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Anzeiger für Architektur, Kunsthandwerk und Bau-Industrie (Public Domain) Ausgabe XIII.1910 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Anzeiger für Architektur, Kunsthandwerk und Bau-Industrie : Beiblatt der Blätter für Architektur und Kunsthandwerk
Publication:
Berlin: Verl. d. Blätter für Architektur u. Kunstwerk 1914
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
Jahrgang 13, Nr. 1 (Januar 1910)-Jahrgang 17, Nr. 12 (Dezember 1914) ; mehr nicht digitalisiert
Note:
Beilage zu: Blätter für Architektur und Kunsthandwerk
ZDB-ID:
2896255-2 ZDB
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Urban Studies:
Kws 405,3 Architektur: Architektur gattungsübergreifend
DDC Group:
720 Architektur
Collection:
Building industry
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Theatre,Film,Music,Visual Arts
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1910
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 350 Bildende Kunst: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Urban Studies:
Kws 405,3 Architektur: Architektur gattungsübergreifend
DDC Group:
720 Architektur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9276608
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 350/39:1910
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Building industry
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Theatre,Film,Music,Visual Arts

Issue

Title:
Nr. 6, Juni 1910

Contents

Table of contents

  • Anzeiger für Architektur, Kunsthandwerk und Bau-Industrie (Public Domain)
  • Ausgabe XIII.1910 (Public Domain)
  • Nr. 1, Januar 1910
  • Nr. 2, Februar 1910
  • Nr. 3, März 1910
  • Nr. 4, April 1910
  • Nr. 5, Mai 1910
  • Nr. 6, Juni 1910
  • Nr. 7, Juli 1910
  • Nr. 8, August 1910
  • Nr. 9, September 1910
  • Nr. 10, Oktober 1910
  • Nr. 11, November 1910
  • Nr. 12, Dezember 1910

