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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 7.1881 (Public Domain)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 7.1881 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Friedenauer Lokal-Anzeiger : unparteiische Zeitung für Bln.-Friedenau und den Friedenauer Ortsteil von Schöneberg
Other titles:
Friedenauer Zeitung
Publication:
Berlin: [Verlag nicht ermittelbar] 1920
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1. Jahrg., Nr. 73 (1. Dezember 1894)-3. Jahrg., Nr. 104 (30. Dezember 1896); 5. Jahrg., Nr. 1 (4. Januar 1898)-Jahrg. 27, Nr. 171 (30. Juli 1920)
Note:
Titelzusatz bis Nr. 81 (7. Oktober 1896): amtliches Publikations-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 82 (10. Oktober 1896)-Nr. 104 (30. Dezember 1896): amtliches Verkündigungs-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 1 (4. Januar 1897)-Nr. 3 (7. Januar 1899): amtliches Verkündigungs-Blatt des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
ZDB-ID:
2884738-6 ZDB
Previous Title:
Lokal-Anzeiger für Friedenau
Succeeding Title:
Schöneberg-Friedenauer Lokalanzeiger
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
Collection:
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Berlin Newspapers and Journals
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1901
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9363104
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
Berlin Newspapers and Journals

Issue

Title:
Nr. 139, 17.06.1901

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 7.1881 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • 2. October 1880, Nr. 1
  • 9. October 1880, Nr. 2
  • 16. October 1880, Nr. 3
  • 23. October 1880, Nr. 4
  • 30. October 1880, Nr. 5
  • 6. November 1880, Nr. 6
  • 13. November 1880, Nr. 7
  • 20. November 1880, Nr. 8
  • 27. November 1880, Nr. 9
  • 4. December 1880, Nr. 10
  • 11. December 1880, Nr. 11
  • 18. December 1880, Nr. 12
  • 25. December 1880, Nr. 13
  • 1. Januar 1881, Nr. 14
  • 8. Januar 1881, Nr. 15
  • 15. Januar 1881, Nr. 16
  • 22. Januar 1881, Nr. 17
  • 29. Januar 1881, Nr. 18
  • 5. Februar 1881, Nr. 19
  • 12. Februar 1881, Nr. 20
  • 19. Januar 1881, Nr. 21
  • 26. Februar 1881, Nr. 22
  • 5. März 1881, Nr. 23
  • 12. März 1881, Nr. 24
  • 19. März 1881, Nr. 25
  • 26. März 1881, Nr. 26
  • 2. April 1881, Nr. 27
  • 9. April 1881, Nr. 28
  • 16. April 1881, Nr. 29
  • 2. April 1881, Nr. 27
  • 30. April 1881, Nr. 31
  • 7. Mai 1881, Nr. 32
  • 14. Mai 1881, Nr. 33
  • 21. Mai 1881, Nr. 34
  • 28. März 1881, Nr. 35
  • 4. Juni 1881, Nr. 36
  • 11. Juni 1881, Nr. 37
  • 18. Juni 1881, Nr. 38
  • 18. Juni 1881, Nr. 38
  • 2. Juli 1881, Nr. 40
  • 9. Juli 1881, Nr. 41
  • 16. Juli 1881, Nr. 42
  • 23. Juli 1881, Nr. 43
  • 30. Juli 1881, Nr. 44
  • 6. August 1881, Nr. 45
  • 13. August 1881, Nr. 46
  • 20. August 1881, Nr. 47
  • 27. August 1881, Nr. 48
  • 3. September 1881, Nr. 49
  • 10. September 1881, Nr. 50
  • 17. September 1881, Nr. 51
  • 24. September 1881, Nr. 52

