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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 80.1930 (Public Domain)

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fullscreen: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe 80.1930 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Adreß-Kalender für die königl. Haupt- und Residenzstädte Berlin und Potsdam, sowie Charlottenburg : auf das Jahr ...
Publication:
Berlin: Heymanns 1914
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
105 (1819)-200 (1914)
ZDB-ID:
2846413-8 ZDB
Previous Title:
Adreß-Kalender der Königlichen Hofstaaten der Obersten Staats-Behörden und der Provincial- und deren Unter-Behörden in den Königlich Preußischen Haupt- und Residenz-Städten Berlin und Potsdam für das Jahr ...
Succeeding Title:
Adreßkalender für die Königlichen Residenzstädte Berlin, Potsdam, Charlottenburg und die Städte Berlin-Schöneberg, -Wilmersdorf, -Lichtenberg, Neukölln sowie für die Gemeinde Berlin-Dahlem
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
Collection:
Berlin Address Directories
Address Calendars (1818-1918)
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1860
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Berlin:
B 6 Allgemeines: Adressbücher
DDC Group:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-12235310
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
Zs 142:146.1860
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Address Directories
Address Calendars (1818-1918)

Chapter

Title:
Zweiter Theil. Adreß-Kalender von Potsdam

Chapter

Title:
Hofstaat Sr. Majestät des Königs

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe 80.1930 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • H. 1
  • H. 2
  • H. 3
  • H. 4
  • H. 5
  • H. 6
  • H. 7
  • H. 8
  • H. 9
  • H. 10
  • H. 11
  • H. 12

