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Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain) Ausgabe 1871 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin : für die Rechnungsjahre ... / Berlin
Publication:
Berlin 1921
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1854/1855-1859/1860; 1862/1863-1872; 1874-1883/1884; 1885/1886-1887/1888; 1898/1899-1913; 1915-1918/1920
Note:
Jahrgang 1859/60-1886/1887 erschienen als Beilage zu: Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin
Jahrgang 1887/1888 erschienen als Beilage zu: Gemeindeblatt der Stadt Berlin
ZDB-ID:
2899586-7 ZDB
Berlin:
B 765 Staat. Politik. Verwaltung: Verwaltungsberichte. Haushaltspläne
Urban Studies:
Kws 770 Verwaltung. Verwaltungswissenschaften: Verwaltungspolitik
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1871
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 765 Staat. Politik. Verwaltung: Verwaltungsberichte. Haushaltspläne
Urban Studies:
Kws 770 Verwaltung. Verwaltungswissenschaften: Verwaltungspolitik
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-12799738
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
Verw 111:1871
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Public administration,politics
State,Politics,Administration,Law

Chapter

Title:
No. VII. Bericht der Armen-Direction, Abtheilung für die Waisen-Verwaltung

Contents

Table of contents

  • Verwaltungs-Bericht des Magistrats zu Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1871 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • No. I. [Einleitender General-Vorbericht des Magistrats]
  • No. II. Bericht der städtischen Schul-Deputation
  • No. III. Bericht über die städtischen höheren Lehranstalten für das männliche Gestalt und die städtischen Fortbildungsanstalten
  • No. IV. Bericht über die städtischen Volksbibliotheken
  • No. V. Bericht über die Verwaltung der städtischen Armenpflege
  • No. VI. Bericht über die Verwaltung des städtischen Siechenhauses in der Gitschinerstraße
  • No. VII. Bericht der Armen-Direction, Abtheilung für die Waisen-Verwaltung
  • No. VIII. Bericht über die Verwaltung des Arbeitshauses, des Arbeits-Filial-Hospitals und der städtischen Irren-Verpflegungs-Anstalt
  • No. IX. Bericht über die Verwaltung des Friedrich-Wilhelm-Hospitals
  • No. X. Bericht der Deputation zur Verwaltung des Gesinde-Belohnungs- und Unterstützungs- Fond
  • No. XI. Berichte über die Verwaltung der selbstständigen Hospitäler und Stiftungen städtischen Patronats
  • No. XII. Berichte über die Friedrich-Wilhelms-Anstalt für Arbeitsame
  • No. XIII. Bericht der Invaliden- und Vetreranen-Unterstützungs-Deputation
  • No. XIV. Bericht über die Militär-Angelegenheiten
  • No. XVI. Bericht über die städtische Bau-Verwaltung
  • No. XVII. Bericht der Deputation für Gewerbe- und Niederlassungs-Angelegenheiten
  • No. XVIII. Bericht der Forst- und Ökonomie-Deputation
  • No. XIX. Bericht der Deputation für die Verwaltung der städtischen Park-, Garten- und Baum-Anlagen
  • No. XX. Bericht der Deputation zur Beschaffung von Brennmaterialien
  • No. XXI. Bericht über die Spar-Kasse
  • No. XXII. Bericht über die städtische Feuer-Societät
  • No. XXIII. Bericht des Curatoriums für das städtische Erleuchtungswesen
  • No. XXIV. Bericht über die vereinigten Verwaltungen der Feuerwehr, Telegraphie, polizeilichen und städtischen Straßenreinigung

