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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1895, IV. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Metadaten: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1895, IV. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Communal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin : Organ für die gesamte Gemeinde-Verwaltung und communale Interessen / herausgegeben vom Magistrat zu Berlin
Weitere Titel:
Beilagen zum Communalblatt der Haupt- und Residenzstadt Berlin
Kommunal-Blatt der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin
Erschienen:
Berlin: Verlag von J. Sittenfeld 1887
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Erscheinungsverlauf:
1.1860-28.1887
Fußnote:
Zahlreiche gezählte und ungezählte Beilagen, ab 1866 teilweise zusammengefasst unter dem Titel: Beilagen zum Communalblatt der Haupt- und Residenzstadt Berlin
ZDB-ID:
2898655-6 ZDB
Spätere Titel:
Gemeindeblatt der Stadt Berlin
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1868
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 750/2 a:1868
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Beilage

Erschienen:
, 1868

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1895, IV. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nummer 1, 6. Januar 1895
  • Nummer 2, 13. Januar 1895
  • Nummer 3, 20. Januar 1895
  • Nummer 4, 27. Januar 1895
  • Nummer 5, 3. Februar 1895
  • Nummer 6, 10. Februar 1895
  • Nummer 7, 17. Februar 1895
  • Nummer 8, 24. Februar 1895
  • Nummer 9, 3. März 1895
  • Nummer 10, 10. März 1895
  • Nummer 11, 17. März 1895
  • Nummer 12, 24. März 1895
  • Nummer 13, 31. März 1895
  • Nummer 14, 7. April 1895
  • Nummer 15, 14. April 1895
  • Nummer 16, 21. April 1895
  • Nummer 17, 28. April 1895
  • Nummer 18, 5. Mai 1895
  • Nummer 19, 12. Mai 1895
  • Nummer 20, 19. Mai 1895
  • Nummer 21, 26. Mai 1895
  • Nummer 22, 2. Juni 1895
  • Nummer 23, 9. Juni 1895
  • Nummer 24, 16. Juni 1895
  • Nummer 25, 23. Juni 1895
  • Nummer 26, 30. Juni 1895
  • Nummer 27, 7. Juli 1895
  • Nummer 28, 14. Juli 1895
  • Nummer 29, 21. Juli 1895
  • Nummer 30, 28. Juli 1895
  • Nummer 31, 4. August 1895
  • Nummer 32, 11. August 1895
  • Nummer 33, 18. August 1895
  • Nummer 34, 25. August 1895
  • Nummer 35, 1. September 1895
  • Nummer 36, 8. September 1895
  • Nummer 37, 15. September 1895
  • Nummer 38, 22. September 1895
  • Nummer 39, 29. September 1895
  • Nummer 40, 6. Oktober 1895
  • Nummer 41, 13. Oktober 1895
  • Nummer 42, 20. Oktober 1895
  • Nummer 43, 27. Oktober 1895
  • Nummer 44, 3. November 1895
  • Nummer 45, 10. November 1895
  • Nummer 46, 17. November 1895
  • Nummer 47, 24. November 1895
  • Nummer 48, 1. Dezember 1895
  • Nummer 49, 8. Dezember 1895
  • Nummer 50, 15. Dezember 1895
  • Nummer 51, 22. Dezember 1895
  • Nummer 52, 29. Dezember 1895
  • Farbkarte

Volltext

Verliner SIllustrirte Zeitung. 
„Ohne Tritt! Rührt Euch!“ kommandirte der 
dompagnie⸗Chef, sich im Sattel umwendend. 
Sogleich würde die Kompagnie länger, und 
änger, der regelmäßige Marschtakt verschwand und 
nachte einem verworrenen Getrappel, Platz, die Ge— 
vehre lagen wie Kraut und, Rüben über der rechten 
der der linken Schulter, halblaute Ausrufe und 
Helächter tönten aus den Reihen. 
Der kothige, krumme Vorstadtweg zog sich lang 
in. Zwei endlose Iehen niederer, verwahrloster 
hʒäuser, die sich wie Bettelvolk um die mächtig 
ufragenden Steinquadern, die schlank empor— 
Hießenden Schlote der Fabrik vormals Gieisecke, 
dern und Kompagnie schaarten. 
Vor der Fabrik füllten, als die Kompagnie heran 
am, dichte, schwarze Menschenklumpen die Straße. 
Zum Theil, boten sie das gewohnte Bild des 
holtes der Arbeit, jene dunklen, einförmigen Ge— 
alten, wie sie allmorgendlich, das Blechgeschirr 
nter dem Arm, die Hände fröstelnd in den Taschen, 
ur Werkstatt strebten. 
Aber diese Gestalten waren in der Minderzahl. 
