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Friedenauer Lokal-Anzeiger (Public Domain) Ausgabe 2.1895 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Friedenauer Lokal-Anzeiger (Public Domain) Ausgabe 2.1895 (Public Domain)

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Zeitschrift

Titel:
Friedenauer Lokal-Anzeiger : unparteiische Zeitung für Bln.-Friedenau und den Friedenauer Ortsteil von Schöneberg
Weitere Titel:
Friedenauer Zeitung
Erschienen:
Berlin: [Verlag nicht ermittelbar] 1920
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Erscheinungsverlauf:
1. Jahrg., Nr. 73 (1. Dezember 1894)-3. Jahrg., Nr. 104 (30. Dezember 1896); 5. Jahrg., Nr. 1 (4. Januar 1898)-Jahrg. 27, Nr. 171 (30. Juli 1920)
Fußnote:
Titelzusatz bis Nr. 81 (7. Oktober 1896): amtliches Publikations-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 82 (10. Oktober 1896)-Nr. 104 (30. Dezember 1896): amtliches Verkündigungs-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 1 (4. Januar 1897)-Nr. 3 (7. Januar 1899): amtliches Verkündigungs-Blatt des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
ZDB-ID:
2884738-6 ZDB
Frühere Titel:
Lokal-Anzeiger für Friedenau
Spätere Titel:
Schöneberg-Friedenauer Lokalanzeiger
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
Sammlung:
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1895
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Berliner Zeitungen, Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Nr. 86., 26.10.1895

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  • Friedenauer Lokal-Anzeiger (Public Domain)
  • Ausgabe 2.1895 (Public Domain)
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  • Nr. 101., 18.12.1895
  • Nr. 102., 22.12.1895
  • Nr. 103., 28.12.1895

Volltext

Amtliches Publikations-Organ des Amts- J und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau. 
Erscheint jeden 
Mittwoch und Sonnabend. 
Abonnementspreis 1 Mk. pro Quartal. 
Bestellungen bei jeder Postanstalt sowie 
in der Expedition, Handjerystr. 29 und bei 
sämmtlichen Zeitungsspediteuren. 
Ur. 68. Friedenau, Sonnabend, den 26. Oktober 1895. Iahrg. 
Gratis- 
Jeden Mittwoch: 
Die illustrirterr Seifenblasen. 
Redaktion, Druck und Verlag 
Keilagen 
Jeden Sonnabend: 
Aas Iriedn. Sonntagsbratt. 
Inserate 
werden in der Expedition, Handjerystr. 29 
sowie bei allen Annoncen - Expeditionen 
entgegengenommen. 
von Leo Schultz in Friedenau. 
Preis der sgespaltenen Petitzeile 
15 Pfg. 
Amtlicher Theil. 
Auszug aus dem Protolollbuche der 
Gemeinde-Vertretung. 
Verhandelt Friedenau, den 23. Oktober 1895. 
Zur Beschlußfassung über die auf der nachstehenden 
Tagesordnung bezeichnete» Gegenstände war ans 
heute eine Sitzung anberaumt, 'zu welcher die Mit 
glieder der Gemeinde-Vertretung, unter Angabe der 
zur Berathung kommenden Gegenstände, sowie mit 
dem Hinweise'darauf, daß die'Nichtanwesenden sich 
den gefaßten Beschlüssen zu unterwerfen haben, ein- 
geladen worden sind. 
Eingefunden hatten sich die untenstehend ge< 
nannten Personen. 
Die Genieindevertretung ist, da mehr als die 
Hälfte der Mitglieder derselben anwesend ist, be 
schlußfähig. 
Anwesende: Gemeinde-Vorsteher Roenneberg. 
