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Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain) Ausgabe 1919 (Public Domain)

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fullscreen: Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain) Ausgabe 1919 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Neukölln
Title:
Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln
Publication:
Berlin 1920
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
1919-1920
ZDB-ID:
2859803-9 ZDB
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
DDC Group:
320 Politik
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1919
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Keywords:
Neukölln
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8220301
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
11. April 1919
Publication:
, 1919-04-11

Contents

Table of contents

  • Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain)
  • Ausgabe 1919 (Public Domain)
  • 21. März 1919
  • 28. März 1919
  • 11. April 1919
  • 25. April 1919
  • 9. Mai 1919
  • 23. Mai 1919
  • 4. Juni 1919
  • 27. Juni 1919
  • 18. Juli 1919
  • 22. August 1919
  • 5. September 1919
  • 26. September 1919
  • 22. Oktober 1919
  • 21. November 1919
  • 12. Dezember 1919
  • 22. Dezember 1919

Full text

-rtti, daß 10 000 Einrichtungen im Neukölln norm endig wären, das find 20 Millionen. Richtet unsere Stobt eine Möbelfabrik ein, welche vielleicht eine Million kostet, fü r Maschinen und Werkzeuge etwa zwei Millio­ nen, M aterial und Rohstoffe etwa Heben Millionen Mark, dazu kämen fü r M aterial ca. 7 Millionen, 900 Handwerker, Tischler, Schlosser usw. würden eine Arbeitsgelegenheit erhalten und gleichzeitig würde der Not abgeholfen werden. S ie rufen mir zu: W ann ist das fertig? Ich sage Ihnen , Las ist ein Projekt, das ich Ihnen unterbreite. Ich zeige Ihnen im Gegensatz zu Herrn Kunze, daß w ir handeln wollen! Wenn man Ihnen einen Weg zeigt, der nach reiflicher Überlegung ein gangbarer ist, dann gehen S ie ihn ruhig. Ich bitte Sie, die Sache einer besonderen Kommission zu über­ weisen. Es ist dem Bürger, der davon Gebrauch machen will, die Möglichkeit gegeben, sich mit H aus­ gerät zu versehen, w as er heute nicht kann. Die S tad t könnte ihm aus Kredit verkaufen, der in 5 bis 6 Jahren getilgt sein kann. Dann ist es dem Arbeiter möglich, die Sum m e abtragen zu können. W ir sparen aus diese Art und Weise Arbeitslo senun ter stützn mg und schaffen Arbeit. Stadtverordneter Germelmann (Dt.-dem. Partei): Ich habe bereits vor drei Wochen beantragt, daß diese Sache einer Kommission überwiesen wird. W ir haben gehört, welche Sum m en ausgeworfen sind und welche Arbeiten geplant sind. Die hohen Summen und die Arbeiten an sich sind sehr schön, aber es gibt auch an­ dere Wege; wenn es daraus ankommt, Massen zu be­ schäftigen, dann muß man nach Möglichkeit die Ge­ brauchsstoffe selbst herzustellen suchen. Nicht das Ziegelsteinekaufen braucht Massenarbeiten, sondern das Fabrizieren. Ich will in der Kommission den Beweis zu erbringen suchen, daß das sehr gut möglich gewesen wäre und noch ist. M an muh nur zugreifen. Das Aufsuchen von Arbeitsgelegenheit und Arbeitsmöglich­ keiten bedarf dmer langen Erfahrung und einer langen Schulung, die man nicht im Büro erwerben kann. Die Notstands arbeiten auf der Köllnischen Heide sind viel zu lange hingezogen worden. Die Erdbewegung halle ins großen Massen erfolgen müssen. Auch hierüber werden mir in der Kommission sprechen müssen. Es sind noch eine ganze Reihe anderer Sachen, die ange­ bracht werden müssen. Über die Krananlage werden wir noch zu sprechen haben; die halle 1014 erfolgen müssen, als der Hafen erbaut wurde. Damals kostete ein 5-Tonnen-Kran, fix und fertig hergestellt 13 000 Mark. W ir haben jährlich 10 000 Tonnen ausgeladen, das wären also 20 000 M . Einnahmen von einem Kran. Rechnen S ie die Hälfte Unkosten und Kraft, dann hätte ein Kran im Jah re 10 000 M . Überschuß. Rechne ich den zehnten Teil für den Bedarf, den mir h a b e n , so rechnen S ie sich um, w as in vier Jah ren die Krananlage gebracht hätte. — Bei der Vergebung der Arbeit . . . Auch hier möchte ich Ihnen sin Beispiel dafür cm« führen, daß die Sache nicht vom grünen Tisch, sondern »om Standpunkt der P rax is aus beurteilt werden kann. — Da sollen 200 Kubikmeter Holz glekaust werden, und es kommt von einer auswärtigen