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Friedenauer Lokal-Anzeiger (Public Domain) Ausgabe 2.1895 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Friedenauer Lokal-Anzeiger (Public Domain) Ausgabe 2.1895 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

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Zeitschrift

Titel:
Friedenauer Lokal-Anzeiger : unparteiische Zeitung für Bln.-Friedenau und den Friedenauer Ortsteil von Schöneberg
Weitere Titel:
Friedenauer Zeitung
Erschienen:
Berlin: [Verlag nicht ermittelbar] 1920
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Erscheinungsverlauf:
1. Jahrg., Nr. 73 (1. Dezember 1894)-3. Jahrg., Nr. 104 (30. Dezember 1896); 5. Jahrg., Nr. 1 (4. Januar 1898)-Jahrg. 27, Nr. 171 (30. Juli 1920)
Fußnote:
Titelzusatz bis Nr. 81 (7. Oktober 1896): amtliches Publikations-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 82 (10. Oktober 1896)-Nr. 104 (30. Dezember 1896): amtliches Verkündigungs-Organ des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
Titelzusatz Nr. 1 (4. Januar 1897)-Nr. 3 (7. Januar 1899): amtliches Verkündigungs-Blatt des Amts- und Gemeinde-Vorstandes von Friedenau
ZDB-ID:
2884738-6 ZDB
Frühere Titel:
Lokal-Anzeiger für Friedenau
Spätere Titel:
Schöneberg-Friedenauer Lokalanzeiger
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
Sammlung:
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1895
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
943 Geschichte Deutschlands
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Orte, Architektur, Stadtentwicklung, Wohnen
Berliner Zeitungen, Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Nr. 47., 12.06.1895

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  • Friedenauer Lokal-Anzeiger (Public Domain)
  • Ausgabe 2.1895 (Public Domain)
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  • Nr. 103., 28.12.1895

Volltext

Amtliches PMikatious-OrM des Amts- 
Erscheint jeden 
Mittwoch und Sonnabend. 
Gratis- 
AbonnementSprcis t Mk. pro Quarto!. Jeden Mittwoch: 
Bestellungen bei jeder Postanstalt sowie Die illustrirterr Seifenblasen. 
in der Expedition, Handjerystr. 29 und bei 
sämmtlichen Zeitungsspediteuren. 
— Redaktion, Druck und Verlag 
mid Gememde-Borstaildes von Friedciiail. 
Deilagen 
Jeden Sonnabend: 
Die illustrirten Knien Keister. 
von Leo Schultz in Friedenau. 
Inserate 
werden in der Expedition, Handjerystr. 29 
sowie bei allen Annoncen- Expeditionen 
entgegengenommen. 
Preis der 4gespaltenen Pctitzcile 
10 Pf». 
Ur. 47. 
Friedenau, Mittwoch, den 12. Juni 1895. 
2. Iahrg. 
Amtlicher Theil. 
Bekanntmachung. 
An die Einwohnerschaft von Friedenau. 
Kurze Zeit nur trennt uns noch von dem Tage 
der durch Reichsgesetz vom 8. April d. IS. ange- 
ordneten Beruf»- und Gewerbezählung im 
deutschen Reiche; die Zählung wird am 14. Juni d. I. 
vorgenommen weiden. 
Die Ausführung des Zählgeschäftes in hiesiger 
Gemeinde wird ehrcnaintlich von Mitgliedern der 
selben, welchen hierbei die Eigenschaft öffent 
licher Bcaukten innc wohnt, bewirkt werden. 
Vor deni Zähltage ivird jedem HaushaltungS- 
vorstande bezw. Einzclnlcbendeii, welcher eine selbst 
ständige Wohnung iniie hat und gleichzeitig eine 
eigene Hauswirthschaft führt, die zur Zählung er 
forderlichen Formulare durch die Herren Zähler zu 
gestellt werden. 
Es ist Sache der Pflicht und liegt im Interesse 
eines jeden Staatsbürgers und insbesondere eines 
jeden Haushaltungs-Vorstandes, zum Gelingen des 
GefammtzähluiigSwerkes nach besten Kräften bei- 
zutragen, das ihm behändigte Zählmaterial voll 
ständig und gewissenhaft auszufüllen und vom 
14. Juni d. IS. ab zur Abholung durch die Herren 
Zähler bereit zu halten. 
