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An das Preußische Heer, Linie und Landwehr. Soldaten! Brüder! Als Ihr in den Märztagen ... Mehrere Bürger Berlins im Namen Tausender. (Sammlung Friedlaender) (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: An das Preußische Heer, Linie und Landwehr. Soldaten! Brüder! Als Ihr in den Märztagen ... Mehrere Bürger Berlins im Namen Tausender. (Sammlung Friedlaender) (Public Domain)

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Zeitschrift

Weitere Beteiligte:
Kotzebue, August von
Titel:
Der Freimüthige oder Ernst und Scherz : ein Unterhaltungsblatt / August von Kotzebue
Erschienen:
Berlin: Fröhlich 1807
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Erscheinungsverlauf:
2.1804 - 5.1807
ZDB-ID:
2662852-1 ZDB
Frühere Titel:
Der Freimüthige oder Berlinische Zeitung für gebildete, unbefangene Leser
Spätere Titel:
Der Freimüthige oder Berlinisches Unterhaltungsblatt für gebildete, unbefangene Leser
Berlin:
B 2 Allgemeines: Zeitschriften
Dewey-Dezimalklassifikation:
830 Deutsche Literatur
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Geschichte, Kulturgeschichte
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1807
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Fußnote:
No. 32 (Spalten 249-256) nicht digitalisiert.
Berlin:
B 2 Allgemeines: Zeitschriften
Dewey-Dezimalklassifikation:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-9251327
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 2/2:1807
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Berliner Zeitungen, Zeitschriften
Geschichte, Kulturgeschichte