Händlersirma ein Angebot, das um 10 M . billiger ist — ich muß hier etw as persönlich sprechen, aber das tut nichts zur Sache — ; also das Angebot ist um 10 M . billiger und die S tad t spart vielleicht 2000 M . Diese Ersparnis von 2000 M . ist ausschlaggebend, um das Holz nicht von der hiesigen Händlerfirma, sondern von ausw ärts zu kaufen. Die Ware wird hier nicht in roh bearbeitet, und diese Ersparnis von 2000 M . reduziert sich aber sehr bald wie folgt: Um 200 Kubikmeter Fertigware herzustellen, brauche ich 400 Festmeter Holz. F ü r diese 400 Festmeter brauche ich am elektrischer Energie für 2000 M .; ich nehme zugunsten der S tad t an, es ist nur die Hälfte fertig, gleich 1000 M . elektrische Energie, die davon abgehen. — Jetzt kommt die andere Rech­ nung. — Z ur Bearbeitung brauche ich 15 M ann und 2 Beamte, und das sind bei nur 13 M . Tagelohn in 4 Wochen 5000 M . Arbeitslöhne; dann 750 M . fü r die beiden Beamten, sind zusammen mit der Ausgabe für elektrische Energie 7 750 M. Diese 15 M ann werden im Durchschnitt ungefähr 3670 M . Arbeitslosenunter­ stützung bekommen. Die sind zu ersparen. Das ist nur eine Schicht bei achtstündiger Arbeitszeit. — Wenn die S tad t sich das umrechnet, — mag sie es im eigene Regie nehmen. 600 Kubikmeter Holz herzurichten, ist keine Kleinigkeit. Es können in drei Schichten an 17 M ann arbeiten mit Len notwendigen Beamten, dazu kämen noch 12 Auslader, so daß 46 M ann auf diese Weise Arbeit in der Holzbeschaffung bei 600 K u­ bikmetern Habens würden. Diese würden an Löhnen bekommen inkl. der 12 Ausläder 27 000 M. Dabei könnten gespart werden 13 400 M . an Arbeitslosen­ unterstützung. W enn S ie sich das umrechnen, daß die S tad t allein 6000 M . Einnahme an elektrischer Energie hat und 3000 M . daran verdient, abgerechnet die E r ­ sparnis, die sie noch durch die Arbeitsmöglichkeit der 46 Leute hat. dann wollen S ie sich mal ausrechnen, welche Vorteile die S tad t dabei hat, wenn sie, anstatt mit einer Neuköllner F irm a den Holzkauf abzuschlie­ ßen, einer auswärtigen F irm a den Auftrag gibt, nur weil diese 10 M. billiger ist. — S o gibt es noch viele Sachen, die nur der in der P rax is stehende M ann p rü­ fen kann. — Die Herren vom Stadtbauam t haben von ihrem Standpunkt aus vollkommen recht, denn ihnen springen die 10 M . plus und minus in die Augen, und sie sind verpflichtet, billigere Angebote anzuneh­ men, weil sie im Augenblick nicht daran denken, welche Menge Arbeitsmöglichkeit auf der anderen Seite da­ durch der S tad t zugeführt werden kann. Daß wir selbstverständlich hier ganz anders arbeiten als wie die Leute auf dem Lande, das brauche ich Ihnen nicht erst zu sagen. W ir haben nicht n u r doppelt so hohe Löhne, sondern mehr als die doppelt hohen Löhne, und das macht, auf den Kubikmeter umgerechnet, 22,50 M., die wir teurer arbeiten. Aus diesem Grunde kommen auch die Industrien, die noch arbeiten, allmählich zum E r­ liegen, und sie müssen zum Stillstand kommen. Ich könnte Ihnen das auch m it Zahlen belegen; wenn ich Ih n en In te rnus aus meinem Geschäft mitteilen wollte. Ich bin auch bereit, das zu tun. Ich halte es für unbedingt notwendig, diese Frage auf dem schnellsten Wege in einer Kommission eingehend zu behandeln. D as M aterial, d as mir zur Verfügung steht, will ich der Kommission gern unterbreiten. (Redner nicht im­ mer gut verständlich.) B aura t Hahn: Die Ausführungen des Herrn G er­ melmann kann ich doch nicht ganz unwidersprochen hin­ ausgehen lassen. Herr G. hat einmal dem M agistrat oder der ausführenden Behörde den V owurf gemacht, daß verschiedene Arbeiten schneller hätten betrieben werden können. Und er führte da z. B. an, daß es möglich gewesen wäre, die Arbeiten in der Köllnischen Heide schneller zu betreiben. Wenn e r die Schwierig­ keiten in Rücksicht gezogen hätte, die den Bauausfüh­ rungen jeder A rt während des Krieges entgegenstan­ den, so würde er zu einem anderen Urteil gekommen sein. Z u allen Arbeiten, die w ir während des Krie­ ges durchführen wollten, mußten w ir die staatliche Ge­ nehmigung haben. W ir durften keine Bauten ausfüh­ ren bczw. durften bei dem kolossalen M angel an A r­ beitskräften keine Bauten in Angriff nehmen, zu denen wir nicht von vornherein die Genehmigung hatten. Außerdem w ar auch der Mangel an Baum aterialien so groß, daß die Arbeiten nicht durchgeführt werden 17

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