Full text

ANZEIGER für ARCHITEKTUR 
Jährlich 12 Nummern. 
KUNSTHANDWERK 
SO Pfg. für die Spaltenzeile 
oder deren Raum. 
UND BAU-INDUSTRIE. 
Beiblatt der Blätter für Architektur und Kunsthandwerk. 
Preis des Anzeigers im Sonderbezuge jährlich 
bei freier Zusendung Deutschland und Öster 
reich 5 Mk., Ausland 6 Mk. 
Preis der einzelnen Nummer 0^0 Mk. 
Verlag der Blätter für Architektur und Kunsthandwerk 
Q. m. b. H., Berlin W. 57, Steinmetzstraße 46. 
Leitung; Paul Graef, Steglitz, Albrechtstraße 113- 
Anzeigen-Annahme 
in der Geschäftstelle Berlin W. 57, 
Steinmetzstr. 46. 
Jahrgang XIII. 
BERLIN, Juni 1910. 
Nr. 6. 
Meister und Lehrer des Berliner Kunsthandwerks 
4. Emil Lettre. 
Mitten im geschäftlichen Leben von Berlin, etwas abseits von dem 
breiten Strom, mehr nach dem stillen Vierte! zu, das um den Pariser 
Platz zum Brandenburger Tor eine vornehme Zurückgezogenheit und etwas 
von Kultur, Rückerinnerung schafft, wohnt Emil Lettrfi. Das Haus hat 
noch alten Charakter. Durch den Flur tritt man auf den blätterüber- 
sponnenen Hof, und man meint das vornehme Alt-Berlin zu geniessen. 
Es ist still hier. 
An einem dieser Fenster sitzt der Goldschmied, und man fühlt sich 
erinnert an die alte Zeit blühenden Handwerks. Aber zugleich denkt man 
bei der betonten Sachlichkeit dieser auf allen Schmuck verzichtenden 
Räume an englische Innenkunst, an wienerische Schönheit. Die 
Gediegenheit handwerklicher Arbeit eint sich mit der Feinheit modern 
künstlerischen Materialempfindens. Auf dem Tisch stehen die Geräte und 
Schüsseln, die das Geschenk der deutschen Städte an den Kronprinzen 
darstellen werden. 
Von allen gewerblichen Künsten ist die Goldschmiedekunst in der 
Neuzeit vielleicht am stiefmütterlichsten weggekommen. Sie, die mit 
dem kostbarsten Material arbeitet, hat sich in unserer Zeit mit der bloßen 
Benützung zufriedengeben müssen, die auf Formqualität wenig Wert 
legte. Und während wir die verschiedensten Gebiete des Kunstgewerbes 
nach und nach umgestaltet und neu bearbeitet haben, blieb die Gold 
schmiedekunst immer noch im Primitiven stecken. Überladung schien 
hier immer noch Bedingung; als wollte man damit ausdrücken, dass nur 
die größtmögliche Anhäufung von Formen die Achtung vor dem Metall 
genügend ausdrücken könne, als dürfe man bei diesem Materialreichtum 
nicht hintanhalten mit Schnörkelwerk, Verzierungen und Figuren. Dabei 
ist die Goldschmiedekunst eine alte Handw’erkerkunst, und diese Entartung 
ist nur dadurch zu verstehen, dass der Handwerker, der Zunftangehörige, 
mit der Zeit aufhörte, aus dem Material heraus zu arbeiten, so dass der 
Zeichner an seine Stelle trat, der Entwürfe lieferte und sich nun nicht 
genug tun konnte im Anhäufen von Motiven, um seine Kenntnis in den 
alten Stilen zu zeigen, was um so eher anging, als Materialkenntnis, 
instinktives Erfühlen des Materialnotwendigen, was sich erst im langen 
Zusammenarbeiten mit dem Material ergibt, ihn nicht beschwerte. Sind 
schon viele alte Erzeugnisse für unseren Geschmack zu überladen, so dass 
Goldene Broche 
mit einem Rubin. 
Von Emil Lettrfe in Berlin. 
das Metall nicht sein eigentliches Wesen zeigt, sondern es verdeckt, so 
ist das bei neueren Erzeugnissen umso mehr der Fall, als war hier einer üblen 
Stilnachahmung ausgesetzt sind. Dies hängt einmal mit der allgemeinen 
Zeitströmung zusammen; dann aber hat es bei der Bearbeitung des Goldes 
seinen besonderen Grund, weil das Gold im wesentlichen nur für die 
Kreise in Betracht kommt, die an der alten Stilmode festhalten zu 
müssen glauben, da sie verwandte Überlieferung hier spüren, die ihrer 
Lebens- und Denkweise von früh auf eingeprägt ist. 
Ebenso geht es mit dem Silber, mit der Verwendung der Steine. Das 
Gefühl für Materialschönheit ist noch nicht erreicht. So bleibt es unserer 
Zeit Vorbehalten, die künstlerische Prägung der Edelmetalle zu schaffen. 
Als beachtenswerte Versuche, dem Gold und dem Silber seine ver 