Full text

Verwaltungs-Bericht 
des 
Magistrats zu Berlin 
pro 
1871. 
Jtf TO 
Bericht 
der 
Armen-Direktion, Abtheilung für die Waisen-Verwaltung. 
Den Specialberichten über die Waisen-Erziehungs-Anstalt zu Rum 
melsburg, die Depöt- und Kostpflege schicken wir auch diesmal eine Ueber 
sicht (Tabelle A.) voran, in welcher sich die gesammten, im Vorjahre von 
uns verpflegten Kinder, je nach der Art ihrer Unterbringung, gruppirt 
finden. 
Zur Erläuterung über den Zu- und Abgang der Kinder fügen wir 
die Tabelle B. bei. 
Aus diesen Aufstellungen geht hervor, daß sich am Schluffe des ver 
gangenen Jahres 3,080 Kinder in unserer Waisenpflege befanden. Ultimo 
December 1870 betrug die Zahl derselben 2,880; mithin sind am Schluffe 
des vergangenen Jahres 200 Kinder mehr verpflegt worden, als im Vor 
jahre. 
Die Durchschnittszahl der verpflegten Kinder im Jahre 1871 gegen 
das Jahr 1870 ergiebt eine Steigerung um 193. Während dieselbe näm 
lich im Jahre 1870 2,803 betrug, stellte sie sich im Jahre 1871 auf 
2,996. 
Die Zahl unserer Waisenkinder ist seit Jahren in einem fortwähren 
den Steigen begriffen. Mannigfache Verhältnisse haben dazu beigetragen. 
Zunächst die Vergrößerung Berlins selbst; denn mit der Zunahme der Be 
völkerung mußte auch eine Zunahme desjenigen Theiles derselben, welcher 
der städtischen Waisenpflege anheim fällt, erwartet werden. Vielleicht hat 
die „Metropole des deutschen Reiches" unter der Gunst des Freizügigkeits- 
gesetzes in der letzten Zeit gerade mehr ärmere Leute herangelockt, welche 
hier ihr Glück zu machen gedenken, oft aber bald in vollständige Dürftigkeit 
sinken. Jedenfalls ist dieser Zufluß so schnell gekommen, daß er sich schwer 
in Berlin sofort einrichten kann. Der Mangel an solchen kleinen 
Wohnungen, deren Miethspreis der kleine Mann bezahlen kann,' hatte 
sich in den letzten Jahren wiederholt fühlbar gemacht. B.ei jedem Quartal- 
j Wechsel wurden Kinder dem Waisenhause zugeführt, welche von Hren Eltern, 
f in Ermangelung einer Wohnung, verlassen waren. Im Vorjahre und in 
sonderheit zu Ostern d. I. hat aber die Zahl derselben in höchst erschrecken 
der Weise zugenommen, denn allein in der Zeit vom 1. bis 14. April 
d. I. mußten 254 Kinder, meist obdachloser Familien, in das DepSt auf 
genommen werden. 
Die Wohnungsnoth ist um so bedenklicher, als sie den allgemeinen 
GesundhsitLz»stand und die Sittlichkeit in hohem Grade gefährdet. 
Dies zeigtsich recht deutlich an unseren'Kindern, von denen die meisten 
bei ihrer Einlieferung, was ihre Physische und geistige Entwickelung betrifft, 
ein .Bild des Jammers darbieten. Wenn Kinder in engen, niedrigen Woh 
nungen sich auHalten" wenn sie in zusammengedrängten Waffen in einer 
Atmosphäre leben, die voll von giftigen Miasmen ist, wenn sie in feuchten 
Kammern auf faulem Stroh in Betten liegen müssen, welche starr sind 
vor Schmutz, wenn sie wochenlang keine frische Wäsche erhalten, nicht ge 
kämmt, nicht gewaschen, nicht gebadet werden, da muß ja die Gesundheit 
und das Wachsthum der Kinder verkümmern. 
Daß die Sittlichkeit der Kinder durch das enge Zusammenwohnen 
der einzelnen Familienglieder untergraben wird, geht aus den schamlosen 
Reden, welche die neu uns eingelieferten Kinder untereinander führen, auf 
das Deutlichste hervor. Hier wird der Keim gelegt zu dem Laster, welchem 
viele von diesen Kindern ,n späteren Jahren verfallen. 
Außer dem Wohnungsmangel waren es noch zwei andere Factoren, 
welche speciell im Vorjahr die Zahl unserer Waisenpfleglinge vergrößerten. 
