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Berliner Adreßbuch (Public Domain) Ausgabe 1895 (Public Domain)

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Bibliographic data

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Periodical

Title:
Adreß-Kalender für die königl. Haupt- und Residenzstädte Berlin und Potsdam, sowie Charlottenburg : auf das Jahr ...
Publication:
Berlin: Heymanns 1914
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
105 (1819)-200 (1914)
ZDB-ID:
2846413-8 ZDB
Previous Title:
Adreß-Kalender der Königlichen Hofstaaten der Obersten Staats-Behörden und der Provincial- und deren Unter-Behörden in den Königlich Preußischen Haupt- und Residenz-Städten Berlin und Potsdam für das Jahr ...
Succeeding Title:
Adreßkalender für die Königlichen Residenzstädte Berlin, Potsdam, Charlottenburg und die Städte Berlin-Schöneberg, -Wilmersdorf, -Lichtenberg, Neukölln sowie für die Gemeinde Berlin-Dahlem
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Collection:
Berlin Address Directories
Address Calendars (1818-1918)
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1888
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-12342161
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
Zs 142:174.1888
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Address Calendars (1818-1918)

Chapter

Title:
Erster Abschnitt. Berlin

Chapter

Title:
Kommunal-Verwaltung von Berlin

Contents

Table of contents

  • Berliner Adreßbuch (Public Domain)
  • Ausgabe 1895 (Public Domain)
  • Berliner Adreß Buch für das Jahr 1895 Erster Band
  • Kalender für 1895
  • Allgemeine Inhalts= Uebersicht
  • Berichtigungen und währende des Drucks eingetretene Veränderungen
  • I. Alphabetisches Verzeichniß der Einwohner Berlins mit Angabe ihres Standes und ihrer Wohnungen einschließlich sämmtlicher kaufmännischen Firmen
  • Theaterpläne
  • Geschäfts- Anzeigen
  • Berliner Adreß Buch für das Jahr 1895 Zweiter Band
  • Inhalts= Uebersicht
  • II. Verzeichniß sämmtlicher Häuser Berlins mit Angabe der Eigenthümer und Miether, sowie der Querstraßen, welche jede Straße begrenzen oder durchschneiden
  • III. Verzeichniß der Einwohner Berlins nach ihren Erwerbs= Berufszweigen laut den eigenen Angaben der Betreffenden
  • IV. Königl. Haus u. Königl. Hof, Behörden, Kirchen u. Schulen, Anstalten, Gesellschaften u. Vereine, Zeitungen u. Zeitschriften
  • A. Königl. Haus und Königl. Hof
  • B. Deutsches Reich
  • C. Preußische Staats= Behörden
  • D. Provinzial= Behörden
  • E. Gemeinde= Verwaltung von Berlin
  • F. Kirchen und Schulen
  • G. Anstalten, Gesellschaften und Vereine
  • H. Zeitungen und Zeitschriften
  • Anhang
  • Nachschlagebuch für Reisezwecke 1895
  • V. Umgebung von Berlin