Schöffen.- Fehler, Bache, Earkamin, Träger. Ge- 
meindeverordneten: Bauer, Beumelburg, vr. Frölich, 
Hendrich, Homuth, Leist, Möller, Panse, Rehdorff, 
Schremmer, Steinmetz, Stolze, Straus. Protokoll 
führer: Bureau-Vorsteher Sudan. Entschuldigt 
die Herren Temcker und Roesler. 
Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegen- 
stände: 
l. Mittheilungen deS Gemeindevorstandes. 
II. Tagesordnung: 
1. Vorlage betr. Bewilligung von Kosten für das 
Richtesest des Schulhaus-Neubäus. 
2. Vergebung der Klempnerarbciten für den 
Schulhaus-Neubau. 
' . 3. Vorlage betr. Bewilligung von 120 M. für 
! en Bau eines weiteren Einsteigebrunnens in der 
Stubenrauchstraße. 
4. Gesuch der Brandenburg'schen Feuerwehr-Uiifall- 
Kassc um Beitritt sür die freiwillige Feuerwehr mit 
einem Beitrage von 50 Pf. pro Mann und Jahr. 
5. AmtsauSschuß-Sitzuilg. 
Nach Eröffnung der Sitzung wird das letzte Pro 
tokoll verlesen und genehmigt. 
Der Herr Vorsitzende theilt mit: 
daß der Umzug am 1. Oktober an Neuzugezogenen 
1209 Seelen, Abgezogenen 1141 Seelen betrage, 
mithin eine Bevölkerungszunahme von 68 Personen 
zu verzeichnen sei. 
Beschlüffe. 
1. Die Vertretung bewilligt in zwei Lesungen 
einen Betrag von 221 Mark zur Vertheilung an 
die Bauhan'dwcrker und zwar soll erhalten der Polier 
1J>, der Geselle 5, der Arbeiter 3 Mk. 
2. dem Klein pnermeister Steinmetz, dessen Kosten 
anschlag mit 690,76 M. abschließt, wird als Miudest- 
fordernder einstimmig der Zuschlag ertheilt. 
3. Die Gemeinde-Vertretung genehmigt 
a. Die Verlängerung der Kanalleitung in der 
Stubenrauchstraße' von 1er Goßlerstrahe bis zur 
Odenwaldstraße. Tie entstehenden Kosten sollen aus 
dem Fond zur Kanalisirung der Odenwaldstraße be 
glichen werden; in zwei Lesungen. 
b. Die Neuanschaffung, eines Nivellirapparates 
zum Preise von 225 Mk. Der Genieindevorstand 
wird ermächtigt, den alten Apparat für 50 Mk. zu 
verkaufen. 
4. Ans den Antrag des Herrn Gemeindeverordncten 
Steinmetz wird dieser Punkt bis auf Weiteres vertagt. 
5. Der Herr Amtsvorsteher beantragt die Erhöhung 
der Pos. 9 des Tit. IV. des lfd. Etats um den 
Betrag bis zu 680,00 Mk. Die Gemeindevertretung 
genehmigt diesen Antrag in zwei Lesungen. 
6. Nach zuvoriger Anerkennung der Dringlichkeit 
beschließt auf Antrag deS Herrn Gemeindeverordneten 
Homuth die Vertretung, den Herrn Anitsvorsteher 
zu ersuche», als AmtsauSschnß nochmals an den 
Kreistag die Bitte um Gewährung einer Beihilfe 
zu den Amtsunkosten zu richten. 
7. Nach zuvoriger Anerkennung der Dringlichkeit 
wird der Antrag'des Gemeinde-Vorstehers auf Be 
willigung von 300 Mk. zur Einstellung einer Hilfs 
kraft für das Stcuerbüreau i» zwei Lesungen bewilligt. 
8. Nach zuvoriger Anerkennung der Dringlichkeit 
genehmigt die Vertretung: 
a. daß die Stellvertretungskosten sür eine Lehrerin 
im Betrage von 275,25 Mk. ans dem ersparten 
Rektorgehalt (Tit. XVllIa 1) gezahlt werden; 
b. daß Pos. 2 des Tit. III. deS lfd. Etats um 
den Betrog von 500 Mk. erhöht werde. Beide Be 
willigungen erfolgten in zwei Lesungen. 