Full text

2, Die Eisenbahnanlagen nach der UmgestaUung. 
(Abb. 2.) 
Die ersten Entwürfe für die Umgestaltung be 
schränkten sich auf den ältesten und besonders ungün 
stigen Ostbahuhof, Bereits bei diesen Entwürfen wurde 
mit der Möglichkeit einer Einbeziehung der ostpreußi 
schen Südbahn in den neu auszugestaltenden Bahnhof 
gerechnet. Nach der Verstaatlichung dieser Bahn im 
Jahre 1903 erstreckten sich die Planungen dann auf die 
gesamten Anlagen südlich des Pregels und die Einführung 
auch der Pillaucr und Labiauer Strecke in den neu zu 
schaffenden zentralen Hauptbahnhof. Der Entschluß, die 
Eabiauer Linie nördlich des Pregels zu verlegen und auf 
dem durch die Beseitigung der Festungswerke frei ge 
wordenen Gelände näher an den Stadtkern heran- 
zuschiehcn, wurde erst später gefaßt, als die Arbeiten 
südlich des Pregels bereits im Gange waren. Es war von 
vornherein klar, daß eine befriedigende Lösung 
nur möglich war, wenn der auch aus Gründen der Stadt- 
erweiterungsmöglichkeit dringende Wunsch der Stadt 
Königsberg auf Beseitigung des veralteten und militärisch 
wertlosen inneren Festungsgürtels in Erfüllung ging. Die 
sehr schwierigen Verhandlungen zwischen der Stadt und 
dem Militärfiskus, die gleichzeitig mit der Bearbeitung 
der Entwürfe für die Neugestaltung der Eisenbahn- 
anlagcn liefen, führten erst im Jahre 1910 zum Abschluß 
eines Vertrages, der den Wünschen der Stadt nncl der 
Eisenbahnverwaltung entsprach und das notwendige Ge 
lände für die neuen Bahnanlagen freimachtc. 
Inzwischen hatten auch die vorbereitenden Entwurfs- 
arbeiten so gefördert werden können, daß nach Bewilli 
gung der erforderlichen Mittel durch den preußischen 
Landtag und nach der Aufstellung der Ausführungs 
entwürfe im Jahre 1912 mit den Bauarbeiten begonnen 
werden konnte, die dann nach Unterbrechung durch die 
Krieg^jahrc und nach Verzögerung durch die Folgen des 
Krieges freilich erst im Jahre 1929 so weit beendet werden 
konnten, daß in der Nacht vom 18. zum 19. September die 
alten Königsberger Staatsbahnhöfe ihre Pforten schlossen 
und der Verkehr auf die neuen Anlagen umgeleitet 
wurde. Etwa ein Jahr früher war bereits der neue Güter 
bahnhof im Norden der Stadt einem bei der rasdien 
Ausdehnung der Stadt, besonders in nordwestlicher 
Richtung, dringenden Bedürfnis entsprechend eröffnet 
worden. Noch früher, sdion während des Krieges, waren 
auf dem durch die Beseitigung des Forts Erieclridishurg 
gewonnenen Gelände neue Freiladestraßen des Ostgüter 
bahnhofs angelegt und in Benutzung genommen, die für 
den starken militärischen Güterverkehr ganz besonders 
notwendig waren. 
Maßgebend für die gesamte Umgestaltung der Bahn 
anlagen war die Lage des neuen Zentralbahnhofs. Wollte 
man im Rahmen erschwinglicher Geldmittel bleiben und 
das gesamte städtische Verkehrsbild nicht vollständig 
ändern, so mußte man den neuen Hauptbahnhof in müg- 
lidiste Nähe der für den Verkehr besonders wichtigen 
alten Bahnhöfe der Ost- und Südbahn legen. 
An eine Verschiebung des Mittelpunktes des Eisen 
bahnpersonen Verkehrs in die nördlichen Stadtteile, etwa 
in die Gegend des heutigen Nordbahnhofs, ist bei der in 
das erste Jahrzehnt des Jahrhunderts fallenden Plan- 
gestaltung ernstlich wohl nie gedacht worden. Entwürfe 
dieser Art sind wenigstens nicht aufgestellt worden. Die 
über Erwarten starke Entwicklung der Stadt in nörd 
licher, vorwiegend nordwestlicher Richtung ist erst nach 
Beseitigung der Festungswälle besonders in den aller 
letzten Jahren erfolgt. Und auch erst in letzter Zeit sind 
vorwiegend in Kreisen, die nicht der Eisenbahnverwal 
tung angehören, Zweifel aufgetaucht, ob die gewählte 
Lage des neuen Hauptbahnhofs die günstigste sei. Aber 
selbst wenn man die Entwicklung voll vorausgesehen 
hätte, wäre die Entschließung wohl kaum anders aus 
gefallen als im Jahre 1911. Die Heranführung des inner 
städtischen Verkehrs an den Fernbahnhof ist in erster 
Linie Sache der städtischen Verkehrsmittel. Die Eisen 
