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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 26.1900 (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 26.1900 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Statistisches Jahrbuch / Herausgeber: Statistisches Landesamt Berlin
Publisher:
Berlin / Statistisches Landesamt
Publication:
Berlin: Kulturbuch-Verlag 1990
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1952-1990
ZDB-ID:
2898505-9 ZDB
Previous Title:
Berlin in Zahlen
Succeeding Title:
Statistisches Jahrbuch
Berlin:
B 8 Allgemeines: Statistik
DDC Group:
310 Statistik
Collection:
General Regional Studies
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1976
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 8 Allgemeines: Statistik
DDC Group:
310 Statistik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-10621080
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Rights reserved
Accessibility:
Free Access
Collection:
General Regional Studies

Chapter

Title:
Text

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 26.1900 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Sonnabend, 6. Januar 1900 Nr, 1
  • Sonnabend, 13. Januar 1900 Nr, 2
  • Sonnabend, 20. Januar 1900 Nr, 3
  • Sonnabend, 27. Januar 1900 Nr, 4
  • Sonnabend, 3. Februar 1900 Nr, 5
  • Sonnabend, 10. Februar 1900 Nr, 6
  • Sonnabend, 17. Februar 1900 Nr, 7
  • Sonnabend, 24. Februar 1900 Nr, 8
  • Sonnabend, 3. März 1900 Nr, 9
  • Sonnabend, 10. März 1900 Nr, 10
  • Sonnabend, 17. März 1900 Nr, 11
  • Sonnabend, 24. März 1900 Nr, 12
  • Sonnabend, 31. März 1900 Nr, 13
  • Sonnabend, 7. April 1900 Nr, 14
  • Sonnabend, 14. April 1900 Nr, 15
  • Sonnabend, 21. April 1900 Nr, 16
  • Sonnabend, 28. April 1900 Nr, 17
  • Sonnabend, 5. Mai 1900 Nr, 18
  • Sonnabend, 12. Mai 1900 Nr, 19
  • Sonnabend, 19. Mai 1900 Nr, 20
  • Sonnabend, 26. Mai 1900 Nr, 21
  • Sonnabend, 2. Juni 1900 Nr, 22
  • Sonnabend, 9. Juni 1900 Nr, 23
  • Sonnabend, 16. Juni 1900 Nr, 24
  • Sonnabend, 23. Juni 1900 Nr, 25
  • Sonnabend, 30. Juni 1900 Nr, 26
  • Sonnabend, 7. Juli 1900 Nr, 27
  • Sonnabend, 14. Juli 1900 Nr, 28
  • Sonnabend, 21. Juli 1900 Nr, 29
  • Sonnabend, 28. Juli 1900 Nr, 30
  • Sonnabend, 4. August 1900 Nr, 31
  • Sonnabend, 11. August 1900 Nr, 32
  • Sonnabend, 18. August 1900 Nr, 33
  • Sonnabend, 25. August 1900 Nr, 34
  • Sonnabend, 1. September 1900 Nr, 35
  • Sonnabend, 8. September 1900 Nr, 36
  • Sonnabend, 15. September 1900 Nr, 37
  • Sonnabend, 22. September 1900 Nr, 38
  • Sonnabend, 29. September 1900 Nr, 39
  • Sonnabend, 6. Oktober 1900 Nr, 40
  • Sonnabend, 13. Oktober 1900 Nr, 41
  • Sonnabend, 20. Oktober 1900 Nr, 42
  • Sonnabend, 27. Oktober 1900 Nr, 43
  • Sonnabend, 3. November 1900 Nr, 44
  • Sonnabend, 10. November 1900 Nr, 45
  • Sonnabend, 17. November 1900 Nr, 46
  • Sonnabend, 24. November 1900 Nr, 47
  • Sonnabend, 1. Dezember 1900 Nr, 48
  • Sonnabend, 8. Dezember 1900 Nr, 49
  • Sonnabend, 15. Dezember 1900 Nr, 50
  • Sonnabend, 22. Dezember 1900 Nr, 51
  • Sonnabend, 29. Dezember 1900 Nr, 52

