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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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fullscreen: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Title:
Friedenauer Lokal-Anzeiger : unparteiische Zeitung für Bln.-Friedenau und den Friedenauer Ortsteil von Schöneberg
Other titles:
Friedenauer Zeitung
Publication:
Berlin: [Verlag nicht ermittelbar] 1920
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1. Jahrg., Nr. 73 (1. Dezember 1894)-3. Jahrg., Nr. 104 (30. Dezember 1896); 5. Jahrg., Nr. 1 (4. Januar 1898)-Jahrg. 27, Nr. 171 (30. Juli 1920)
Note:
Titelzusatz bis Nr. 81 (7. Oktober 1896): amtliches Publikations-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 82 (10. Oktober 1896)-Nr. 104 (30. Dezember 1896): amtliches Verkündigungs-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 1 (4. Januar 1897)-Nr. 3 (7. Januar 1899): amtliches Verkündigungs-Blatt des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
ZDB-ID:
2884738-6 ZDB
Previous Title:
Lokal-Anzeiger für Friedenau
Succeeding Title:
Schöneberg-Friedenauer Lokalanzeiger
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
Collection:
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Berlin Newspapers and Journals
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1911
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Note:
Nr. 1 nicht digitalisiert
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-10043678
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Berlin Newspapers and Journals

Issue

Title:
Nr. 252, 25.10.1911

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1, 18. April 1985
  • Nr. 2, 25. April 1985
  • Nr. 3, 9. Mai 1985
  • Nr. 4, 23. Mai 1985
  • Nr. 5, 13. Juni 1985
  • Nr. 6, 27. Juni 1985
  • Nr. 7, 29. Juni 1985
  • Nr. 8, 6. Juli 1985
  • Nr. 9, 12. September 1985
  • Nr. 10, 26. September 1985
  • Nr. 11, 17. Oktober 1985
  • Nr. 12, 24. Oktober 1985
  • Nr. 13, 14. November 1985
  • Nr. 14, 28. November 1985
  • Nr. 15, 4. Dezember 1985
  • Nr. 16, 5. Dezember 1985
  • Nr. 17, 6. Dezember 1985
  • Nr. 18, 21. Dezember 1985

