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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 12.1885 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Adreß-Kalender für die königl. Haupt- und Residenzstädte Berlin und Potsdam, sowie Charlottenburg : auf das Jahr ...
Publication:
Berlin: Heymanns 1914
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
105 (1819)-200 (1914)
ZDB-ID:
2846413-8 ZDB
Previous Title:
Adreß-Kalender der Königlichen Hofstaaten der Obersten Staats-Behörden und der Provincial- und deren Unter-Behörden in den Königlich Preußischen Haupt- und Residenz-Städten Berlin und Potsdam für das Jahr ...
Succeeding Title:
Adreßkalender für die Königlichen Residenzstädte Berlin, Potsdam, Charlottenburg und die Städte Berlin-Schöneberg, -Wilmersdorf, -Lichtenberg, Neukölln sowie für die Gemeinde Berlin-Dahlem
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Collection:
Berlin Address Directories
Address Calendars (1818-1918)
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1913
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 6/10:1913
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Address Calendars (1818-1918)

Chapter

Title:
Erster Abschnitt. Berlin

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 12.1885 (Public Domain)
  • Title page
  • Alphabetisches Inhalts-Verziechnis
  • No. 1, 8. Januar 1885
  • No. 2, 15. Januar 1885
  • No. 3, 22. Januar 1885
  • No. 4, 5. Februar 1885
  • No. 5, 12. Februar 1885
  • No. 6, 19. Februar 1885
  • No. 7, 26. Februar 1885
  • No. 8, 5. März 1885
  • No. 9, 12. März 1885
  • No. 10, 17. März 1885
  • No. 11, 19. März 1885
  • No. 12, 26. März 1885
  • No. 13, 1. April 1885
  • No. 14, 9. April 1885
  • No. 15, 16. April 1885
  • No. 16, 23. April 1885
  • No. 17, 30. April 1885
  • No. 18, 7. Mai 1885
  • No. 19, 13. Mai 1885
  • No. 20, 21. Mai 1885
  • No. 21, 28. Mai 1885
  • No. 22, 4. Juni 1885
  • No. 23, 11. Juni 1885
  • No. 24, 18. Juni 1885
  • No. 25, 25. Juni 1885
  • No. 26, 4. August 1885
  • No. 27, 6. August 1885
  • No. 28, 3. Sptember 1885
  • No. 29, 17. September 1885
  • No. 30, 24. September 1885
  • No. 31, 1. Oktober 1885
  • No. 32, 8. Oktober 1885
  • No. 33, 22. Oktober 1885
  • No. 34, 6. November 1885
  • No. 35, 12. November 1885
  • No. 36, 19. November 1885
  • No. 37, 26. November 1885
  • No. 38, 8. Dezember 1885
  • No. 39, 10. Dezember 1885
  • No. 40, 17. Dezember 1885
  • No. 41, 30. Dezember 1885

Full text

309 
daraus hervorgegangen, daß man sie auf der Straße nicht sehen wollte, 
man meinte, es verletze das Schickltchkeitsgefühl. Daran hat man 
sich jetzt in Berlin gewöhnt, und so gut wie wir ein Dutzend haben, 
können wir auch 2 oder 3 Dutzend haben, wenn wir Plätze finden, die 
dazu geeignet sind, und solche müssen doch auch für die Hirschfeld'sche 
Anstalt erst gesucht werden. 
