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Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Ausgabe 1872 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Ausgabe 1872 (Public Domain)

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin : für die Rechnungsjahre ... / Berlin
Erschienen:
Berlin 1921
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Erscheinungsverlauf:
1854/1855-1859/1860; 1862/1863-1872; 1874-1883/1884; 1885/1886-1887/1888; 1898/1899-1913; 1915-1918/1920
Fußnote:
Jahrgang 1859/60-1886/1887 erschienen als Beilage zu: Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin
Jahrgang 1887/1888 erschienen als Beilage zu: Gemeindeblatt der Stadt Berlin
ZDB-ID:
2899586-7 ZDB
Berlin:
B 765 Staat. Politik. Verwaltung: Verwaltungsberichte. Haushaltspläne
Kommunalwissenschaften:
Kws 770 Verwaltung. Verwaltungswissenschaften: Verwaltungspolitik
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Verwaltung. Politik
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1873
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 765 Staat. Politik. Verwaltung: Verwaltungsberichte. Haushaltspläne
Kommunalwissenschaften:
Kws 770 Verwaltung. Verwaltungswissenschaften: Verwaltungspolitik
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-12801786
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 765/65:1872
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Verwaltung. Politik
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Kapitel

Titel:
No. V. Bericht über die Verwaltung der städtischen Armenpflege

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1872 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • No. I. [General-Bericht des Magistrats]
  • No. II. Bericht der städtischen Schul-Deputation
  • No. III. Bericht über die städtischen höheren Lehranstalten für das männliche Geschlecht und die städtischen Fortbildungs-Anstalten
  • No. IV. Bericht über die städtischen Volksbibliotheken
  • No. V. Bericht über die Verwaltung der städtischen Armenpflege
  • No. VI. Bericht über die Verwaltung des als Siechenhaus benutzten städtischen Krankenhauses in der Gitschiner-Straße 104-105
  • No. VII. Bericht der Armen-Direction, Abtheilung für die Waisen-Verwaltung
  • No. VIII. Bericht über die Verwaltung des Arbeitshauses, des Arbeitshaus-Filial-Hospitals und der städtischen Irren-Verpflegungs-Anstalt
  • No. IX. Bericht über die Verwaltung des Friedrich-Wilhelms-Hospitals
  • No. X. Bericht der Deputation zur Verwaltung des Gesinde-Belohnungs- und Unterstützungs-Fonds
  • No. XI. Berichte über die Verwaltung der selbstständigen Hospitäler und Stiftungen städtischen Patronats
  • No. XII. Bericht über I. Die Friedrich-Wilhelms-Anstalt für Arbeitsame ; II. Die damit verbundene von Biedersee-Stiftung
  • No. XIII. Bericht der Invaliden- und Veteranen-Unterstützungs-Deputation
  • No. XIV. Bericht über die Militär-Angelegenheiten
  • No. XV. Bericht der Steuer- und Einquartierungs-Deputation
  • No. XVI. Bericht über die städtische Bau-Verwaltung
  • No. XVII. Bericht der Deputation für Gewerbe- und Niederlassungs-Angelegenheiten
  • No. XVIII. Bericht der Forst- und Oekonomie-Deputation
  • No. XIX. Bericht der Deputation für die Verwaltung der städtischen Park-, Garten- und Baum-Anlagen
  • No. XX. Bericht der Deputation zur Beschaffung der Brennmaterialien
  • No. XXI. Bericht über die Sparkasse
  • No. XXII. Bericht über die städtische Feuer-Societät
  • No. XXIII. Bericht des Curatoriums für das städtische Erleuchtungswesen
  • No. XXIV. Bericht über die vereinigten Verwaltungen der Feuerwehr, Telegraphie, polizeilichen und städtischen Straßenreinigung

