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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 6.1880 (Public Domain)

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fullscreen: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 6.1880 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Statistisches Jahrbuch / Herausgeber: Statistisches Landesamt Berlin
Publisher:
Berlin / Statistisches Landesamt
Publication:
Berlin: Kulturbuch-Verlag 1999
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1991-1999 ; mehr nicht digitalisiert
Note:
B 8/2
ZDB-ID:
2898511-4 ZDB
Previous Title:
Statistisches Jahrbuch
Berlin:
B 8 Allgemeines: Statistik
Urban Studies:
Kws 820 EU. Bund. Länder. Städte. Gemeinden. Institutionen: Bundesländer. Regierungsbezirke
DDC Group:
310 Statistik
Collection:
General Regional Studies
EU,federal government,federal states,cities,municipalities,institutions
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1998
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 8 Allgemeines: Statistik
Urban Studies:
Kws 820 EU. Bund. Länder. Städte. Gemeinden. Institutionen: Bundesländer. Regierungsbezirke
DDC Group:
310 Statistik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-11598542
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
General Regional Studies
EU,federal government,federal states,cities,municipalities,institutions

Chapter

Title:
III. Gesundheitswesen

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 6.1880 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Nr. 1, 03.01.1880
  • Nr. 2, 10.01.1880
  • Nr. 3, 17.01.1880
  • Nr. 4, 24.01.1880
  • Nr. 5, 31.01.1880
  • Nr. 6, 07.02.1880
  • Nr. 7, 14.02.1880
  • Nr. 8, 21.02.1880
  • Nr. 9, 28.02.1880
  • Nr. 10, 06.03.1880
  • Nr. 11, 13.03.1880
  • Nr. 12, 20.03.1880
  • Nr. 13, 27.03.1880
  • Nr. 14, 03.04.1880
  • Nr. 15, 10.04.1880
  • Nr. 16, 17.04.1880
  • Nr. 17, 24.04.1880
  • Nr. 18, 01.05.1880
  • Nr. 19, 08.05.1880
  • Nr. 20, 15.05.1880
  • Nr. 21, 22.05.1880
  • Nr. 22, 29.05.1880
  • Nr. 23, 05.06.1880
  • Nr. 24, 12.06.1880
  • Nr. 25, 19.06.1880
  • Nr. 26, 26.06.1880
  • Nr. 27, 03.07.1880
  • Nr. 28, 10.07.1880
  • Nr. 29, 17.07.1880
  • Nr. 30, 24.07.1880
  • Nr. 31, 31.07.1880
  • Nr. 32, 07.08.1880
  • Nr. 33, 14.08.1880
  • Nr. 34, 21.08.1880
  • Nr. 35, 28.08.1880
  • Nr. 36, 04.09.1880
  • Nr. 37, 11.09.1880
  • Nr. 38, 18.09.1880
  • Nr. 39, 25.09.1880

