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Berliner Revolutionschronik / Wolff, Gustav Adolf (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

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Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

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Rechte vorbehalten - Wahrnehmung der Rechte durch die VG Wort (§ 51 VGG)

Bibliografische Daten

Volltext: Berliner Revolutionschronik / Wolff, Gustav Adolf (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Lichtenberg (Berlin)
Titel:
Verwaltungs-Bericht der Stadt Berlin - Lichtenberg : für die Zeit ... / hrsg. vom Magistrat
Erschienen:
Berlin: Koch 1913
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Erscheinungsverlauf:
1907/1909-1911/1913 ; damit Erscheinen eingestellt
ZDB-ID:
2859852-0 ZDB
Schlagworte:
Lichtenberg
Berlin:
B 770 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksbehörden
Kommunalwissenschaften:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Verwaltung. Politik
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
[1913]
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Fußnote:
1. April 1911 bis 31. März 1913
Berlin:
B 770 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksbehörden
Kommunalwissenschaften:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
Dewey-Dezimalklassifikation:
320 Politik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8312137
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Verwaltung. Politik

Kapitel

Titel:
XII. Straßenreinigung

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  • Berliner Revolutionschronik / Wolff, Gustav Adolf (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))
  • Titelblatt
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erstes Buch. Die Krisis
  • Zweites Buch. Die Revolution
  • Drittes Buch. Die Errungenschaften
  • Viertes Buch. Die politischen Parteien
  • Fünftes Buch. Das Volk und seine Vertreter
  • Sechstes Buch. Das Ministerium Camphausen und die Nationalversammlung
  • Anhang. Verzeichniß der Abgeordneten zur Preußischen Nationalversammlung
  • Farbkarte

Volltext

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Berliner Schützengilde, Deputation der Potsdamer, Magdeburger und anderer Schützengilden. 
Den Zug der nun folgenden Särge führte ein Mitglied des Bestattungs-Komitee, Herr Assessor 
Wache, als Trauer-Marschall an. Ihm folgte der Bezirksvorsteher Drewitz, welcher ein Atlas— 
kissen mit der Inschrift: „Den gefallenen Helden des 18. und 19. März die Frauen und Jung— 
frauen des Neuenmarktbezirkes“ trug; hinter ihm 15 schwarzgekleidete junge Damen aus dem 
Familienverein der Jakobsstraße, deren jede auf einem Kissen einen weißen Kranz trug. Hier— 
auf die Särge, jeder von sechs Männern getragen Zwischen den Särgen waren die Gewerke 
mit ihren Fahnen und Emblemen eingeordnet, indem jedes Gewerk die ihm angehörigen Todten 
führte. In bestimmten Zwischenräumen Musikkorps; unzählige dreifarbige und schwarze Fahnen, 
die „den Barrikadenkämpfern des Frankfurter Thorbezirks gewidmete“ weiße Fahne mit Trauer— 
rand, ein Zug Italiener, unter ihnen die Mitglieder der italienischen Oper, mit der grün-roth— 
weißen Nationalfahne, die polnische Legion mit der roth-weißen und deutichen Fahne, die Fahne 
der Juristen, mit der Inschrift: „Freiheit und Recht“; die Mitglieder der käufmännischen Kor— 
poration, die junge Kaufmannschaft, Bürgerwehrzüge, Bürgerschützen, sie Alle bewegten sich inner— 
halb des Zuges der Särge, der, mit einem schwarzumflorten Kindersarge endend, von dem Stadt— 
verordneten, Kaufmann Gleich, als Trauer-Marschall, geschlossen wurde. Folgt die Geistlichkeit 
aller Konfessionen, die Leidtragenden begleitend, an der Spitze der Bischof Neander und Pre— 
diger Sydow. Hierauf der Rektor und die Dekane der Universität in Amtstracht, die Studi— 
renden, vorauf das Reichsbanner und die deutsche Fahne; eine Abtheilung des bewaffneten 
Handwerkervereins, Marschälle, Büchsenschützen, die Schriftsteller und Lileraten mit einer Fahne: 
„Die freie Presse“, die Malméne'schen Waisenknaben, ein Zug Bürger, die Abgeordneten aus— 
wärtiger Städte, die deutsche Fahne vorauf, der Magistrat und die Stadtverordneten, mit den 
umflorten Amtszeichen, die Vorsteher der jüdischen Gemeinde, die Bezirksvorsteher, die Schüler 
des Grauen Klosters, des Friedrichsstädtischen Gymnasiums und fämmtlicher Schulen, Kommu— 
nalbeamte, Bürgerwehren in langen Zügen mit schwarzen Fahnen, Musikkorps, der Polizei— 
präsident v. Minutoli in Uniform, Bürger, Gewerke; die Arbeiter der Borsig'schen Fabrik mit 
zwei deutschen Fahnen, ebenso die der Egells'schen und Rüdiger'schen, die der „Eisengießerei 
der Nation“ (früher und später Königlichen Eisengießerei) und der Sigl'schen, Trauer-Marschälle, 
Gewerke, die Wöhlert'schen und Weber'schen Fabrikarbeiter, die der „Nativnal⸗“ (Königlichen) 
Maschinenbauanstalt in Moabit, alle mit ihren Fahnen an der Spitze, die Fischer, Bötticher 
und viele andere Innungen in großen Zügen mit Fahnen und Bannern voran, ein Zug un— 
bewaffneter Mitglieder des Handwerkernereins. Ein Mitalied des Beerdiaunas-Komitees. Herr 
Dr. Wöniger, schloß der Zug. 
Am Grabe war ein Chor von etwa 400 Männerstimmen, Mitgliedern der Singakademie, 
des Gesellenvereins, verschiedenen Privatvereinen und Lehrern, aufgestellt. Den Gesang leiteten 
die Musik-Direktoren Rungenhagen, Grell, Schneider, die Musiklehret Geyer, Hertzsprung, Hauer 
und Mücke. Ein Musikkorps, welches nur aus Hautboisten verschiedener Militär-Regimenter 
bestand und zu der Leichenfeier nach Berlin aekommen war., leiteten die Musik-Direftoren 
Wienrecht und Liebig. 
Die Spitze des Zuges hatte bereits das Ziel erreicht, als das Ende des— 
— DDD0— 
Stunden, bis die einzelnen Bestandtheil- Fer zJes n Friedrichshain bei— 
sammen waren. Hier erhob sich in der Mitte der Gräberreihen ein hoher 
Mast mit dem verschleierten deutschen Adler und dem Wappen der Stadt 
Berlin; Lorbeerzweige und Zypressen waren tiefer unten angebracht. Als die 
Särge hinabgesenkt waren, hielt der Prediger Sydow die Gedächtnißrede. 
Hierauf sprach der Bischof Dr. Neander den „Segen“. — Die Fahnen 
wurden nun in üblich militärischer Weise gesenkt, und das Schützenkorps gab 
die Ehrensalve. Damit sollte die „offizielle“ Feier beendigt sein. Doch Herr 
Jung hatte noch den nach eigenem Wunsche übernommenen Auftrag der Ver— 
sammlung des Hotel de Russie auszuführen. Als Herr Jung demgemäß sich 
anschickte, seine Ansprache an die Tausende von Versammelten, die den Be— 
gräbnißplatz noch nicht verlassen hatten, zu halten, wurde er von einigen Mit— 
gliedern des Komitees unterbrochen, indem diese nach den Reden der Geist— 
lichen die eines unbekannten Bürgerlichen, deren Tendenz vielleicht „aufregend“
	        
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