Volltext

Verwaltungs - Bericht 
des 
Magistrats zu Berlin 
pro 
1872. 
JW v. 
Bericht 
über die 
Verwaltung der städtischen Armenpstege. 
Dem nachstehenden Verwaltnngsberichte über die städtische Armenpflege 
im Jahre 1872 sind wir dies Mal nur wenige Bemerkungen voranzu- 
schickcn veranlaßt. 
Im Anschluß an den Eingang unseres letzten Berichts können wir 
constatiren, daß die neue Armengesctzgebung des Deutschen Reiches immer 
mehr eine einheitliche Entwickelung zum Vortheil der verpflichteten Armen- 
Berbände sowohl/ als der ihrer Unterstützung bedürftigen Individuen ge 
wonnen hat und die große Zahl der Streitigkeiten und Differenzen in 
Folge mannigfacher, principiell wichtiger Entscheidungen der betreffenden 
Verwaltungsbehörden in Abnahme begriffen ist. Die unbedingte Frei 
zügigkeit scheint selbst für die großen Städte, speciell für Berlin, nicht die 
von principiellen Gegnern derselben gefürchteten Nachtheile zu erzeugen, 
sondern in sich selbst einen Regulator zu haben, indem leichtsinnige Zu 
zügler bald den Ort wieder verlassen, wo sie ihre Existenz nicht finden. 
Insbesondere trifft dies bei den Arbeitnehmern zu, die in Hoffnung auf 
guten Verdienst ein neues Domicil vorübergehend begründen, aber es auch 
bald wieder aufgeben, wenn sie sich getäuscht sehen. Wohl mit in Folge 
dessen hat sich hier im vorigen Jahre nicht ein so gewaltiger Wohnungs 
mangel gezeigt, wie im Jahre 1871. 
Das hervortretendere Uebel waren die zu einer bis dahin ungekaunten 
Höhe steigenden Wohnungspreise, welche viele Familien für längere oder 
kürzere Zeit obdachlos werden ließen, und selbst zum Bauen und Be 
wohnen elender Baracken in der weiteren Umgebung der Stadt verleiteten, 
die sie freilich nach einiger Zeit in Folge energischen Einschreitens der 
Polizeibehörde wieder aufgeben mußten. Die Steigerung der Miethspreise 
war und ist überhaupt der Grund eines erheblichen Umzugs der armen 
Bevölkerung aus dem Mittelpunkte nach der Peripherie der Stadt. 
Andere, noch in leidlichen Verhältnissen lebende Familien, namentlich 
Pensionaire, zogen eS vor, "Berlin zu verlassen und billigere Wohnorte 
aufzusuchen. Inzwischen haben zahlreiche Neubauten dem Wohnungs 
bedürfnisse mehr und -mehr abgeholfen und es steht zu erwarten, daß 
manche, noch in der Ausführung begriffene, großartige Bauunternehmungen 
sowohl gesunderes und besseres Unterkommen gewähren, als auch die 
exorbitanten Miethen herunterdrücken werden. 
Gegenüber dieser Calamität zeigte sich aber andererseits im vergan 
genen Jahre ein erhebliches Steigen des Verdienstes bei der arbeitenden 
Classe, ja oft ein Mangel an Arbeitskräften, so daß unsere Armenpflege 
kaum je wegen mangelnden oder unzureichenden Verdienstes mit Extra- 
unterstützungen einzuschreiten brauchte und sich dieser Ausgabetitel trotz der 
vermehrten Einwohnerzahl nicht unbeträchtlich vermindert hat. Auch der 
Zuspruch bei der Armenspeisung war aus diesem Grunde, abgesehen von 
der milderen Witterung im Winter, ein viel geringerer als sonst. Wenn 
sich deffen ungeachtet die Gesammtausgaben für das vergangene Jahr um 
circa 131,000 Thlr. gesteigert haben, so liegt dies einmal in der Erhö 
hung der Quote für die Almosen- und Pflegegeldempfänger aus Anlaß der 
gesteigerten Preise aller Lebensbedürfnisse, sodann aber und abgesehen von 
der Zunahme der Bevölkerung wesentlich in der geschlossenen Krankenpflege, 
die in Folge der größeren Zahl der Kranken und der höheren Verpflegungs 
sätze schon allein gegen 60,000 Thlr. an Kosten mehr erfordert hat. Die 
Pocken- und noch mehr die äußerst starke Typhus-Epidemie machten die 
Ueberweisung sehr vieler, sonst vielleicht in ihrer Familie verpflegten Pa 
tienten in die Krankenhäuser nothwendig und es mußte auch nach dem 
Erlöschen der Epidemien das neue Barackenlazareth in Moabit als Hülfs- 
krankenhaus benutzt werden, weil die übrigen Krankenhäuser überfüllt waren. 
Wir hoffen deshalb, daß das neue städtische Krankenhaus am Friedrichs 
hain recht bald wird in Benutzung genommen werden können. Auch auf 
dem Gebiete der Hospitalpflege haben sich die bestehenden Anstalten als 
unzulänglich erwiesen, und uns zu Anträgen auf Erweiterung oder Ver 
mehrung bei den Communalbehörden genöthigt. Wesentlich leidet hierunter 
auch unsere Abtheilung für die Arbeitshaus- und Jrren-Verpflegungs- 
Anstalt und die erheblichen Mehrausgaben derselben schreiben sich zum 
Theil daraus her, daß eine große Zahl unheilbarer Irren in Privat 
anstalten auf Kosten der Commune untergebracht werden mußten. 
Wegen des Details unserer Verwaltung nehmen wir auf den nach 
stehenden Bericht Bezug. -In Betreff unserer Organe für die offene 
Armenpflege haben wir noch zu erwähnen, daß sich die Zahl der Armen- 
Commissionen durch die nothwendig gewordene Theilung zweier von 113 
auf 115 vermehrt hat, bei denen außer den 105 Stadtverordneten an 
Vorstehern 105, incl. 2 besoldeten, und an Mitgliedern 1087 thätig ge 
wesen sind. Die Stelle eines besoldeten Vorstehers in der Roscnthaler 
Vorstadt konnten wir eingehen laffen, da sich zu unserer Freude Männer 
zur unentgeltlichen Leitung der betreffenden Armen-Commission bereit ge 
funden haben. 
«»ichti.Bkilage IS. ju Nr. 36. d. C«nim..Bl. de 1873. 
I. Offene
	        

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