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Friedenauer Lokal-Anzeiger (Public Domain) Ausgabe 2.1895 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

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Nutzungslizenz

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Zeitschrift

Titel:
Friedenauer Lokal-Anzeiger : unparteiische Zeitung für Bln.-Friedenau und den Friedenauer Ortsteil von Schöneberg
Weitere Titel:
Friedenauer Zeitung
Erschienen:
Berlin: [Verlag nicht ermittelbar] 1920
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Erscheinungsverlauf:
1. Jahrg., Nr. 73 (1. Dezember 1894)-3. Jahrg., Nr. 104 (30. Dezember 1896); 5. Jahrg., Nr. 1 (4. Januar 1898)-Jahrg. 27, Nr. 171 (30. Juli 1920)
Fußnote:
Titelzusatz bis Nr. 81 (7. Oktober 1896): amtliches Publikations-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 82 (10. Oktober 1896)-Nr. 104 (30. Dezember 1896): amtliches Verkündigungs-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 1 (4. Januar 1897)-Nr. 3 (7. Januar 1899): amtliches Verkündigungs-Blatt des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
ZDB-ID:
2884738-6 ZDB
Frühere Titel:
Lokal-Anzeiger für Friedenau
Spätere Titel:
Schöneberg-Friedenauer Lokalanzeiger
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
Sammlung:
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1895
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Berliner Zeitungen, Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Nr. 62., 03.08.1895

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  • Friedenauer Lokal-Anzeiger (Public Domain)
  • Ausgabe 2.1895 (Public Domain)
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  • Nr. 102., 22.12.1895
  • Nr. 103., 28.12.1895

Volltext

frifircntturr MnWnmjtr. 
Amtliches Piiblikations-Orgau des Amts- 
Erscheint jeden 
Mittwoch und Tonnabend. 
AbonncmentspreiS I Mk. pro Quartal. 
Bestellungen bei jeder Postanstalt sowie 
in der Expedition, Handjcrpstr. 29 und bei 
sämmtlichen ZeitungSspcditeurc». 
Gratis- 
Jeden Mittwoch: 
Die illnstrirten Seifenblasen. 
Rcoaktion, Druck und Verlag 
mld Gemcilide-Borstimdes von Friedenau. 
Keilagen 
Jeden Sonnabends: 
Das Iriedn. Sonntagsbkatt. 
Inserate 
werden in der Expedition, Handjerystr. 29 
sowie bei allen Annoncen. Expeditionen 
entgegengenommen. 
von Leo Schultz in Friedenau. 
Preis der sgespaltenen Petitzeile 
15 Pf«. 
Kr. 62. 
Friedenau, Sonnabend, den 3. August 1895. 
2. Iahrg. 
Amtlicher Theil. 
Auszug aus dem Protolollbuche der 
Gemeinde-Vertretung. 
Verhandelt Friedenau, den 3t. Juli 1895. 
Zur Beschlußfassung über die aus der nachstehenden 
Tagesordnung bezeichneten Gegenstände war auf 
heute eine Sitzung anberaumt, zu welcher die Mit- 
glieder der Gemeinde-Vertretung, unter Angabe der 
zur Berathung kommenden Gegenstände, sowie mit 
dem Hinweise darauf, daß die Nichtanwesenden sich 
den gefaßten Beschlüssen zu unterwerfen haben, ein 
geladen worden sind. 
Eingefunden hatten sich die untenstehend ge- 
nannten Personen. 
Die Gemeindevertretung ist, da mehr als die 
Halste der Mitglieder verleiben anwesend ist, be- 
schlußfähia. 
Anwesende: Gemeindc-Vorsteher Roenneberg. 
Schöffen: Fehler, Bache, Dräger. Gemeindever- 
ordneten: Bauer, Beumelburg, Hendrich,Homuth, Leist, 
Panse, Schremmer, Steinmetz, Stolze. Protokoll- 
sührerft Secretair Steinicke. Entschuldigt die Herren 
Sarkamm, Retzdorff, Demcler, Dr. Frölich, 
Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegen 
stände.- 
I. Mittheilungen des Gemeindevorstandes. 
II. Tagesordnung: 
1. Verlage betr. die Einführung von Familien- 
ftammbüchern. 
2. Genehmigung des mit dem Schloffermeistcr 
Klemme abzuschließenden Vertrages betr. die Aus- 
führung der Kanalisirung der Odenwaldstraße. 