Schluß der Sitzung 10»/, Uhr. 
Bekanntmachung 
der diesjährigen Herbst-Kontroll-Versammlungeil in 
den Landwehrbezirken 1—4 Berlin. Dieselben werden 
wie folgt stattfinden: In Steglitz, Kontrollplatz: 
Garten des Restaurants Albrechtshof. Es haben 
sich zu gesteUen: Steglitz, Friedenau, Schmargendorf, 
Dahlem, Lankwitz, Groß-Lichterfelde, Forsthaus'Grüne» 
wald, Paulsborn, Jagdschloß Grunewald. 
Slm 4. November, Vormittags S Uhr 
Sämmtliche Reservisten der Garde- und Provinzial- 
Truppen der Jahrgänge 1892, 1893, 1894 und 1895. 
Am 4. November, Vormittags 11-/. Uhr 
Sänimtliche Reservisten der Garde- und Provinzial- 
Truppen der Jahrgänge 1890 und 1891. 
Am 4. November, Nachmittags 3 Ilhr 
Sämmtliche Reservisten der Garde- und Provinzial- 
Truppen der Jahrgänge 1888 und 1889. 
Welchem Jahrgange jeder Mann angehört, ist ans 
dem Deckel deS Militärpaffes angegeben. 
Die Mannschaften erhallen hierdurch den Befehl, 
sich unter Mitführung ihrer Militärpapiere pünktlich 
S 'gesteUen. Weitere Befehle gehen den Mann- 
asten nicht zu. 
Königliche Bezirks-Kommandos I, II, Hl, iy Berlin. 
Kokales. 
f Die Petition des hiesigen Ge 
meindevorstandes um Aufhebung der Land- 
hausbauordnung für Friedenau, welche wir in 
der vorigen Nummer veröffentlicht haben ist jetzt, 
wie wir erfahren, dem Herrn Negierungs 
präsidenten zu Potsdam vom Landtagsabge 
ordneten für den Kreis Teltow, Herrn Fehlisch, 
bcfürwortent überreicht worden. 
f Der Bericht über die Gemeinde- 
rathssitznng am Mittwoch ist diesmal im 
amtlichen Protokoll so ausführlich gehalten, daß 
wir auf einen Sonderbericht verzichten können, 
zumal die über die einzelnen Punkte geführten 
Debatten unwesentlicher Natur waren. 
Vg. Um die weitere Ausgestaltung 
des Vorortverkehrs soweit wie irgend 
möglich den Wünschen deS Publikums entsprechend 
vorzunehmen, beabsichtigt fetzt, wie wir aus 
sicherster Quelle erfahren, die Eisenbahn-Direktion 
Berlin mit sämmtlichen Vereinen der Vororte, 
die sich mit den Verkchrsvcrhältnissen beschäftigen, 
demnächst in Verbindung zu treten und sie 
aufzufordern, die Wünsche der Bewohner ihrer 
Ortschaften in Bezug auf die Verbesserung des 
Vorortverkehrs der Direktion zu übermitteln. 
P Zur Eingerncindnngsfrage. Die 
Berliner Stadtvcrordncten-Versamnilung nahm 
in ihrer Sitzung am Donnerstag den Antrag 
des Ausschußes mit 71 gegen 43 Stimmen an, 
nach welchen folgende Orte in Berlin einverleibt 
werden sollen: 
I) Eharlottenburg mit Ausnahme des nördlich der 
Berlin - Hamburger Eisenbahn belegene» Theils, 
2) Deutsch-Wilmersdorf und Schöncberg bis zur 
Ringbahn, 3) Hafenhaide und Rixdorf bis zur 
Ringbahn, bezw. der Kaiserstraße (Rixdorf-Kanner 
Ehauffee), 4s Treptow ganz, 5) Stralau vollständig. 