Hierbei richten wir an die Bewohner des 
Ortes daö dringende Ersuchen, den mit dem 
Zählgeschäfte beauftragten Herren jede erforder 
liche Auskunft bereitwillig zu ertheilen und ihnen 
die Arbeit, welche dieselben in gcmeinsinniger 
Weise und im öffentlichen Interesse opferwillig 
übernommen haben, thunlichst zu erleichtern. 
Schließlich wird noch darauf aufmerksam ge 
macht, daß diejenigen, welche an sie gerichtete 
Fragen wissentlich wahrheitswidrig bcantworten 
oder Angaben zu machen verweigern, welche 
ihnen nach dem Gesetze und den zur Aus 
führung desselben erlassenen und bekannt ge 
machten Vorschristcn obliegen, mit Geldstrafe 
bis zu 30 Mark bestraft werden. 
Friedenau, den 8. Juni 1895. 
Der G e ni e i ll d e - V o r st n n d. 
Roenneberg. 
Bekanntmachung. 
Das diesjährige 
Obcr-Grsatz-Geschäft 
findet in der Zeit vom II. bis 17. Juni d. I. 
im Restaurant „Lindcnpark" in Schöneberg 
statt. Die GestelluugSordreS werden den Militair- 
Pflichtigen, welche vor der Qber-Ersatzkommiffioii 
zu erscheinen haben, zugestellt werlcn. 
Diejenigen Mtlitairpflichtigen, welche mit äußerlich 
nicht wahrnehmbaren, sondern nur durch längere 
Beobachtung zu konstatirenden Fehlern, als Epilepsie, 
Krämpfe, Taubheit u. s. w. behaftet sind, und welche 
daS Vorhandensein derselben beim Ersatzgeschäft 
nicht genügend haben nachweisen können, müssen die 
erforderlichen Atteste der QrtSpolizeibehörden, bezw. 
der .Oerreii Prediger und Lehrer, der Königlichen 
Ober-Ersatzkommission spätestens im MnstcrnngS- 
Termin vorlegen, widrigenfalls auf ihre Angaben 
keine Rücksicht genommen werden kann. Rach 8 H5 
sä 6 der Wehrordnung ist der Beweis, daß ein 
Militärpflichtiger wirklich an Epilepsie leide, nur 
dann als geführt anzusehen, wenn mindestens drei 
glaubhafte Zeugen protokollarisch an EideSstatt er 
klären, daß und in welcher Weise sie selbst die epilep- 
.jschcn Zufälle wahrgenommen haben. 
lSleiwzeitig werde» die Militairpslichtige» hierdurch 
noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß sie 
an den GestelliingStagcn pünktlich z» erscheinen 
haben und sich sowohl auf dem Hin- und Rück 
märsche als auch während ihres Aufenthaltes in 
Schöneberg anständig mid gesittet betragen müssen, 
widrigenfalls ihre Bestrafung nnnachsichtlich er 
folgen wird. 
Friedenau, den 31. Mai I89,,. 
Der Gemeinde-Vorstand. 
Roenneberg. 
Kokales. 
fi 4lm vcrganflcncn Freitag waren 
mittelst besonderer Einladungen vom Herrn 
Gemeindevorsteher die für die Berufs» und 
Gewerbezählung am 14. d. Vits, gewählten 
Zähler und deren Stellvertreter zu einer Ver 
sammlung nach dem .Kaiser Wilheliugarten “ 
berufen. Herr Professor Petersilie hatte den 
Vortrag resp. die Instruktion für die Zahler 
übernommen. Derselbe führte über die , 
Berufs- und Gewerbezählung ungefähr I 
Folgendes aus: 
Von den drei Formularen, in welche vom 
Publikum Antworten eingetragen werden sollen: der 
.Oaushaltungsliste, der Landwirthschaftskarte und 
dem Gewerbedogen, wird das erstgenannte an! 