3. Mittheilung eines «chreibens der Stadt Ehar- 
lottenburg betr. den Anschluß anderer Ortschaften 
an die Schwemmkanalijation und eventl. weitere 
Beschlußfassung. 
4. Antrag des Gemeindevorstandcö auf Nachbe- 
willigung zu Tit. III., 5 um 45,04 M. 
5. Antrag des Kaffenrendanlen auf Belastung der 
von ihm während der Jahre 1892 und 1893 de- 
zvgenen Gebühren im Beilage von 326,10 M. für 
Erhebung der Beiträge zur Land-Feuer-Svcietät. 
6. Vorlegung der Rechnung für 1894/95 und 
Wahl der Revisions-Kommission. 
_ 7. Festsetzung und Bewilligung der Entschädigung 
für die Wartefrau der Bedürfnißanstalt. 
Nach Eröffnung der Sitzung wird das letzte 
Protokoll verlesen und genehmigt. 
Mittheilungen. 
Der Herr Gemeindevorsteher theilt mit: 
1. ein Schreiben des Herrn Landrathes über die 
Neueinrichtung einer Schulkommission für Friedenau; 
2. ein von einem Berliner Einwohner beabsichtigtes 
Unternehmen in Anlegung eines Sport-Etablissements 
pp. auf dem den« Magistrat zu Berlin gehörigen, 
am Ringbahnhof bclegencn Terrain bestehend ; 
3. daß die Aufnahme eines DarlehneS von 
150,000 M. zum Neubau eines Schulhauses von der 
Aufsichtsbehörde ihre Genehmigung gefunden habe; 
4. daß der Herr Landrath die Gewährung einer 
Beihülfe zu den AmtSunkoften abermals abgelehnt hat. 
Beschlüsse. 
1. ES wird die Einführung der sogenannten 
Familienstammbücher für den hiesigen Gemeinde- 
bezirk, letztere zum Selbstkostenpreise an die Be- 
thciligten abzugeben, beschlossen. Für die Eintragung 
tollen gleichwie für die Abschriften bei standes 
amtlichen Urkunden 50 Pf. Gebühren erhoben werden, 
welche der Gemcindekasse zufließen. 
2. Die Gemeinde-Vertretung beschließt, den mit 
dem Lchlossermeister Klenime vereinbarten Vertrag 
zum Bau des Kanals in der Obenwaldstraße zu ge 
nehmigen. 
3. Die Vertretung beschließt, daß sie nunmehr 
der von der Gemeinde Dt. Wilmershorf gewünschten 
VcrtragS-Aenderung zuzustimmen geneigt ist. 
... wurfre sodann zn der Revisions-Kommission 
für dm Gemeinde-Rechnung 1894/95 geschritten und 
als Mitglieder die Herren Homuth, Demcker, 
Hendrich, Retzdorff ernannt. 
5. Punkt 4 wird von der Tagesordnung abgesetzt. 
6. Dem Kaffenrendanten wird die Immunität jür 
die von ihm im Jahre 1892 uns 1893 bezogenen 
Gebühren im Betrage von 326,10 M. für Erhebung 
der Beiträge zur Landfeuer-Societät ertheilt. 
P-_ Für die Wartefrau in der öffentlichen Be 
dürfnißanstalt auf dem Marktplätze wird für jeden 
'Markttag während der Marktstuuden ein Lohn von 
I lemerM. bewilligt; für die übrige Zeit ist dieselbe 
berechtigt, 5 Pf. für vjx Benutzung der Männer- 
und Frauen-Eloseis in der genannten Anstalt von 
>eder Pcr,on zu erheben. 
Auf den vom Schöffen Herrn Bache eingebrachte» 
dringlichen Antrag, die zur Feier des diesjährigen 
Sedantages für die hiesige Schule bcnöthigten 
Mittel zu bewilligen, beschließt die Vertretung »ach 
Anerkennung der Dringlichkeit den Betrag von 
100 (einhunderrs M. zu gedachtem Zwecke auszu 
werfen und zwar in I. und 2. Lesung. 
Schluß der Sitzung '/.II Uhr. 
