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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 25.1899 (Public Domain)

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fullscreen: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 25.1899 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Statistisches Jahrbuch der Stadt Berlin / Berlin
Other titles:
Statistisches Taschenbuch der Stadt Berlin
Statistisches Jahrbuch der Reichshauptstadt Berlin
Publication:
Berlin: Simion 1943
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
4.1876(1878) - 34.1915/19(1920); [N.F.] [1.]1924; 2.1926 - 15.1939(1943)
ZDB-ID:
2716255-2 ZDB
Previous Title:
Berliner städtisches Jahrbuch für Volkswirthschaft und Statistik
Berlin:
B 8 Allgemeines: Statistik
DDC Group:
310 Statistik
Collection:
General Regional Studies
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1895
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 8 Allgemeines: Statistik
DDC Group:
310 Statistik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-10142549
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 8/2:20.1893
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
General Regional Studies

Chapter

Title:
Text

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 25.1899 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • 7.Januar 1899 Nr, 1
  • 14.Januar 1899 Nr, 2
  • 21.Januar 1899 Nr, 3
  • 28.Januar 1899 Nr, 4
  • 4.Februar 1899 Nr, 5
  • 11.Februar 1899 Nr, 6
  • 18.Februar 1899 Nr, 7
  • 25.Februar 1899 Nr, 8
  • 25.Februar 1899 Nr, 9
  • 11.März 1899 Nr, 10
  • 18.März 1899 Nr, 11
  • 25.März 1899 Nr, 12
  • 1.April 1899 Nr, 13
  • 8.April 1899 Nr, 14
  • 15.April 1899 Nr, 15
  • 22.April 1899 Nr, 16
  • 29.April 1899 Nr, 17
  • 6.Mai 1899 Nr, 18
  • 13.Mai 1899 Nr, 19
  • 20.Mai 1899 Nr, 20
  • 27.Mai 1899 Nr, 21
  • 3.Juni 1899 Nr, 22
  • 10.Juni 1899 Nr, 23
  • 17.Juni 1899 Nr, 24
  • 24.Juni 1899 Nr, 25
  • 1.Juli 1899 Nr, 26
  • 8.Juli 1899 Nr, 27
  • 15.Juli 1899 Nr, 28
  • 22.Juli 1899 Nr, 29
  • 29.Juli 1899 Nr, 30
  • 5.August 1899 Nr, 31
  • 12.August 1899 Nr, 32
  • 19.August 1899 Nr, 33
  • 26.August 1899 Nr, 34
  • 2.September 1899 Nr, 35
  • 9.September 1899 Nr, 36
  • 16.September 1899 Nr, 37
  • 23.September 1899 Nr, 38
  • 30.September 1899 Nr, 39
  • 7.Oktober 1899 Nr, 40
  • 14.Oktober 1899 Nr, 41
  • 21.Oktober 1899 Nr, 42
  • 28.Oktober 1899 Nr, 43
  • 4.November 1899 Nr, 44
  • 11.November 1899 Nr, 45
  • 18.November 1899 Nr, 46
  • 25.November 1899 Nr, 47
  • 2.Dezember 1899 Nr, 48
  • 9.Dezember 1899 Nr, 49
  • 16.Dezember 1899 Nr, 50
  • 23.Dezember 1899 Nr, 51
  • 30.Dezember 1899 Nr, 52