sämmtliche .OauShaltungci, und einzeln lebende, 
Personen ausgegeben; die Landwirtl,schastskarte ist 
in allen denjenigen .Haushaltungen auszufüllen,, 
welch- eine Bodenfläche, groß oder klein, als 
Acker, Wiese oder Weide, zum Handels-Gewächsbau, 
als Nutzgarten, Weinberg, Forst bewirthschaften 
oder auch nur Kühe zu Zwecken der Milchwirth, 
schaft — also eines der Landwirthschaft nahe ver 
wandten Betriebs — halten. Der Gewerbcbogen 
ist von allen Personen auszufüllen, deren Geschäft 
nicht von ihnen allein und ohne Eiemeiitarkraft 
ausgeübt wird, und für welche daher nicht schon 
aus der Haushaltungsliste für die Gewerbestatistik 
genügende Antworten zu entnehmen find; und zwar 
zollen nicht nur die Leiter selbstständiger Geschäfte, 
sondern auch von Zweiggeschäften mit Gewerbedogen 
versehe» werden. Ein Gewerbedogen ist auch von 
solchen Gewerbetreibenden, Handwerkern, Haus 
webern, Gastwirthen, Inhabern kleinerer kauf 
männischer Geschäfte auszufüllen, die zwar nicht 
mit eigens für das Geschäft angenommenen Ge 
hilfen arbeiten, deren Familienangehörige <Frau, 
Kinder) aber, wenn auch nicht als ordenliche 
Gehilfen, so doch regelmäßig und nicht blos ge- 
legenllich im Geschäfte mithelfen. In solchen 
Fällen ist auch dann ein Gewerbedogen auszufüllen, 
wenn die regelniäßige Mithilfe der Familienange 
hörigen zwar am l4. Juni ruht, sonst aber in der 
geschäftlichen Betriebszeit nicht blos gelegentlich 
stattfindet. Die Formulare sind, mit Berücksichtigung 
der im Jahre 1882 gemachten Erfahrungei., unter 
Betheiligung landwirlhfchaftlicher und gewerblicher 
Sachverständiger ausgearbeitet und, nach Prüfung 
in der für die Berathung des Gesetzes über die 
Berufs- und Gewcrbezählnng vom Reichstag ge 
wählten Kommission, vom Bundcsrath festgestellt. 
Mancherlei Fragen, die bei diesen Vorbereitungen 
als wünschenswert!, bezeichnet wurden, sind zurück- 
gestellt worden, um die Erhebungen und deren 
Bearbeitung nicht zu sehr anschwellen zu lassen. 
Immerhin wird vom Publikum die Durchsicht 
einer langen Reihe von Fragen gefordert, die der 
Haushaltungs-Vorstand auf der Haushaltuiigsliste 
und der Betriebsleiter auf der Lairdwirthschafiskarte 
ober dem Gewerbebvgen, theilweis auch aus beiden, 
beantworten soll, soweit die Frage auf ihn zutrifft. 
Es ist aber natürlich nicht möglich, eine auSführ- 
lich statistische Darstellung jener volkswirthschask- 
lichen Verhältnisse, wie sic von der Praxis und 
Wisienschnst gefordert wird, aus einer nur kleinen 
Zahj von Fragen und Antworten auszubauen und 
bei der Wichtigkeit dieser Erhebung, die fast in 
deniseiben Umfang zuletzt vor dreizehn Jahren 
gemacht worden ist und in einen, ähnlich langen 
Zeitraum nicht zu wiederholen sein wird, durfte in 
den Formularen eine Befragung, die über das ge- 
wöhnliche »Maß hinausgeht, nicht gescheut werden. 
Das Gelingen der Zählung und danüt der 
statistischen Arbeit überhaupt hangt ganz von der 
einsichtsvollen »nd bereitwilligen Mitwirkung der 
Bevölkerung ab, die sie, bei dem gemeinnützigen 
Zweck des Unternehmens, gewiß nicht versagen wird. 
