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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe LIII.1903 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Friedenauer Lokal-Anzeiger : unparteiische Zeitung für Bln.-Friedenau und den Friedenauer Ortsteil von Schöneberg
Other titles:
Friedenauer Zeitung
Publication:
Berlin: [Verlag nicht ermittelbar] 1920
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1. Jahrg., Nr. 73 (1. Dezember 1894)-3. Jahrg., Nr. 104 (30. Dezember 1896); 5. Jahrg., Nr. 1 (4. Januar 1898)-Jahrg. 27, Nr. 171 (30. Juli 1920)
Note:
Titelzusatz bis Nr. 81 (7. Oktober 1896): amtliches Publikations-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 82 (10. Oktober 1896)-Nr. 104 (30. Dezember 1896): amtliches Verkündigungs-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 1 (4. Januar 1897)-Nr. 3 (7. Januar 1899): amtliches Verkündigungs-Blatt des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
ZDB-ID:
2884738-6 ZDB
Previous Title:
Lokal-Anzeiger für Friedenau
Succeeding Title:
Schöneberg-Friedenauer Lokalanzeiger
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
Collection:
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Berlin Newspapers and Journals
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1910
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Note:
Beilage zu Nr.7 nach Heft Nr. 4 eingebunden
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-10071398
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Berlin Newspapers and Journals

Issue

Title:
Nr. 70, 23.03.1910

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe LIII.1903 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • H. I-III
  • H. IV-VI
  • H. VII-IX
  • H. X-XII