Full text

279 
konnte er sich der Einsicht nicht verschließen, daß er entweder mit 
Kaiser Karls V. jesuitischem Berater, dem Kardinal Granvella, 
ehen, oder bei Joachim Hektor von Brandenburg, dem Haupte 
er Gegenpartei, sein Heil suchen müsse. Sein guter Genius ließ 
ihn nicht im Zweifel, welchen Weg er einzuschlagen habe. 
Am Hofe Kurfürst Joachims II. standen der Geschichtsforscher 
und Astronom Carion, der Lateiner Bigilantius Arbilla, Johannes 
Schrägen, sowie der Kanzler Johann Weinleben in hohem Ansehen. 
Auf Eustachius von Schliebens Betreiben wurde der 28 jährige 
Lamprecht Diestelmeyer als in Pflicht und Amt genommener Rat 
dieser illustren Tafelrunde zugesellt. Nach uns erhaltenen Auf 
zeichnungen warerein „von Natur ansehnlicher, großer Mann, 
dem der Höchste ein angenehm liebliches Wesen eingepräget, daß 
auch dessen Persohn, Ansehen und höffliche Sitten von dem Chur 
fürsten sehr beliebet worden." 
Diestelmeyer, der zur Zeit seines Leipziger Dozententums des 
reichen Ratsherrn Christian Goldhahn Tochter Elisabeth geehelicht 
hatte, zögerte nicht, seiner Familie Uebersiedelung nach Berlin ins 
Werk zu setzen. Da sein kränkelnder Vorgänger, der Kanzler 
Johann Weinleben, sich mehr und mehr von den Geschäften zurück 
zog, nahm Diestelmeyer im Vollbesitze geistiger wie körperlicher 
Kräfte eine schier unglaubliche Arbeitslast auf seine Schultern. 
Ein kundiger Zeitgenosse stellt ihm um das Jahr 1550 folgendes 
Zeugnis aus: „Lamprecht Diestelmeyer konnte binnen weniger 
Zeit soviel Arbeit gut verrichten, als zehn sonst tüchtige Lenthe in 
geraumer Zeit nicht zu thun vermochten, worüber sich der Churfürst 
nicht wenig verwunderte. Dabei besaß der treffliche Mann die 
seltene Eigenschaft, auch dem Geringsten freundlich zu begegnen 
und guten Rath zu erteilen, so daß auch 
die rninores gentes sich freuten über 
diesen großen Mann, welcher, da er an 
das Ruder bey den Justitz- und Staats- 
Sachen gekommen, soviel Freundlichkeit 
und rühmliches Wesen gegen alle Welt 
bezeugete." 
Welche Schwierigkeiten die politische 
Konstellation um die Mitte des 16. Jahr 
hunderts für die Mark Brandenburg in 
sich barg, ist schwer zu schildern. Kaiser- 
Karl V. keinen Anlaß zu verschärften 
Maßregeln gegen die schon schwerbe 
drückten Anhänger der neuen Lehre zu 
geben, bildete eine hervorragende Auf 
gabe brandenburgischer Politik. Eine nicht 
minder wichtige Politik mußte sich auf 
eine Annäherung an Carls: V. Bruder, 
den König Ferdinand, richten, den zu 
Gunsten des spanischen Jnfanten Philipp 
von der Thronfolge auszuschließen eine 
der Hauptbestrcbungen des Kardinals 
Granvella war. 
Eine unserem Kanzler ungleich näher 
und schwerer zu Herzen gehende Sorge 
schuf ihm das Schicksal der vom Kaiser 
mit dem Banne belegten Stadt Magde 
burg, die dereinst seinem Herrscherhanse 
zu gewinnen er schon damals seine 
Fäden spann. Fürs erste kam alles darauf 
an, zwischen beiden Kontrahenten eine 
Versöhnung herbeizuführen, bei der Magdeburg von der Plünderung 
verschont blieb, wenn es auch große Opfer bringen mußte. Den 
Kurfürsten von Brandenburg und Sachsen wurden je 50000 Du 
katen gezahlt^ Joachim II. erhielt außerdem das Recht zugestanden, 
das Erzbistum durch einen Prinzen seines Hauses verwalten zu 
lassen. 
Inzwischen waren in dem unter Markgraf Albrechts Herrschaft 
stehenden Frankenlande durch die katholische Exekutionsarmee 
schreckliche Greuelthaten verübt worden; Markgraf Albrecht hatte 
dem Lande den Rücken gekehrt, auch bald darauf das Zeitliche 
gesegnet. Um sich nun den Kurfürsten zu verpflichten, verhaft 
König Ferdinand auf Grund alter brandenburgischer Bertragsrechte 
am 24. September 1557 Joachim Hektor zur Sequestration und 
ließ Joachim von Schlieben als Administrator Frankens bestätigen. 
Es sollte nicht lange währen, bis die den protestantischen 
Machthabern geleistete Unterstützung für König Ferdinand die 
schönsten Früchte trug; hatte doch der weltmüde Kaiser Karl V. 
sich entschlossen, seinen Thron, von dem herab er über ein Reich 
geherrscht, in dem die Sonne nicht unterging, mit der Einsamkeit 
des Klosters von San Just zu vertauschen! 
Am Aschermittwoche des Jahres 1558 zogen Kurfürst Joachim 
und sein Kanzler mit stattlichem Gefolge in die schöne Maiustadt 
Frankfurt ein, wohin, nach einem Chronisten jener Zeit, „sich viel- 
tausend Menschen, große, vornehme und geringe, begeben hatten, 
dem Abstande Kaiser Carls V. beizuwohnen." Schon beim An 
blicke des Prinzen Wilhelm von Oranien, der Seele der nieder 
ländischen Erhebung gegen den spanischen Philipp, machte sich des 
Volkes Jubel Luft; am höchsten aber stieg die Begeisterung, als 
der Kaiserliche Botschafter George Siegmund Selb auf dem denk 