Full text

SehensMrdiWte». — 195 — „ , SehruswÜrdigkeitul. - -IV. T. 
SMan betritt dasselbe in der Mille der Wisciit, wo eine fttcitrtppe in 
Verbind mg mit tin;t Ziampe zum Hanpigeschoß rmporfüljtt, durch eine Bor- 
bivic, einen adjlcifincn finpucltaum von ca. 21 m Durchmesser und 25 m 
vtdfic. A» diesen Raum au'chlirtzeild, find mit Tonnengewölb it Überspannte 
'JauglinHen angelegt, welch' ansammelt mit dein .'luppcltaum eine Ü&mbrl- 
iiollc von 90m Sftuge WDft. b'c eilte stnfic’st lienitenic Sieibinbiiiig der Er- 
'tistfiniinS’Buinc i»tl> bet Lese- und Gdjreibfhte mit dem groften Sitzirngs- 
lanle und den üb inen (ticsitiiiftetii innen Iicistellt. Für besonders feierliche 
hiclcflciilicitcit bie ct sich als fc licher (zmjjiiiuustoimi von le'tencr Nröfje nnb 
Schönheit, b:c itadi be- Freit eype gegen den jlömn^laf bin öffnende Halle 
mit ihrer großartigen 9iniinuuntimg und monumentaler Gcfloliima dar. 
Das Königliche Schloß ist das bedenleudste Gebäude Berlins, einer der 
inirtitiflflcn KönigSsitze Gntoyn'd, aufgeführt in seinen Haupttlieikcn uon Schlüter 
,!» Stil der schönste» Renaissance. ES bildet ein Viereck mit 2 grobe» Höseu, 
feilen größte Länge lßli,5 Mir., die durchschnittliche Breite I lf) Mir. und die 
Völic mit dein Bittstgeländec iti Mtr. beträgt, ituciiivft. Friedrich II. legte 
jneijt liier 1442 eine Burg an, die Joachim II 1538 niederreißen Utfi, um 
. in neneS Schlosi durch Theiß zu erbauen, wovon »och Ueberteste an der 
ülMcrfeitc vorbanden sind. Das nutet (einen illadifolgeni vollendete Schloß 
verfiel säst während des dreißigjährigen ÄriegcS, imb obgleich der große Kurfürst 
leiniilii war. das Zetstörle wteoer herzustellen, so war es dennoch erst Schlüter 
vorbehalten, aus einer Menge verschiedenartiger Slicile kill Ganzes ju schaffen. 
lliWI winde der Ansang mit der Seite »ach den, Gdiloßplahe aumeiitlirl. Gin 
vciuiifllinttcc Bau am sogen. Münztlnmne zog Schlüter 1702 die Ungnade deö 
-itöiiitjc« zii. lvomitf die Fortsetzung des BaueS Goianbct von ©ötlie üüerttagcii 
nmrdc. Dicset fftlirtc den nach dein Lustgarten vorspringenden Flügel nnb 
Ue Seile an der Schloßfrriheit mit dem Hanvt-Portal an8. Die Schloßkapelle 
mit ier Kuppel ivard 1847 bis 1853 uon ©Inlet und Echadow erbaut, wozu 
tdilieijlich 1862 die Sandsteinfigureil auf dem Srujlgclänbet kamen. Die ®eto- 
lotionen im Innern stammen zutu groben Theil and bet Zeit Friedrichs L 
und seines Nachfolgers. Die Seite nach der Schlosifrcibeit hat eilt liolicä uoc 
IliiiugeudeS Portal, welches nach 6cm Dordilde von dein Triumphbogen deS 
'£ctstmii«8 Devems gebaut ist und dessen Serie uon 12 Säulen getragen wird. 
liebet demselben ist die .Schloßkuppel' erbaut, lieber bet Galerie erbebt sich 
hic kolossale Kuppel, auf welcher sich die von acht Glicnibincn getragene Laterne 
Vejiiibet, Übet weichet aus einet Kugel sich das vergoldete Ämij 70,60 Mit. 
Iioclj erhellt. Sie SBaiTcrfeilc deS Schlosses zeigt nnS Eikernnd Thünlie au6 