Full text

38 
wegnehmen und auf die Comodite hängen, wo es bis nach dem 
7jährigen Kriege gehangen haben soll. 
Sv endete der erste Aufenthalt der Barbarina in Berlin unter 
eben so sonderbaren Umständen, als er begonnen hatte. Ob schon 
damals das Verhältniß fest angeknüpft war, welches später zu so 
sonderbaren Verwickelungen Anlaß geben sollte, läßt sich aus dem 
vorliegenden Material nicht erkennen. — Damit ist die Liebschaft 
gemeint, welche der Geheime Rath von Cocceji, Sohn des Groß 
kanzlers gleichen Namens, mit der Barbarina hatte, und die mit 
einer Heirath endete. — Es lassen sich eben so viele Vermuthungen 
, für als gegen diese Annahme ausstellen. Auffallend ist es, daß 
am 21. Januar 1749 die Tänzerin Barbe Cochois heimlich und 
ohne Genehmigung des Königs, den Marquis d'Argens geheirathet 
hatte, und der König beim Bekanntwerden dieser Heirath den hef 
tigsten Unwillen äußerte, deswegen auffallend, weil die Barbarina 
diesem Beispiele so rasch gefolgt ist. Im Anfange des Jahres 
kam sic aus England zurück, und bald nach ihrer Ankunft ver 
breitete sich auch das Gerücht, sic sei nur deswegen so schnell 
wieder zurückgekommen, um den Geheimerath v. Cocceji zu hei 
rat hen, der ohne sie nicht leben könne. 
Das erste Zuverlässige über diese neue Phase, in welche das 
merkwürdige Leben der Barbarina hier in Berlin tritt, ist ein 
Brief des Grvßkanzlers v. Cocceji, den er am 4. Mai 1749 aus 
Eleve an den König schrieb. 
„Ich bedaure von Herzen, daß mein Sohn durch eine un 
glückliche Passiv» sich zu neuen Ausschweifungen hat verleiten 
lassen. Ich werde alle Mühe anwenden, denselben durch vernünf 
tige Vorstellungen aus dem Predpice, worinnen er sich zu werfen 
scheint, zu retten. Wenn aber dieser Mensch zu weit gehen sollte, 
werde ich mir die Freiheit nehmen, bei Ew. k. Majestät Hülfe zu 
suchen". 
Ein kurzer, im Geschäftsstil gehaltener, aber inhaltsschwerer 
Brief: er spricht von „neuen Ausschweifungen", wonach jedenfalls 
einige ältere dergleichen vorausgesetzt werden muffen, nennt den 
Sohn, und nicht allein Sohn, sondern auch "Geheimrath 
schlechtweg einen Menschen, und die Liebe der Barbarina ein Pre- 
cipice! — Was diese älteren Ausschweifungen betrifft, so mag viel 
leicht folgender Vorfall Veranlassung dazu gegeben haben, den ich 
in der Familie des, unter Friedrich dem Großen so thätigen De 
korationsmalers Verona erzählen hörte, aber durch keine andere 
Quelle als diese verbürgen kann. Der Gcheimerath soll nämlich 
bei einer Opernvorstellung, in welcher die Barbarina getanzt, der 
maßen von seiner Liebe übermannt worden sein, daß er auf das 
Theater gesprungen und ihr dort eonim populo eine Liebeserklä 
rung gemacht! Wenn wir auch die Aufführung auf eine Probe 
reduciren, und so der ungewöhnlichen Huldigung den frappantesten 
Theil ihrer Eigenthümlichkeit rauben, so bleibt doch der geheim- 
räthliche Sprung auf die Bühne immer etwas, lvenigstens nicht 
häufig Vorkommendes. Ja, ist auch dieser ganze Vorgang nicht 
wahr, so muß immer irgend etwas Ungewöhnliches, für einen 
Geheimrath sich nicht Schickendes, vorgefallen sein, was eine der 
artige Erfindung glaublich erscheinen läßt. 
Aus diesen Brief seines Groß-Kanzlers beauftragte der König 
den Staatsminister, Grafen Podewils, mit dem Geheimenrath 
v. Cocceji zu sprechen und ihm Vorstellungen zu machen. Dieser 
scheint aber den ministeriellen Zumuthungen nicht allein taube 
Ohren, sondern auch verliebte Lebensansichten mit ehelichen Zwecken 
entgegengesetzt zu haben, denn der Bericht des "Ministers an den 
König lautet eben nicht tröstlich. Jetzt mußte, da das Zureden 
bei dem verliebten Geheimenrath nichts geholfen hatte, dcr Käm 
merer Fredersdorf sich zu der von jenem geliebten Tänzerin be 
geben und ihr andeuten, daß der König nie in eine Heirath des 
Geheimenrath mit ihr willigen würde, daß sie sich nicht auf seinen 
königlichen Schutz verlassen, sondcni so schnell als möglich ein 