Full text

630 
Es war übrigens nichts Auffallendes, wenn sich der König 
bei Hose mit Leuten unterhielt, denen eigentlich solche Ehre nicht 
zustand. Der Prinz Heinrich war zweifelsohne ebenso populär wie 
der König, aber cs kam ihm nie in den Sinn, in einer offiziellen 
Hofgesellschaft die Grenzen des Dekorum zu überschreiten, welches 
nach seiner Ansicht der prinzlichcn Würde zukam. Der König that 
das in seiner Leutseligkeit zuweilen. War doch auch seine Kleidung 
nie seiner Würde entsprechend: man hätte ihn für einen alten 
Invaliden halten können, — aber sein Auge verrieth den König 
und er wußte aufzutreten. 
Am Tage nach meiner Unterhaltung mit dem Könige fragte 
mich der Prinz, was sein Bruder mit mir besprochen hätte. Als 
ich ihm Bescheid gesagt, äußerte er: „Ich würde mich nicht 
wundern, wenn ich Euch eines Tages unter seinen Günstlingen sähe." 
„Mit Verlaub, gnädiger Herr, nicht gern und willig, denn ich 
würde dann entweder Soldat oder sein Windspiel werden." 
Wie dem auch sei, ich hatte immer gewünscht, vom Könige 
gekannt zu werden, und ich erfuhr an diesem Tage, daß er mich 
schon kannte, ohne daß ich es ahnte. 
Nach der Abreise unserer Gäste erschienen andere Personen von 
Bedeutung. Als den hervorragendsten erwähne ich den Fürstbischof 
von Ermland. Der König hatte ihm bei der ersten Theilung 
Polens seine Souvcränctät genommen und ihm zur Entschädigung 
nichts als eine ziemlich klägliche Pension gegeben, doch wußte der 
Bischof sich in sein Loos zu schicken, entließ seinen nicht unbedeu 
tenden Hofstaat und lebte als Philosoph. Von all seinen Leuten 
behielt er nur einen Maler als Vertrauten und einen jungen 
Franzosen, Namens Liboron, als Kammerdiener. Den Letzteren 
überließ er 1776 dem Prinzen Heinrich, als dieser von Rußland 
zürückkehrte und den Bischof in seiner Residenz Heilsberg besuchte. 
Liboron war es, der den Prinzen in seiner letzten Krankheit so 
treulich pflegte, daß der Prinz ihm im Testament eine ansehnliche 
Summe aussetzte. 
Während der Fürstbischof in Rhcinsbcrg war, spielte ich in 
einigen Stücken vor ihm und da ich ihm gefiel, so ließ er mich 
eines Tages rufen, sprach seine Zufriedenheit aus und überreichte 
mir in einer sehr netten und anständigen Weise eine ziemlich ein 
fache Dose, die mir in Folge dessen wcrthvoll geworden ist. 
Beim Könige in Potsdam hielt er sich oft längere Zeit auf, 
obwohl ihn dieser nicht prinzlich behandelt hatte. Er besaß viel 
Geist und Witz, darum liebte der König seine Gesellschaft. 
Eines Tages war er beim Könige zur Tafel und dieser sagte 
scherzend, er zweifelte stark daran, ob der heilige Petrus ihn in 
das Paradies hineinlassen würde; darum bäte er den Bischof, ihn 
unter seinen Mantel nehmen zu wollen, damit der Himmels- 
Pförtner ihn nicht bemerkte. 
„Die Vorsicht wird vergeblich sein, Majestät," antwortete der 
Bischof, „Sie haben meinen Mantel so beschnitten, daß er Sie 
nicht mehr bedecken wird." 
(Fortsetzung folgt.) 
M i s c c l! e n. 
von puttkamer. (Hierzu Portrait Seite 627.) Der neu 
ernannte Minister des Innern ist nicht nur ein naher Verwandter 
des Fürsten Bismarck, sondern auch seit langen Jahren ein treuer 
Mitarbeiter dcsielbcn. Bereits im Kricgsjahrc 1866 Civilkom- 
missarius von Mähren, wurde er ein Jahr später als vortragender 
Rath in das neugeschaffene Bundeskanzleramt berufen und blieb 
in dieser Stellung bis nach dem französischen Kriege. 
Robert Victor von Puttkamer ist am 5. Mai 1828 in 
Frankfurt a/O. geboren, wo sein Vater, der spätere Polizei 
präsident von Berlin (nach diesem führt die Puttkammerstraße ihren 
Namen) und noch spätere Oberpräsident von Posen, damals bei 
der Königl. Regierung stand. Er erhielt seine wissenschaftliche 
Vorbildung auf dem Köllnischen Gymnasium, studirte in Heidelberg, 