5] Rummclsonrg bis zur Schlesischen, bezw. Der- 
bindnngsbahn, 7) Kolonie Friedrichsberg wiederum 
bis zur Verbindungsbahn, 8) Weißcnsee (beide), 
9) Pankow und 10) Reinickendorf. 
Ueber die genaue Feststellung der Begrenzung 
und die Bedingungen der Eingeincindiing soll 
der Magistrat demnächst eine neue Vorlage zu 
gehen lassen. Eine Einverleibung Friedenaus 
zl, Berlin würde hiernach nicht stattfinden. 
H. In Ergänzung des Artikels 
,,(5titc interessante Banstreitfrage" 
in Nr. 7ti unseres Blattes geht uns zu dein 
höchst seltsamen Falle von einem Anwohner der 
Sponholzstr. nach folgende Auslassung zu: 
Im Friedenaner Ortstheil von Schoneberg, in der 
Sponholzstraße hatte der Rentier August Sponholz 
vor dem Verkauf der seinerzeit ihm gehörenden 
Bauterrains in das Grundbuch verschiedene Be 
schränkungen eintragen lassen, welche dazu angethan 
erschienen der nach ihm benannten Straße 
einen villennrtigen Eharakter zu sichern, 
und die wohl auch dazu beitrugen, daß sich die 
Sponhvlz'schen Grundstücke gut und leicht für ihn 
verkauften. Denn welcher Besitzer, der in der 
Nähe Berlins sich ansässig zu machen und ruhig zu 
wohnen trachtet, begrüßte nicht mit Freuden eine 
Eintragung im Gründbuche, die wörtlich besagt: 
„Die Eigenthümer und seine Rechtsnachfolger sind 
verpflichtet: a> auf dem verkauften Grundstück kein 
Wohnhaus zu erbauen, welches inclusive Erdgeschoß, 
höher als drei Stockwerke ist, d) auf bei» verkauften 
Grundstück keine Fabriken und keine die Nachbarn 
durch Lärmen oder üble Ausdünstungen be 
lästigende gewerbliche Anlagen zu machen, 
darauf auch keine Krankenanstalten oder Irrenhäuser 
zu erbaue», auch dasselbe nicht als Lagerplatz für 
übelriechende Gegenstände z» benutzen, zu Gunsten 
des Herrn August Sponholz zu Berlin". Inzwischen 
sind eine Reihe von Jahren darüber hingegangen, 
die Eintragung hat bislang bewirkt, daß villenartig 
gebaut würde. Und wohl keiner von de» Besitzern 
der Sponholzstraße hielt es für möglich, daß er zur 
Rechten und zur Linken durch hohe vierstöckige Ge 
bäude einmal eingebaut werden könnte. Und doch 
ist es nun so: Aus jener Grundbuch-Eintragung, 
welche der Sponholzstraße den villenartigeii Eharakter 
Zu garantiere» schien, wird jetzt Kapital ge- 
schlagen! Ohne Rücksicht darauf, ob denjenigen 
Grundbesitzern der Sponholzstraße, welche die Ver 
tragstreue hielten und dem Grundbucheintrag gemäß 
bauten, dadurch, daß ihnen durch hohe Ge 
bäude zur Rechten und Linken Luft und 
Licht verkümmert wird oder nicht, hält der 
Rentier August Sponholz jetzt demjenigen der höher 
bauen will, als die Grundbucheintragung gestattet, 
oder der vielleicht gar in der Sponholzstraße eine 
Fabrik anlegen oder Kranken- und Irrenhäuser bauen 
will, seine Gunst feil. Gegen entsprechende Ab 
findungssumme genehmigt Herr August 