Full text

181 
Schlagsahne." Vielleicht wollte er damit andeuten, ivas ihn Sie, — wer?" 
über den Verlust seiner Herrin trösten würde. 
Fräulein Häseler war beleidigt; das hatte sie nicht ver 
dient. „Du verstehst mich nich mehr," sagte sie würdevoll, 
stand auf und trat auf den Balkon hinaus. Hier kam sie 
gerade in dem Augenblick an, als das nachmittäglich von 
Riva kommende Dampfschiff vorübersuhr, und da der Kummer 
ihre Seele doch noch nicht ganz hatte absterben lassen für die 
wichtigen Ereignisse dieser kleinen Welt, so führte sie zunächst 
noch einmal das Taschentuch an die Augen, um sie ganz klar 
zu machen, und sodann das Opernglas, um die Neuan 
kommenden auf dem Schiffe zu mustern. Kaum aber hatte 
sie, so bewaffnet, hinüber geschaut, als sie einen wunderlichen 
Laut, der fast an Pöllys Gefühlsäußerungen erinnerte, ausstieß, 
und sich mit der Haud. an das Geländer des Balkons an 
klammerte. Dort auf dem Schiffe hatte jemand zu ihr, zum 
Hotel herübergegrüßt, und sie, ja, sie kannte doch diesen 
schwarzen Schlapphut, diesen braunen Havelock, diesen grauen 
Vollbart und den ganzen übrigen Philipp Zimmermann! 
Ihren Philipp, der ihr das Herz gebrochen, der sie verlassen 
hatte, und der nun — ja, wahrhaftig — der nun zurückkam! 
Zuerst konnte sie sich vor Zittern nicht bewegen, dann 
hob sie das Schnupftuch, das sie noch in der Haud hielt, 
und winkte damit nach dem Schiffe hinüber, winkte, winkte, 
winkte, bis nichts mehr von ihm zu erblicken war. In 
grenzenloser Aufregung verbrachte sie die nächste halbe Stunde 
und vollführte in diesem Zustand ganz merkivürdige Dinge: 
stellte den Waschkrug auf den Sofatisch, als wenn sie mit 
einer ungeheuren Kaffeekanne auf eine zahlreiche Gesellschaft 
wartete, flocht sich ein rotes Band in das stark ergraute 
Haar und ging zuletzt unter einem aufgespannten, gleichfalls 
roten Sonnenschirm, den sie sich in einem Anfall von jugend 
lichem Leichtsinn gekauft hatte, im Zimmer spazieren. Da 
bei sprach sie halblaut vor sich hin, sang auch zuiveilen und 
sagte in Erinnerung an ein Stück von Ibsen, das sie einmal 
gesehen hatte: „Jetzt wart ich, — Du, Polly, jetzt wart ich 
nämlich auf das Wunderbare." 
Und das Wunderbare kam. Es schnaufte und polterte 
sehr geräuschvoll die Treppe hinauf, machte vor Kunigundens 
Zimmer Halt und klopfte, seinem eigentlichen Charakter, 
gar nicht entsprechend, laut an die Thür. Als es dann 
auf ein mattes, atemloses „Herein" über die Schwelle ge 
treten war, sah das Wunderbare genau so aus wie Philipp 
Zimmermann, Oekonomierat aus Hannover. 
Er war ersichtlich sehr schlechter Laune, hatte sich trotz 
des ziemlich warmen Tages einen gestrickten, wollenen Shaivl 
dreimal um den Hals geschlungen und vergaß zunächst, seinen 
Hut vor der errötenden Jungfrau abzunehmen, in deren 
Gemach er eingedrungen war. Breitbeinig pflanzte er sich 
vor sie hin, sah sie mit grimmigen Augen an, räusperte sich 
und fragte: „Na, was sagen Sie nu?" 
„Was soll ich sagen, Herr Rat? Ich bin ja so, ich 
weeß gar nicht wie. Mir geht nänilich im Augenblick alles 
rund. Aber soviel kann ich doch noch erkennen, zu meiner 
Freide nämlich, daß Sie wieder da sind, Herr Rat." 
„Jawoll bin ich wieder da, der Deubel soll mich holen!" 
„Ach nee, nee, so was müssen Sie nu nich sagen. Wenn sie 