Der Magistrat hat die Sache abgelehnt mit dem vollen Bewußtsein 
seiner Verantwortlichkeit, denn die Verantwortlichkeit würde auf ihn 
allein fallen. Wenn der Magistrat darauf eingegangen wäre und die 
Sache bewährte sich nachher nicht, dann würde doch Jeder gesagt haben: 
ja, wie hat denn der Magistrat auf so etwas eingehen können, das 
hätten doch seine Techniker wissen müssen, daß das nicht geht, wozu 
hat er die Bauräthe? Also das Odium des mißlungenen Versuchs 
würde auf den Magistrat fallen. Andererseits glaube ich aber auch 
nicht, daß die Straßen und Plätze Berlins dazu da sind, um Experi 
mente zu machen, wenn man nicht mit größter Sicherheit voraussehen 
kann, daß das Experiment gelingt, oder wenn man absolut keinen 
anderen Ausweg mehr weiß, als auf ein gewagtes Experiment ein- 
1 zugehen. Wir haben jetzt Bedürfnißanstalteu, die allen Anforderungen 
genügen, besonders wenn sie noch etwas erweitert werden. Ein 
Monopol hat der gegenwärtige Unternehmer nicht, und wenn er es 
jetzt sehr billig hat, namentlich wenn das Wasser unentgeltlich gegeben 
wird, so läuft ja sein Vertrag ab und es steht uns dann frei, das 
. Wasser bezahlen zu lassen und mich eine Miethe für den Platz zu 
nehmen. Als der Mann die Sache anfing, war es ein gewagtes 
Geschäft und Niemand konnte sagen, ob es prosperiren würde; nachdem 
es sich aber gezeigt hat, daß das Geschäft geht, kann man sehr gut in 
Zukunft andere Bedingungen stellen, und dann wird das erreicht, was 
uns hier Herr Hirschfeld mit seinem Vorschlage bietet. Ich bitte Sie, 
die Sache ruhen zu lassen. 
Stadtv. Tuhaner: M. H.! Ich bin durch die Ausführungen des 
Herrn Stadtbauraths durchaus nicht überführt worden, daß der Antrag, 
den der Herr Kollege Solon gestellt hat, unzweckmäßg ist. Im Gegen 
theil, ich bin der Meinung, daß wir gut thun würden, dem Antrage 
unsere Zustimmung zu ertheile», also daß die Sache in einer gemischten 
Deputation verhandelt werde. 
Es ist hier gesagt worden, es sei ja auf dem Papier ganz schön 
anzusehen, aber in der Praxis würde es sich doch ganz anders aus 
nehmen. Nun, ich bin noch nicht so voll davon überzeugt, daß unsere 
Bautechniker in allen Branchen das Richtige erkennen, so daß ich an 
nehmen könnte, daß sie immer Recht hätten, und ich bin der Meinung, 
daß, wenn wir hier zusammen versammelt sind, zusammen verhandeln, 
auch ein anderer Beschluß herauskommen würde. Einmal hat der 
Petent ja auch nur gebeten, ihn probeweise die Sache herstellen zu lassen, 
er will nicht nur das Wasser, sondern auch für den Platz, den er 
braucht, Miethe bezahlen. Das ist doch eine Sache, die nur anerkannt 
werden muß, und deshalb bitte ich Sie, dem Antrage des Herrn 
Kollegen Solon zuzustimmen. Die jetzigen Bedürfnißanstalten von 
Herrn Protz, die ja durchaus keinen architektonisch schönen Eindruck 
gewähren und die man deshalb Protzkästen nennt, würden ja vielleicht 
verschwinden, wenn wir auf das Anerbieten dieses Petenten eingingen. 
Stadtv. Reichnow: M. H.! Ich kaun Sie nur bitten, dem 
Antrag des Herrn Kollegen Solon Ihre Zustimmung zu geben, denn 
was Herr Samm ausgeführt hat, darüber brauche ich eigentlich nichts 
zu sagen, einen Grund hat er eigentlich nicht angeführt, der dagegen 
spräche, er hat nur gesagt, wir wären keine Höhlenbewohner. Ja, 
Höhlenbewohner brauchen wir deshalb nicht zu sein, weil wir, um 
eine Anstalt für wenige Minuten zu benutzen, um ein natürliches Be 
dürfniß zu befriedigen, solche erbauen. 