Sponholz jetzt die Löschung jener Baubeschränkuiig 
und bethätigt so eine eigene Art von Geincinsinn, 
auf Grund' dessen die Straße seiner Zeit wohi 
schwerlich seinen Name», den der Sponholzstraße, 
erhalten hätte. — 
Zur Erhöhung der Fcuerfichcrheit 
unseres Ortes haben der Vorstand des 
Feuerlöschvereins und das Kommando der 
Freiwilligen Feuerwehr Tafeln anfertigen lassen, 
aus denen sämmtliche Feuermeldestellen des Ortes 
und die Alarmsignale der freiwilligen Feuerwehr 
verzeichnet stehen. Diese Tafeln werden in den 
nächsten Tagen durch Oberfeuerwehrleute den 
Herren Hausbesitzern zugestellt und auf Wunsch 
derselben von den Feuerwehrleute» an einer ge 
eigneten Stelle der Hausflure p. p. befestigt 
werden. Zugleich werden diejenigen Herren 
Hausbesitzer, welche noch nicht Mitglieder des 
Fcuerlöschvcreins sind, einen Aufruf erhalten, 
in dem sie zum Beitritt als zahlende Mitglieder 
in den Verein ersucht werden. Da die Haus- 
und Grundbesitzer durch die gemeinnützige In 
stitution der freiwilligen Feuerwehr den größten 
Vortheil haben und ihnen durch dieselbe große, 
nach den gesetzlichen Bestimmungen zustehende 
Lasten abgenommen werden, dürfte der Appell 
nicht unberücksichtigt bleiben, und durch zahlreichen 
Beitritt dem Feucrlöschvcrein die Möglichkeit 
gegeben werden, diese gemeinnützige Institution 
immer weiter zu vervollkommnn — Bei dem 
letzten großen Brande im Kurhause haben die 
wackeren Männer unserer freiwilligen Feuerwehr 
den Beweis erbracht, daß sie bei drohender 
Gefahr nicht allein sehr schnell zur Stelle, 
sondern auch mit Muth und Geschick ihre schwere 
Pflicht zu erfüllen im Stande sind. Im 
Interesse der Einwohnerschaft und der Ge 
meinde liegt cs deßhalb, die Bestrebungen dieser 
stets opferbereiten Männer nach Kräften zu 
unterstützen. 
* Der zweite IlnterverbandStag der 
freiwilligen Feuerwehren des Kreises Teltow 
findet am Sonntag, den 27. d. Mts. in 
Lankwitz statt. Die Tagesordnung lautet: 
1. Kenntnihnahme von der stattgehabten Wahl 
der Prüfungs-Kommission. 2. Beschlußfassung 
über die Aussühmngs-Bestimmungen der 
Prüfungs-Ordnung. 3. Kcnntnißnahme vom 
Bericht der Unfall-Kommission, cventl. Beschluß 
fassung. 4. Antrag der Wehr Treptow über 
Einführung einheitlicher Mitgliedskarten. 5. 
Festsetzung des Ortes für den nächsten Unter- 
Verbandstag. 6. Geschäftliche Abtheilungen. 
P Die Mitglieder des Krieger- und 
Landwehrvcreins wollen wir auf die heute 
Abend im „Gesellschaftshause" stattfindende 
Jahresversammlung nochmals hinweisen. 
Männcr-Tnrnvercin zu Friedenau. 
Die Alters-Abthcilung beabsichtigt am kommenden 
Sonntag eine Nachinittags-Turnsahrt in den 
Grunewald zu machen. Die Turngcnossen ver- 
sainineln sich Nachmittag 2Vr Uhr auf dem 
Friedrich Wilhelm-Platz an der Kirche. Gäste 
sind willkommen. 