Kokales. 
t In der Gemcinderathsfihung am 
Mittwoch theilte der Herr Gemeindevorsteher 
zunächst mit, daß vom Herrn Landrath eine 
Abschrift einer Verfügung der König!. Regierung 
zu Potsdam eingegangen ist, wonach mir Er» 
mächtigung des Herrn Ministers der geistlichen, 
Unterrichts» und Medizinal-Angelegenheiten in 
Kriedenaii'nn Klette 8cd Kökiilnoritandos eine 
Schulkommission (wie solche bereits in Schöne- 
berg besteht) nach dem Muster der städtischen 
Schuldepntcttion im Sinne der Ministerial- 
Jnstruktion vom 26. Juni 1811 eingerichtet 
werden soll. Unter Zuziehung des bisherigen 
Schulvorstandes soll daher ein bezügliches 
Ortsstatut vereinbart werden, welches sich indessen 
nur ans die Zusammensetzung dieser neu zu 
bildenden Schulkommission und nicht auch auf 
deren Zuständigkeit zu erstrecken hat. Nach dem 
Schreiben würde sich empfehlen, den jeweiligen 
Gemeindevorsteher als ständiges Mitglied und 
als Vorsitzenden in des Schulkommission abzu 
ordnen, welcher seinerseits aus dem Gemeinde- 
vorstände noch ein Mitglied zu berufen hat. 
Die Gemeindevertretung würde aus ihrer Mitte 
zwei Mitglieder zu wählen haben, endlich 
würden noch zwei des Schul- und Erziehungs- 
wcscns kundige Männer der Kommission ange 
hören müssen. Für die eine Stelle ist in erster 
Reihe der Ortsgeistliche zu berücksichtigen, 
welcher selbst dann Anspruch auf Sitz und 
Stimme in der Schuldeputation hat, wenn die 
Ortsschulaufsicht nicht mehr in seinen Händen 
ruht, sondern auf den Rektor der Schule 
übergegangen ist. Als zweites sachverständiges 
Mitglied würde in Friedenau zur Zeit der 
Hauptlehrer und zukünftig nur der neue Rektor 
der Schule in Frage kommen, welcher gleich 
zeitig die Ortsschulaufsicht zu führen hat. 
Säninitliche Mitglieder sind der Regiemng zur 
Genehiniguug vorzuschlagen und würden ein 
tretendenfalls auf 6 Jahre bestätigt werden. 
Ferner machte der Herr Gemeindevorsteher 
von dem Projekt eines Unternehmers Mittheilung, 
welcher auf dem Grundstück des Berliner 
Magistrats an der Ringbahn ein Sport- 
Etablisscment zu errichten beabsichtige, und eine 
Anfrage an den Gcineindevorstand gerichtet 
habe, wie sich derselbe zu diesem Unternehmen 
stellen würde. Der Gcmeindevorstand habe zu 
der Gründung eines solchen Etablisiements seine 
Zustimmung ertheilt, würde jedoch zu einer 
sogenannten „Vogelwiese" seine Zustimmung 
versagen, und habe des weiteren den Unter 
nehmer an die König!. Regierung verwiesen. 
Das Projekt ist folgendes: 
Das Unternehme» zerfällt in zwei Theile: 
1. Parkanlage, 2. Sportplatz. I. Die Parkanlage 
enthält aus einem Terrain von 8 Morgen I. eine 
Sceanlage, ein Morgen groß sich durch de» Park 
ziehend, 2. ein Restaurant (Terrassen zum See 
hinabsteigend) für 2500 Personen, 3. ein Kaffee für 
900 Personen, 4. eine Bodega und Bar für 
4i»jPersonen, 5. ei» Musikpavillon, 6. mehrere kleine 
Pavillons, 7. 3—400 m Laubengänge, 8. Fontainen, 
Kaskaden, Grotten, Anlagen :c., 9. Maschinenhaus 
für elektrische Anlage und Wasserwerk. 11. Der 
Sportplatz enthält auf einem Terrain von 
ca. 22 Morgen: I. ein Rcstaurationspavillon, 
2. 20 LawntenniS - Plätze, 3. 4 Eroguet - Plätze, 
4. 2 Boccia-Plätze, 5. 6 Kegelbahnen, 6. 1 Billard- 
pavillion, 7. I Fechtpavillvn, 8. 3 russische Kegel 
bahnen, 9. ein großer Turnplatz, 10. ein Kinderspiel- 
platz II. eine Reitanstalt mit Reitbahn, 12. eine 
Radfahrbahn, 13. eine Garderobe mit 300 Schränken, 
2 Ruhejäle, Schreib- und Lesesaal, 50 Kabinen, 
Friseur, :c., 14. eine Badeanstalt mit Brausen, 
Warmbädern, großem Schwimmbassin, 15. ei» 
photographisches Atelier, 16. Schießstände mit 
Wildpark und Tontaubenschießen, 17. diverse kleinere 
Hallen und Pavillons auf allen Plätzen, 18. Bureau, 
Kassen rc., 19. alles übrig bleibende Terrain, 
ca. 9 Morgen, wird von der Radfahr- und Reitbahn 
eingeschlossen und mit Rase» bepflanzt; die Bahnen 
werden an 4 Stellen überbrückt und der Rasenplatz 
ist bestimmt für Fußball-, Eroguet-, Reif-, Schlag-, Fang-, 
Schleuderball-Spiel rc. Ferner können auf demselben 
Ringkämpfe, Dauerläufe u. s. w. veranstaltet werden. 
