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Illustrirtes Panorama (Public Domain) Ausgabe 5.1865 (Public Domain)

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fullscreen: Illustrirtes Panorama (Public Domain) Ausgabe 5.1865 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Adreß-Kalender für die königl. Haupt- und Residenzstädte Berlin und Potsdam, sowie Charlottenburg : auf das Jahr ...
Publication:
Berlin: Heymanns 1914
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
105 (1819)-200 (1914)
ZDB-ID:
2846413-8 ZDB
Previous Title:
Adreß-Kalender der Königlichen Hofstaaten der Obersten Staats-Behörden und der Provincial- und deren Unter-Behörden in den Königlich Preußischen Haupt- und Residenz-Städten Berlin und Potsdam für das Jahr ...
Succeeding Title:
Adreßkalender für die Königlichen Residenzstädte Berlin, Potsdam, Charlottenburg und die Städte Berlin-Schöneberg, -Wilmersdorf, -Lichtenberg, Neukölln sowie für die Gemeinde Berlin-Dahlem
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Collection:
Berlin Address Directories
Address Calendars (1818-1918)
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1901
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-12241787
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
Zs 142:187.1901
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Address Calendars (1818-1918)

Chapter

Title:
Zweiter Abschnitt. Potsdam

Chapter

Title:
Staats-Behörden und deren Ressorts

Contents

Table of contents

  • Illustrirtes Panorama (Public Domain)
  • Ausgabe 5.1865 (Public Domain)
  • Title page
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12
  • Heft 13
  • Heft 14
  • Heft 15
  • Heft 16
  • Contents
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Full text