b. Die Männcr- und Lcyrlingö- 
abtheilnng des Friedenaner Männcr-Turn- 
vcreins unternahm am vergangenen Sonntag 
mit 10 Angehörigen einen Turnmarsch, der wohl als 
eine tüchtige Leistung angesehen werden kann, 
besonders wenn man das wcnig günstige Wetter 
— zuerst ging es gegen scharfen Wind, dann 
gegen stiegen — in Betracht zieht. Der Abmarsch 
erfolgte 8,15 Min. Morgens, die Ankunft 
9,25 Abends, die Tunisahrtlcr waren also 
13 Stunden 10 Min., wovon 9 Stunden 
25 Aiin. ans den Marsch entfallen, unterwegs 
und legten in dieser Zeit 53 Km. 7 Meilen 
V* Km. zurück. Der Weg führte zunächst über 
Südcnde, Lankwitz und Aiarienfelde nach 
Lichtenradc, wo eine Frühstücksrast von 35 Min. 
eintrat, und dann über Glasow, Dahlewitz und 
am Blankenfelder See, der Krummen Lanke 
und dem Rangsdorfer See entlang nach Jühns 
dorf. An die hier abgehaltene Mittagsruhe 
schloß sich ein Kartoffelbraten vor dem Dorfe 
an, wodurch sich die für den Aufenthalt in 
Jühnsdorf angesetzte Zeit von 1 Stunde 
allerdings auf 2 Stunden 25 Min. erhöhte; 
daher traf man denn auch erst bei Dunkelheit 
via Genshagen in Großbccrcn ein. Nach 
71 U ständiger „Kaffeepause" (dritte und letzte 
stiast) setzten dann die Turner ihren Weg f ort, 
und kamen, über Heincrödorf, Marienfelde, 
Lankwitz und Steglitz marschirend, wohlbehalten 
und munter in Friedenau wieder an. 
f Der vom Haus- und Grundbesitzer- 
Verein vor kurzem in Aussicht gestellte Vortrag 
des Herrn Ingenieur Richard Goehde über 
das Kochen mit Gas wird bereits am nächsten 
Freitag, dem 1. November, Abends 8 Uhr, im 
Saale des „Kaiser Wilhelm-Garten" stattfinden, 
wobei Herr Goehde nicht nur Kochapparate in 
Thätigkeit vorfühen, sondern auch von den bei 
dem Vortrage zubereiteten Speisen den Theil- 
nehmern an der Versammlung Proben verab 
reichen wird. Da die Frage des Gaskochens 
besonders auch für unsere Hausfrauen von 
Interesse sein dürfte und jetzt infolge der 
eingetretenen Ermäßigung der Preise für Kochgas 
auf 10 Pfg. pro Kubikmeter, noch wieder 
erhöhte Bedeutung gewonnen hat, so lädt der 
Vorstand des Vereins auch die Damen seiner 
Mitglieder und ferner noch die Aiicther nebst 
deren Damen aus Friedcnall selbst, wie auch 
aus dem benachbarten Schönenbergcr Theile zu 
dem Vortrage ein. Der Eintritt zu demselben 
ist frei. 
P Theater. Die Auffühnmg der „Grille" 
am vergangenen Mittwoch im Hohenzollernsaal 
erzielte einen durchschlagenden Erfolg und wurden 
die Darsteller mehrere Male durch Beifall 
belohnt. Die Vorstellung am nächsten Mittwoch 
fällt aus. 
f Subhastations - Ergebnisse. Am 
Dienstag standen nachstehende Grundstücke des 
verstorbenen Bauunternehmers H. Pählchcn zur 
Versteigerung: 
Saarstraße 2a belegen, daffelbe ist mit einer 
Fläche von 5,19 Ar und 4500 M. Nutzungswerth 
zur Gebändesteuer veranlagt. Das geringste Gebot 
wurde auf 78 046,21 M. festgesetzt. Meistbietender 
blieb der Zicgeleibesitzer Wilhelm Rusch zu Berlin, 
Mansteinstraße 13, mit dein Gebot von 78 100 M.; 
Saarstraße 2, dasselbe ist mit einer Fläche von 
9,57 Ar und 3300 M. Nutzungswerth zur Gebäude- 
steuer veranlagt. Das geringste Gebot wurde auf 
625 M. festgesetzt. Mit dem Gebot von 60 000 M. 
blieb der Zimnicrineister Albert LncaS zu Berlin, 
Mansteinstraße 5, Meistbietender; Wilhclmstraße 1 
belegen, dasselbe ist mit 7,08 Ar und 1155 M. 