dem 15. und 1(1. Jahrhundert: der an der Elke des Schloßplatzes stellende 
‘steil riibrt von dem Ban Joachims II. Iier, an welchen der limlccc iheil 
irr allen Schloßkapelle flößt; der runde Sljimn, früliec der .grüne Huf 
nmaitnt, stammt noch von der Burg Iicr; neben iljm tritt da? vier Fenster 
breite und mit Erkern versehene sogen, .alle Hatts" der Herzogin lieruoc, alt 
6aS sich daS neun Fenster breite von Ncr'nui aufgefüllete tSebfludc und der 
mit zwei Balkönen geschmückt« Flügel anst!)ließt. — Das Schloß liat fünf 
Portale, wovon zwei nach der Liiftgartenfeite, das Hanplportat nach der SthioS- 
f.ciiicit nnb zwei am Sriiloßplatz. Der Eingang zmn 4. Portal an der Lust- 
g.irteiiseitc wird von den beiden trefflichen tiloiiduiiifrigcm geziert: dieselben 
wurden in ‘Jictetdburg nach bett Modellen deS Baron Globt gegossen und vorn 
ttaitcc NikolanS dem -Röntg Friedrich Wilhelm IV. jmu Gescheut gemacht 
Derselbe Gutz findet sich In Neapel am Palazzo Sienle. Zin Süßeren Schloß« 
l'cf ist die Erzgnippc von Jtiß: ,6t. Georg den Drachen töblmb* aufgestellt. 
DaS Innere des ©diloiieS enlliält gegen 700 Zimmer nnb Säle, von 
welchen viele mit fiuiiRiuettcn geschmückt luib bereu bedeutendste dem Publi« 
lum geöffnet sind. 
Im 1. Stockwerk an der Ecke des Schloßplatzes tind bet Wasserfeste war 
die ehemalige Solmung fiönig Friedrich Wilhelm IV., wovon ein Theil 
in der jetzigen Solmung Sr. Majestät des Kaisers SBilhelm II. genommen ist. 
2n.fe  neu eingerichtete Äolmung liegt nach der Giiloiailaftfeite und zwar uon 
Vi'ttal I bij zur Cchlvtzsreiheil, ist neu mit reichen Stuckdecke» und Wand- 
liclkibitngcit ciiiflciidjiel. • 
llelict den Äöuiyskainmeril nach der Liistgailenfeile liegen die Parade- 
lammcm, welche bei bet Wendeltreppe in Mitten deS Sdjlofeljoseä beginnen. 
0)em(ilbe>©nIcric int KSnigUchen Schlok, die Pruchtsüle und 
bie Schlaft-Äavclle. (Geöffnet täglich mit SuSnalnnc der hoben Festtage 
von 10-1 llhr, Sonntags von 11-1 Uhr unter vorheriger Billet-Entnahme 
(50 Ps-> ini zweiten SchloHos links (btini Kastellan.) Diese Gemälde-Galerie 
bildet einen slrelt der Prachlgemücher deS ©chloncü, welche vorn .Sdimeizcrfaal* 
nl'cr dem grossen SchlnterschenPorlalim innern Schlofthose an das dritte Stockwerk 
eet Snslgarten-Seitc einnehmen und mit dem .weiden Saal" und bet „Schloft- 
I<U>enc- über bem Triumphbogen ctibeit. Diese 14 iflmmie sind dein Publikinn 
zuminglich gemacht, äufter denselben giebt eS jedoch noch über 160 Zimmer 
imb Säle im Königlichen Schloß, welche mit etwa 1300-1400 Gemiiiden und 
Kunstwerken geschmückt find. 
Aus dem ©rhrocizerfaal, der zu den älteren Theilen beS Schlosses ge* 
Hirt, tritt man links In die 
1. ffiortammtr, 2. Vorkammer, 3. jtönigSzimmcr. 64 folgen 
(tut nach rechts die jtnrfürflencnlcric. die Sranttamtnet uub K»r- 
fiirsttnjimmtr, nach Weste» Pmchlzimmrr nnb 26le biä zur ehemaligen 