würdigen Platze, den heute noch der Römer, jenes Wahrzeichen 
ruhmvoller deutscher Vergangenheit, ziert, „den Abstand Carls V. 
auf das Reich denen Churfürsten übergeben hatte." Als später 
dann die Wahl Ferdinands zum römischen Kaiser vor sich ging, 
hat „unser berühmter Cantzlar alle wichtigen Angelegenheiten des 
Ehurhauses, wie auch der protestantischen Religion, aufs nach 
drücklichste und fürtrefflichste besorget." Kurfürst Joachim empfing 
bei dieser Gelegenheit die Lehen, seinem mannhaften Kanzler aber 
wurde der Adel verliehen. — 
Diestelmeyer gehörte zu den seltenen Menschen, denen auch 
äußere Erfolge die einmal für recht erkannte Lebenshaltung nicht 
zu ändern vermögen. Einen Hauptzug seines Charakters bildete 
seine tiefe Gottesfurcht. Nie hat er sich durch seine vielen welt 
lichen Geschäfte vom Kirchenbesuche zurückhalten lassen, auch stets 
dafür Sorge getragen, daß seine Hausgenossen seinem Beispiele 
folgten und die Verkünder von Gottes Wort in Ehren hielten. 
Wir wissen ferner von seinen Privatbeziehungen, daß er in einer 
„vergnügten" Ehe lebte. Bon uneingeschränkter Freigebigkeit, wo 
solche am Platze war, ließ er sich um diese Zeit in der Brüder 
straße ein schönes Haus — das sogenannte Kisewettersche — er 
richten, und als ihm die Freude ward, seine Töchter an Vornehme 
von Adel verheiraten zu können, erwies er sich ihnen als lieb 
reicher, opferbereiter Vater. 
War einmal in den hochgehenden Wogen der Politik Ebbe 
eingetreten, so bethätigte sich des Kanzlers Eifer alsbald auf einem 
anderen gedeihlichen Felde. Um der höchst mangelhaften Rechts 
pflege aufzuheften, ging er selbst daran, ein Landrecht zu ent 
werfen, das reich und arm gleichmäßig 
zu gute kommen sollte. Nicht minder 
war er, eingedenk des „si vis pacem, 
para bellum,“ seinem Herrscher behilflich, 
die Grenzfestungen zu verstärken, in wel 
chem löblichen Beginnen MarkgrafJoh ann 
durch den Ausbau von Peitz und Küstrin 
vorangegangen war. Bei den Erwä 
gungen, ob es ratsamer sei, die, Grenz 
stadt Zossen zu befestigen oder am Zu 
sammenflüsse von Spree und Havel die 
Stadt Spandau zu einem festen Boll 
werke umzuwandeln, waren die Ar 
gumente des Baumeisters Roemer aus 
schlaggebend. Kurfürst Joachim entschied 
sich für den letzteren Plan und hat sich, 
wie die Annalen vermelden, „sehr viel 
ans dem Spandauer Bau befunden." 
Zu Tapiau war am 20. März 1568 
Herzog Albrecht in Preußen gestorben 
und, merkwürdigerweise, 15 Stunden 
nach ihm auch seine Gemahlin. Da 
ivar es wiederum des Kanzlers Sorge, 
daß der neue Lehnsfolger und Erb 
prinz, Markgraf Albrecht Friedrich, die 
Lehen über Preußen erhielt und dem 
Kurfürsten Joachim II. die Mitbelehnung 
gesichert wurde. 
Um ein Erlöschen des Mannes 
stammes in der Kurmark zu verhindern, 
der nur noch ans dem Kurprinzen Johann 
Georg und dessen Sohne Joachim Friedrich beruhete, sollte letzterer 
sich mit der Prinzessin Catharina, Markgraf Johanns von Cüstrin 
Tochter, vermählen. Der markgräfliche Schwiegervater besaß die 
Tugend, das Geld zu Rate halten zu können, hatte darum auch stets 
einen Schatz bereit liegen, der in der Folge dem Kurhause sehr zu statten 
kam. Mit diesem Ehebündnisse seines Enkels wurde Joachim die 
letzte reine Freude auf Erden zu teil. Von bangen Vorgefühlen 
beeinflußt, hat er seinem getreuen Kanzler, als dieser ihm am 
Neujahrsmorgen des Jahres 1571 in seinem und der kurfürst 
lichen Räte Namen „alle Glückseligkeit angewünschet," traurigen 
Herzens erwidert, daß dies das letzte Jahr seines Lebens sein 
würde. Wie Christoph Sparr berichtet, ist „trotz großer Kälte am 
2. Januar bei Cöpenick eine Wolfsjagd abgehalten worden. Als 
nach derselben bei der Tafel im Hause Cöpenick die Rede über 
geistliche Sachen ging, wurde lebhaft diskurieret und in Luthers 
Schriften gelesen, worauf Joachim sich niedergelegt, nachdem er 
zuvor noch Christum am Kreuze gezeichnet. Es überfiel Joachim 
im Bette eine Pressung der Brust mit starker Ohnmacht. Unser 
Kanzler und die Räte wurden gewecket, es kam Joachim wieder 
zu sich. Hat aber nicht lange gewähret, da ist das Uebel ärger 
geworden, und hat selbiger ausgezeichneter Fürst in letzter Er 
wähnung des biblischen Spruches „„das ist je gewißlich wahr,"" 
im Beisein unseres Canzlers im 66. Jahre seines Alters und im 
30. seiner Regierung seinen Geist aufgegeben, worauf die Chur 
fürstliche Leiche nach Berlin gebracht und in dem Dom am 
16. Januar mit großen Ceremonien beigesetzet worden ist." 
Entgegen der Gepflogenheit, den „neuen Herrn" mit neuen 
Männern zu umgeben, verblieb der Kanzler Lamprecht Diestel- 
Lamprccht Disteln,eizcr.
	        

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  • Paganini, Niccolò
    773

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