bahn mußte auch darauf bedacht sein, den Fernverkehr, 
in diesem Fall besonders den großen Durchgangsverkehr 
nach dem Osten, nicht durch die bei Verlegung des Bahn 
hofs nach Norden unvermeidliche Linicnverlängerung um 
schätzungsweise mindestens 10 km zu erschweren. Auch 
an der Kostenfrage wären solche Pläne gescheitert. Die 
Ostbahn hätte auf eine Länge von etwa 20 km vollständig 
verlegt werden müssen. Es wäre auch unmöglich ge 
wesen. den gesamten Verkehr über eine Drehbrücke, wie 
sie jetzt für die Ucberschreitung des Pregels durch die 
Pillauer und Labiauer Strecke erbaut ist, zu leiten. Die 
für die Schiffahrt erforderlichen Ocffnungen dieser Brücke 
wären bei so großer Zugbelastung nicht mehr möglich 
gewesen. Man hätte sich dann zum Bail einer Hochbrücke 
mit außerordentlich kostspieligen Zuführungsrampen, be 
sonders von Süden her, entschließen müssen. Außerdem 
wäre ein zweiter Prcgclübergang Östlich der Stadt not 
wendig geworden. Es wäre auch in unmittelbarer Nähe 
des heutigen Nordbahnhofs kein Platz für die umfang 
reichen Abstell- und Lokomotivanlagen des Zentral- 
bahnhofs vorhanden gewesen, Diese Anlagen hätten 
daher in großer Entfernung vom Ilauptbahnhof geschaffen 
werden müssen, was eine ständige Verteuerung und Er 
schwerung des Betriebes zur Folge gehabt hätte. 
Die Lage des Zcntralbahnhofs im Süden der Stadt in 
unmittelbarer Nälie rlcr alten Hauptbahnhöfe muß daher 
auch heute noch bei gerechter Würdigung aller Belange 
als die richtige Lösung bezeichnet werden. 
Für die grundsätzliche Ausgestaltung des Zentral 
hahnhofs kamen zwei Lösungen in Frage, ein Kopf 
bahnhof etwa an der Stelle der alten Hauptbahnhöfe 
südlich des Pregels oder ein sich tangential an den Stadt 
kern anschmiegendcr Durchgangsbahnhof. 
Da durchgehende Züge nur auf der Ostbahnstrecke 
Berlin—Königsberg—Eydtkuhnen verkehren, wahrend 
die Züge aller Übrigen Strecken in Königsberg endigen, 
hätte ein neuzeitlich ausgebildeter Kopfbahnhof wesent 
liche Betriebserschwernisse nicht gebracht. Der Vorteil, 
daß ein Kopfbahnhof weiter in den Studtmittclpunkt vor 
geschoben werden konnte, wobei allerdings immer das 
zur Verfügung stehende Gelände und der Pregclfluß ein 
weiteres Vordringen als bei den alten Bahnhöfen verbot, 
konnte deshalb nicht sehr hoch bewertet werden, weil es 
möglich war, auch einen Durchgangsbahnhof so nahe an 
den Stadtkern heranzuschieben, daß die Vergrößerung der 
Entfernung vom Stadtmittelpunkt bis zu den Bahnhofs 
gebäuden nur eiwu 500 m betrug. Diese Entfernung 
konnte bei der heutigen Schnelligkeit des städtischen Ver 
kehrs keine Rolle spielen. Anderseits war es bei einem 
Kopfbahnhof, der bei zweckentsprechender Ausbildung 
eine wesentlich größere Längenentwdcklung erhalten 
mußte als die alten Kopfbahnhöfe, nicht möglich, den 
Verschiebebahnhof an seiner heutigen Stellung zu be 
lassen, da die Verbindung zwischen Verschiebebahnhof 
und dem Güterbahnhof der Ostbahn unterbrochen worden 
wäre. Die Anlage eines neuen Verschiebebahnhofs west 
lich der Strecke Berlin—Königsberg wäre also eine un 
bedingte Notwendigkeit geworden. Berücksichtigt man 
außerdem die hohen Kosten und Sdiwierigkoiten, die 
beim Bau eines Kopfbahnhofs durch die Aufrechterhal 
tung des Betriebes entstehen mußten, so war der Ent 
schluß, einen Durchgangsbahnhof anzulegen, der auf 
völlig freiem Gelände ohne jede Störung des Betriebes 
entstehen konnte, nicht schwer. 
Das Empfangsgebuude und der Vorplatz des neuen 
Hauptbahnhofes liegen am südlichen Ende des die Innen 
stadt in etwa nord-südlicher Richtung durchziehenden 
Hauptverkehrsstraßenzuges. Das Planum des Bahnhofs 
wurde auf eine durchschnittlich 5 bis 6 m hohe An 
schüttung gelegt, um eine bequeme schienenfreie Durch 
führung von städtischen Straßen und die schienenfreie 
Kreuzung der Personenzuggleise mit den in Geländehöhe 
verbleibenden Gleisen des Verschiebe- und Güterbahn 
hofs zu ermöglichen. 
f-y 
153
	        

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