Full text

Bl 
F. Baltzer, Das japanische Haus. 
32 
nimmt es indessen kaum mehr wahr. Die Führungsnuten 
der Amado wie der Shoji sind dem Verschmutzen durch 
eindringenden Staub und Schmutz stark unterworfen und 
müssen peinlich sauber gehalten werden, wenn ein leichter 
Gang der Schiebeläden erhalten bleiben soll; bisweilen werden 
die vertieften Gleitflächen mit hartem Holze oder Eisenblech- 
Streifen außgefüttert, damit die Oberfläche immer glatt bleibt. 
Die senkrechte Stoßfuge zwischen je zwei aufeinander fol 
genden Amado wird durch eine flache Falzung etwa nach 
Art der Text-Abb. 11 gedeckt, während sie bei den Shoji 
offen bleiben muß, da diese ja in der Regel in zwei ver 
schiedenen Falzen, also in verschiedenen Ebenen sich be 
wegen. Da auch namentlich die wagerechten Fugen zwischen 
_ den Rinnen und den Schiebe- 
b läden, Amado wie Shoji, 
Abb. 11. Stoßdeokung benachbarter niemals dicht schließen kön- 
Amado. Wage rechter Schnitt ß 
nen, so findet natürlich feiner 
Staub, Zugluft und im Winter die empfindliche Kälte von 
außen leicht ihren Eingang in das Innere des japanischen 
Hauses; auf einen Abschluß wie bei einem richtig ausgeführten 
deutschen Fenster ist dabei also nicht entfernt zu rechnen. 
Alle Außenwände, die nicht, wie eben beschrieben, 
zum Öffnen eingerichtet sind, bestehen aus festem Holz 
werk, das seine Naturfarbe behält, oder sind in Putz her- 
gestellt, der zwischen den festen Holzstützen des Gebäudes 
als Bewurf aus Lehmschlag oder Straßenschlick auf einem 
Fieohtwerk von Latten oder dünnen Bambusstäben, Rohr 
u. dgl. ausgeführt ist; diese außerordentlich verbreitete 
Herstellungsweise erinnert lebhaft an unsem heimischen 
„Rabitz“, nur daß hier das Drahtnetz durch ein zwischen 
die Stiele und Eiegelhölzer des Fachwerkes gespanntes eng 
maschiges Rohrgeflecht ersetzt ist. Die Oberfläche des 
Putzes wird auf der Innenseite entweder sorgfältig geglättet 
oder mit Zuhilfenahme besonderer Stoffe, ausgesuchten far 
bigen Sandes, klein gestoßener Muschelschalen, Eisenfeil 
späne u. dgh, zur Erzielung besonderer Wirkungen kunst 
gerecht behandelt. Dem Lehmschlage wird Hackestroh oder 
Tierhaar, dem Straßenschlick meist Teerstrick als Binde 
mittel zugesetzt und der Putz, Kabe, äußerst sorgfältig und 
langsam durch wiederholtes Anträgen eines nur dünnen 
Überzuges hergestellt, den man beim Trocknen vor den 
allzu kräftigen Strahlen der japanischen Sonne durch leichte 
Schirmdächer aus Bambusgerüst und Matten schützt Die 
Außenseite der Putzfläche wird entweder gleichfalls glatt 
geputzt, unter Umständen mit Einlegung wagerechter Zier- 
streifen aus Holz oder Bambus, oder, und zwar dürfte dies 
die Regel sein, mit dünnen, wagerecht ahgeordneten Brettern, 
Harne, verkleidet; diese stehen senkrecht übereinander, 
überdecken sich in der wagerechten Stoßfuge schuppenförmig 
und.werden durch senkrechte Holzleisten, die in etwa l 1 /, 
bis 2 Fuß Abstand angeordnet sind, mit dem Pfostenwerk 
der Wand verbunden. 
Die japanische Fach wand besteht nur aus Stielen, die 
auf die Sohischwelle aufgesetzt sind und in dem oberen 
Pfettenrähm, Keta, endigen, und ans Riegeln, entbehrt 
aber aller Schrägstreben; die Riegel, jap. Nuki, sind 
ziemlich schwache, hochkantig gestellte Bohlen, die die Stiele 
durchdringen und mittels wagereoht eingetriebener Holzkeile 
in den Pfosten befestigt werden. 
Das Flechtwerk für den Putzbewurf, aus Bambus oder 
Rohr, wird zwischen die Stiele und die wagerechten Brett- 
stüoke, die Nuki, oder zwischen besondere Bretter ein 
gespannt, die mit der Außenfläche der Stiele bündig, zwischen 
diese eingesetzt sind. 
Auch die Mehrzahl der Zwischenwände des japanischen 
Hauses zwischen den einzelnen Zimmern ist nicht fest wie 
Abb. 12. Gruodrißanordxuxng der verschieblichen Zwischen 
wände, Fusuma. 1: 60. 
beim europäischen Hause, sondern besteht gleichfalls aus ver 
schieblichen Papierwänden, die mittels ihres etwa 18 mm 
starken Holzrahmens sich wie die Außenwände in je zwei 
oberen und zwei unteren Falzen im Rahm werk des Hauses 
verschieben und wie jene nach Bedarf auch ganz herausheben 
und beseitigen lassen. Die Grundrißanordnung wird durch 
die vorstehende Text-Abb. 12 veranschaulicht. Man kann im 
japanischen Hause mehrere benachbarte Räume ohne weiteres 
in einen einzigen großen Raum verwandeln, und bei der 
Einheitlichkeit in der architektonischen Durchbildung der 
Innenräume fällt die Beseitigung trennender Zwischenwände, 
die für gewöhnlich vorhanden sind, kaum irgendwie Ins Auge; 
umgekehrt ist aus dem Vorhandensein der oberen und unteren 
Führungsnuten sofort zu erkennen, wo ein zusammenhängen 
der größerer Raum durch ersetzbare Zwischenwände nach 
Bedarf etwa abgeteilt werden kann. Der Vorteil der Ein 
richtung für die Benutzung des Hauses liegt auf der Hand; 
unter anderem kann im Sommer das ganze Haus in eine 
einzige luftige Halle verwandelt werden, die der erfrischenden 
Brise von allen Seiten Zutritt gewährt. Die als Zwischen 
wände dienenden Papierwände, hier Fusuma oder auch 
Earakami genannt, sind mit ziemlich festem, pappartigem 
Papier bespannt und daher sehr leicht. 
Das Papier, mit dem die Wände bezogen sind, zeigt 
leichte, gefällige Muster in hellen Farben, daneben vielfach 
eine Überstreuung mit gepulvertem Glimmer oder Goldpulver in 
Wolkenform oder mit einer Darstellung von stilisierten Wolken. 
In Schlössern, Tempeln und reicheren Häusern sind die Fusuma 
einzelner Räume häufig zusammenhängend und zwar meist 
auf Goldgrund bemalt, wobei die Malereien geschichtliche Vor 
gänge oder beliebte und berühmte Landschaftsbilder, oder mehr 
als „ Stilleben “, das heimatliche Pflanzen- und Tierleben 
in naturgetreuer, meist äußerst reizvoller Weise zur Dar-
	        

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