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Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1951, I. Wahlperiode, Band I, 1.-32. Sitzung (Public Domain)

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fullscreen: Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1951, I. Wahlperiode, Band I, 1.-32. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Berlin / Berlin
Publication:
Berlin 1821
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Dates of Publication:
1.1816(1817) - 6.1821
ZDB-ID:
2791306-5 ZDB
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
340 Recht
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1820
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2017
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8439075
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 750/3:4.1819
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Contents

Table of contents

  • Stenographischer Bericht (Public Domain)
  • Ausgabe 1951, I. Wahlperiode, Band I, 1.-32. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Nr. 1, 11. Januar 1951
  • Nr. 2, 12. Januar 1951
  • Nr. 3, 18. Januar 1951
  • Nr. 4, 1. Februar 1951
  • Nr. 5, 15. Februar 1951
  • Nr. 6, 1. März 1951
  • Nr. 7, 15. März 1951
  • Nr. 8, 20.03.1951 (Außerordentliche Sitzung)
  • Nr. 9, 29.03.1951 (Außerordentliche Sitzung)
  • Nr. 10, 5. April 1951
  • Nr. 11, 19. April 1951
  • Nr. 12, 4. Mai 1951
  • Nr. 13, 10.05.1951 (Außerordentliche Sitzung)
  • Nr. 14, 17. Mai 1951
  • Nr. 15, 7. Juni 1951
  • Nr. 16, 21. Juni 1951
  • Nr. 17, 26.06.1951 (Außerordentliche Sitzung)
  • Nr. 18, 5. Juli 1951
  • Nr. 19, 19. Juli 1951
  • Nr. 20, 26. Juli 1951
  • Nr. 21, 2. August 1951
  • Nr. 22, 03.08.1951 (Außerordentliche Sitzung)
  • Nr. 23, 22.09.1951 (Außerordentliche Sitzung)
  • Nr. 24, 27. September 1951
  • Nr. 25, 4. Oktober 1951
  • Nr. 26, 18. Oktober 1951
  • Nr. 27, 1. November 1951
  • Nr. 28, 15. November 1951
  • Nr. 29, 16.11.1951 (Außerordentliche Sitzung)
  • Nr. 30, 6. Dezember 1951
  • Nr. 31, 20. Dezember 1951
  • Nr. 32, 20.12.1951 (Außerordentliche Sitzung)
  • Sach- und Sprechregister

