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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1929 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Friedenauer Lokal-Anzeiger : unparteiische Zeitung für Bln.-Friedenau und den Friedenauer Ortsteil von Schöneberg
Other titles:
Friedenauer Zeitung
Publication:
Berlin: [Verlag nicht ermittelbar] 1920
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1. Jahrg., Nr. 73 (1. Dezember 1894)-3. Jahrg., Nr. 104 (30. Dezember 1896); 5. Jahrg., Nr. 1 (4. Januar 1898)-Jahrg. 27, Nr. 171 (30. Juli 1920)
Note:
Titelzusatz bis Nr. 81 (7. Oktober 1896): amtliches Publikations-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 82 (10. Oktober 1896)-Nr. 104 (30. Dezember 1896): amtliches Verkündigungs-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 1 (4. Januar 1897)-Nr. 3 (7. Januar 1899): amtliches Verkündigungs-Blatt des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
ZDB-ID:
2884738-6 ZDB
Previous Title:
Lokal-Anzeiger für Friedenau
Succeeding Title:
Schöneberg-Friedenauer Lokalanzeiger
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
Collection:
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Berlin Newspapers and Journals
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1910
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Note:
Beilage zu Nr.7 nach Heft Nr. 4 eingebunden
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-10071398
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Berlin Newspapers and Journals

Issue

Title:
Nr. 244, 17.10.1910

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1929 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordnetenversammlung im Jahre 1929
  • Sitzung 1, 10. Januar 1929
  • Sitzung 2, 17. Januar 1929
  • Sitzung 3, 24. Januar 1929
  • Sitzung 4, 25. Januar 1929
  • Sitzung 5, 29. Januar 1929
  • Sitzung 6, 31. Januar 1929
  • Sitzung 7, 7. Februar 1929
  • Sitzung 8, 14. Februar 1929
  • Sitzung 9, 21. Februar 1929
  • Sitzung 10, 28. Februar 1929
  • Sitzung 11, 7. März 1929
  • Sitzung 12, 14. März 1929
  • Sitzung 13, 19. März 1929
  • Sitzung 14, 21. März 1929
  • Sitzung 15, 22. März 1929
  • Sitzung 16, 11. April 1929
  • Sitzung 17, 16. April 1929
  • Sitzung 18, 18. April 1929
  • Sitzung 19, 23. April 1929
  • Sitzung 20, 25. April 1929
  • Sitzung 21, 2. Mai 1929
  • Sitzung 22, 10. Mai 1929
  • Sitzung 23, 28. Mai 1929
  • Sitzung 24, 6. Juni 1929
  • Sitzung 25, 13. Juni 1929
  • Sitzung 26, 20. Juni 1929
  • Sitzung 27, 27. Juni 1929
  • Sitzung 28, 5. September 1929
  • Sitzung 29, 12. September 1929
  • Sitzung 30, 19. September 1929
  • Sitzung 31, 24. September 1929
  • Sitzung 32, 1. Oktober 1929
  • Sitzung 33, 10. Oktober 1929
  • Sitzung 34, 15. Oktober 1929
  • Sitzung 35, 17. Oktober 1929
  • Sitzung 36, 24. Oktober 1929
  • Sitzung 37, 31. Oktober 1929
  • Sitzung 38, 7. November 1929
  • Sitzung 39, 14. November 1929
  • Sitzung 1.(40.), 12. Dezember 1929
  • Sitzung 2.(41.), 19. Dezember 1929
  • Sitzung 3.(42.), 20. Dezember 1929