Genf und Berlin und bereitete sich eifrig auf allen Gebieten der 
Staatswissenschaften für das öffentliche Leben vor. Er trat im 
Jahre 1850 beim Appellationsgericht in Marienwerdcr in West- 
preußen in den Staatsdienst und arbeitete als Auskultator bei dem 
Stadt- und Krcisgericht zu Danzig, wobei es vielleicht erwähnt 
werden möchte, daß zu jener Zeit unter der Gesellschaft junger 
Juristen, welche bei dem Appellationsgericht in Marienwerder ihre 
Carriöre begannen, auch der spätere Minister des Innern, Graf 
zu Eulenburg, der Vorgänger des Herrn von Puttkamer, und 
der spätere sächsische Ministerresident Graf Kleist vom Löß sich 
befanden. Im Jahre 1854 wurde Herr von Puttkamer als 
Hülssarbeitcr in das Handelsministerium berufen, arbeitete 
später beim Obcrpräsidium in Koblenz, wurde 1860 Landrath 
des Dcmminer Kreises in Pommern, wo er sich durch seine ge 
schickte und kräftige Verwaltung auszeichnete, so daß er, wie schon 
erwähnt, während des österreichischen Krieges im Jahre 1866 zum 
Civilkommissarius von Mähren ernannt wurde. Nach seiner 
Thätigkeit im Buudcskanzlerauit wurde er 1871 Regierungs 
präsident zu Gumbinnen, 1874 Bezirkspräsidcnt von Lothringen 
und endlich im Jahre 1877 Oberpräsident der Provinz Schlesien, 
in welcher Stellung er ganz besonders Gelegenheit hatte, die Be 
ziehungen zur katholischen Kirche zu beobachten und mit vorsichtiger 
Hand zu leiten. 
Das war wohl die Vcranlaffung, daß ihn Fürst Bismarck 
nach dem Rücktritt des Dr. Falk 1879 zum preußischen Kultus 
minister ernennen ließ. In seinem Kampf mit dem Centrum wollte 
der Fürst, wie er selber einmal sagte, „zwar denselben Faden 
fort spinnen, jedoch eine andere Nummer versuchen." 
Die Thätigkeit des jetzigen Ministers des Innern als Kultus 
minister ist bekannt. Die Wiederherstellung des confessionellen Friedens 
ist noch nicht erreicht, aber angebahnt worden, ohne daß die staat 
liche Autorität das mindeste geopfert hätte. Mit klarer Schärfe, 
aber auch feinem und verständnißvollem Takt hat Herr von 
Puttkamer die Grenzregulirung zwischen den Machtgebicten des 
Staates und der katholischen Kirche in Angriff genommen. Daß 
ihm nicht Zeit wurde, das Begonnene durchzuführen, daß der Aus 
gleich sich in die Länge zog, lag einmal darin, daß dieser Kultur 
kampf in Preußen sich mit den Bestrebungen des Partikularismus 
verquickt hatte, ganz besonders mit dem welfischen in Hannover 
und Braunschweig, und ferner darin, daß es schwierig war, einen 
geeigneten Nachfolger an Stelle des Grafen von Eulcnburg zu finden. 
Die besondere Art des in Deutschland bestehenden Kulturkampfes 
läßt einen schnellen Friedensschluß nicht zu, denn zusammen mit 
den Männern in Rom haben alle Partikularisten gegen Preußen 
gekämpft, stehen zum Theil noch im Kampfe gegen die Vertreter 
des Einheitsstaates. Und die Gegner auszuhungern, dazu ließen 
die Verhältniffe Herrn von Puttkamer nicht die nöthige Zeit. 
Nach dem plötzlichen Rücktritt des Grafen Eulenburg traf cs 
sich, daß eine Neubesetzung des für die bevorstehenden Wahlen, für 
die Weiterführung der Verwaltungsreorganisation besonders wichtigen 
Amtes eines Ministers des Innern sich als besonders schwierig 
heraus stellte. 
Ein fachkundiger Mann, der zugleich im Sinne des Reichs 
kanzlers die Geschäfte führt, der auch ein tüchtiger redegewandter 
Kämpfer in den bevorstehenden wichtigen Verhandlungen des 
Abgeordnetenhauses, wollte sich schwer finden lasten — und so 
mußte denn der bisherige erprobte Kultusminister seinem Mitar 
beiter von Goßler die Weiterführung des im Kultusministerium 
Angebahnten überlasten, er selber aber das Ministerium des Innern 
übernehmen. —
	        

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