Der Herr Stadtbanrath sagte, wenn ein solcher Versuch gemacht 
würde und er würde sich nicht rentiren, daß daun den Magistrat der 
Vorwurf treffe, daß er seinerseits den Versuch genehmigt habe. Dann 
würde es nach meiner Ueberzeugung sehr schlimm mit allen Erfindungen 
stehen, wenn man diese Folgerung daraus ziehen wollte, daß Dem 
jenigen, der die Erlaubniß zur Herstellung irgend eines Gegenstandes 
giebt, nachher ein Vorwurf treffen kann. Nach meiner Ueberzeugung 
kann den Magistrat durchaus kein Vorwurf treffen, wenn sich die 
Sache als nicht brauchbar herausstellt. Was ist denn an der ganzen 
Geschichte so kolossal dran, was wird denn vom Magistrat verlangt? 
Es kommt Jemand, der sich erbietet, etwas ans seine Kosten herzu 
stellen, und wird es, wie der Herr Kollege Solon ausgeführt hat, 
seitens der Polizeibehörde nicht ferner gestattet, dann ist eben der 
Mann nach seinem Vertrage verpflichtet, die Sache wegzunehmen und 
das Pflaster so herzustellen, wie es ursprünglich war; also der Stadt 
gemeinde erwachsen keine Kosten. Die Möglichkeit ist doch thatsächlich 
vorhanden, es haben doch wirklich auch Techniker schon mitgesprochen, 
und ich möchte den Herrn Stadlbaurath fragen, ob nicht die Firma 
Schaeffer und Walker einen solchen Ruf genießt, daß man annehmen 
kann, daß sie nicht einem Projekt zustimmen wird, bei dem sie sich, 
wenn es nicht so ausgeführt werden könnte, einer Blamage unter 
ziehen würde? Sie würde dann jedenfalls ihrerseits ein solches Projekt 
nicht gutheißen. Die Baudeputation in ihrer Gesammtheit hat übrigens 
dieses Projekt auch einmal genehmigt; es ist bereits vor 10 Jahren 
von der damaligen Baudepumtion schon genehmigt worden, und was 
ist denn nun neu hinzugetreten, was den Magistrat veranlaßt hat, auf 
dieses Projekt nicht einzugehen? Ich kann den einzigen Grund, den 
der Magistrat angiebt, indem er nämlich sagt, die Ventilation wäre 
nicht genügend nachgewiesen, sie gehe nicht, nicht für stichhaltig 
erachten. Haben doch z. B. die Bahnhöfe auch sehr häufig unter 
irdische Anlagen, und es ist bisher noch niemals darüber Klage erhoben, 
daß dieselben dem Bedürfniß nicht entsprächen. Ich bitte Sie also, 
dem Antrage des Kollegen Solon zuzustimmen. 
Vorsteher: Es ist von Herrn Stadtv. Herrmann der Schluß 
beantragt. Ich mache darauf aufmerksam, daß, da dies eine Vorlage 
zur Kenntnißnahme ist, nur eine Berathung stattfindet, und daß, wenn 
der Schluß angenommen wird, sofort zur Abstimmung geschritten wird. 
Bevor das geschieht, mache ich noch darauf aufmerksam, daß bei 
Vorlagen zur Kenntnißnahme andere Anträge als solche, welche die 
Form oder Vervollständigung der Vorlage betreffen, zurückgelegt werden 
müssen auf 8 Tage, weitn das Verlangen danach von 15 Mitgliedern 
gestellt wird. Dies ist bisher nicht geschehen. Zum Wort gemeldet 
sind noch die Stadtv. Loewel, Schaefer und Samm. 
(Die Berathung wird geschlossen. Der Antrag des Stadtv. 
Solon, den Magistrat zu ersuchen, über diese Angelegenheit mit 
der Versammlung in gemischter Deputation zu berathen, wird 
angenommen.) 
Ich habe zu den vor Eintritt in die Tagesordnung gemachten 
Mittheilungen noch nachzutragen, daß behufs Abnahme und Uebergabe 
der zur Ausführung gelangten Umschließung des Giebels der Rinder 
halle auf dem Viehhofe am Montag Vormittag Termin ansteht. Ich 
erlaube mir, als Deputirte der Versammlung vorzuschlagen die Herren 
Stadtv. Talke, Jaenicke, Ripberger und Seibert. 