Full text

740 Sitzung am 5. 
»Noten Fahne" wie in der „Welt am Abend" über 
Prügelstrafen in einzelnen Schulen habe ich genau 
durchprüfen lassen. Da hat sich in mehreren Fällen 
gezeigt, daß die Darstellung ganz schief war. 
(Sehr richtig!) 
Ich würde ohne weiteres anerkennen, daß aus diesen 
oder jenen Ursachen heraus Lehrer sich verleiten lassen, 
zur Prügelstrafe zu greifen. Aber ich kann nicht an 
erkennen, daß man nun glaubt, in der größten Zahl 
der Berliner Schulen käme die Prügelstrafe in weite 
rem Umfange noch in Anwendung. 
Persönlich vertrete ich die Auffassung, daß mir die 
Prügelstafe restlos abschaffen können. Was in andern 
Ländern möglich ist, wird in Berlin und in Deutschland 
auch ohne weiteres möglich sein. 
(Sehr wahr!) 
Ich glaube auch nicht, daran zweifeln zu brauchen, 
daß der Berliner Magistrat meinem Antrage zu 
stimmen würde, die Aufsichtsbehörde zu ersuchen, die 
Prügelstrafe restlos abzuschaffen. 
(Bravorufe.) 
Sfabfo. Seelmann-Eggebert (DN): 
(Zuruf des Stadtv. Fritz Lange.) 
(Stadtv. Gäbel: Am Anfang war der Stock!) 
Meine Damen und Herren! Der Herr Kollege 
Lange hat es für geschmackvoll gehalten, hier eine An 
zahl von ollen Kamellen und Geschichten aus dem 
„Schulkampf" und sonstigen trüben Quellen vorzulesen. 
Den letzten Fall, den Fall Karsen, werde ich nicht l>e=' 
rühren. Mögen die Herren, die Herrn Karsen nahe 
stehen, ihn selbst verteidigen, dazu habe ich keine Ver 
anlassung. Aber ich fühle mich veranlaßt, im Inter 
esse der hier mit Namen genannten Kollegen und Kol 
leginnen dagegen zu protestieren, 
(Unruhe. — Glocke.) 
daß man hier solche Dinge, die wir, als wir Jungen 
waren, in der Bierzeitung gebracht haben und in ver 
gnügten Stunden vorlasen, für wichtig genug hält, in 
den Zeitungen zu veröffentlichen. Ob sie wahr sind 
oder nicht, wird nicht nachgeprüft. Hier stellt man sich 
dann hin und nennt die Namen der betreffenden 
Herren und Damen, die sich nicht verteidigen können, 
und glaubt sie hier vor dem Forum der Berliner Stadt 
verordnetenversammlung ins Lächerliche ziehen zu 
dürfen. 
Ich möchte diesen Vorgang nur in seiner ganzen 
— na, ich will das Wort lieber aus parlamentarischen 
Rücksichten vermeiden — hier klarstellen. Ich bedaure, 
daß das Forum der Stadtverordnetenversammlung 
dazu gemißbraucht wird, um solchen alten Kohl hier 
aufzuwärmen. Wissen Sie, Herr Lange, wenn Sie 
es nicht wären, könnte man sich ja darüber ärgern, 
aber so möchte ich fast bedauern, daß Sie in Ihrem 
Material daran vorübergegangen sind, mich anzu 
greifen. Von Ihnen angegriffen zu werden, Herr 
Kollege Lange, ist mir eine Ehre. Von dem Moment 
an, wo ich mit Ihnen mal übereinstimmen müßte, wäre 
es mir durchaus klar, daß ich auf dem falschen Wege 
bin, denn Sie nimmt man bekanntlich nicht ernst, 
sondern von der komischen Seite, und so haben Sie sich 
auch heute gezeigt. 
Sfabfo. Fritz Lange (K): Meine Damen und 
Herren! Etwas ernst müssen die Dinge doch schon 
genommen worden sein, sonst hätte man nicht dazu 
hinterher gesprochen. Man pflegt ja hier in der Stadt 
verordnetenversammlung gewöhnlich über Dinge, die 
man nicht ernst nimmt, zur Tagesordnung überzugehen 
und nichts zu sage r. 
.(Zuruf.) 
September 1929. 
— Ja, das habe ich schon gemerkt. — Also insofern 
muß ich annehmen, daß die Sache doch vielleicht etwas 
ernster genommen worden ist, als es hier hinterher 
zum Ausdruck gebracht worden ist. 