Shell Kapelle, jetzt Kapilel-Saal, aiieiflerfdiöpfiitigeii Schlüters und Hanpt- 
fchmuck beS Schlosses, die Shütcn schwer vergoldet, PlasondS uon Schlüter u. (. w. 
4. Rothe (drap il’or) Kammer. Ueber dem Kami» Hantreliei von 
Giilüter, an bet westlichen ficnslctfeilc 2 silberne Kandelaber mit Tisch u. 
Suse von Silber auf gemeinsamen Unlerfah. Eeichenk bet Stadt Berlin an 
dcn bochseügm Kaiser Friedrich zu befielt LermStzliingLseier. 
5. 0toilic-(Siranbenbur(i.) Siblct-.!tainmer. Prachtvolle Spiegel, 
oh der illotdrocflfcite silberne Prachinhr, Geschenk der Provinz Posen znt Set« 
imililungSfeict Sr. Majestät bc5 jetzt tcflictctueit Kaiser-:. Die Tapete besteht 
«i'S (rideiiem Damast (iveifiet Seuaiitine mit ffialdnuiflcm), worin auf weiften 
’eiPcttctt Wavpenschildeot der Holienzollernsche Adler in Chcmlle. — Gemälde: 
stoßet Kurssleft von Gnmpjoufen (1871). 
ü. Der Ritter- oder Thronsaal. Dieser in korinthischem Stil ge« 
Miene Saal bildet den Haupt-Prachtsaal beS Schlosses. Unter feinem Thron- 
mmmcl bet runbe, silberne, mit goldenen Figuren und Edelsteinen verzierte 
Cchllb. HulbigungSgeschenk der Stab! Berlin an Friedrich Wilhelm IV. — 
Ueber den vier Thüre» HanlreliefS von Schlüter, vier Gibtheilc barflelleiib. 
- Kopie des silbernen GljorS, Metstmverk Sdjlüter's (bad massive Original 
während bei 7jährigen flnegcö znt SJlüiue gebrach». - Großes Büffel mit 
@e*fl|im aus tnaflivem Silber und vergoldet, in Augsburg angefertigt, mit 
dem riesigen silbernen Bicrfrug auS dem LabakS-Kollegium. Jtionlendiiee von 
öergkqstall auS bem NcichStagS-Saal in Worrns. — Silberne öcbiWnifi« 
efiulceon ben Offizieren des Heeres zuni 00. Dienstjubiläum des Kaisers Wilhelm I. 
Milkt. Ättf (tiiern 3% Fuß hohen Sockel von biintlcni Granit erhebt sich 
bis mit dem Postament 2,8 Mtr. hohe Gäule, atif welcher eine Borussia. 
7. Schwarze-Adler-Kammer. Großer silberner Pokal nach der Zeich¬ 
nung Echinkei'S znt Erinnerung an baä Fest bet .weiften tfiofe“ angefertigt. 
— Bilbuift Friedrichs beS Großen von Gamphautcn 1870. 
8. Rotlic Sammet-Kammer, Porträt KöitigS Friedrich I. ie. 
9. Ehemalige alte Kapelle, letzt Kapitel-Saal des Stlnuarzcit 9161er 
OrdeuS ntil bett Wappenschildern der lebenden Rittet beä hohen O.deitS. 
Historisches Gcmälbc uojt ». v. Werner. 
10. Silber-Galerie, 64,34 Mtr. lang, 7,53 breit, 9,42 hoch, mit 45-oor- 
jüglidicn meist grossen Silbern imb Porträts. x 
11. Der neue Maunesaal. 
12. KSnigin-Geniach. 
13. Der Weifte Saal, 32,30Mir. lang, 15,70 breit. 12,88 hoch, in! den 
12 Marniorstatnen bet Kiirsiirste» u. EggerS und einer Viktoria v. Rauch (fitzend). 
14. Treppenhaus mit 4 Kaisnftatnen von BggctS: Jul. Caesar, Kon¬ 
stantin. Karl der Große und Nudolph 1L 
15 Die Schloß-Kapelle 1847—1853 nach Angaben Friebrlch Wil¬ 
helms IV. von ©tfiler und Schadow erbaut. Das Innere (Kuppel) mißt 
34,51 Mir. in der Höhe und unten 22,21 Mtr. zu 20,05 Mtr., am Knpvelansatze 
22,3« zu 20,71) Mtr. int Durchmesser und hat Raum für 700 Sitzplätze neben 