Bezüglich der Schießstände ist noch zu erwähuen, 
daß für dieselben (die denkbar größten Sicherheits 
maßregel» getroffen werden sollen, ferner bezüglich 
des Schwimmbassins, daß dessen Lage eine derartige 
sein soll, daß der Zugang allen Friedenauern offen 
ist. Der Eharakier des ganzen Unternehmens soll der 
denkbar vornehmste sein und der ganze sportliche 
Theil, der bis in die kleinste» Details nur das 
Beste und Vollkommenste enthalten soll, etwas in der 
ganzen Welt noch nicht Bestehendes bieten wird, 
der das gefammte Cportwcsen heben und eine 
Sehenswürdigkeit ersten Ranges werden soll. 
Dem Geiste des ganzen Unternehmens entsprechend 
soll auch der Park nur Auserlesenes bieten und werden 
daselbst Konzerte erster Kapellen, Solistcnabende, 
Feuerwerke, bengalische Beleuchtungen rc. stattfinden. 
Beabsichtigt wird ferner, wenigstens alle 14 Tage 
LawntenniS-, Fußball-, Kegel-, Billard-, Schieß-, 
Eroquetturniere rc. zu veranstalten. 
Es folgte dann die weitere Mittheilung, daß 
der Kreisausschuß einen Zuschuß zu den Amts 
kosten abaelebnt und die Sparkasse des Kreises 
j Teltow das gewünschte Darlchn von 150,000 M. 
I zum Bau des Schulhauses bewilligt habe. Hierauf 
wird in die Tagesordnung eingetreten und betr. der 
Einfühning von Familicnstammbüchern be 
schlossen, dieselben den Interessenten zum Selbst 
kostenpreise zu überlassen; jedoch soll für jede 
Eintragung 50 Pf. erhoben werden, wie bei 
einer jeden Abschrift von Urkunden. Der Vertrag 
mit dem Schlossermeister Herrn Klenime wegen 
Kanalisirung der Odenwaldstraße und der 
Kaiser-Allee bis zur Wilhelmstrahc wird ge 
nehmigt. Die Kosten der Kanalisirung werden 
etwa 11,900 M. betragen und sollen die 
Arbeiten bis zum 15. November beendet sein. 
Ferner wird der Anschluß der Kanalisation von 
Schmargendorf und Halensee genehmigt, nachdem 
ein Schreiben der Stadt Charlottenburg ver 
lesen, worin dieselbe erklärt, daß bei einer 
etwaigen Ucberfüllung der Schwemmkanalisation 
die zuletzt angeschlossenen Gemeinden zuerst vom 
Ausschluß ausgeschieden werden sollen. Die 
weiteren Punkte der Tagesordnung werden 
nach dem Antrage des Gcineindevorstandes ge 
nehmigt. In die Kommission zur Prüfung der 
Rechnung pro 1894/95 werden die Herren 
G.-V. Homuth, Hendrich, Demcker und Retzdorff 
gewählt. Der Herr Gemeindevorsteher theilte 
hierbei noch mit, daß nach Angabe des Kassen- 
Rendantcn der Rcchnungsüberschuß für das ver- 
floffene Rechnungsjahr etwa 6000 M. ergeben 
werde. Zum Schluß werden auf den Dring 
lichkeits-Antrag des Schöffen Herrn Bache 
100 M. zur Feier des Scdantagcs für die 
hiesige Schule bewilligt und nach 10 Uhr die 
Sitzung geschlossen. 
ch In den Vororten an der Wannsee 
bahn ist eine Petition an die Eisenbahndirektion 
Berlin in Vorbereitung, welche dahin geht, 
auf den Bahnsteigen eine Erfrischungshalle zu 
errichten. Die Eingabe soll damit motiviert 
werden, daß durch die jetzt erfolgte Ver 
größerung der Bahnsteige genügend Raum für 
diesen Zweck vorhanden ist, während bisher 
als Hauptgrund der Ablehnung stets die 
mangelnde Räumlichkeit angegeben wurde. 