Land verlassen sollte, wo sie nur Unruhe und Verwirrung 
stiftete. 
Den Erfolg beider Verwendungen theilte der König dcr Mutter 
deö Geheimenraths Cocceji mit, die in Berlin lebte und also Zeuge 
der Unbesonnenheit ihres Sohnes war. Diese würdige alte Frau, 
eine geborne von Boschcfer dankt dem Könige in einem langen 
französischen Briefe und sagt unter anderem darin: 
„So lange ich lebe, wird Dankbarkeit gegen Ew. Maj. mein 
Herz erfüllen. Ein König läßt sich herab in Familien-Angelegen- 
heiten einzugehen! Möge aber die Güte Ew. Majestät nicht er 
müden, und wenn es noch Mittel giebt meinen unglücklichen Sohn 
zu retten, so retten sie ihn, wenn er sich dessen auch unwürdig ge 
macht hat. Meine Hand zittert, daß ich diese Bitte niederschreibe. 
Die Liebe einer Mutter macht mich blind! Wie kann ich die 
Kühnheit haben wollen, meinen König um so etwas (wir werden 
später sehen, was?) zu bitten. Alles, was ich besitze, Sire, kommt 
von den Wohlthaten Ew. Maj. K. Hauses. Der hochseligc König 
hat das Glück meines Vaters gemacht, Ew. Maj. das Glück 
meines Gatten, und haben uns mit Gnadenbeweisen überhäuft, 
und doch wird es ein noch größerer Gnadcnbewcis sein, wenn Sie 
meinen Sohn von seiner wahnsinnigen Leidenschaft heilen. 
Berlin, den 1. August." 
Die in diesem, von dcr Besorgniß einer zärtlichen Mutter 
diktirten Brief enthaltene Bitte, bestand darin, daß der König 
ihrem Sohne den Rath geben lassen möchte, auf einige Zeit außer 
Landes zu gehen, aber auch Vorsichtsmaßregeln zu treffen, daß er 
anderswo nicht mit dcr Barbarina zusammentreffe. Wie der 
König diese mütterliche Besorgnis; aus dem Französischen in das 
Deutsche übersetzt, und gleich zur ausübenden Praxis überging, 
möge die folgende Ordre an den Gen.-Lieut. Grafen v. Hacke be 
weisen, welche am 3. August, aus Potsdam datirt, unmittelbar 
nach Eingang des Schreibens der Kanzlerin ausgefertigt sein muß, 
und allerdings geeignet war, alle etwaigen Schwierigkeiten sofort 
zu beseitigen. 
„Mein lieber General-Lieutenant Graf v. Hacke! — Euch 
wird nicht unbekannt sein, daß, nachdem die bekannte Barbarina 
sich unvermuthet wicdcrumb in Berlin eingcfunden, der älteste 
Sohn des Groß-Cantzlcrs v. Cocceji sich von neuem dergestallt 
vergessen hat, daß derselbe mit gedachter Barbarina nicht nur den 
genauesten Umgang hat, sondern auch die Absicht haben soll, sich 
mit derselben verhcirathen zu wollen. 
Nun habe ich ihm zwar bereits darüber durch den Etats- 
Minister, Graf v. Podewils sehr serieuse Remonstrationen machen 
lassen, auch ihn sowohl, als die Barbarina besonders bedeuten 
lassen, daß Ich nimincrmchr zugeben würde, das; diese Heirath ge 
schähe, wobei der Letzteren insonders insinuirt worden, daß, da sie 
sich Meiner Protektion durch ihre Cvnduite ganz unwürdig ge 
macht, sie wohl thun würde, sowohl Berlin, als Meine Lande 
gänzlich zu quittiren. 
Derweile ich aber besorgt bin, daß diese verführerische 
Creatur den jungen Cocceji dergestalt einnehmen und de» Kopf 
verdrehen möchte, daß derselbe heimlich von Berlin weggehe, um 
dcr Barbarina anders wohin außerhalb Landes zu folgen, wo er 
vcrmcynet sich mit ihr trauen lassen zu können, ich aber seinen 
würdigen Eltern dergleichen Chagrin und seiner Familie sothanc 
Prostitution sehr gern ersparen möchte, so ist Mein Wille, daß 
Ihr gedachter» jungen v. Cocceji und zwar unter guter Aufsicht 
zu Euch, oder auch nach seiner Mutter Hause kommen lasset und 
demselben alsdann zuvörderst sein ohnvernünftiges und unbesonne 
nes Betragen, auch lvie sehr er seine Eltern dadurch molestirc, 
vorstellig machen, demnächst aber denselben, ohne daß es einiges 
Aussehen gebe, arretiren, und solchen sodann, es sey in ein anderes 
Haus zu Berlin, oder auch an einen anderen Ortb außerhalb 
Berlin zu lasten, wo derselbe nicht echappireu oder einigen Connex
	        

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