v-richt».B»ilage 19. zu Nr 31. de« C°mm..vl. de 1873. 
Zunächst die Strikes, welche im Vorjahre fast unter den Arbeiter« 
sämmtlicher Hauptgewerbe ausgebrochen waren. Wie viele Kinder aus diesem 
Grunde in das Waisenhaus aufgenommen werden mußten, läßt sich aller- 
dings nicht angeben. Aber es ist klar, daß längere Arbeitslosigkeit de« 
Familienhauptes die Zerrüttung vieler Arbeiter - Familien hinter sich läßt, 
und hiernach ist wohl anzunehmen, daß eine nicht unbedeutende Zahl von 
den uns überwiesenen 362 Kindern, deren Eltern sich heimlich entfernt 
hatten, jenen Familien angehörte. 
Die meisten Kinder sind uns aber unstreitig durch die verheerende 
Pocken-Epidemie zugefallen. Von den 436 resp. 459 Kindern, welche 
in die Anstalt aufgenommen werden mußten, weil ihre Eltern krank oder 
verstorben waren, kamen mehr denn die Hälfte aus solchen Familien, in 
denen die Pocken herrschten oder bereits Opfer gefordert hatten. Um diese, 
sowie unsere übrigen, sowohl in der Anstalt als auch in der Kostpflege be 
findlichen Kinder möglichst vor der Pocken-Epidemie zu schützen, haben wir 
sie sämmtlich, wenn sie vor 9 Jahren mit Erfolg geimpft waren, revacci- 
niren, und waren sie ohne Erfolg geimpft, ohne Rücksicht auf die Zwischen 
zeit, noch einmal impfen lassen. 
Die in unserem letzten Berichte in Aussicht genommene neue Orga 
nisation, nach welcher sämmtliche Mädchen aus der Waisen-Er- 
ziehungs-Anstalt zu Rammelsburg entfernt und in die Kost 
pflege gebracht werden sollten, ist am 1. Oktober v. I. zur Aus 
führung gebracht worden. 
Nachdem wir schon im August pr. mit der Evacuirung der Mädchen 
häuser begonnen hatten, nahmen wir am 2. Oktober die noch verbliebenen 
59 Mädchen in das DepSt und brachten sie von hier aus in geeignete 
Familien, welche uns in ausreichender Zahl zur Verfügung standen. Die 
Maßnahme, sämmtliche Waisenmädchen in Familien erziehen zu lassen, hat 
sich bis jetzt in jeder Beziehung bewährt; auch ist unsere Mädchen-Station 
im DepSt" nicht stärker besetzt gewesen, als zu der Zeit, wo noch die 
Mädchenhäuser in Rummelsburg bestanden. 
Die durch die Entlassung der Mädchen in der Rummelsburger Waisen- 
Anstalt frei gewordenen Räume sind für ein qeueS (6.) Knabenhaus und außer 
dem für eine sogenannte Durchgänger-Station, d. h. eine Station für die 
am kürzesten in unserer Pflege verbleibenden Knaben eingerichtet, und gleich 
zeitig ist aus dem noch disponibel gewesenen, bisher von den Mädchenleh 
rern bewohnten Hause ein besonderes Schulhaus für die Anstalt hergestellt 
worden. 
Was bezüglich der confirmirten Waisenmädchen geschehen ist 
und welche Resultate bezüglich derselben erzielt worden sind, darüber spricht 
der Bericht der Verwaltungs-Direction in ausführlicher Weise. In dem 
selben sind auch die Ergebnisse mitgetheilt, welche die bei dem Königlich en 
Polizei-Präsidium angestellten Ermittelungen über die sittliche Führung der 
in den Jahren 1884 bis incl. 1870 in der hiesigen Kostpflege consirmirte« 
Mädchen ergeben haben. Von den 420 Mädchen sind 16 oder 3,8 pC t. 
der Prostitution anheimgefallen. 
Eine gleiche Recherche ist in Betreff der aus der Rummelsburgrr 
Waisenanstalt in demselben Zeitraum entlassenen Mädchen vorgenommen. 
Nach derselben sind von den confirmirten 277 Mädchen 12, d. h. 4,3 pCt 
der Prostitution ergeben; mithin im Ganzen von 697 Waisenmädchen 2 8 
oder rot. 4 pCt. 
Wir haben niemals die Ansicht gehabt oder auch nur die sanguinische Hoff *
	        

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