(Zustimmung.) 
Der Zentralvorstand der Berliner Volksküchen von 1866 über 
sendet ein Exemplar seines Jahres- und Kassenberichts für das 19. Ver 
waltungsjahr, nämlich das Jahr 1884. 
M. H.! Wie Sie aus dem Schluß der heutigen Tagesordnung 
ersehen haben, soll um 6 Uhr die 
Einführung des Königlichen Bauraths Dr. Hobrecht in das 
Amt als Stadtbanrath 
durch den Herrn Oberbürgermeister bewirkt werden. 
Ich ersuche die Herren Stadtv. Hanke und Heyden, daß sie die 
Güte haben, den Herrn Oberbürgermeister und den neugewählten Herrn 
Stadtbanrath in den Sitzungssaal zu geleiten. 
(Die genannten Herren betreten den Saal.) 
Oberbürgermeister Dr. von Forckenbeck (zum Stadtbanrath 
Hobrecht gewendet): Hochgeehrter Herr! Die Gemeindeverwaltung der 
Reichshauptstadt, in welche ich Sie heute in dieser öffentlichen Stadt 
verordneten-Versammlung als Stadtbaurath vermöge der ehrenvollen 
Wahl der Stadtverordneten-Versammlung und vermöge der von dem 
Herrn Oberpräsidenten von Berlin ausgesprochenen Bestätigung dieser 
Wahl einführe, ist Ihnen ja keine fremde, sondern länger als ein 
Dezennium in Personen und Sachen wohlbekannt. Uns aber giebt die 
Vergangenheit, die umsichtige Energie, mit welcher Sie das größte, 
das nothwendigste und ich kann wohl sagen eines der wohlthätigsten 
Werke unserer Selbstverwaltung, die Kanalisation der Hauptstadt 
größten Theils ausgeführt haben, Ihre hervorragende Theilnahme in 
noch früheren Jahren an der Feststellung des Bebauungsplanes der 
Hauptstadt die feste und sichere Bürgschaft für die treue, gewissenhafte, 
energische und für das Wohl der Stadt gedeihliche Erfüllung der 
Pflichten Ihres neuen Amtes, welches jetzt die Förderung aller Interessen 
unseres umfassenden Gemeindewesens, insbesondere aber die einheitliche 
technische Oberleitung der Kanalisation und des gesammten Tiefbau 
wesens der Stadt von Ihnen verlangt. 
Der freudigen, der einigen, der kräftigen Unterstützung des Magistrats 
und der Stadtverordneten bei der Lösung der Ihnen obliegenden grossen 
Aufgaben können Sie — das spreche ich mit Sicherheit aus — voll 
ständig versichert sein. Sie haben bereits in früheren Jahren den 
AmtSeid geleistet, und ich bitte Sie, unter Hinweisung auf diesen Amts 
eid, mir als Versprechen der treuen und gewissenhaften Erfüllung 
der Pflichten Ihres neuen Amtes an Eidesstatt die Hand zu geben. 
(Stadtbaurath Hobrecht leistet den Handschlag.) 
Ich überreiche Ihnen nunmehr die von der Stadtverordneten-Ver- 
sammlnng ausgefertigte Bestallung und bitte Sie, freundlichst fortan 
am Magistratstisch Platz zu nehmen. 
Vorsteher: Es ist mir Bedürfniß, hochgeehrter Herr Baurath, 
in diesem Augenblick Ihnen Namens der Stadtverordneten-Versaminlung 
zu danken für die großartigen Bauten und Anlagen, welche Sie zur 
Reinigung und Entwässerung unserer Stadt geschaffen haben. 
Am 15. Mai 1873, nachdem durch Ihre technischen Vorarbeiten 
die Entscheidung der Kanalisationsfrage ermöglicht war, hat die Ver 
sammlung beschlossen, Ihnen als Chef-Ingenieur die Ausführung der 
Kanalisationsbauten zu übertragen. Sie haben somit eine 12 jährige
	        

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