loren gegangene, künstlerische Wesensprägung wiederzugeben, sind die 
Arbeiten des Berliner Goldschmieds Emil Lettrö zu werten, der wieder 
Gefühl für das Material besitzt und sich nicht scheut, aus diesem her 
aus zu arbeiten, zu formen. 
Gewiss ist Gold ein vornehmes, reiches Metall; die Materialwirkung 
soll nicht unterdrückt werden. Im Gegenteil, sie muss um so glänzender 
triumphieren, je feinerund sparsamer die Formgebung ist. Metall istMetall, 
Stein ist Stein, und es gilt eben, die zum Wesen passende Schmuckform 
herauszuspüren, so dass jedes Material in seiner Art lebt und sichtbar wird. 
Das aber wird nicht erreicht, wenn vielfiguriges Bildwerk oder überladene 
Ornamente die Flächen derart füllen, dass das Besondere des Materials 
gar nicht zum Vorschein kommen kann. Für das Gold ist gerade die 
Flächenwirkung von besonderer Bedeutung. Bei allen Arbeiten Lettrös 
bemerkt man, dass er diese Empfindung besitzt. Das weiche Leben, das 
sanfte Anschwellen der bewegten glatten Fläche bringt er in seinen 
Arbeiten vorzüglich zur Geltung, und gerade die Zurückhaltung — wie 
der Kontur nur leicht anhebt, wie die Erhöhung sich sacht in die Ebene 
verliert — gibt seinen Arbeiten jene erlesene Schmuckwirkung, die sich 
einstellt, wenn man fühlt, dass der Meister selbst mit all seinem Fühlen 
und Können in dem Stoffe lebt. 
Aus diesem Grunde bleibt Lettrö, wenn er Reliefs gibt, durchaus 
bei der Flachbehandlung, bei der das sparsam verwandte Figurenwerk 
nur leicht aus dem Grunde auftaucht, sich kaum loslöst und mit den 
zarten Umrissen wie eine verschleierte Erscheinung wirkt. 
Besonders fein kommt die reine Materialwirkung durch markante 
Form in den Herrenringen heraus, deren geschlossene, beinah wichtige 
Erscheinung ohne Steinschmuck bei allem Verzicht auf abwechselnde 
Linienführung so charaktervoll ist. Auch hier ist jeder harte Umriss 
vermieden, so dass von der Fläche zur Erhebung ein ununterbrochener 
Fluss der Bewegung geht. 
Ja, manchmal dämpft Lettre, um ein farbiges Zusammengehen mit 
anderen Schmuckmaterialien zu ermöglichen, die auffallende Tönung des 
Goldes zurück, wie etwa bei einzelnen Gehängen, deren Ketten in ihrem 
mattgelben, auch bräunlichen Ton einen besonders feinen Grund geben, 
auf dem Email oder Steine intensiv leben. Auf diese Weise gehen die ver 
schiedenen Materialien harmonischer zusammen. 
Auch dem Silber weiss Lettrü ein künstlerisches besonderes Gepräge 
zu geben. Hier aber steigert er die Wirkung, während er beim Gold zurück 
hält. Er legt hier Wert auf reicheren Schmuck, er arbeitet mit besonderen 
Tönungen, stellt feine Farbwirkungen zusammen, etwa oxydiertes Silber 
mit*Emailauflagen, und kommt also, indem er das Material unter 
stützt,* bereichert. zu einer ähnlichen Wirkung wde beim Gold, wo er 
sparsam zurückhält. In beiden Fällen erreicht er sein Ziel: künstlerisches 
Leben des jeweiligen Materials, das einmal srezähmt, ein anderes Mal 
bereichert wird, um Form zu gewinnen. Besonders dem Silber gilt 
LettrCs Neigung; freilich betont er dabei eine reichere Legierung, die 
dem englischen Silber gleichkommt. 
Das gleiche Maß in der Verwendung zeigt Lettrd bei den Steinen. 
Diese dienen ihm zur Erhöhung der farbigen Erscheinung, und es gilt hier, 
besonders fein Metall- und Steinwirkung abzuwägen. Nur selten ver 
wendet er die Steine, aber, wo er sie dann verwendet, da geben sie reichste 
Erscheinung. Der goldene Ring dient dann tatsächlich nur dazu, die 
Farbe, die sich im Stein gibt, wie in einer dienenden Fassung zu umkleiden,
	        

Annotations

Annotations

  • Hauszeichen am Pfarrhause der reformierten Kirchengemeinde in Nürnberg, Königstraße 2
    1
  • Schreibtisch mit Schreibsessel nach Entwürfen v. W. Kimbel gefertigt v. Kimbel u. Friedrichsen, Berlin
    3
  • Aus Rastatt. Reiseskizze von W. Kimbel, Berlin
    8

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