breiten Gängen. Der Fnftboben bestellt auS Marmotniosaikcn. Acht theils 
runde, theils Hache Nischen laufen ringS um die Wand; dieselbe ist unten 
mit Marmorinosaikcn verkleidet,' oben mit FrcSeo-Malercicu auf Goldgrund. 
— Der uon einem Ciboriiim überdachte Altar ist von Säulen und Picllcm 
aus orientai. Alabaster-Monolithen gestützt, welche von Mchrmet Alt geschenkt 
find. In bet Nische kolossales Kreuz aus stark vergoldetem Silber mit großen 
Edelsteinen besetzt, Goldtopasen von 3 Zoll im Dinchmeffer. üliif beiden Sei¬ 
te» Kanzeln von rairaiischrm Marmor. Merkwürdig sind »och die 8 Kande¬ 
laber mit je 250 Kencn auf pompefan. ffltamioc-Säulen von 9 Fuß 
Höhe. Architektonisch interessant ist bet Kuppelbau als solcher, Innenkuppel 
tttit Töpfen gemülbt. Die Saukostcn der Kapelle betragen 1,101,000 Mk., des 
von der Durchfahrt zu ihr hinausführenden Treppenhauses 144,000 Mk. St- 
•sudjSjcit: Täglich v. 10-1 III>r. Sonntags v. 11—1. EiiilrittSgelb 50 Pf. 
zu mohltliätigen Zwecken. 
EchloSMoiibii»« am Monbiiou Platz. Ende beS 17. Jahrh,indertS erbaut, 
biente es Peter bem Großen 1717 gut Wohnung; in 86 Sälen befindet sich 
feit 1878 daS Holienzolletn - Museum, geöffnet von 10-3, Eonu- n. Festtage 
v. 11^—2 llhr. Dor und hinter bem Schloß befinden sich große Gärten, von 
denen der vordere dem Publikum geöffnet ist. 
Schloß Sätetue im Thiergarten au der Spree mit einem großen Pack, 
1785 von dem Piiuzen Ferdinand erbaut, war später Sitz deS PmizenAngiist 
v. Peeufien und wurde nach dem Tode desselben von Sr. SUiai. d. Kaiser Wilhelm I. 
angekauft. Im Park befindet sich ein Denkmal zum Andenken an die Helbentlmt 
des Prinzen August von Preußen in der Schlacht bei flulni am 30. Anglist 
1813. Ein französisches Geschütz, welches int Schlotzhof aufgestellt ist, erhielt derselbe 
uon König Friedrich Wilhelm III. nach bet Schlacht bei Leipzig zum Geschenk. 
DaS fiiinifll. Schloß zu Charlottcnbnrg leitet seine Entstehung und 
feinen Namen von einem kleinen Garlenfchlossc litt, das die Kntsürstin Sophie 
Eharloltt 10U5 618 1 696 durch Schlüter bei dem damaligen Dorfe Sietzotu er¬ 
richten lieft. Slatb bereit Tobe lieft König Friedrich L von 1706 an das Schloß 
• durch Frhrn. v. Eofander etmeitem. 
Eine abermalige Erweiterung cihielt dasselbe in ben RcgiccnugSjaftrcn 
Friedrich d. Ge. (1740—1742) durch G. v. 5ti,:bcl8botff. Unter SSniji Fried¬ 
rich Wilhelm n. wurde 1788 daS Schloßtheater angebaut, wodurch die Front 
der Anlage bie Sängt von 505 Mtr. erreichte. Zm Park unweit beS Spree- 
«fers errichtete 2anaho»8 ein sehr stattliches, als Thee-Pavillon (angeblich auch 
mit Vorliebe zu bett banialS beliebten Geister - Beschwörungen) benutztes Bet- 
ved^re. König Friedrich Wilhelm I1L lieft 1310 durch Geutz das Mausoleum 
([. Denkmäler) und 1825 durch Schiukel ein kleines KavalictHauS erbauen. 
S»Io66rim«eif auf dem Schloßplätze. In der Axe be8 Portals bei 