Nach Beantwortung mehrerer an den Bor- 
tragenden gerichteten Anfragen dankte der Herr 
Gemeindevorsteher im Namen der Anwesenden 
Herrn Professo r Petersilie für den lehrreichen 
Vortrag, worauf die Namen der Wahl- 
kommissare und der denselben zugewiesenen 
Zähler verlesen wurden. Nach Uebergabe einer 
besondere» gedruckten Instruktion und eines 
Zettels an Letztere, in welchen die Häuser eines 
jeden Zählers eingetragen standen, wurde die 
Versammlung geschlossen. 
ch Seitens der Mitglieder des Haus 
und Grundbesitzer-Vereins hat am 
gestrigen Tage die Besichtigung der Königlichen 
Porzellan-Manufaktur zu Eharlottcnburg statt 
gefunden. Trotz der frühen Abfahrtszeit 
(12 Uhr .',7 Minuten) waren aus dem Ring 
bahnhofe eine große Anzahl Damen und 
Herren des Vereins versammelt, welche sich 
nach Bahnhof Thiergarten befördern ließen. 
Dicht neben diesem Bahnhöfe befindet sich die 
Manufaktur. Aus derselben wurden die An 
kommenden in liebenswürdigster Weise von 
I dem mit der Führung beauftragten Herrn 
' begrüßt und ihnen dann der ganze Prozeß 
der Porzellan-Herstellung gezeigt. Daß die 
■ Manufaktur das Hervorragendste in ihrem 
! Fache leistet, ist weltbekannt? Die Besichtigung 
dauerte über eine Stunde und mit herzlichem 
Danke für das Gesehene konnten die Damen 
und Herren des Vereins von ihrem Führer 
Abschied nehmen. Hierauf begaben sich die 
Vereinsmitglieder mit ihren Damen nach dein 
Restaurant »Thicrgartcnhof" zum gemein 
schaftlichen Kaffeetrinken. Hier entwickelte sich 
eine gemüthliche Sitzung, welche die Theil- 
iiehmeiiden bis zum Abend fortsetzten. Der 
Tag war äußerst interessant verlausen. 
Der Frauenverein im Kreise Teltow 
hält am Freitag, den 14. Juni 1895, Nach 
mittags 4'T Uhr, im Kreishause, Berlin, 
Viktoriastr. 18, eine Generalversamlung ab. 
Die Tagesordnung weist folgende Punkte auf: 
1. Berathung des Etats für daS Jahr 1895/96, 
*2. Antrag des Vorstandes: ,20 000 M. zu 
einer Stiftung des Kreises Teltow für geordnete 
Krankenpflege innerhalb des Kreises zu erheben 
mit der Bestimmung, das die Zinsen für Frei 
betten an hülfsbedürftige Kranke cvcntl. zur 
Unterstützung für Rekonvaleszenten verwendet 
werden. " 
| Der freisinnige Volks-Verein für 
Schöneberg und Umgegend ladet zu einer öffent 
lichen Wählerversammlung zu heute Abend 
8 Uhr, im großen Saale des Restaurants 
»Schwarzer Adler", Hauptstraße 134, ein. Der 
Kandidat der vereinigten liberalen Parteien, 
Landrichter Dr. Karsten wird eine Ansprache 
halten, worauf freie Diskussion stattfindet. 
ch Der hiesige Nadfahrerverein ver 
anstaltet heute Abend für sein Mitglied Alfred 
Köcher im Hohcnzollernsaal ein Siegesfest in 
Gestalt eines Kommerses. Herr Köcher hat, 
wie wir in Nr. 45 unseres Blattes bereits be 
richteten, beim Distanzfahren zwischen Warschau- 
Kalisch-Warschau den ersten Preis, eines goldenen 
Schildes mit 3 Brillanten geschmückt im Werthe 
von 2000 Mk., davongetragen. Aus diesem 
Anlaß hat der hiesige Verein zu dieser Feier 
Einladungen an andere Radfahrcrvercine ergehen 
lassen, und verspricht das Sicgcsfest ein echtes 
Radsahrerfest werden zu wollen. Wie wir er 
fahren, sind mit dem erwähnten ersten Preise 
noch 4 weitere Ehrengaben verbunden gewesen. 
Polizeiberirht. Entlaufen: I brann- 
und weißgcfleckte Hündin, auf den Namen Ledi 
hörend. Verloren: 1 Trauring. Gesunden: 
l Schulmappe, 2 Taschenmesser, 1 Pinccnez, 
1 silberne Taschenuhr. Zugeflogen: 1 hell 
gelber Kanarienvogel. 
ch Krieger- und Landwehr-Verein. 
