Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain) Ausgabe 1919 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain) Ausgabe 1919 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Periodical

Creator:
Neukölln
Title:
Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln
Publication:
Berlin 1920
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Dates of Publication:
1919-1920
ZDB-ID:
2859803-9 ZDB
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
DDC Group:
320 Politik
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1919
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2016
Keywords:
Neukölln
Berlin:
B 759 Staat. Politik. Verwaltung: Bezirksverordnetenversammlung. Stadtbezirksversammlung
Urban Studies:
Kws 757 Verwaltungsorganisation: Allgemeines
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8220301
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
11. April 1919
Publication:
, 1919-04-11

Contents

Table of contents

  • Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln (Public Domain)
  • Ausgabe 1919 (Public Domain)
  • 21. März 1919
  • 28. März 1919
  • 11. April 1919
  • 25. April 1919
  • 9. Mai 1919
  • 23. Mai 1919
  • 4. Juni 1919
  • 27. Juni 1919
  • 18. Juli 1919
  • 22. August 1919
  • 5. September 1919
  • 26. September 1919
  • 22. Oktober 1919
  • 21. November 1919
  • 12. Dezember 1919
  • 22. Dezember 1919

Full text

verursachen werden. Alle diese Bauten zusammen er­ fordern wieder 40 Millionen Mark. Es wäre sehr zu wünschen, wenn wir sobald als möglich diese Arbeiten in Angriff nehmen könnten, um dadurch in weitgehen­ dem Maße der Erwerbslosigkeit zu steuern, aber es ist, wie gesagt, sehr bedauerlich, daß die M ittel nur in be­ schränktem M aße vom Reiche zur Verfügung gestellt werden, und weiterhin ist es bedauerlich, daß der S ta a t die Hilfsaktion nur einleiten will für die Arbei­ ten, die wir bis zum 15. August vollendet haben. Mindestens müßte gefordert werden, daß wesentlich länger diese Unterstützungen vom S taate getragen wer­ den, denn es ist ausgeschlossen, daß w ir nach dem 15. August mit einem Male wieder normale Zeiten bekommen, so daß diese Arbeiten dann eingestellt wer­ den können. W as nun die Durchführung der Arbeiten selbst be­ trifft, so beschäftigen wir bei den Arbeiten zurzeit nicht ganz 2500 Arbeiter, und zwar 500 vom Hochbauamt, 1500 vom Verkchrsbauamt und 500 von den übrigen städtischen Betrieben. Wenn alle die Arbeiten, die ich genannt habe, in Angriff genommen sind, werden etwa 6000—8000 Arbeiter in der S tad t beschäftigt werden'. W ir führen vom Verkehrsbauamt einen goßen Teil der Arbeiten in eigener Regie durch, und ich muß sagen, daß ich im großen und ganzen von der A r­ beitsfreudigkeit «ms er er Arbeiter angenehm berührt bin. Die vielen Klagen, die bei Notstandsarbeiten oft­ mals laut werden, treffen nicht zu. Es ist nur erfor­ derlich, daß ein volles Einvernehmen zwischen Arbeiter und ausführender Behörde besteht, und ich glaube, daß m an den Arbeitern selbst ein gewisses M aß von Kon­ trolle auf den Baustellen einräumen muß, und das ist bei u n s in weitgehendem Maße geschehen, auch glaube ich sicher, daß mit unseren Arbeitern, die bisher bewie­ sen haben, daß sie für die Sozialisierung im großen und ganzen — von einigen Ausnahmen abgesehen — Verständnis hoben, sich, recht gut B auten im eigenen Betriebe der S tad t durchführen lassen. W as die Arbeitsleistung der Arbeiter betrifft, so können wir natürlich auf all unseren Bauten, ob es nun private oder städtische Bauten sind, nicht mehr die hohen Anforderungen stellen, die vor dem Kriege ge­ stellt worden find, denn es ist eine selbstverständliche Tatsache, daß, wenn eine Arbeiterschaft vier Jahre hin­ durch unterernährt ist, sie nicht mehr das leisten kann -als vorher; über, wie gesagt, ist die Arbeitsfreudigkeit so, daß ich glaube, daß wir ohne Schmierigkeiten die Arbeiten in eigener Regie durchführen können. (Hört, hört!) Die größte Schwierigkeit macht uns bei den Bauten nicht «die Frage der Arbeiterbeschaffung, son­ dern die Beschaffung der Baustoffe. Große Schwierig­ keiten bereitet die Beschaffung der Ziegelsteine. Aber nicht allein- die Ziegelsteine sind schwer zu beschaffen, sondern auch Kalk, Zement und Tonröhren, und am allerschwersten ist Eisen zu bekommen. I s t bei den erstgenannten Baustoffen nur der M angel a n Kohlen schuld, so ist -es bei Eisen sowohl der Kohkenmangel als auch die mangelnden Transportmittel, die Schuld daran tragen. Bei den Ziegelsteinen kann durch den W assertransport ausgeholfen werden-, w as beim Eisen nicht möglich ist, weil die direkte Wasserverbindung fehlt, und es w ar ein außerordentlich