Undere Arbeiter tauchten zwischen ihnen auf, in 
sren Sonntagsröcken und mit steifen Filzhüten, auf 
eren Krempe das rothe Federchen der, Sozial— 
emokratie sich blähte, manche auch mit rothen 
delken im Knopfloch oͤder einem xothen Shlips, 
Sie hielten die zur Arbeit Gehenden vor dem 
Thore an. Ueberall, standen, Gruppen in halb— 
autem, verbissenen Wortwechsel und, trennten sich 
nit finsterem Achselzucken oder höhnischem Lachen. 
In der Thoreinfahrt standen zwei oder drei Herren, 
Hleiflift und Papier in der Hand, und notirten mit 
eruftem Gesicht die Namen der Ein— 
tretenden. Neben ihnen am Lingang 
wei Schutzleute. Das frostige Grau 
des Morgens gab dem Ganzen ein 
ůsteres, beinahe unheimliches Ansehen. 
Vor der Kompagnie machte Alles 
chweigend rechts und links Platz. 
Wieder sah Elcke, wie nach jenem 
Nbend am See, das finstere, verbissene 
ächeln auf den Gesichtern der Prole— 
arier, wäͤhrend die Truppe, neugierig 
iach beiden Seiten blickend, an ihnen 
orbei und zur Stadt hinaus marschirte. 
„Was 'ist denn da los, Rother?“ 
rug Elcke den neben ihm gehenden 
Sergeanten. Er hatte eine dumpfe 
Frinnerung, als sei unlängst im Kasino 
davon gesprochen worden, daß die 
Plebs demnächst aus dem Häuschen 
gerathen würde. 
„Der erste Mai, Herr Lieutenant!“ 
meldete Rother. „Heute wollen sie alle 
nicht arbeiten .. hier in der Fabrik 
nicht . .. und in Berlin nicht ... 
und überall nicht!“ 
„Ja. .. warum denn nicht?“ 
„Sie haben sich das so aus 
Xdacht. Der alte „Hexr. Direkto— 
Hiesecke hat freilich die drei Haupt— 
trakehler an sein Bett rufen lassen und 
hat gesagt: „Wer mir am ersten Mai 
richt zur Arbeit kommt, der kann gleich 
14 Tage, wegbleiben“ — „aber den 
derlen ist das ja ganz egal!“ ... 
„Dolle Gefellschaft!“ sagte Elcke 
und das Gespräch verstummte. 
Aber während sie weiter und 
veiter schritten, aus dem Städtchen 
hinaus, auf dem Ackerweg über die im 
Maienglanz leuchtenden, thaubeperlten 
Fluren und in die würzige Luft des 
mospenden Buchenwaldes hinein, wurde 
der Lieutenant den Gedanken an diese 
Arbeiter nicht los. Merkwürdige, trotzige 
Kerle — das! Weigerten fich auf ein⸗ 
nal, sich für andere Leute abzurackern und ihnen 
»as Gold für Hochzeitsreisen nach dem Gardasee 
ind stilvoll eingerichtete, lauschige Villen und ungarische 
zollblutjucker zu liefern! 
„Rahn ..“ wieviel verdient so ein Arbeiter un⸗ 
efähr?“ frug er plötzlich den vor ihm schreitenden 
Muskfetier, einen hageren, schwarzbärtigen Menschen, 
on dem er wußte, daß er gelernter Maschinen⸗ 
chlosser war. 
„Das geht nach der Woche, Herr Lieutenant! .. 
28 oder 30 Mark!“ 
„So“, sagte Elcke und dachte bei sich: — also 
gehr als ein Lieutenant! Denun der bekommt an 
hage und Servis kaum, 100 Mark, im Monat. 
zreilich auch noch freie Wohnung. Aber was für 
zerpflichtungen dagegen! 
Das Eiukommen eines Fabrikarbeiters, und eine 
ztellung auf den Höhen der Gesellschaft! — Das 
dar ein Zwiespalt, den er nicht begreifen und nicht 
iberwinden konnte. 
Eccke dachte daran, daß der junge Giesecke neulich 
inen Vetter bei den Dragonern in der Nachbar— 
chaft besucht und am selben Abend 1500 Mark im 
zeu verloren hatte, ohne darüber auch nur einen 
Noment seine rosige Laune einzubüßen. 15000 Mark! 
das bedeutete für ihn, Albrecht von Elcke, die 
19 
Die beiden Anderen antworteten nicht. 
Was ist denn los?“ frug Jener weiter. „Kriegt 
denn der Oberst ein Ständchen?“ 
„Nee — das nicht!“ erwiderte der kleine Hessel 
and sah auf Elcke. 