Full text

302 
13. Sitzung vom 10. Mai 1951 
Landsberg 
. (Zuruf von der SPD: Dafür holen sie jetzt 
alles nach!) 
Aber lassen wir das. 
(Abg. Wille; Nehmen wir erst einmal Drops!) 
Meine Damen und Herren! Nun zu den sehr ernsten 
Ausführungen der Frau Kollegin Dr. Maxsein! Ich 
glaube, man kann es sich nicht so leicht machen, daß 
man sagt, es genügen ja die Schulgeldfreiheit und die 
vorhandenen Wirtschaftsbeihilfen in einem bescheidenen 
Kähmen, um damit die soziale Frage für die Kinder zu 
lösen. Wir werden — darüber muß man sich ebenso 
klar sein — auf dem Wege über die Schule und ein 
Schulgesetz die soziale Frage überhaupt nicht lösen 
können. Aber man kann auch nicht sagen, daß damit 
die Angelegenheit geregelt ist. Es ist doch so, und wer 
wirklich ln Berlin groß geworden ist und die Situation 
der breiten Schichten der Berliner Bevölkerung kennt, 
weiß doch, daß es für manche Mutter von entschei 
dender Bedeutung war, ob der Junge früher den Taler 
am Schluß der Woche nach Hause brachte, den er als 
Laufjunge verdient hatte. Es kommt gar nicht nur 
darauf an, daß das Kind erhalten wird; sondern es 
kommt darauf an, daß der Vater oder die Mutter in 
bestimmten sozialen Situationen darauf wartet, daß 
das Kind fertig ist, um endlich Vollverdiener für die 
Familie zu werden. Wer das leugnet, kennt ganz ein 
fach diese Verhältnisse nicht. 
(Sehr richtig! bei der SPD. — Abg. Grigoleit: 
Das leugnet keiner! — Abg. Frau Krappe: Sie 
haben es aber sehr bagatellisiert!) 
Man kann auch nicht sagen, daß durch ein langes 
Zusammenbleiben der Kinder der Fortschritt gehemmt 
wird. Das wäre doch sehr eigenartig. Meine Damen 
und Herren! Ich habe in der kurzen Abwesenheit hier 
draußen die Freude gehabt, mich mit einem jungen 
Schweizer Gelehrten, der im Augenblick hier in Berlin 
ist, zu unterhalten, und er sagte spontan — er kennt 
unsere Verhältnisse ja gar nicht —: Ich verstehe nicht, 
wie man gegen die pädagogischen Ausführungen, die 
Herr Welgelt und Sie, gemacht haben, überhaupt vom 
pädagogischen Standpunkt etwas sagen kann. 
(Lachen rechts.) 
Das ist ein Mann aus der Schweiz, der dort einen nicht 
ganz unbekannten Namen hat. 
Nun noch etwas, meine Damen und Herren. Wenn gesagt 
wird, daß in den Reihen der CDU ein Schauer verspürt 
wird — das sagte die Frau Kollegin Dr. Maxsein —, 
wenn von Kern und Kursen die Rede ist, so erscheint 
mir das etwas verwunderlich, um mich sehr freundlich 
auszudrücken. Denn wer über die Dinge auch nur ein 
wenig Bescheid weiß, der weiß, daß diese Fragen be 
reits vor 50 Jahren in der deutschen pädagogischen 
Literatur eingehend erörtert wurden und bereits vor 
mehr als 40 Jahren an verschiedenen Stellen in 
Deutschland mit ungewöhnlich großem Erfolge zur 
Durchführung gebracht worden sind. 
Wenn nun mit sehr starken und warmen Worten, bei 
denen ich nur die Sorge hatte, daß sie mehr klangen, 
als daß Inhalt dahinter war, gesagt wird, es ist das 
Anliegen eines Christenmenschen, daß der Religions 
unterricht so und so erteilt wird, — meine Damen und 
Herren, sehr vorsichtig, sehr vorsichtig! 
(Zuruf rechts: Ja, die Erfahrung haben wir 
gemacht!) 
Welcher Christenmensch ist damit gemeint? Denn wir 
haben ja Gott sei Dank in der Christenheit sehr ver 
schiedene Auffassungen über diese Dinge. Es schien 
mir schon aus der Diskussion — ich habe sehr sorg 
fältig auf den Ton gehört —, die zwischen einem Ab 
geordneten der CDU und einem Mitglied der CDU in 
diesem Hause vorhin geführt wurde, als ob schon ln 
der Auffassung der Christenmenschen über Religions 
unterricht — ich nehme an, daß beide wahrhafte 
Christen sind, ich habe keinen Grund, daran zu zwei 
feln -— offenkundig sehr entscheidende Unterschiede 
vorhanden sind. 
Damit komme ich zu Ausführungen, die der Herr 
Senator gemacht hat und von denen ich gewünscht 
hätte, er hätte sie nicht gemacht. Es ist gesagt worden, 
es gehe doch nicht, daß der Religionsunterricht in die 
Eckstunden falle. Meine Damen und Herren! Wie oft 
habe ich schon darauf hingewiesen, daß seit mehr als 
100 Jahren — noch im alten Königreich Preußen — 
die Religionsstunden in unseren höheren Schulen immer 
Eckstunden gewesen sind. Es ist niemals anders ge 
wesen, solange wir Religionsstunden haben. 
(Senator Dr. Tiburtius; In Berlin!) 
— In Berlin; wie es anderswo ist, interessiert mich 
hier nicht. 
(Abg. Frau Krappe: Aus anderen Gründen; weil 
so viele Religionsgemeinschaften in der Schule 
vertreten waren!) 
Herr Senator Tiburtius, Sie haben dann aber etwas 
ausgeführt, wofür ich jetzt einmal eine Klarlegung 
haben möchte. Sie haben gesagt, daß bei manchen 
Lehrern die Sorge besteht, daß sie Schaden haben 
könnten, wenn sie freiwillig Religionsunterricht gäben. 
Meine Damen und Herren! Dann kann ich diese Lehrer 
nur außerordentlich bedauern und halte sie deshalb, 
weil sie auch nicht ein bißchen Rückgrat zeigen, nicht 
für würdig, evangelischen Religionsunterricht zu geben. 
Ich verlange von jemand, der Religionsunterricht gibt, 
daß er steht, trotz Hölle und Teufel, daß - er sich zu 
dem Wort bekennt: Das Wort sie sollen lassen stahn 
und keinen Dank dazu haben! 
(Unruhe und Zurufe bei der CDU.) 
Ich bitte den Herrn Senator, einmal anzugeben, welcher 
Lehrer in Berlin dadurch Schaden erlitten hat, daß er 
freiwillig Religionsunterricht gegeben hat. Aber ich 
kann Ihnen noch etwas sagen, Herr Senator. Erkun 
digen Sie sich doch bitte in dem Kirchenkreis, zu dem 
Sie gehören und in dessen Kreissynode Sie sitzen, wie 
viel evangelische Lehrer in Steglitz sich bereitgefunden 
haben, evangelischen Religionsunterricht zu erteilen, 
wenn sie nicht extra dafür bezahlt werden. 
(Hört! Hört! bei der SPD.) 
Nur danach bitte ich sich zu erkundigen. 
Meine Damen und Herren! Ich komme nun noch zu 
den Ausführungen des Herrn Kollegen Dr. Friedens- 
burg. Ich hätte gewünscht, daß er nicht, bevor er die 
Rednertribüne betrat, zu den doch wirklich sehr ruhigen, 
überlegten und von tiefer Sorge getragenen Ausfüh 
rungen des Herrn Kollegen Lenz laut und vernehmlich 
und deutlich „Quatsch“ gesagt hätte. Wir haben ja 
nicht einmal „Quatsch“ gesagt, als er sein ulkiges 
Kohlenbergwerk in Reinickendorf errichten wollte. 
(Heiterkeit bei der SPD.) 
Da sind wir ganz ruhig geblieben. 
Nun ist der Religionsunterricht als ordentliches Lehr 
fach gefordert worden. Ich darf darauf hinweisen, daß 
das eine Unmöglichkeit ist. Wir können den Religions 
unterricht, so wie er heute von der evangelischen 
Kirche verstanden wird, nicht als ordentliches Unter 
richtsfach irgendwie heranziehen. Denn wenn ein 
Unterrichtsfach ordentliches Lehrfach wird, bedeutet 
das, daß die staatlichen Aufsichtsorgane das Recht 
haben, dieses ordentliche Unterrichtsfach zu beauf 
sichtigen. Ich würde es als evangelischer Christ nicht 
wünschen, daß staatliche Aufsichtsorgane heute ein 
Unterrichtsfach wie Religion überprüfen und beauf 
sichtigen. Das ist allein Sache der Kirche. 
Nun zum andern, meine Damen und Herren! Der 
Herr Kollege Dr. Friedensburg hat davon gesprochen, 
daß es ein Armutszeugnis der Lehrer wäre, wenn sie 
sich nicht zutrauten, ohne weiteres beim zehnjährigen
	        

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