(Stadtv. Dr. Hildebrandt: Wegen der lustigen 
Stunden, lieber Lange!) 
(Zuruf bei den Sozialdemokraten.) 
Der Herr Studiendirektor oder Oberstudiendirektor 
Seelmann-Eggebert hat festgestellt, daß alles das, was 
ich hier an Material vorgetragen habe, Kohl ist. Ich 
stimme mit dem Herrn Oberstudiendirektor insofern 
vollkommen überein, daß tatsächlich alles das, was ich 
hier vorgetragen habe, ein furchtbarer Kohl ist. Das 
Schlimme ist nur, daß dieser Kohl unsern Kindern 
vorgesetzt wird, 
(Sehr wahr!) 
daß der Kohl von Ihnen, den Deutschnationalen, mit 
verzapft wird, von Ihnen und Ihren Kollegen, die 
Ihrer Gesinnung und Ihrer Richtung entsprechen. 
Diese Zahl, Herr Stadtschulrat, ist im Berliner Schul 
wesen nicht klein. Sie umfaßt unter den Lehrern in 
der höheren Schule minimal gerechnet 80 %, wenn 
das ausreicht. 
Nun glaubt der Herr Kollege Hüdicke seine Frak 
tion gegen meine Angriffe verteidigen zu müssen. Sie 
haben hier sogar als Rezept angegeben, um eine bessere 
Schularbeit leisten zu können: Herabsetzung der Klassen 
frequenz. Ist Ihnen vielleicht nicht bekannt, daß 
im Preußischen Landtag die Kommunistische Fraktion 
auch bei diesen Etatsberatungen beantragt hat, die 
Frequenz herabzusetzen und Ihre Fraktion dagegen ge 
stimmt hat? Ist das bei Ihnen auch vielleicht in Ver 
gessenheit geraten? Nun, glauben Sie doch bloß nicht, 
, wenn Eltern Prügel fordern, daß das irgendwie ein 
Grund ist für den Lehrer der Schule, auch prügeln zu 
müssen. Die Eltern sind in der Erziehung Laien. Aber 
von den Pädagogen, die in Berlin noch nicht mal 
schlecht bezahlt werden, können wir verlangen, daß sie 
Fachleute in der Erziehung sind. Wenn der Laie 
in seiner Dummheit und Unaufgeklärtheit prügelt, dann 
ist ihm das zu verzeihen. Wir müssen daran arbeiten, 
daß auch er das läßt. Wenn aber der geschulte Päda 
goge zu einem derartigen Mittel greift, dann beweist 
er damit, daß er überhaupt kein Pädagoge ist. Er ist 
dann in seinem Fach ein elender Stümper. 
Es wurde von dem Herrn Stadtschulrat gesagt, 
daß die Kritik, die an uns herangebracht wird, von uns 
als heilige Offenbarung aufgefaßt wird. Nein, Herr 
Stadtschulrat, das stimmt nicht. Sie wissen, daß wir 
immer, wenn wir Material bekommen, ehe wir in der 
Öffentlichkeit Lärm schlagen, zu Ihnen gehen und 
Ihnen das Material geben und Sie bitten, den Dingen 
nachzugehen, um festzustellen, wieweit die Dinge 
stimmen. Wir sind aber leider im Lause der Zeit zur 
Überzeugung gekommen, daß Ihnen das sehr an 
genehm ist, um die Angelegenheit nicht weiter ver 
folgen zu brauchen. 
Ich weise Sie hiermit auf den unerhörten Zustand 
an der Kunstgewerbeschule Ost in der Andreasstraße 
hin. Was ist von der Schulverwaltung getan worden, 
um diesen Schweinestall — einen anderen Ausdruck 
habe ich dafür nicht — endlich zu bereinigen? Ich weise 
auf die Geschichte hin, an die ich hier bei den Etats 
beratungen anläßlich der Eröffnung von Werkmeister 
kursen in Verbindung mit gewissen Direktoren und 
früheren Dezernenten erinnert habe. Ich habe das hier 
im Plenum noch nicht gesagt. Ich frage Sie: Was ist 
geschehen von der Schulverwaltung, um diesen 
Schweinestall auszumisten? Wir haben Ihnen Material 
gegeben. Nichts ist geschehen. Die Sache ist verschleppt 
worden, die Sache ist vergessen worden. Niemals wie 
der hat man ein Wort davon zu hören bekommen. 
(Zuruf: Untersuchungsausschuß.)
	        

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