„Ein Ständchen kriegt er nicht!“ sagte dieser 
ruhig zu dem Reservemann, aber einen Schwieger⸗ 
sohnEr verheirathet heute seine Tochter an unseren 
Regimentskameraden Giesecke.“ 
Ach ja , richtig, der Reservelieutenant hatte da— 
oon he 
„Also eine Aufmerksamkeit des Kapellmeisters für 
zie glückliche Braut?“ frug er scherzend. 
Elcke nickte. 
„Da wird es heute wohl leer im Kasino werden! 
Die“ aktiven Herren sind doch wohl alle beim Hoch— 
eitsmahl!“ 
„Nur wenige! Der alte Direktor Giesecke, der 
Vater des Bräutigams, ist schon seit Monaten schwer 
leidend. Die Hochzeit findet in aller Stille in seinem 
Hause statt·“· 
„O“ sfagte der Reservelieutenant, „.. dann sind 
Zie wohl auch nicht dabei?“ 
„RNein, . nicht einmal ich bin eingeladen!“ 
erwiderte Elcke lachend . .. „„.Denken Sie sich 
nur!. Und qußerdem habe ich gerade um die Zeit 
dienst , Kammer-Revision von drei Uhr ab .. 
ind vachher Turnen und ...“ 
„Haben Sie eine Idee von dem heutigen Feld⸗ 
ii frug Hessel plötzlich ganz unvermittelt da— 
wischen. 
Vinn erwiderte der Reservelieutenant verblüfft. 
Warum denn?“ 
Elcke zog eine Cigarre her—⸗ 
aus, betrachtete sie aufmerksam 
und brannte sie an. 
„Ich meine nur so!“ sprach Hessel gleichgültig 
vor sich hin und alle Drei schwiegen und horchten 
zuf die letzten, leise verhallenden Klänge der Musik. 
Da trappten Hufe durch den Thorweg. Der 
dompagnie⸗Chef ritt an. 
Mit der Miene eines Mannes, dem man eine 
nteressante Neuigkeit mittheilt, nahm Hauptmann 
Besch die Meldung Elckes entgegen, uͤsadn sich hier 
üunteroffiziere, 5 Spielleute und 97 Mann zum 
öniglichen Dienst versammelt hätten, und zog eilig 
denn er war schon in Verspätung — den Säbel. 
„Wenn, ich die Herren bitten darf, einzu— 
reten. ..“ 
Die Herren traten, die blanke Waffe in der Hand, 
in die' Flügel ihrer Züge. Gleich darauf schwenkte 
die siebente Kompagnie in Sektionen ab und zog 
nend an der reglos dastehenden Kasernenwache 
vorbei ins Freie. 
Das Städtchen i noch. Nur hie und da ein 
nißtönend pfeifender Bäckerjunge, ein kothbespritztes 
Fuhrwerk vom Lande auf den leeren Gassen. Sonst 
regte sich nichts hinter den herabgelassenen Läden, 
den träumenden Vorgärten, den wie verschlafen da— 
tehenden Häuferreihen, an denen der Marsch vor⸗ 
eiging. 
Nuͤn kam die Vorstadt. 
Nr. 40. 
Dienstleistung eines ganzen Jahres, eine unabseh— 
are Reihe eintöniger Exerzierstunden in Sommer— 
itze und Winterfrost, bei Tage und bei Nacht, eine 
dienstleistung, die seine ganze Persönlichkeit um— 
annt hielt und Tag für Tag seine ganzen Kräfte 
don ihm forderte. 
Freilich — Giesecke diente auch, obwohl er es 
richt nöthig hatte. Aber wie behaglich konnte sich 
er das Leben gestalten, wie leicht jeden Augenblick 
einen Abschied nehmen und mit vollen Händen in 
en Schaͤtzen des Lebens wühlen, während Elcke, 
der Splosse des uralten Kriegergeschlechts, verbittert 
und entsagend daneben stand .., 
Da erkönte ein langozogenes Kommando., Die 
dompagnie machte am Waldrand Halt, marschirte 
n Zuͤgen auf und setzte die Gewehre, zusammen. 
Dann trat die Mannschaft weg und bildete, liegend 
* stehend, zwischen den Bäumen schwatzende 
ruppen. 
Der Hauptmann war, da zum Beginn des Feld⸗ 
dienftes noch eine halbe Stunde fehlte, zu dem die 
lebung leitenden Stabsoffizier vorausgeritten. Der 
HNeservelientenant, der au einem starken Kater litt, 
— DDDDD 
n das thaufeuchte. Gras geworfen. So saßen Elcke 
ind Hessel allein beisammen am Grabenrand neben 
»em Wege. 