Nutzungswerth zur Gebändesteuer veranlagt. Das. 
geringste Gebot wurde auf 15 797 M. festgesetzt. 
Mit dem Gebot von 18000 M. blieb Frau Johanna 
Pählchen Meistbietende. — Grundstück Wilhelmstraße 
belegen. Dasselbe ist mit 1500 M. Nutzungswerth 
zur Gebäudesteuer veranlagt. Flächenrauin 9,05 Ar. 
Das geringste Gebot wurde auf 25 185 M. festgesetzt. 
Mit dem Gebot von 25 185 M. blieb der Kaufmann 
Ferdinand Poetters zu Friedenau, Fregestraße 33, 
Meistbietender. 
Ir. Bruder Heinrich wird vcrmisit, 
d. h. ein in neuerer Zeit sehr beliebt gewordener 
Liqueur, von dem Colonial- und Delikateß- 
waarenhändler R. Fechner, Rheinstraße 21. 
Die reichhaltige Schaufenster-Auslage findet hart 
an der Eingangsthür durch eine stattliche 
Flaschenfront dieses Bruder Heinrich ihren Ab 
schluß, und allabendlich vermißte der Inhaber 
mehrere von diesen Flaschen. Selbst das Füllen 
einiger der am exponirtesten stehenden Flaschen 
mit Essig hat den Liebhaber dieses „Wonne 
tranks" nicht abschrecken können, denn auch 
von diesen ließ er mehrere Flaschen billig in 
seinen Besitz übergehen. Es ist bis jetzt noch 
nicht gelungen, des gewandten „treuen Kunden" 
habhaft zu werden. 
Kirchliche Nachrichten. 
Sonntag, den 27. Oktober 1895. 
Dorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienst Herr Pfarrer 
Görnandt. Dann Beichte und Abendmahl. 
Vorm. IE/, Uhr.-Kindergottesd. Hr. Pastor Kausch. 
Nachm. 6 Uhr: Abendgottesd. Herr Pastor Becker. 
Standesamt Friedenau. 
Woche vom 19. bis 25. Oktober 1895. 
Geburten. Ein Sohn: 
Dem Arbeiter Herrn Gottlieb Häring. 
Dem Kgl. tcchn. Eisenbahn-Sekretär Herrn August 
Wedler. 
Dem Eisenbahnarbeiter Herrn Oswald Bernbt. 
Dem Kaufmann Herrn Max Franke. 
Eine Tochter: 
Dem Maler Herrn Eisenberg. 
Dem Buchdrucker Herrn Rudolf Tschach. 
Dem Arbeiter Herrn Carl Moehrke. 
Eheschließungen. 
Der Kellner Herr Wilhelm' Brose mit Fräulein 
Minna Keitel. 
Der Kaufmann Herr Felix Schröder mit Fräulein 
Gertrud Füßel. 
Stecbcfälle. 
Die verw. Kaufmann Petzke, Emilie geb. Winkels- 
dorff, 63 Jahre alt. 
DT Den Inserenten unseres Blattes 
theilen wir hierdurch zur gefälligen Beachtung mit, 
daß seit Sonnabend der ÄNNVNteNlheil 
des „Friedenaner Lokal - Anzeiger" auch an den 
3 Schöneberger Anschlagsäulen im 
Friedenaner Ortstheil und zwar auf dem Dürerplatz, 
vor dem Eingang zum Wannseebahnhof und an 
der Ecke der Sponholz- und Friedenauerstraße, 
angeschlagen wjxd.
	        

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