Ausgabe

Titel:
No. 58, 1807

Volltext

An das Preußische Herr,
Linie und Landwehr.
Soldaten! Brüder!
Als Ihr in den Märztagen, eingedenk Eurer Pflicht und Eures Eides, mit widerstrebendem Herzen, Eure Schuldigkeit thatet, da hat man Euche eine "mörderische, blutdürstige Soldateska" genannt, und Ihr habt es ruhig, wie Männer, ertragen; - als man, gequält von dem bösen Geistern des Mißtrauens und der Furcht; Eure Entfernung aus den Mauern dieser Stadt verlangte, und Euer König es Euch gebot, da seid Ihr, die Unbesiegten, ruhig und still hinausgezogen und habt den Staub von Euren Füßen geschüttelt; - als man, auch hiermit noch nicht zufrieden, fortfuhr, statt gerechter Anerkennung und Würdigung Eures Benehmens während und nach jenem blutigen Ereignissen, in schändlichen Worten und Bildern, Schmähung über Schmähung auf Euch zu häufen, und selbst das Heiligste für Euch und uns anzutasten, da haben Euer männlich fester Charakter und Euer gutes Gewissen Euch ruhig und gemessen erhalten in den Schranken der Zucht und des Gehorsams.
Da ist man denn endlich so kühn, oder, um es richtiger zu bezeichnen, so frech geworden, selbst die Lorbeeren, die Ihr Tapfern, würdig Eurer Väter, Euch am fernen Gestade der Ostsee erkämpft habt, zu besudeln; wie schlechte Komödianten hat man Euch, hat man Eute gebliebenen und verwundeten Kameraden verhöhnt und ausgezischt, und - wohl fühlend, daß auch Das noch bei so braven Männern, wie Ihr seid, nicht ausreichen möchte, um die Bande der Eintracht und des Gehorsams zu lockern und Euch in den eignen Schlamm mit herabzuziehen,- wohl erkennend, daß der trotz aller Mühlerei in Euch lebende
gute Gest der Treue mit offner, ehrlicher Waffe unbesiegbar sei, hat man zum Giftmischen seine Zuflicht genommen. - Ja, Brüder! eine schleichendes Gift will man Euch bereiten, indem man Eure Vorgesetzten verdächtigt, sogenannte "reaktionäre" Bestrebungen zu fördern, indem man unter dem heuchlerischen Schein der Sicherung "constitutionellen Königthums", die Brüderlichkeit im Munde und teuflischen Haß im Herzen, sie auffordert, den Bürgern sich anzunähern, den politisch Andersgesinnten aber es zur "Ehrenpflicht" machen will: aus der Armee zu scheiden,- als ob Ihr und Eure Offiziere nicht eben so frei und und selbstständig denken und sprechen dürftet wie wir, als ob Ihr Eure Offiziere nicht ebenso gut wie wir wüßten und begriffen, was unser König uns am 18. März verheißen hat; als ob Ihr und Eure Offiziere nicht eben so gute und nicht bessere und nicht schlechtere Preußen wäret, wie jeder andere ehrliche, wahre Preuße! - Ein schleichendes Gift will man Euch bereiten, indem man, mit derMiene frommer Volksbeglücker an Euch heranschleicht, und mit glatten, gleißnerischen Worten Euch goldene Berge vormalt, von Freiheit und Gleichheit, von erhöhetem Solde und verringerten Strafen, von schnellem Avancement, von Selbstwahl der Offiziere, und wie die Glückseligkeiten alle heißen, welche Euche Menschen versprechen, die keinen Hund vom Ofen locken können, und denen Ihr und Eure brave Gesinnung ein Dorn im Auge seid! - 
Soldaten! Ihr Alle, vom höchsten bis zum niedrigsten Range, seid ein Theil des Volkes, seid unsre Brüder, und somit theilhaftig der Freiheiten und Rechte, die einem Jeden unter uns zustehen. Ja, wir sagen nicht zuviel: Ihr seid der Kern, der auserwählte Theil des Volks; denn kein Söldling, wie in andern Ländern, kein Ausländer, kein Bescholtener ist in Euren Reihen zu finden, und dazu habt Ihr den hohen heiligen Beruf: für die Erhaltung und Sicherung der Wohlfahrt und des Friedens Eurer Mitbürger, gegen innere wie äußere Feinde, einzutreten und selbst Euer Leben einzusetzen! -
Brüder! Wir Bürger sind stolz auf eine Armee wie Ihr, so wie Ihr selbst stolz darauf sein könnt, einen solchen Beruf zu haben und treu zu erfüllen. Aber nicht allein Euer Beruf ist es, es sind auch die glorreichen Erinnerungen, die an Eure Fahnen sich knüpfen, es ist der hohe sittliche Geist, der in Euch lebt und der in der jüngsten schweren Vergangenheit durch Eure würdige Haltung, Eure männliche Selbstverleugnung einen Sieg gefeiert hat, wie ihn die Welt nich nicht sah, was Euch das Recht giebt, Achtung und Anerkennung von Euren Mitbürgern zu fordern.
Bleibt Euch dessen bewusst! vergebt Eure Würde, Eure Ehre nicht um eitle Worte und Verlockungen, lasset mit schweigender Verachtung Verachtung den Giftbecher, den Eure ärgsten Feinde mit heuchlerischer Freundlichkeit Euch anbieten, unberührt an Euch vorübergehen; - lasset nicht den Heist des Mißtrauens, der Feindschaft und des Hochmuths sich einschleichen in Eure Herzen! - Wo irgens ein heuschlerischer, nichtswürdiger Verführer mit gleißnerischen Worten naht, um Euch zu berücken und irre zu machen, da sprechet: Weiche von mir, Du Verräther! Und so wie wir unsern Bürgereid nie vergessen werden, so vergesset auch Ihr nie das heilige Gelübde, das Ihr abgelegt habt am Altar des Vaterlandes, als Ihr die Waffe empfingt, um sie zu führen für Gesetz und Recht, um zu kämpfen und zu siegen, ja wenn es sein muß, zu fallen
mit Gott für König und Vaterland!

Mehrere Bürger Berlins im Namen Tausender.


Druck von Anton Obst, Adler-Straße No 14.

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