Am Sonnabend, den 15. Juni, Abends 8 Uhr 
findet im Saale des .Kaiser Wilhelm-Gartens" 
eine General-Versammlung dcS Vereins statt. 
Die hauptsächlichsten Punkte der Tagesordnung 
find: Besprechung und cvcntl. Beschlußfassung 
über die Verlegung des Vereinslokals und Be 
sprechung und cvcntl. Beschlußfassung über ein 
zu veranstaltendes Soininervcrgnügen. 
f Die freiwillige Feuerwehr hält 
am Freitag, den 14. d. Mts., Abends 8'/z Uhr, 
im Vcreinslokal, Restaurant »Kaiser Wikhelm- 
Garten" die Vionatsversainmlung des activen 
Eorps ab. Wie wir erfahren, soll eine Be 
sprechung darüber stattfinden, ob ferner noch 
mehrere Mitglieder als zum activen Eorps ge 
hörig, zu betrachten seien, da sie weder zu den 
Uebungen noch den Alarmirunge» erscheinen. 
— Die gestrige „Rekrutenvorstelliulg" ist zur 
Zufriedenheit des Herrn Oberführers ausge 
fallen und wurden von den vierzehn neu ein 
getretenen activen Mitgliedern fünf zu Steigern 
ernannt. 
ch Zur Angelegenheit der Ncktor- 
wahl erhalten wir folgende Zuschrift: 
Geehrter Herr Redakteur! 
Sie gestatten mir wohl ein paar Worte zur 
Wahl des Rektors Eich holz. Ich glaube, eS 
wäre besser gewesen, wenn für Herrn Eichholz erst 
ii a ch dessen Nichtbestätigung durch die obere Schul 
behörde gewirkt worden' wäre. Die eifrige 
Agitation vor der Wahl hat der Sache meiner 
Ansicht nach mehr geschädigt als genützt. Wie 
kommt es denn, daß der Gemeindevorstand nichts 
für die Bestätigung des von ihm gewählten 
Kandidaten gethan hat? Jedenfalls ist er durch das 
übereifrige Eintreten iür Herrn Eichhelz stutzig 
geworden - und hat sich schließlich gesagt, jeder 
Mensch ist zu ersetze». Die großartigen Lobes 
erhebungen für Rektor Eichholz in Nr. 45 Ihres 
Blattes werden manchem Leser doch wohl über 
trieben erschienen sein und ihn verdrossen haben. 
Ich hätte auch sehr gern Rektor Eichholz a» der 
Spitze unserer reformbedür'ligen Sckule gesehn, 
aber der nun vom Gemeindevorstand zu wählende 
andere Rektor wird schließlich doch wohl auch ein 
tüchtiger Schulmann sein und deshalb Friedenau 
an der Nichtbestätigung des Herrn Eichholz nicht 
untergeh», sondern an derselben Stelle zwischen 
Wannsee- und Ringbahn fortbestehn und sich weiter 
entwickeln. 
j Lichfcrfctdcr kranken- und Sterbe- 
Kaffe, örtliche Verwaltungsstelle Friedenau. 
Die halbjährige Generalversammlung findet 
Freitag, den 14. Juni, Abends 8 Uhr, im 
Kurhaus statt. Die Tages-Ordnung lautet: 
Ersatz-Wahl eines Schriftführers. Stellung 
nahme zur General-Versammlung. Filiale An 
gelegenheiten. Verschiedenes. 
ch Für den Umfang des Friedenaner Ge- 
meindebezirks ist vorKurzem eine Arbeitsnachweis- 
stelle auf dem Einwohner-Meldeamt, Feurigstr. 8,1, 
Zimmer 7, eingerichtet worden. Durch dieselbe 
ist den Arbeitgebern Gelegenheit gegeben, ihre» 
Bedarf an Arbeitskräften schnell zu decken, 
während den Arbeitnehmern das Ansfindigmachen 
einer Beschäftigung erleichtert werden soll, llm 
diese Einrichtung namentlich für Beschäftigungs 
lose zu einer wirklich wohlthätigen und segens 
reichen werden zu lassen, bedarf eö naturgemäß 
der regsten Betheiligung von Seiten aller 
Arbeitgeber. 