schwerer Fehler, daß w ir seinerzeit nicht mit aller Macht den B au des Mittellandkanals durchgeführt haben, denn wenn das geschehen w äre, würden wir über die größten Schwie­ rigkeiten bei der Beschaffung des Eisens hinweg­ kommen. W as die Beschaffung der Ziegelsteine selbst betrifft, so glauben mir auch, daß diese Schwierigkeiten in Zu­ kunft fü r Neukölln sich vermindern werden. Es schwebt bei uns das Projekt, daß w ir in kurzer Zeit selbst eine Ziegelei in Betrieb nehmen werden. Dann wissen S ie ja, daß wir auch unser Braunkohlenbergwerk erschlie­ ßen werden, und dann können wir der Ziegelei auch Kohle zur Verfügung stellen, und dann wird es uns möglich fein, die Baustoffe, die fü r den Hochbau in Frage kommen, heranzubringen. W ir müssen hoffen und wünschen, daß w ir genügend Kohle aus dem R uhr­ gebiet und aus Oberschlesien bekommen, sonst werden wir bei dem Mangel an Eisen und Kohle unsere Bau- arbeiten im Hochsommer zum Stillstand kommen las­ sen müssen, denn Eisenvorräte gibt es in Deutschland nicht mehr. Wenn nicht neues Elfen erzeuch wird, dann stehen wir in kurzer Zeit vor einer Katastrophe. Selbst wenn alle diese Arbeiten durchgeführt werden sollten, die von dem Herrn Vorredner angeführt worden sind, so würde es doch nicht möglich sein, alle Erw erbs­ losen zu beschäftigen, denn es ist ausgeschlossen, daß die S tad t jemals als solcher Arbeitgeber auftreten- kann, daß aller Handel und alle Industrie vollständig dadurch ersetzt wird. Es wird die schwierigste unÄ größte Frage sein, wie die Industrie wieder in ihre B ah n en hinein­ gebracht wird, und das kann, wie der Herr Vorred­ ner schon andeutete, n u r in einer Kommiffion geprüft werden. Der Gedanke aber, daß wir einen Teil der Industrie oder auch nur etwas übernehmen könnten, daß wir all den Industriearbeitern Bror schaffen könn­ ten, ist ausgeschlossen, denn selbst wenn alle unsere M aßnahmen zur Ausführung kommen, werden wir 8000 Arbeiter beschäftigen, und wenn wir da in Ber­ gleich stellen, daß allein bei Werken wie Siemens & Halste und bei der A. E. G. bei Stillegung der Werke an einem Tage 60 000 Arbeiter brotlos werden kön­ nen — diese beiden Firm en beschäftigen allein mehr Arbeiter als sämtliche Gemeinden Groß-Berlins zu­ sammen durch Notstandsarbeiten beschäftigen können — so werden S ie zugeben, daß durch Notstandsarbei­ ten allein alle Arbeiter einer S tad t nicht beschäftigt werden können. Und -nun zum Schluß noch ein Punkt, den der Herr Vorredner berichtete. E s genügt nicht, daß wir allein für Neukölln alles aufbieten, um die Erwerbslosigkeit zu bekämpfen, sondern das ist eine Groß-Berliner Frage, und ich muß offen sagen, daß leider die west­ lichen Vororte Berlins nicht in ähnlicher Weise vor­ gehen, wie wir vorzugehen gezwungen sind. Berlin selbst geht ja vor, das kann, m an nicht bestreiten, aber die westlichen Berliner Vororte lassen sehr auf sich w ar­ ten, daß sie Notstandsarbeiten in ähnlichem Umfange einleiten. W enn aber die Arbeiterfrage nicht -in Groß- Berlin gelöst wird, dann ist sie überhaupt nicht zu lösen, denn wir in Neukölln allein können sie nicht lös:». (Bravo!) Stadtverordneter Kunze (S . P . D.): Die Frage, die hier zur Debatte steht, ist in diesem Hause nicht neu. Meine Fraktion hat bereits am 12. Dezember v. I . den A ntrag gestellt: „W ir ersuchen den M agistrats­ vertreter um Auskunft darüber, welche M aßnahme» getroffen sind, um den aus der Demobilisativn sich er­ gebenden Verhältnissen hinsichtlich der Arbeitslosigkeit begegnen zu können." Meine Herren, ich sage, am 12. Dezember sollte dieser A ntrag verhandelt werden, aber gerade die engeren Freunde der jetzigen A ntrag­ steller haben es verhindert, daß dieser Antrag verhan­ delt werden konnte, und zwar w ar das diese Sitzung, die hier in diesen Räumen stattfinden sollte am 12. Dezember, wo der Arbeiterrat eingegriffen und ver­ hindert hat, daß die Stadwerordnetenfitzung stattfinden konnte. (Zuruf: Drei!lasscnmahlrecht!) Meine Herren, es ist ranz selbstverständlich, daß ich nicht -danach fra­ gen darf, wenn etwas notwendiges zu tun ist, wer hilft, ich muß die Hilfe allerdings auch aus den bür­ gerlichen Kreisen nehmen. Es muß die Arbeitslosigkeit 15

Downloads

Downloads

Full record

TEI Full text PDF (compressed) PDF (Original size)
TOC
Mirador

This page

PDF Image Preview Image Small Image Medium Image Large Image Master TEI Full text Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Formats

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Search results

Search results

Volume
1 / 24
Amtliches Fernsprechbuch für Berlin
Back to search results Back to search results

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.