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 10. Wahlperiode 
6. Sitzung vom 27. Juni 1985 
294 
Präsident Rebsch 
(A) vor, die Einzelberatung der zwei Artikel miteinander zu 
verbinden. Erhebt sich hiergegen Widerspruch? — Auch 
das scheint nicht der Fall zu sein. Dann rufe ich auf die 
Artikel I und II, die Überschrift und die Einleitung im 
Wortlaut der Vorlage Drucksache 10/41. Gibt es hierzu 
Wortmeldungen? — Das ist nicht der Fall. Dann schließe 
ich die Einzelberatung und verbinde die Einzelabstim 
mungen mit der SchluBabstimmung. Der Ausschuß emp 
fiehlt die Annahme der Vorlage. Wer dem Zweiten Ge 
setz zur Änderung des Berliner Richtergesetzes seine Zu 
stimmung zu geben wünscht, den bitte ich um das Hand 
zeichen. — Danke sehr! Gegenprobe! — Stimmenthaltun 
gen? — Einstimmig so beschlossen. 
Wir kommen zur 
lfd. Nr. 5, Drucksache 10/75: 
Große Anfrage der Fraktion der AL über den Um 
gang mit dem Gelände des ehemaligen NS-Reichs- 
sicherheitshauptamtes 
Die anfragende Fraktion bittet, ihre Große Anfrage zu 
rückzustellen. Hat jemand etwas gegen diese Bitte ein 
zuwenden? — Das ist nicht der Fall. 
Ich rufe auf 
lfd. Nr. 6, 
a) Große Anfrage der Fraktion der SPD über Zu 
kunft der behutsamen Stadtemeuerung in Ber 
lin, Drucksache 10/103 
b) Antrag der Fraktion der SPD über Maßnahmen 
zur behutsamen Stadtemeuerung, Drucksache 
10/104 
Der Ältestenrat empfiehlt, die Redezeit auf bis zu 15 Mi 
nuten pro Fraktion festzulegen. Es begründet die Große 
Anfrage der SPD-Fraktion der Abgeordnete Nagel. — 
Bitte sehr, Herr Kollege! 
Nagel (SPD): Herr Präsident! Meine sehr verehrten 
Damen und Herren! Keine Begründung, und sei sie noch 
so politisch, ist geeignet, in ebenso überzeugender Weise 
die Probleme von sanierungsbetroffenen Bewohnern dar 
zustellen wie die Stimme von Betroffenen selbst. Daher 
möchte ich Ihnen zur Begründung unserer Großen An 
frage eingangs ein Schreiben vortragen, das in diesen 
Tagen im Bezirksamt Charlottenburg eintraf und stellver 
tretend für viele Bürger stehen mag, für die Stadterneue- 
rungsmaßnahmen nicht nur einen Griff ins Portemonnaie 
bedeuten, sondern die aufgrund der finanziellen, bauli 
chen und sozialen Umstände von Modernisierungs- und 
Instandsetzungsmaßnahmen häufig in kaum vorstellbarem 
Maße in ihrer Lebenssituation beeinträchtigt werden. Ich 
habe mir erlaubt, aus Gründen der Identifizierung des 
Objekts und der betroffenen Personen das Schreiben 
leicht zu verändern, versichere Ihnen aber, daß an sei 
nem Gehalt nichts verfälscht wurde. 
Ein betroffener Bewohner eines Hauses in der Char 
lottenburger Mierendorffstraße schreibt; 
Für unser Haus, in dem ich seit 12 Jahren mit meiner 
Familie mit zwei Kindern von 9 und 11 Jahren zur 
Miete wohne, sind Modernisierungsmaßnahmen des 
neuen Grundeigentümers angekündigt. Diese Maß 
nahmen, die geschlossen von der Mieterschaft ab 
gelehnt werden, sind in bezug auf Bausubstanz, Be 
haglichkeit und Wirtschaftlichkeit zum Nachteil für 
alle Mieter. Sie scheinen einzig dazu angetan, Miete 
und Heizkosten drastisch zu erhöhen. Viele Mieter 
werden diese Kosten nicht mehr aufbringen können (C 
und sind gezwungen, um staatliche Hilfen nachzu 
suchen. 
Die wirtschaftliche Lage meiner Familie ist folgende 
— und darin auch vergleichbar mit der anderer Mie 
ter des Hauses —: Ich betreibe mit meiner Frau ein 
kleines Gewerbe, das uns bei äußerster Sparsamkeit 
und Bescheidenheit bisher ermöglichte, selbständig 
unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die bevor 
stehenden drastischen Miet- und Heizkostenerhöhun 
gen führen für uns zu einer direkten Existenzbedro 
hung. Ein Umzug kommt für uns nicht in Frage, weil 
wir und unsere Kinder den gewohnten Lebenszusam 
menhang verlieren würden. 
Als Bürger ist es für mich nur schwer einzusehen, 
warum Modernisierungsmaßnahmen dieser Art, die 
offenbar noch aus öffentlichen Mitteln gefördert wer 
den, dazu führen sollen, daß wir auf das Niveau der 
Sozialhilfe herabgedrückt werden. Nicht nur für die 
Mieter entsteht Schaden, sondern diese Maßnahmen 
summieren sich zu großen Schäden für die Gemein 
schaft. 
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ein solcher 
Brief ist kein Einzelfall, und derjenige, der gewillt ist, 
hinter die Fassaden zu schauen, die jetzt in Vorbereitung 
der 750-Jahr-Feier vielerorts erneuert werden, wird sehr 
schnell feststellen, daß es mit der behutsamen Stadt 
erneuerung, die der Senat in den letzten Jahren gern 
als Markenzeichen seiner Baupolitik herausgestellt hat, 
in der täglichen Praxis der Sanierung inzwischen nicht 
mehr weit her ist. Seit dem Ende der Hausbesetzungen 
wird über die Stadterneuerung zwar nicht mehr so spek 
takulär geredet, ob sie aber insgesamt den Menschen 
dienlicher geworden ist, ist insbesondere denen, die heute (D 
von ihren vermeintlichen Segnungen betroffen sind, doch 
zunehmend fraglicher geworden. 
[Beifall bei der SPD] 
Gerade im Bereich der privat betriebenen Modernisie 
rung zeigen sich schlimmste Entwicklungen, die sicher 
lich nicht böswillig toleriert, aber doch zumindest achsel 
zuckend vom Senat in Kauf genommen werden. Zwar 
wird auf der einen Seite behutsame Stadterneuerung gern 
im Rahmen der Internationalen Bauausstellung als Erfolg 
verkauft, wenn man die Zuschauer nicht so genau Hin 
sehen läßt. In der Förderungspraxis des Senats und bei 
der Kontrolle der privat finanzierten Maßnahmen ist sie 
jedoch nicht mehr gefragt. 
Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir Sozial 
demokraten wollen keine Internationale Bauausstellung, 
und wir wollen keine 750-Jahr-Feier, die sich in Fassa 
dengestaltung erschöpfen und die die Gründerjahre un 
serer großen Wohnquartiere geschmäcklerisch hochju 
beln, aber darüber vergessen, daß Wohnen eben erst in 
den gesicherten eigenen vier Wänden beginnt und erst 
in zweiter Linie nach der Identifikation mit dem Gebäu 
de, der Umgebung, den Straßenzügen und den Plätzen 
fragt. 
[Beifall bei der SPD und der AL] 
Undifferenzierte Abrißparolen, wie sie nun schon seit Mo 
naten vom gegenwärtigen Bausenator zu vernehmen sind, 
zerstören das Vertrauen, das insbesondere die Mieter in 
den Altbauquartieren in die politisch Verantwortlichen ha 
ben müssen, und schaffen zugleich eine politische Legi 
timation für das rücksichtslose Vorgehen privater Spe 
kulanten. Es ist höchste Zeit — und dazu dient auch die
	        

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