Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 73.1923 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 73.1923 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Statistisches Jahrbuch / Herausgeber: Statistisches Landesamt Berlin
Publisher:
Berlin / Statistisches Landesamt
Publication:
Berlin: Kulturbuch-Verlag 1999
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1991-1999 ; mehr nicht digitalisiert
Note:
B 8/2
ZDB-ID:
2898511-4 ZDB
Previous Title:
Statistisches Jahrbuch
Berlin:
B 8 Allgemeines: Statistik
Urban Studies:
Kws 820 EU. Bund. Länder. Städte. Gemeinden. Institutionen: Bundesländer. Regierungsbezirke
DDC Group:
310 Statistik
Collection:
General Regional Studies
EU,federal government,federal states,cities,municipalities,institutions
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1994
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 8 Allgemeines: Statistik
Urban Studies:
Kws 820 EU. Bund. Länder. Städte. Gemeinden. Institutionen: Bundesländer. Regierungsbezirke
DDC Group:
310 Statistik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-11205538
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
General Regional Studies
EU,federal government,federal states,cities,municipalities,institutions

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe 73.1923 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhalt des 1.-3. Heftes
  • Title page
  • Inhalt des dreiundsiebzigsten Jahrganges
  • H. 1-3
  • H. 4-6
  • Advertising
  • Advertising
  • H. 7-9
  • H. 10-12