Erst nahmen sie nach altem Brauch einen 
üchtigen Schluck aus der Cognacflasche. Dann 
varf Elcke seinen Zigarrenstummel weg und blinzelte, 
inen Grashalm zwischen den Zähnen, finster in die 
bläuliche Ferne hinaus. 
Der kleine Lieutenant sah ihn von der Seite an. 
„Armer Kerl!“ sagte er nach einer Weile. „Heute 
st ein böser Tag für Dich!“ 
„Ein Tag wie jeder andere!“ erwiderte Elcke 
zleichgiltig. „Ich häbe damit abgeschlossen!“ 
„Hast Du das wirklich gekonnt?“ frug der 
Freund. 
Elcke schaute vor sich hin. 
„Allein wär' mir's zu schwer geworden!“ sagte 
r sangsam .. . .. ich konnte machen, was ich 
vollte .. ich wurde den Zorn und die Verbitterung 
richt los . .. im Gegentheil ... das wuchs von 
Tag zu Tag .., und wurde immer schlimmer!“ 
Und da machtest Du diese Reise?“ 
Da kam mir plötzlich der Gedanke an meinen 
Inlel.. den General!.“. Elcke zog eine neue 
zigarre heraus, betrachtete sie aufmerksam und 
rannte w an'. . „.. ich kunnte ihn gar micht. 
sch wußte nur, daß er Kommandirender des 28. Korps 
har und in unserem Familienverband .. na.. das 
annst Du Dir ja denken .. eine Art Halbgott.. 
in Mann, vor dem sich Alles in Ehrfurcht beugt. 
Dda dacht' ich mir: Wenn aärgend Jemand auf der 
krde Dir rathen und helfen kann, daß Du aus 
Deinen Zweifeln herauskommst, so muß es dieser 
roße, bedeutende Mann sein. Na.. und da nahm 
h zwei Tage Urlaub und fuhr die paar Eisenbahn⸗ 
fuünden zu dem General hin ...“ 
Und was sagtest Du ihm denn?“ 
Ich sagte ganz einfach: —— ... ich bin 
zhr' Neffe, der Lieutenant von Elcke vom Regiment 
Mu⸗ Maximilian. Ich bin irre an mir, an 
neinem Beruf, an meinen Kameraden, meinen Vor— 
jesetzten ... an der Gerechtigkeit der Welt ... an 
llein. Wenn Euer Erzellenz mich wieder auf den 
echten Weg weisen wollen, so werde, ich Ihnen mein 
zauzes Leben hindurch dankbar sein.“ ... 
AUnd er hat Dir diesen Weg gewiesen?“ 
Eide nickte, 
IIch war den ganzen Abend bei ihm! Und er 
9 mir gezeigt, daß es ein Mittel gegen Zorn und 
Hitterkeit giebte. .. das ist unsere Pflichterfüllung 
der Bienst! „Wer von Elcke heißt,“ sagte er 
u mir, „der bringt seinen Beruf schon mit guf die 
delte Er ist von der Vorsehung dazu bestimmt, 
ein Leben im Dienst des Königs und des Vater— 
andes zu verbringen und seine Befriedigung darin 
u suchen, daß er seiner Vorfahren würdig wird, 
ener zwanzig Elcke, die im siebenjährigen Krieg für 
en Großen Friedrich fielen, und jener Dutzende 
yon Anderen, die seitdem bei Leipzig und Waterloo 
ind Königgrätz und St. Privat auf dem FJelde der 
Ehre geblieben sind.“ 
Ja, Gott .. wenn's Krieg gäbe!“ .. sagte der 
leine Hessel. 
„Siehst Dunge, das wandte ich auch ein,“ er— 
viderte e eifrig. „Wenn es Krieg gäbe, Ex— 
ellenz .“ meinte ich, — ja .. dann wäre ich ge— 
diß der Erfte am Feind nnd mein Leben gälte mir 
inen Pappenstiel, wie unserem Vorfahren Achim, 
en sie mit sechzehn Löchern im Leib vom Schlächt⸗ 
eld von Fehrbellin aufhoben ..aber der eintönige 
leinliche Friedensdienst in der Kaserne . ..“ siehst 
u dZHa ließ er mich nicht ausreden! .. „Dienst 
st Dienst!“ sprach er und wurde noch ernster wie 
uvor — .. und im Dienst giebt es nichts Klein— 
iches. Sb Sie im Kugelregen eine Batterie 
türmen oder auf der Regimentskammer die Brod— 
eutel nachzählen, die wir zur Mobilmachung 
rauchen, das ist ganz dasselbe. So oder so dienen 
Zie Ihrem Koͤnig und Ihrem Vaterland. Und 
senen ihnen im“ Frieden mehr wie im Kriege!
	        

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