Gleichzeitig soll in der Eingabe auf das Un 
zweckmäßige der Bahnhofsuhrcn hingewiesen 
werden, da dieselben, mit Ausnahme derjenigen 
am Bahnhof Groß-Görschenstraßc, von den 
nach dem Bahnhof kymmcnden Fahrgästen nicht 
gesehen werden können. 
-j- Unter dem Vorsitz des Herrn 
Rechnungsrath Hendrich hat am Mittwoch Abend 
im „Easino" die zweite Sitzung zur Berathung 
der Feierlichkeiten am Scdantage statt 
gefunden. Vertreten waren wieder die in der 
Nummer 60. d. Z. gcnannten Vereine. Der 
Gcmeindevorstand war durch den Schöffen, 
Herrn Geh. Kanzlcirath Bache vertreten. Das 
Programm wurde in derselben Weise festgesetzt, 
wie wir bereits berichtet haben. Das Eintritts 
geld zum Kommers soll von jeder erwachsenen 
Person in Höhe von 20 Pf erhoben werden. 
Da dieses Eintrittsgeld zur Bestreitung sämmt 
licher Unkosten nicht ausreichen wird, so soll 
in einem Aufruf an die hiesige Einwohner 
schaft mit der Bitte herangetreten werden, frei 
willige Beiträge zu gewähren. Der Antrag des 
Herrn Geh. Kanzleirath.Panse, daß ein etwa 
verbleibender Ueberschuß dem Gnindstock eines 
Fonds zur Errichtung eines Denkmals für 
Kaiser Wilhelm I. am "hiesigen Orte bilden solle, 
wurde mit lebhafter Freude begrüßt, und glauben 
wir schon jetzt voraussagen zu können,daß unsere 
Bürgerschaft ihr Möglichstes zu diesem patrio 
tischen Zweck beisteuern wird. 
ch Die Gcneral-Vcrsammlnng des 
hiesigen Mä nn er turn Vereins findet am 
nächsten Mittwoch, den 7. August, Abends 
8 Uhr im „Easino" statt. Das Nähere wird 
den Mitgliedern mittelst Circulars mitgetheilt, 
welchem auch das neu berathene und abgeänderte 
Statut beigefügt werden wird. Gleichzeitig macht 
der Vorstand noch bekannt, daß das diesjährige 
Kreis-Turnfest in Schwedt a. O. am 24., 25. 
und 26. August d. Js. stattfindet. Die An 
meldungen hierzu werden auf dem Turnsaale 
in den Turnstunden am Montag und Dienstag, 
sowie Donnerstag und Freitag nächster Woche, 
Abends von 9 bis 10 Uhr, entgegengenommen 
werden. 
> Vg. C*in für die Tnrnsachc sehr 
I wichtiges Gutachten hat vor kurzem das Kaiser!. 
1 Gesundheitsamt in Berlin auf eine Anfrage 
über die gesundheitlichen Nachtheile des Turnens 
folgendermaßen abgegeben: »Der Turnuntcricht 
fördert die Kraft und Gewandtheit des Körpers 
und seiner Gliedmaßen; auf etwaige Gebrechen 
ist dabei Rücksicht zu nehmen. Aengstliche 
Eltern handeln unverständig, wenn sie ihre 
Kinder ohne zwingende Gründe von jener 
nützlichen Köperausbildung zurückhalten. Die 
in den Turnstunden gelegentlich vorkommenden 
Körperverletzungen sind fast immer leichterer 
Art und geben hierzu keine Veranlassung, ja, 
solche Unfälle würden ohne den Turnunterricht 
vielleicht noch häufiger sein; denn namentlich 
die männliche Jugend besitzt nun einmal das 
Bedürfniß, sich zu tummeln, und würde dasselbe, 
wenn das Turnen und die Turnspiele wegfallen, 
mehr, als es geschieht, in wilden Spielen ohne 
Aufficht zu befriedigen suchen. 
-j- Ans das heute Abend stattfindende 
Konzert im .Gesellschaftshause" zum Besten 
der Unterstützung hilfsbedürftiger Veteranen 
weisen wir hiermit nochmals besonders hin. 