ch Im „Seesrhlösichcn" in Wilmers 
dorf fiel am Sonntag Nachmittag ein etwa 
3jähriges Kind beim Spielen am See 
ins Wasser. Die dabeistehende etwa 11jährige 
Schwester sprang dem Kinde sofort nach, und 
wurden Beide erst durch Erwachsene dann ge 
rettet. Als die Retter jedoch die Kinder zu 
ihren Eltern bringen wollten, stellte sich heraus, 
daß dieselben garnicht im Lokal anwesend 
waren. Die Kinder hatten auf eigne Faust 
allein eine Landparthic gemacht und waren 
schließlich in's »Seeschlößchen' gerathen. Die 
Eltern der Kinder sollen in Berlin in der 
Steinmetzstraße wohnen. 
ch Im Seebad Wilmersdorf findet 
morgen, Donnerstag, ein großes Militär-Concert, 
ausgtsäihrt von der gesammten Kapelle des 
Kaiserin Augnsta-Grcnad.-Regiments Nr. 4, statt. 
ch Zu einer Schlägerei kam es am 
Sonnabend Mittag in der Rheinstraße zwischen 
einen Bierfahrer der Viktoria-Brauerei zu Berlin 
und einem Maschinisten der Danipfstraßenbahn. 
Der Bicrfahrcr war auf seinem Wagen einge 
schlafen, und fuhr auf dcu Schiene» der Straßen- 
bahn. Der Führer eines Kohlenwagens, welcher 
den Schläfer anrief, auszubicgcn, konnte nicht 
vermeiden, daß zwischen seinem Gefährt und 
dem Dierwagen ein Zusammenstoß erfolgte, 
wodurch der Biersahrcr aus seinem Schlaf ge 
weckt und dann eine heftige Auseinandersetzung 
zwischen den Wagenführern verursacht wurde. 
Infolgedessen mußte der hcraiikoinmcnde Dampf 
wagen halten und ersuchte der Führer desselben 
den Biersahrcr, von den Schienen zu fahren, 
worauf Letzterer seinen Zorn an dem Zugführer 
ausließ, indem er mit einer Kette demselben 
auf den Kopf schlug. Nun packte der Ma- 
schinenführcr den äußerst stark aussehenden Bier- 
fahrer, warf ihn zur Erde, drückte ihn nicht 
sanft am Halse und ließ erst nach vielem Bitten 
wieder los. Kaum aber war der Patron wieder 
auf den Beinen, als er abermals nach seiner 
Kette faßte und zum zweiten Mal mit der 
selben nach dem Kopfe des Maschinisten schlug. 
Dieser legte jedoch den Biersahrcr sofort wieder 
auf den Straßendamm und bearbeitete ihn nun 
ganz gehörig mit den Fäusten. Das herbei 
geströmte Publikum hatte nicht übel Lust dem 
Viaschinisten noch zu helfen, doch erschienen jetzt 
der Gendarm Schröder mit einem Gemeinde- 
diener ans dem Platze, machten der unliebsamen 
Scene ein Ende und notirten den Führer, welcher 
nun der wohlverdienten Strafe entgegensieht. 
ch Gestern wurde der Kutscher Schip- 
schak in Eharlottcnburg, früher in einem hie 
sigen Baugeschäft beschäftigt, in der zweiten 
Instanz vom Landgericht II. zu 3 Monaten 
Gefängniß verurtheilt. Sch. kam mit mehreren 
Gästen in dem Lokal des Gastwirths Hohl in 
der Kirchstraße im vergangenen Winter in Streit 
»nd da es bereits 11 Uhr Nachts war, gebot 
Letzterer Feierabend. Sch. sprang ans und 
warf dem Wirth ein großes ans den Tisch 
stehendes Wcißbicrglas an den Kops, wodurch 
derselbe erheblich verletzt und wochenlang den 
Kopf verbunden tragen mußte. Das Schöffen 
gericht vernrtheilte den rohen Patron wegen 
dieser That nur zu 30 Mk. Geldstrafe. Ans 
die eingelegte Revision des Staatsanwalts gegen 
das niedrige Strafmaß des Schöffengerichts, 
erkannte das Landgericht zu der oben angege 
benen Strafe.
	        

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