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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Title:
Adreß-Kalender für die königl. Haupt- und Residenzstädte Berlin und Potsdam, sowie Charlottenburg : auf das Jahr ...
Publication:
Berlin: Heymanns 1914
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
105 (1819)-200 (1914)
ZDB-ID:
2846413-8 ZDB
Previous Title:
Adreß-Kalender der Königlichen Hofstaaten der Obersten Staats-Behörden und der Provincial- und deren Unter-Behörden in den Königlich Preußischen Haupt- und Residenz-Städten Berlin und Potsdam für das Jahr ...
Succeeding Title:
Adreßkalender für die Königlichen Residenzstädte Berlin, Potsdam, Charlottenburg und die Städte Berlin-Schöneberg, -Wilmersdorf, -Lichtenberg, Neukölln sowie für die Gemeinde Berlin-Dahlem
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Collection:
Berlin Address Directories
Address Calendars (1818-1918)
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1879
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-10954377
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 6/10:1879
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Address Calendars (1818-1918)

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1, 11. Juni 1981
  • Nr. 2, 25. Juni 1981
  • Nr. 3, 2. Juli 1981
  • Nr. 4, 16. Juli 1981
  • Nr. 5, 10. September 1981
  • Nr. 6, 24. September 1981
  • Nr. 7, 28. September 1981
  • Nr. 8, 8. Oktober 1981
  • Nr. 9, 22. Oktober 1981
  • Nr. 10, 12. November 1981
  • Nr. 11, 26. November 1981
  • Nr. 12, 10. Dezember 1981
  • Nr. 13, 19. Dezember 1981
  • Nr. 14, 22. Januar 1982
  • Nr. 15, 28. Januar 1982
  • Nr. 16, 11. Februar 1982
  • Nr. 17, 25. Februar 1982
  • Nr. 18, 11. März 1982

