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Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 28.1925 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 28.1925 (Public Domain)

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Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Titel:
Berliner Leben : Zeitschrift für Schönheit und Kunst
Weitere Titel:
Die Damen-Illustrierte
Die Frauen-Illustrierte
Erschienen:
Berlin: Oestergaard 1928
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Erscheinungsverlauf:
1.1898/99 - 31.1928,20
ZDB-ID:
2692447-X ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
050 Zeitschriften, fortlaufende Sammelwerke
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1925
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-11117447
Standort der Druckausgabe:
Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsbibliothek
Signatur:
Ri 20010
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften

Zeitschriftenteil

Titel:
Band 2

Ausgabe

Titel:
H. 21

Schnellzugriff

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  • Berliner Leben (Public Domain)
  • Ausgabe 28.1925 (Public Domain)
  • Band 1
  • Band 2
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  • H. 33
  • H. 34
  • H. 35
  • H. 36
  • Rückdeckel

Volltext

Nt. 21 
Jahrg. 28 
13 
„Ihr müßt sehr viel Schnaps getrunken haben“, 
lachte ein anderer, „oder die Stube muß recht finster 
gewesen sein.“ 
„Helles Licht branntel Blutjung waren die 
Schwestern.“ 
„Ihr müßt doch nicht glauben, uns narren zu können!“ 
„Wollt ihr besser wissen, was wir gesehen haben?“ 
„Die Schwestern Kamaroff sind sechzig Jahre alt.“ 
„Ihr seid Lügner!“ 
„Nein — ihr lügt.“ 
„Was fällt euch ein, ihr jungen Dachse?“ 
„Sagt das nicht noch einmal!“ 
„Noch hundertmal sagen wir’s!“ 
Die Parteien standen sich feindselig und drohend 
gegenüber. Der dicke Wirt trat dazwischen. 
„Hört mal, wir im Dorfe müssen doch wissen, ob 
die Schwestern Kamaroff sechzig oder zwanzig Jahre 
alt sind.“ 
„Ihr scheint es nicht zu wissen! Und sie zeigen 
sich doch nie!“ 
„Wir haben sie gesehen, als sie in das Haus ein 
zogen. Meint ihr, sie wären inzwischen jünger ge 
worden?“ 
In diesem Augenblick traten zwei junge Mädchen in 
die Schenke. Die beiden Kavaliere sprangen auf, zeig 
ten auf die Eintretenden und riefen siegesgewiß: 
„Da sind sie ja! Sind sie sechzig Jahre?“ 
Die Bauern lachten dröhnend durcheinander. 
„Bei denen seid ihr gewesen?“ 
„Das sind die Schwestern Kamaroff.“ 
Jetzt lachten auch die Mädchen auf. Der Wirt trat 
zu den beiden Burschen und flüsterte ihnen zu: 
„Daß ihr’s wißt, das sind zwei junge Dirnen, bei 
denen jeder, der will, für etliche Rubel glücklich 
werden kann.“ 
„Dann haben die beiden gelogen.“ 
Sie wollten sich auf die Mädchen stürzen. Doch 
die Bauern stellten sich ihnen breitbeinig in den Weg. 
„Geht hinein, ihr jungen Leute, und seid bei nächt 
lichen Besuchen vorsichtiger. — Aber Glück habt ihr 
doch gehabt. Denn bei den Schwestern Kamaroff , . . 
Die anderen Worte gingen in dem lauten Gelächter 
verloren. Die beiden Freunde schlichen sehr kleinlaut 
heraus. 
Unter ihren Stiefeln quatschte höhnisch die schlam 
mige Dorfstraße. 
SIE LÄSST SICH SCHEIDEN 
JOLANTHE MAR£S 
Bild: Länge 
as Ehepaar saß sich am Frühstückstisch 
gegenüber. Er war in seine Zeitung ver 
tieft, sie mit der Lektüre des Schrift- 
satzes für ihre Ehescheidung beschäftigt, 
den der Anwalt ihr ins Haus gesandt. 
Ihre Augen glitten darüber hin. Plötzlich 
sah sie auf, blickte zu ihrem Manne hin 
über. „Entschuldige, wenn ich dich 
störe.“ 
Er ließ die Zeitung sinken. „Du wünschest?' 
„Mein Anwalt schreibt mir, daß du keinesfalls als 
schuldiger Teil gelten willst —“ 
„Nein — keinesfalls —“ 
„Aber — du bist doch schuld, daß ich mich scheiden 
lassen muß! Du hast mich hintergangen.“ 
„Das bestreite ich.“ 
Ihre Augen blickten voll Empörung. Ihre Stimme 
wurde erregt. „Du hast es doch zugegeben, daß du dich 
mit Hilde Weyer geküßt hast.“ 
„Ja, wir haben uns geküßt. Auf einem Fest in Sekt 
stimmung. Hundert Mal habe ich dir’s gesagt; das war 
alles. Und jetzt beim hundertundeinsten Male füge ich 
hinzu, es tut mir leid, daß weiter nichts passiert ist, 
denn dann wüßte ich doch wenigstens, wofür ich die 
Unbequemlichkeiten einer Ehescheidung auf mich 
nehme.“ 
„Und ich sage dir, es ist zwischen euch etwas passiert. 
Du gibst es nicht zu, weil du ein Ehrenmann bist. Du 
willst sie nicht kompromittieren. Mit meinen eigenen 
Augen habe ich die Blicke gesehen, die ihr gewechselt 
habt.“ 
„Blicke sind noch kein Scheidungsgrund.“ 
„Die Küsse kommen noch hinzu.“ 
„Vor Gericht immer noch nicht stichhaltig.“ 
„Wenn es deine Ansicht ist, mich zu reizen, so werde 
ich auch noch eure Heimlichkeiten angeben.“ 
„Das dürfte dir schwer fallen.“ 
Ein nervöses Lachen klang von ihren Lippen. „Meinst 
du?“ 
„Meine liebe Jutta —.“ 
„Ich bin nicht mehr deine liebe Jutta“ fuhr sie auf. 
„Wir liegen in Scheidung, da liebt man sich nicht mehr.“ 
„Das kannst du nicht so glatt behaupten.“ 
„Willst du etwa damit sagen, daß du mich noch 
liebst?“ 
„Bis heute früh habe ich dich noch geliebt, bis dieses 
Schriftstück da ins Haus gebracht wurde.“
	        

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