Full text

104 
Kanl Frcckmann, Fuldaer Barock In Werksteinprof/Ien. 
Baluster. 
Fulda wird mit Recht als „Stadt des Balusters“ gerühmt. Wer 
die so überaus eindrucksvollen Plätze um Dom und Schloß durch 
schreitet oder den Schloßgarten besucht, zur Floravase hinaufsteigl 
und durch das Paulustor sich dem Frauenberge zuwendet, überall 
findet er lange Balustraden, und diese unscheinbaren Werkstein 
schöpfungen geben im Verein mit den alten Bäumen dem freund 
lichen Bilde, das durch keinen häßlichen Neubau stilloser Gründer 
zeiten entstellt ist, jene architektonische Note, die jeden Kenner 
entzückt. 
Der Baluster in Fulda hat durchweg die sog. toskanische Form: 38 ) 
ziemlich kräftig und viereckig. Runde Baluster sind gänzlich un 
bekannt. Daviler gibt zwar einige Maße für die Gestaltung der 
Baluster, aber treffend setzt er hinzu: „Die Grazie ihres Umrisses 
hängt vom guten Geschmack des Zeichners ab.“" 4 ) Er ist eben kein 
engherziger Doktrinär. Sein Höhenmaß von 24 Zoll, also 60—64 cm, 
stimmt mit unseren Abmessungen gut überein. Der ganz typische 
Fuldaer Baluster (Abb, 37, l) ist etwa 20 cm stark, oben, in der 
Mitte und unten. Der Hals ist nur 2 cm länger als der Bauch. In 
Würzburg dagegen zeigen die Baluster an den Säulenvorhailen des 
Erdgeschosses der Residenz eine außerordentlich elegante Form 
(Abb. 27, 6). Das Verhältnis von Hals und Bauch ist nur bis zum 
Ring schon auf 3 :2 gewachsen, auch ist das Mittelstück breiter 
als der Abakus und die Plinthe. Dort findet man ferner den sog. 
vasenförmigen Baluster (Abb. 37, 8), eine extrem malerische Bil 
dung, die in Fulda unbekannt blieb. Zum Vergleich sei noch der 
achteckige Baluster vom Schloß Brühl bei Köln herangezogen 
(Abb. 37, 11), dessen Form Daviler als dorisch bezeichnen würde. 
Uns kommt er in Seiner überschlanken Gestalt ganz fremd, goti 
sierend vor. Uebereck gestellte Baluster wie an der Bamberger 
Concordia wurden im Fuldaer Lande nicht beobachtet. 
Die Postamente werden stets von Halbbalustern begleitet. Man 
könnte meinen, daß Dreiviertelbaluster besser wirkten, •— nach 
genauen Aufmessungen müssen wir jedoch feststellen, daß die Hälfte 
nicht überschritten wurde. 
Kein Unterschied in der verwandten Kunstweise Frankens und 
der Rhönstadt ist augenfälliger als der zwischen 1 und 6 auf Abb. 37. 
Hier sieht man noch einmal in aller Deutlichkeit den Charakter der 
Fuldaer Barockbauweise: schwer, vielleicht ein wenig unbeholfen, 
aber einfach, zweckentsprechend und voll Kraft! — 
DI. Ergebnisse. 
Die stllkrilischc Untersuchung der Bauten aus der Fuldaer 
Barockzeit und ihre Vergleichung mit verwandten Erscheinungen 
anderer Kunstgebiete ermöglicht einmal bei wiederholten Uebereln- 
stlmmuiigen die Zuweisung bestimmter Werke an einen bestimmten 
Meister, dessen Urheberschaft an einem dieser Werke feststcht, und 
gibt zweitens durch die Betrachtung der Formentwicklung ein Bild 
vom Wesen des Stiles im allgemeinen, läßt vielleicht ein ihm zu 
grundeliegendes Gesetz erkennen. 
1. Für Johann Dientzenhofer werden wir df^ Fitigelbauten in 
Pommersfelden und die Concordia zu Bamberg in Anspruch nehmen 
müssen. Wenn neuerdings auch noch Lukas von Hildebrandt als 
Urheber des Plans von Pommersfelden genannt wird, so gewiß nur 
für den Mittelbau mit dem Stiegenhaus. Mit Finder®) empfinden 
auch wir in diesem Mittelbau „etwas Prangendes und Warmes, das 
Welsch's Bauten überall fehlt.“ Wegen der Verwandtschaft der 
Hauptgesimse (Abb. 18) zwischen der Fuldaer Orangerie und Pom 
mersfelden würde man indessen Welsch als den ursprünglichen 
Planleger beibehalten, jedoch annehmen müssen, daß dieser Plan 
von dem feurigen Wiener überarbeitet sei. Denn es fst wohl ein 
leuchtend, daß Franz Lothar von Schönborn, Kurfürst und Erz 
bischof von Mainz, sich weder auf Dientzenhofer noch auf Welsch 
allein verlassen wollte, sondern bei einer so bedeutenden Anlage 
und bei seinen guten Beziehungen zur kaiserlichen Residenz noch 
das Gutachten einer beide überragenden Autorität einholte. 
Einen Einfluß von Mainz nach Fulda erblicken wir in der Person 
Gallasinis und stärker noch in der Orangerie. Auch die Kircfaen- 
bauten der vorderen Rhön sind im Sinne der Mainzer Schule zu 
werten, da sie durch eine größere Eleganz und Leichtigkeit aus 
gezeichnet sind. Wir werden den Entwurf von Zeüa, Dermbach, 
Bremen bei Oeisa und Eiterfeld also Friedrich Joachim Stenge! zu 
schreiben müssen; die Ausführung besorgte, soweit sie bei seinem 
Fortgang noch nicht vollendet war, Andreas Oallasini, der noch 
eigenes hinzufügte, z. B, die Nebenportale In Zella. Und ln diesem 
Andreas Gallasini erblicken wir dann mit Lohmeyer®) den Künstler, 
der für das Fuldaer Bauwesen von 1730—46 hauptsächlich In Frage 
kommt. Dadurch, daß seine Urheberschaft an den vorderen Schloß 
flügeln urkundlich feststeht, ist man In der Lage, ihm auch die 
übrigen Bauten zuzuschreiben, die ln den Einzelheiten so über 
raschende Aehnlichkeit aufweisen: Stadtschule, Gymnasium, Hl. Qelst- 
kirche, Adolfseck, Johannesberg, die Buttlarschen Häuser, das Haus 
Marktstr. 13, die Westfront Großenlüder und endlich Schleid sowie 
wahrscheinlich auch das Schloß in Hanmielburg. 
**) Daviler, a. a. O., S. 319, 
**) Daviler, a. a. 0., S. 321. 
“) W. Finder, Deutscher Barock, Erläuterungen 65—68. 
®) K. Lohmeyer, Friedr. Joachim Stengel, S. 63 f.
	        

Downloads

Downloads

Full record

ALTO TEI Full text PDF (compressed) PDF (Original size)
TOC
Mirador

This page

PDF Image Preview Image Small Image Medium Image Large Image Master ALTO TEI Full text Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Formats

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.