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
4. Sitzung vom 16. Juli 1981 
A 
146 
(A) Präsident Rebsch: Ich rufe nunmehr auf die Mündliche Anfrage 
des Abgeordneten Momper über 
Schußwaffen und Brand im Hause Mittenwalder 
Straße 45 
Das Wort hat der Abgeordnete Momper. 
Momper (SPD); Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich 
frage den Senat: 
1. Haben die zuständigen Behörden die Aussagen von Bürgern 
aus Häusern um die Mittenwalder Straße 45 protokolliert und nach 
geprüft, wonach die Wachmänner im Hause Mittenwalder 
Straße 45 mit scharfen Waffen (Pistolen) ausgerüstet sind? 
2. Trifft es zu, daß es sich bei dem Brand in dem Haus Mittenwal 
der Straße am 23. Juni 1981 nach dem derzeitigen Ermittlungs 
stand der Behörden um Brandstiftung handelt und zum Zeitpunkt 
des Brandes sich nur die Männer des Wachunternehmens in dem 
abgeriegelten Haus befanden? 
Präsident Rebsch: Zur Beantwortung Herr Senator Lummer! 
Lummer, Bürgermeister und Senator für Inneres: Herr Präsi 
dent! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Momper, die Frage 
bezieht sich offenbar auf Vorfälle in der Nacht zum 12. Juni 1981. 
Aufgrund dieser Vorkommnisse sind fünf Anzeigen gefertigt wor 
den - drei Anzeigen stammen von einem Bürger, und zwar wegen 
versuchten Totschlags, Begünstigung im Amt und Verweigerung 
der Nennung des Namens des Einsatzleiters. Auch Angehörige des 
Wachschutzes haben eine Anzeige erstattet. Sie teilten der alar 
mierten Polizei mit, daß unbekannt gebliebene Personen von der 
Straße her in das Gebäude geschossen haben sollen. Die Wach 
männer, die ja nicht dem Wachschutz angehören, wurden bisher 
nicht auf den Besitz scharfer Waffen hin untersucht; in allen Fällen 
(B) aber - und das ist die konkrete Antwort - wurden inzwischen Er 
mittlungen aufgenommen. 
Zu 2; Bei dem Brand am 23. Juni 1981 ist eine Brandstiftung 
nicht auszuschließen, aber auch zur Zeit nicht nachzuweisen. Da im 
Haus Bauarbeiten durchgeführt werden und der genaue Zeitpunkt 
des Brandausbruchs nicht feststeht, besteht die Möglichkeit, daß 
sich außer den Angehörigen des Wachunternehmens auch andere 
Personen im Haus befanden. Die Ermittlungen dauern an. 
Präsident Rebsch: Erste Zusatzfrage, der Abgeordnete 
Momper! 
Momper (SPD); Herr Senator, sind Sie bereit, zur Kenntnis zu 
nehmen, daß der örtliche Abschnittsleiter inzwischen nach dem, 
was er mir gesagt hat, überprüft hat, ob scharfe Waffen vorhanden 
waren, mit dem Ergebnis; Es sind keine scharfen Waffen. - Ich 
freue mich, daß ich Ihnen eine Information geben kann. 
Meine eigentliche Frage zielt aber in der Tat auf den 12. Juni ab: 
Trifft es denn nach dem Ermittlungsstand zu, daß dort ein Backstein 
von den Wachmännern aus dem Haus herausgeschmissen worden 
ist und nur knapp ein kleines Kind verfehlt hat? Das muß doch wohl 
anhand der Zeugenaussagen feststellbar sein. 
Präsident Rebsch; Zur Beantwortung Herr Senator Lummer! 
Lummer, Bürgermeister und Senator für Inneres: Das alles mag 
sein, Herr Kollege Momper, nur bevor nicht die Ermittlungen abge 
schlossen sind, vermag ich nicht, mir die Unterlagen heranzuholen, 
um Ihnen Teilergebnisse mitzuteilen. Dafür bitte ich um ein bißchen 
Verständnis. Wir haben immer den Grundsatz gehabt, daß wir in 
solche schwebenden Dinge nicht eingreifen, und das sollten wir 
auch hier tun. Was hilft denn in diesem Moment eine solche Infor 
mation im Detail, wenn Sie in absehbarer Zeit alles erfahren können. 
Präsident Rebsch: Weitere Zusatzfrage - Herr Momper! 
Momper (SPD): Herr Senator, ich bedaure Ihre mangelnde Infor 
mation, ich bedaure sie insbesondere deshalb, weil ich Sie frage: 
Welche Maßnahmen haben Sie zur Gefahrenabwehr rund um das 
Haus ergriffen? Die Bevölkerung dort ist beunruhigt und will wis 
sen, ob sie zukünftig vor solchen Vorfällen, die nach den mir be 
kannten Aussagen von Mietern auch stattgefunden haben, wirksam 
geschützt ist, und das muß Sie doch wohl betreffen. 
Präsident Rebsch: Zur Beantwortung - Herr Senator Lummer! 
Lummer, Bürgermeister und Senator für Inneres: Er hat sein Be 
dauern zum Ausdruck gebracht, das nehme ich zur Kenntnis, und 
die Polizei wird natürlich alles tun im Rahmen ihrer Möglichkeiten, 
um die Bevölkerung zu schützen bei solchen Angelegenheiten wie 
auch bei Demonstrationen. 
[Beifall bei der CDU] 
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fei 
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de 
Präsident Rebsch: Nächste Zusatzfrage - Herr Dr. Jänicke! 
Dr. Jänicke (AL); Herr Senator, sind Sie bereit, mit der gleichen 
Vorsicht und Zurückhaltung, die Sie hier walten lassen, künftig auch 
Aussagen über die Alternative Liste zu machen? 
Präsident Rebsch: Herr Senator Lummer! 
Lummer, Bürgermeister und Senator für Inneres: Aber ganz 
selbstverständlich! Meine Ausführungen über die Alternative Liste 
sind auch immer sehr sorgfältig abgewogen und zutreffend. 
[Gelächter bei der AL - Beifall bei der CDU] 
,vc 
B e 
ne 
! - 
Präsident Rebsch: Das Wort zu einer weiteren Zusatzfrage hat 
der Abgeordnete Momper. 
Momper (SPD): Herr Senator, ich frage Sie noch einmal: 
Welche Maßnahmen gedenken Sie nunmehr konkret zu ergreifen, 
um die umliegenden Bürger vor geworfenen Backsteinen aus | 
diesem Haus, aber auch vor dem Abschießen von Signalmunition (rls 
oder irgend so etwas, was kracht und blitzt und aus dem Haus ge 
schossen worden ist, zukünftig zu schützen? Was konkret, bitte?: | 
Präsident Rebsch: Zur Beantwortung - Herr Senator Lummer 
Lummer, Bürgermeister und Senator für Inneres: Herr Präsi- y 
dent! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Momper, Ermittlungs- j 
ergebnisse werden ausgewertet, und daraus werden die Konse-1 
quenzen gezogen. Dies war ein Vorgang - ich hoffe, es war und \ 
bleibt ein einmaliger. Sollten sich aus den Ermittlungen Notwendig-, j 
keiten ergeben, eine verstärkte Beschützung des Objekts vielleichtJ 
im Interesse beider Seiten vorzunehmen, dann werden wir das auch 
tun. 
Präsident Rebsch; Das Wort zu einer weiteren Zusatzfrage hat f 
der Abgeordnete Momper. 
Momper (SPD): Herr Lummer, sind Sie bereit, zur Kenntnis zu < 
nehmen, daß es hier um den Schutz der Menschen und nicht um 
den des Objektes geht? Wie wollen Sie die Sicherheit in der Mitten 
walder Straße garantieren, wenn Sie nicht einmal den Ermittlungs 
stand als zuständiger Senator für Sicherheit und Ordnung präsentT 
haben? Können Sie mir dies einmal erklären? 
Präsident Rebsch: Herr Senator, bitte!
	        

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