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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1982/83, 9. Wahlperiode, Band III, 33.-53. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1982/83, 9. Wahlperiode, Band III, 33.-53. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Statistisches Jahrbuch / Herausgeber: Statistisches Landesamt Berlin
Herausgeber:
Berlin / Statistisches Landesamt
Erschienen:
Berlin: Kulturbuch-Verlag 1990
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Erscheinungsverlauf:
1952-1990
ZDB-ID:
2898505-9 ZDB
Frühere Titel:
Berlin in Zahlen
Spätere Titel:
Statistisches Jahrbuch
Berlin:
B 8 Allgemeines: Statistik
Dewey-Dezimalklassifikation:
310 Statistik
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1976
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 8 Allgemeines: Statistik
Dewey-Dezimalklassifikation:
310 Statistik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-10621080
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Rechte vorbehalten
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt

Kapitel

Titel:
Text

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  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1982/83, 9. Wahlperiode, Band III, 33.-53. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 33, 8. Dezember 1982
  • Nr. 34, 9. Dezember 1982
  • Nr. 35, 10. Dezember 1982
  • Nr. 36, 18. Dezember 1982
  • Nr. 37, 20. Januar 1983
  • Nr. 38, 10. Februar 1983
  • Nr. 39, 24. Februar 1983
  • Nr. 40, 6. März 1983
  • Nr. 41, 10. März 1983
  • Nr. 42, 17. März 1983
  • Nr. 43, 28. April 1983
  • Nr. 44, 5. Mai 1983
  • Nr. 45, 2. Juni 1983
  • Nr. 46, 9. Juni 1983
  • Nr. 47, 1. September 1983
  • Nr. 48, 22. September 1983
  • Nr. 49, 13. Oktober 1983
  • Nr. 50, 20. Oktober 1983
  • Nr. 51, 27. Oktober 1983
  • Nr. 52, 10. November 1983
  • Nr. 53, 24. November 1983