INustriries Panorama 
539 
Dies gelang endlich dadurch, daß sie in den Verdacht kam, 
ihm ein Kästchen mit den Familienjuwelen entwendet zu 
haben, und die Modedame gewann einige Aussicht ans Bo- 
tany-Bay. Jedoch das Kästchen ward zufällig im Walde 
aus einem Baume versteckt gesunden und Emma war frei, 
das heißt ganz frei und von allen Mitteln entblößt. Sie 
wendete sich wiederum nach London. 
Die nun für die spätere Lady und intime Freundin 
einer Königin folgende Periode war jedenfalls die trübste in 
ihrem Leben und das schwärzeste Blatt in ihrer Geschichte. 
Denn Emma Lyon sank so tief, daß sie kein Obdach hatte 
und ihre Reize, in Lumpen gehüllt, auf der Straße feil bot. 
In diesem Zustande fand sie der berüchtigte Charlatan 
Graham und beschloß, aus ihrer Schönheit Capital zu schla 
gen, indem er sie, nur dünn verhüllt, als Göttin der Ge 
sundheit (Hygiea) vor sein Quacksalber-Laboratorinin stellte. 
Der Zulauf, den der weise Mann durch seine geniale Idee 
bekam, war ungeheuer, die Bewunderer der schönen Göttin 
zahlreich und der Maler Romney verliebte sich dermaßen in 
sie, daß er ihr seine Hand anbot. Emma, durch so viel 
körperliche und geistige Erschütterungen endlich auf ein Kran 
kenlager geworfen, schien plötzlich das Entwürdigende ihres 
Lebens zu fühlen und durch Annahme des edlen Anerbietens 
auf die Bahn der Tugend zurückkehren zu wollen. Doch 
wieder genese» kehrte auch ihr alter Leichtsinn zurück und sic 
schenkte ihre Gunst dem sich um dieselbe bewerbenden Charles 
Grewille. Dies Verhältniß ward dauernd und sollte, nach- 
denr sie ihrem Liebhaber drei Kinder geboren, noch durch 
die Ehe befestigt werden, als der Abkömmling der edlen 
Warwick's seiner Aemter beraubt und gänzlich rninirt ward. 
Charles wollte sie demungeachtet nicht verlassen,- sondern sen 
dete sie nach Neapel zu seinem Oheim Sir Hamilton, wel 
cher-'am dortigen Hofe Gesandter war. 
Emma lag nichts daran, gegen den Neffen den Onkel 
einzutauschen. Onkel und Neffe schlossen einen geschäfts 
mäßigen Vergleich, wonach Sir Hamilton die Schulden Sir- 
Charles bezahlte und dieser dem Oheim die Geliebte über 
ließ. Emma's Glück war im Steigen und sie suchte dasselbe 
jetzt durch anständiges Benehmen und Ausbildung ihres 
Geistes zu verdienen. Nebenbei bereicherte sie die Welt durch 
Erfindung der sogenannten lebenden Bilder und einiger ver 
führerischer Tänze. Sir Hamilton aber beschloß, sich mit ihr 
zu vermählen und that solches auch wirklich. Emma ward 
Lady Hamilton und als solche der Königin von Neapel vor 
gestellt. 
Die beiden Damen erkannten und begriffen einander 
bald. Der berüchtigte Acton war damals der Günstling der 
Königin. Lady Hamilton schlief häufig in demselben Zim 
mer mit der Königin, und die Fama sagt, noch Jemand 
anders bei allen Beiden. Lady Hamilton gewann politischen 
Einfluß und ihr soll England Nachrichten verdanken, wodurch 
es zur rechten Zeit ans die europäischen Verhältnisse einwir 
ken konnte. Sie war eine gefeierte Dame im Reiche Neapel. 
Ein neues Leben für sie begann, als der Held Nelson 
sich an ihren Triumphwagen spannte und Sir Hamilton, diö 
Lady und der Seeheld, eine so innige Freundschaft schlossen, 
wie sie nicht inniger sein konnte. Nach dem Frieden gingen 
alle Drei nach London, aber man mißbilligte das zwischen 
den drei Personen obwaltende Verhältniß allgemein laut, und 
als die Lady einer Tochter Nelson's das Leben gab, traf sie 
die allgemeine Verachtung. Nach Hamilton's Tode bezog die 
Lady ein Landgut, welches Nelson für sie gekauft hatte. Als 
dieser jedoch gefallen, überließ sie sich einige Zeit hindurch 
wieder ihren alten Neigungen, verarmte und zog sich mit 
ihrer Tochter und einer kleinen Pension nach Frankreich zu 
rück, wo sie 1815 starb. 
Das ist eine Laufbahn! 
Die Urtheile über diese merkwürdige Frau sind verschie 
den. Ihre wohl selten von vornherein beabsichtigten Erfolge 
soll sie weniger ihrer Schönheit, als ihrem Benehmen und 
der Kunst, sich vortheilhaft zu präsentiren, verdankt haben. 
Wie wenig Moralität sie trotz des zuletzt gewahrten Scheins 
besaß, zeigt sich durch Herausgabe der von Nelson an sie ge 
richteten Briese, einer Correspondenz, die schamlos genannt 
zu werden verdient und deshalb auch einen unangenehmen 
Fleck auf den Charakter des gefeierten Helden wirft. 
Emma Lyon, auch Harte genannt, hätte unzweifelhaft 
den Höfen der französischen Ludwige Ehre gemacht. 
C. S. 
Der Mordverdacht. 
Crimiual-Fall 
bearbeitet und mit einer kleinen instructiven Einleitung »ersehen 
l von 
Carl Schmcling. 
(Fortsetzung.) 
Wir geben uns so gerne der tröstlichen Ansicht hin, daß 
unser Geschlecht sich nach und nach auf eine immer höhere 
Stufe der Cultur, Civilisation und Bildung hinauf arbeite, 
daß die Menschheit besser, Gott gefälliger und des Himmels 
würdiger werde. Einzelne Momente im Leben des Ge 
schlechts-sind auch wirklich dazu angethan, diese Meinung zu 
bestätigen. Man sieht ordentlich, ivie das geistige Leben an 
dieser oder jener Stelle, mit einem plötzlichen Rucke, mit 
einem Riesenschritt, um ein halbes oder ganzes Jahrhundert 
gegen sonst fortstürmt und wie von dieser Stelle aus sich 
allgemach das so plötzlich aufglimmende Licht über den Erd 
ball verbreitet. 
Es gibt aber auch noch eine andere Ansicht, welche 
sich keineswegs dazu bekennt, daß wir einst alle schon auf 
Erden den Engeln gleich, ohne Fehl und Schuld, umher 
laufen, sondern die das Schwanken des Meuschengeistes mit 
dem Meere vergleicht, welches heute in wogender Bewegung 
dem Laude Vortheile abringt, um morgen dieselben wieder 
auszugeben — und diese Ansicht hat, wenn man so sagen 
darf, die Praxis für sich. 
Der Zug der Völkerbewegungen, die Völkerwanderun 
gen, gingen, seit wir eine Geschichte haben und auch noch 
heute, von Ost nach West; der Zug der Cultur nahm ehe 
dem ebenfalls diesen Weg; doch unverkennbar geht diese 
Strömung jetzt in entgegengesetzter Richtung und wieder 
zurück, wird ihr der Wandertrieb des Geschlechts einst eben 
falls folgen? 
Sehen wir die Sache genau au, so finden wir, daß, 
trotz aller Erfindungen neuerer Zeit, die Römer und Griechen 
uns in vielen Sachen voraus waren, dasselbe Verhältniß 
fand zwischen diesen und den älteren asiatischen Reichen statt 
68'
	        

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