vom Herrgott sprechen wollen und von seinen lieben Engeln, 
aber nee, vom Deibel, nee! Und nu sagen Sie mir vor allen 
Dingen, warum sind Sie denn wieder zurückgekommen?" 
Er gab einen Ton von sich, der wie ein wütendes 
Grunzen klang. „Weil sie wieder da is!" Wie eine Heraus 
forderung warf er ihr die Worte hin. 
„Sie!" Jetzt ließ eine Handbeivegnug nach seiner Kehle 
hin keinen Zweifel mehr über das Femininum, von dem 
er sprach. 
„Ach nee, wirklich? Die Kugel, ach nee! Ja, und hier 
ist es doch so gut gewesen diese letzte Zeit." 
„Das is ja gerade die vertrackte, vermaledeite, ver- 
deubclte Geschichte. Hier war es gut, un ich bin noch nich 
nial einen Tag weg, da geht die Quälerei schon wieder an." 
„Ja, - die Luftveränderung." 
„Ach was, Luftveränderung. Hat 'r gar nichts mit zu 
thun 'ne. Sie sind ganz alleine schuld an der Geschichte, 
Gott soll mich verdammen!" 
„Ich?" 
«Jawoll. Solange wie ich hier bei Ihnen gewesen bin, 
da ist sie weg gewesen, die letzte Zeit wenigstens, un nu 
is sie wieder da. Es is zum Deubel holen! Ich kann doch 
nich mein Leben lang mit dem Ding im Halse herumlaufen, 
da muß ich was gegen thun." 
„Ja, — aber was?" 
„Donnerwetter noch mal! Heiraten muß ich Sie!" 
Fräulein Häseler stieß einen kleinen Schrei aus, den der 
Papagei mit dem freundlichen Worte „Meschugge" beantwortete, 
dann suchte sie zu erröten und' stammelte: „Ach Gott nee, 
ich bin nämlich so iberrascht." 
„Unsinn! Ueberrascht? Hat sich was mit überrascht 
sein. Haben ganz genau gewußt, wo Sie hinaus wollten; 
wissen alle Frauenzimmer ganz genau un wollen alle ein 
un dasselbe. Oder sagen Sie etwa nein, wenn ich Sie heute 
zur Frau haben will, zum Deubel nochmal, sagen Sie nein?" 
Er stand vor ihr, als wenn er sie zum Zweikampf 
fordern wollte, und brüllte sie an mit der ganzen Kraft eines 
gesunden Organs. Aber sie nahm ihm nichts übel, sondern 
sprach um so sanfter, je mehr er schrie, und lächelte, als 
hätte sie ausnahmsiveise statt einer Zitrone ein Stück Zucker 
erwischt. „Ach nee, Herr Rat, nee, nein sagen, das thu' ich 
nu nämlich unter keenen Umständen." 
„Da haben wir's ja. Da wären wir ja einig, was? 
'Ne merkwürdige Einigkeit, wahrhaftig! So 'ne lange, 
schöne Jahre habe ich mich glücklich gewehrt, und nu is es 
aus. 'N Brautpaar, wahrhaftigen Gott, 'n Brautpaar!" 
„Nu, das is doch ein sißes, poetisches Wort, und ich, 
ach Philipp, Philipp!" 
„Nee, nee, nich uniarmen, das kann ich nich vertragen. 
Un überhaupt keine Sentimentalitäten, keine Gefühlsduselei." 
„Ach Gott, Sic haben gut reden, oder darf ich „Du" 
sagen, Philipp? Du erlaubst mir's, nicht wahr? Ich habe 
nämlich so um Dich aushalten missen, und es hat sich in 
mir so angesammelt, .und mein Busen ist so voll," daß 
es heraus muß. Die ganze «letzte Nacht habe ich nämlich 
nich geschlafen und habe geweint und habe traurige Gedichte 
hergesagt." 
„Hättest auch ivas besseres thun können." 
„Namentlich das eene, was der Schiller oder der Goethe 
gemacht hat, und wo es heeßt: 
Een Mal hab' ich es doch wenigstens gehabt, 
Was so angenehni ist, 
Daß man es zu seinem Kummer 
Niemals mehr aus dem Gedächtnis bringt. 
So ungefähr heeßt es, ich hab' es nämlich lange nich mehr 
gelesen." (Fortsetzung folgt.)
	        

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