Volltext

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
48. Sitzung vom 22. September 1983 
Rasch 
Krieg innerhalb Europas führbar sein könnte. Ich halte so etwas 
für nicht möglich und auch die Diskussion darüber für sehr 
gefährlich. Aber auch dazu darf ich die Damen und Herren ein 
mal sehr nachdrücklich fragen: Wer hält denn diese Möglich 
keit für realistischer, die UdSSR oder wir? Da liegt die Antwort 
doch wohl ganz eindeutig auf der Seite der UdSSR. Für mich 
ist ein derartiger begrenzter atomarer Konflikt in Europa nicht 
denkbar, weil er tödlich und vernichtend für uns alle wäre. Des 
wegen ist der innerdeutsche Dialog, und ganz besonders, wenn 
er in und von Berlin aus geführt wird, so notwendig und so rich 
tig; deswegen begrüßen wir dieses Gespräch; wir sind auch 
optimistisch, was die angekündigten Ergebnisse angeht, und 
gehen davon aus, daß die DDR das, was wir erhoffen, in abseh 
barer Zeit auch realisieren wird. 
Wenn man das so formuliert, Herr Regierender Bürgermei 
ster, lassen Sie mich das vielleicht mit einer gewissen Heiterkeit 
abschließend sagen, dann ist es nicht so wichtig, ob der Regie 
rende Bürgermeister, wie in der Presse verlautbart, rübergefah 
ren und der deutsche Politiker Richard von Weizsäcker zurück 
gekommen ist, es kommt eben darauf an, daß der Erfolg in 
diesem Falle trägt. - Herzlichen Dank! 
Stellv. Präsident Longolius; Nächster Redner ist der 
Abgeordnete Löffler. 
Löffler (SPD): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen 
und Herren! Es ist verständlich, daß der Bericht, der eigentlich 
der erste Anlaß für die Debatte dieser Probleme wäre, etwas in 
den Hintergrund getreten ist angesichts des ersten Treffens 
des Regierenden Bürgermeisters mit dem Generalsekretär der 
SED; insofern werden meine ergänzenden Ausführungen sich 
auch vorrangig auf dieses - wie in manchen Presseorganen 
dargestellt wurde - „sensationelle Treffen“ beziehen. 
Ich sage ganz lapidar, Herr Regierender Bürgermeister: Ihr 
Treffen mit dem Generalsekretär der SED weitet den politi 
schen Spielraum und Handlungsraum für deutsch-deutsche 
Politik aus. 
[Beifall bei der SPD und der CDU] 
Das begrüßen wir ausdrücklich, und wir tragen es auch poli 
tisch mit, weil es unserem gemeinsamen Ziel dient, nämlich, die 
Weiterentwicklung der deutsch-deutschen Beziehungen zu 
ermöglichen. Dabei sind wir bereit, zu kreditieren, auf die Zu 
kunft zu kreditieren, und wir bemängeln nicht den Satz: Ver 
trauen gegen Vertrauen. - Wir wiederholen nicht den Fehler frü 
herer Oppositionsparteien, jetzt eine Rechenschaft der Effizienz 
dieses Treffens zu verlangen. 
[Beifall bei der SPD und der F.D.P.] 
Und ich füge dem hinzu, Herr Regierender Bürgermeister, wenn 
Sie entspannungspolitische Schritte tun, wenn Sie sich also in 
der Kontinuität sozialdemokratischen Konzepts von Entspan 
nungspolitik bewegen, wenn Sie gerade angesichts zunehmen 
der Spannungen der beiden Weltmächte aus deutscher Inter 
essenlage anerkennen, daß es keine vernünftige Alternative zur 
Entspannungspolitik gibt, dann können Sie auf unsere Unter 
stützung bauen! 
[Beifall bei der SPD und der F.D.P.] 
Sie haben damit gleichsam, Herr Regierender Bürgermeister, 
von Hause aus einen größeren Bewegungsspielraum als frü 
here Regierende Bürgermeister, die jeweils in Rechnung stellen 
mußten eine erbitterte Polemik seitens der Opposition. Das 
haben Sie bei uns bei kalkulierten Schritten in der Entspan 
nungspolitik nicht zu befürchten. Sie wissen dies, und Sie han 
deln danach, und das ist auch richtig. Wir würden Ihnen einen 
Vorwurf machen, wenn Sie auf diese grundsätzliche Überein 
stimmung in der Fortentwicklung deutsch-deutscher Verhält 
nisse und Beziehungen nicht bauen würden. 
Sie wissen auch, daß unsere Rückendeckung in dieser Frage 
Ergebnis unserer Erfahrung bei der Handhabung entspan 
nungspolitischer Grundsätze ist. Ich will ein Beispiel nennen: 
Sie können sich auf uns verlassen, wenn Sie heute formulierten, (C) 
daß angestrebte Lösungsmöglichkeiten nicht öffentlich erörtert 
werden sollen. Ihre Partei als Opposition hat erbittert von uns 
verlangt, von diesem Katheder in diesem Hohen Hause, daß wir 
angestrebte und chancenreiche Lösungsmöglichkeiten unter 
dem Gesichtspunkt einer Politik des Alles-oder-Nichts erörtern 
sollten. Wir haben das abgelehnt. Aber das war eine Erschwe 
rung unserer Politik, als wir Senatsverantwortung trugen. 
Wir bringen Erfahrung in dieses Unterstützungsgeschäft - 
darf ich salopp sagen - mit. Unsere Erfahrungen, die wir hier 
immer von der Regierungsverantwortung her vertreten haben, 
waren: Die deutsch-deutschen Beziehungen müssen von Be 
hutsamkeit getragen sein, unter Beachtung des übermäßigen 
Prestigebedürfnisses der anderen Seite, unter Beachtung von 
deren Überempfindlichkeit, wenn gewisse Dinge öffentlich erör 
tert werden. - Ich will wieder ein Beispiel bringen; Als unter 
einem früheren Senat, den wir trugen, die Verdachtskontrollen 
sich innerhalb eines Vierteljahres verdreifachten, da sagten wir 
und warnten: Dies kann jetzt nicht öffentlich so erörtert werden, 
daß man öffentlich der DDR Bedingungen stellt, die es ihr 
schwer machen, zurückzukehren auf einen normaleren Stand 
punkt. - Sondern wir sagten: Das muß bei Beachtung der Sen 
sibilität, die dort herrscht, durchgeführt werden. - Aber da 
waren es Politiker Ihrer Seite, die forderten: Sanktionen, Straf 
maßnahmen! - Sie brauchen das alles nicht zu befürchten 
unsererseits; insofern ist Ihr Handlungsspielraum größer. 
Zu unseren Erfahrungen gehört auch die Maxime, daß in den 
deutsch-deutschen, in den berlinpolitischen Fragen eine Politik 
des Alles-oder-Nichts ergebnislos sein muß, daß man in kleinen 
Schritten vorangehen muß; das hat Herr Ristock heute noch 
mal ausgeführt. 
[Landowsky (CDU): Aber unvollkommen, 
Herr Kollege Löffler!] 
Wenn wir heute aus guten Gründen, Herr Regierender Bür- (D) 
germeister, nicht nach der Effizienz dieses Treffens, das ein 
Durchbruch sein kann, fragen, dann bleiben uns zwei andere 
Hauptfragen. 
Die erste lautet - und da gab Ihre Rede keine Auskunft: Wie 
ordnen Sie dieses Treffen, das ja nicht ein letztes Treffen - ein 
erstes und gleichzeitig letztes - sein soll, in eine langfristige 
deutschland- und berlinpolitische Konzeption ein? - Nun wis 
sen wir wieder, wenn wir diese Frage stellen, daß Sie hier und 
heute nicht mit ganz konkreten Punkten kommen können - Ver 
trauen gegen Vertrauen; die Formel haben wir anerkannt -, aber 
wir sagen, Herr Regierender Bürgermeister: Prüfen Sie doch 
bitte, ob Ihre Politik nicht erfordert einen stärkeren Dialog mit 
der großen Oppositionspartei, die die Entspannungs- und 
Deutschlandpolitik begonnen hat und, wenn sie fortgesetzt 
wird, sie weiter trägt, ob nicht ein intensiverer Dialog - der muß 
nicht in der ersten Runde hier geschehen, aber er muß mit uns 
Sozialdemokraten geschehen - notwendig ist und ob Sie da 
nicht ein oder zwei Schritte auf uns zukommen sollten. 
Dieser Dialog mit Sozialdemokraten ist allein schon deshalb 
notwendig, weil Sie in dieser von uns unterstützten Frage die 
Opposition pfleglich behandeln müssen. Und dieses Stichwort 
verlangt einfach, daß ich jetzt auf die Passagen Ihrer Rede ein 
gehe, in denen Sie, Herr Regierender Bürgermeister, sehr hart 
mit Sozialdemokraten ins Gericht gegangen sind. Sie haben 
zwei Tage vor unserem Parteitag, auf dem wir Sozialdemokra 
ten unsere Linie festlegen wollen, den Eindruck erweckt, als ob 
diese Linie schon festgelegt sei, und Sie haben in Widerspruch 
gehandelt zu der eigenen Maxime; Es ist unsere ureigenste An 
gelegenheit - der Berliner Sozialdemokraten -, ihre Linie fest 
zulegen. 
[Beifall bei der SPD] 
Sie haben mehr als Landesvorsitzender der CDU gesprochen 
als als Regierender Bürgermeister, 
[Beifall bei der SPD] 
2807
	        

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