Es wird außer dem von einer Militärkapelle 
ausgeführten Konzert noch ein großartiges 
Feuerwerk abgebrannt. Der Garten wird reich 
mit Fahnen und Lampions geschmückt, während 
im Saal die Jugend dem Tanz huldigen kann. 
Der Eintrittspreis beträgt nur 30 Pfg. 
Vg (Sin Eisenbahnunfall, bei dem 
Verwundungen von Personen zum Glück auöge» 
blieben sind, hat sich, wie wir nachträglich er 
fahren, Mittwoch Nachmittag auf dem Frie» 
denaucr Wannseebahnhof ereignet. Eine 
vom Bahnhof Steglitz kommende Rangirmaschine 
fuhr auf mehrere in einem Nebengeleise stehende 
leere Wagen mit solcher Heftigkeit auf, daß 
einige der Wagen sich hoch aufrichteten und von 
der Maschine wie von mehreren Wagen die 
Puffer abbrachen. Wen die Schuld an dem 
Zusammenstoß ttifft, konnte noch nicht festgestellt 
werden, doch wird angenommen, daß die Weichen 
nicht richtig gestanden haben und der Lokomotiv 
führer dies nicht bemerkt hat. 
f Die freiwillige Feuerwehr hält am 
Dienstag, Abends 7'/e Uhr, auf dem Uebungs 
platze am Spritzenhause eine Rottenübung ab. 
ch In unserer Nachbargemeinde 
Schönebcrg besteht in dem Hause Haupt 
straße 9 seit einiger Zeit eine Poliklinik 
für Ohren-, Nasen- und Halskranke. 
In derselben werden Unbemittelte in den Vor» 
mittagstunden von 9V2—11 Uhr unentgeldlich 
specialistisch behandelt. Bei der Wichttgkeit, 
welche den Ohrcrkrankungen besonders bei 
Kindern zuzumessen ist, wollen wir nicht unter 
lassen, aus diese Poliklinik aufmerksam zu 
machen; dieselbe ist von Friedenau aus in 
10 Minuten mit der Dampfbahn oder Eisen- 
bahn zu erreichen. 
Sprechsaal. 
Aus unserm Leserkreise geht uns fol 
gende Mittheilung zu: 
Ein hiesiger angesehener Bürger, Herr M., hatte 
gegen seine diesjährige Einschätzung reklainirt; diese 
Angelegenheit wurde einem Mitgliede der Vor-Ein- 
schätzungskommission, Herrn R-, zur Berichterstattung 
überwiesen; dieses Gutachten genügte der Steuer 
behörde nicht und lud den Reklamanten zu einem 
Termine am 25. d. M. nach der Köthenerstr. 28/29 
vor. Hier wurde der betreffende Herr von einem 
jungen Beamten in höchst verletzender Weise be- 
handelt. Es wurde ihm gegenüber die Behauptung 
ausgesprochen, daß er erst durch das betreffende 
Mitglied der Vor-EinfchähungSkommission, Herrn R. 
zu seiner Reklamation veranlaßt sei, dessen Er- 
Mittelungen er kein Vertrauen schenke, da sie ihm 
nicht glaubwürdig wären. Herr M. machte nunmehr 
den Beamten aus das Unzutreffende seiner Be 
hauptungen aufmerksam, verbat sich eine derartige 
Behandlung der Angelegenheit und wies darauf 
hin, wie ungehörig es sei, ein Mitglied der Vor- 
einschätzungskommission in seinen Augen so herab- 
zusetzen. Durch die fernere Erklärung des Beamten, 
Herr M. habe falsche Bilanzen aufgestellt, sah dieser 
sich veranlaßt, das Zimmer zu verlassen; um ferneren 
Beleidigungen aus dem Wege zu gehen. Ueber den 
bei feiner Vernehmung erhaltenen Eindruck äußert 
sich Herr M. wie folgt: „Für mich hatte der Vor- 
gang den Eindruck als wenn ein Spitzbube vor der 
Polizei eine inquisitorische Verhandlung zu bestehen 
hätte, bei welcher Herr R. mein Complice gewesen 
wäre." Hcrr R. hat in seiner Eigenschaft als Mitglied 
der Vor-Einschätzungskommission eine Beschwerde 
beim Regierungs-Präsidenten in Potsdam eingereicht 
und die Bestrafung des betreffenden Beamten beanttagt.
	        

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