Königlichen Schlosses uub int Zuge bet Sreilesttafte ist nach ben vorn Pros. 
Reiniiold Scgaä gefertigten Modellen bet ©iiringbruinten rrtichiet, welchen bie 
Slubt Berlin Er. Majestät dem Kaiser WilHelin II. als ÄildigungSgeschcnk dar¬ 
gebracht Hat. — Ein Snfclpcrron von tot. 22 Mir. Durchmesser nimmt bar 
durchweg imleikellctle Brnmienbecke» aus, zu welchem vorn Pe>ron auB 2 Granit- 
stufen liinauifnlircn. D.-t Stand des Beckens ist aus rothem schwedischem Granit 
uon bet Fiima ffiolfcl & Herold in Sntjtcull) ausgeführt. Auf dem Seifen- 
taube uno zwar m den beiden unter 45« gegen die StSloBftont geneigten Sljen 
tuljeit 4 uiciblichc Figuren, durch welche die 4 Sauvlftrome dargestellt werden: . 
Rhein und Weichsel auf bet östlichen, Oder und Eide auf der westlichen ©eile 
6:5 Brunnen;. In der Mitte dc4 Seitens thront aus einem fseläbau Neptun. 
Zwei gewaltige Mufchellchaaleu, dem Mceicsgoltc als Fulischeinel uub zugleich 
einet muiilettn fliiabeufdiaat als Tnnnnciplatz dienend, werden von 4 Tritonen 
cmporgcljallcn. Am Fuße der Gruppe entsteigen auf der Vorderseite eine 
Echildlräle und ein RiescukccbS. auf bet Rückseite ein DclopuS dein Wasser. 
Um die Mittelgruppe sind int Serien ein Krokodil, eine Schlange, ein Sctlöiue 
und eine Söiloktölt atuppitt. Die Rands,giiren. sowie d:e Alittelarnppe und 
die 4 THicrfigttreit find nu5 Srouze von der Altien-Gefellschast uoimals 
6. Wladenbeck & Sohn in Friedrichshagen bei Berlin grossen. Die Auf« 
fteOung beä Springbrunnens ist im Sommer 1891 erfolgt. 
Die Ling«AkadcmIe,am Festungögrahen und Kastanienwäldchen. im qrir« . 
chlschen Tempelstil etbaiit uon flltmer 1825—27. Der Hauptfnal, 26,5 Mir. 
lang, 13.25 Mir breit und 10 Mir. hoch, faßt mit bem Vorfaal 1200 Peifonen 
und ist berühmt wegen seiner vorzüglichen Akustik. 
Stänlfll. Sternwarte, Eucke Platz 3 a., erbaut 1835 von Schinkel. Seht 
sehen8werth ist der Meridiankreis uon Pistot & Martins tu Berlin imb der 
große Bitfiaktot von Frnueiilinfer in München. 
Geöffnet Mittwochs und SonnabrnbS uon 9—11 Uhr Bonn. 
flönlgl. Technische Hochschule zu Berlin, Eljarlotlenbiirg. Berlinerstr. 15L 
Ein auSflcbelintet Neubau: baS Hauptgebäude nach den Entwürfen von fiutat 
und Hitzla, das chemische Laboratorium nach RaschbonsS Entwurf errichtet und 
am I. vkt. 1881 in Benutzung genommen. . . 
Die Technische Hochschule besitzt eine Bibliothek uon ra. 50,000 Bänden mit 
ca. 150 Zeitschriften! außerdem sind mit der Technischen Hochschule verbunden: 
a) Die Königl. mechaii- techlt. VersuchS-Anstalt. 
t) Die Stdnifll. Prüf. Etat. s. Baninalerialie». 
Bon den Sammlungeit sind dem Publikum zugänglich: 
1. Seiitb'Sdjinte(-3)Ziiscuin. Monlag u. Freilag 10—3, Dienstag u. Don¬ 
nerstag 12-3, Mittwoch 10—12. 
2. Sammlung von Gvpsabgüfsen, Sonnabend v. 10-12. 
8. Gallcnbadi • Sammlung, Montag u. Freitag 10-3, Dienstag u. Don« 
nerflag 12-3, Mittwoch 10-12.
	        

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