seiner Fraul — 
Mein dritter Mörder war ein junger, feiner Mensch, begabt; 
er hatte in Wien einen Juwelier ermordet und beraubt. Er 
hatte mir sein ganzes Leben aufgedeckt, auch seine verfehlte Liebe 
zu einer Berlinerin. Das hatte ihn ins Ausland getrieben, 
ins Elend und zum Morde. In der Todesnacht diktierte er mir 
seine Gedanken vor, während und nach seiner Tat; ein erschüt— 
terndes Geständnis, vier enggeschriebene Seiten. Er hatte im 
ganzen mehr gelesen, als er vertragen konnte, übergebildet für 
seine Fähigkeiten. Der vierte Mörder war ein wilder Groß— 
stadtmensch; in besserer Luft wäre er wohl ein tüchtiger Mann 
geworden, denn sein Herz war ursprünglich nicht schlecht, seine 
Fähigkeiten waren gut. Aber der Leichtsinnige mit Leicht— 
sinnigen zusammen sinkt; Frauenzimmer taten das ihrige: „Als
	        

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